In Vietnam gibt es eine Brücke, die von zwei riesigen Händen gehalten wird. Was für ein starkes Bild, das sich auf mein Leben und Gottes Gegenwart und Handeln übertragen lässt! Mein Weg, den ich im Leben gehe, ist nicht nur die Summe meiner Entscheidungen, sondern liegt im Grunde in seinen Händen.
Oder: Wenn ich das Gefühl habe, dass der Boden unter mir zu schwanken beginnt und unsicher zu werden droht, darf ich gewiss sein, am Ende liegt mein Lebensweg eben in Gottes Händen. Von ihm ist er gehalten. Von ihm bin ich gehalten. So ist es. Und so tröstlich ist es.
In der biblischen Sprache werden dabei immer wieder Wege unterschieden: Gottes Wege und solche, die ich ohne Gott, weg von Gott oder gottvergessen gehe. Es ist eben so: Nicht jeder Weg führt zum Ziel, nicht jede Brücke trägt, nicht jede Strecke ist durchgehend passierbar. Und dann stehe ich bisweilen da und denke mir: Das war nix. Hier geht’s nicht weiter. Hier habe ich mich verlaufen und verrannt.
Wäre ich doch auf den Wegen geblieben, die Gott für mich geebnet hat. Doch auch dann lässt er mich nicht fallen, sondern geht mir nach als ein guter Hirte, der sein verlorenes Schaf sucht und findet. Und so ist er es, der mich zurückbringt und mich neu anfangen lässt. Auch der Rückweg zu ihm liegt in seinen Händen.
»Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht!« (Psalm 128,1, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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