Die Gitarre ist das Instrument, das ich am besten beherrsche. Von Virtuosität bin ich auch da meilenweit entfernt, aber für das Begleiten von Liedern reicht es.
Wie bei (fast) jedem Instrument ist es auch bei der Gitarre so, dass Unterschiedliches zusammenkommen muss, damit ein ansprechender Klang entsteht. Zunächst einmal braucht es Saiten und einen Klangkörper. Die Saiten müssen passend gestimmt sein. Und es braucht jemanden, der die Saiten ins Schwingen bringt. Alleine und aus sich heraus gibt die Gitarre keinen Klang von sich.
Gelegentlich kommt mir mein Leben als Christ wie so eine Gitarre vor. Die Melodie des Lebens erklingt nur, weil Gott mich ins Leben, in Bewegung und ins Schwingen gebracht hat. Aus mir selbst heraus könnte ich ja weder leben noch glauben. Da braucht es schon Gottes Initiative, damit »Musik« entsteht.
Im besten Fall ist dann auch in meinem Leben etwas von Gottes Liebe für diese Welt zu hören – von seiner Menschenfreundlichkeit und Gnade. Immer wieder allerdings klingt mein Leben aber auch ganz schön »schräg«. Die Saiten meines Lebens sind verstimmt. Der Klang tut in den Ohren weh. Dann muss ich aufs neue gestimmt werden.
Gestimmt werde ich, indem ich den Klang meines Lebens an dem Grundton von Gottes Wort ausrichte – ja besser noch ausgedrückt: Gott selbst mich durch sein Wort an sich ausrichtet. Und wann und wo immer mir die Vergebung zugesprochen wird, bekomme ich neue Saiten aufgezogen. Das, was nur noch scheppernd klang, wird ersetzt durch neue Saiten, die den Ton von Gottes Liebe unverzerrt wiedergeben.
Ich merke gerade: Ich sollte mal wieder meine Gitarre zur Hand nehmen. Und wenn ich’s tue, werde ich daran denken, was Gott in meinem Leben zum Klingen bringt.
»Singet ihm ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall!« (Psalm 33,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
Entdecke mehr von Team Gott
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
