Ohne Energiezufuhr würde unsere Gesellschaft stillstehen. Wir brauchen Energie für die unterschiedlichsten Lebensbereiche: für unsere Mobilität, für die Produktion von Waren, für Heizung und Strom und damit für fast alles. Wie wichtig und kostbar solche Energie ist, fällt uns oftmals gerade dann auf, wenn sie teuer oder knapp ist: wenn – wie in diesen Tagen – die Benzinpreise von einem Rekordhoch zum nächsten klettern. Oder wenn man beim Camping ohne Stromanschluss auskommen muss.

In übertragenem Sinn reden wir von Lebensenergie, also von Kraft, die wir brauchen, um die Aufgaben des Tages zu bewältigen. Und da kennen die allermeisten auch Tage, in denen solche Energie fehlt, wir kraftlos herumsitzen und uns kaum aufraffen können, etwas anzugehen, was eigentlich dran wäre.

Auch der Glaube an Gott kommt nicht ohne Energiezufuhr aus. In Psalm 1, der Überschrift über das ganze Psalmenbuch, findet sich für den Menschen, der mit Gottes Wort umgeht, der Vergleich eines Baums: »Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.« (Psalm 1,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Viel mehr braucht ein Baum ja nicht als Wasser und Licht, um zu wachsen und Früchte zu bringen. Und so ist auch das Elementare für den Glauben Gottes Wort. Das ist die Energie, die unseren Glauben lebendig hält – manchmal auch gegen den Augenschein. Und aus diesem Wort lässt sich dann eben auch immer wieder Kraft schöpfen für jeden neuen Tag.

Christoph Barnbrock


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