»Konkurrenz belebt das Geschäft«, heißt eine der Grundüberzeugungen der Marktwirtschaft. Gibt es in einem Bereich nur einen einzigen Anbieter, muss dieser sich nicht sonderlich anstrengen, um seine Waren und Dienstleistungen an den Mann oder an die Frau zu bringen. Die Kundschaft hat ja keine Wahl.
Gibt es allerdings mehrere Anbieter, die in einem Bereich miteinander konkurrieren, stellt sich das Bild schon anders dar. Wenn ich mich im Konkurrenzkampf mit anderen durchsetzen will, muss ich im Normalfall entweder besser oder günstiger oder verlässlicher unterwegs sein als die anderen Anbieter (oder sonst irgendein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, das die Kundinnen und Kunden dazu führt, sich mit ihrem Anliegen an mich zu wenden). So kann Konkurrenz tatsächlich dazu führen, dass alle Beteiligten sich in ihrem Werben um die Kunden sich mehr anstrengen und sich am Ende der oder die Beste tatsächlich durchsetzt.
Allerdings gibt es auch Konstellationen, in denen das mit der Durchsetzung der Besten nicht funktioniert – nämlich da, wo mit unfairen Mitteln gespielt wird oder es sich große Anbieter leisten können, für eine ganze Zeit die Preise von kleinen Konkurrenten zu unterbieten, sodass diese am Ende die Segel streichen müssen. Solche Konkurrenz belebt dann am Ende nicht das Geschäft, sondern zerstört es. Deswegen gibt es in unserem Land ja auch eine Wettbewerbsaufsicht, die sich darum kümmern soll, dass genau solche Wettbewerbszerstörung keinen Platz hat.
Wie ist das eigentlich mit Gott und dem Wettbewerb? – Einerseits ließe sich sagen: Gott hat keine Konkurrenten, sondern er hat ein göttliches Monopol:
Gott sagt in den Worten des Propheten Jesaja: »Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir.« (Jesaja 45,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Andererseits konkurriert Gott faktisch schon mit manch anderem um unsere Aufmerksamkeit, um unsere Zeit und unser Vertrauen. Manches mag auf den ersten Blick günstiger, einfacher und attraktiver zu sein als das, was Gott anzupreisen hat. Aber mit den Glücksversprechen anderer mag es uns so gehen, wie die eine oder der andere das schon bei Angeboten von Billiganbietern erlebt und erlitten hat. In den Produktbeschreibungen sieht alles ganz wunderbar aus – und dann auch noch so preisgünstig! Wenn das Produkt dann aber zu Hause angekommen ist, zeigt sich schon bald: Die Ware mag zwar günstig sein – aber es ist im schlechtesten Wortsinn auch billig. Zu kaum etwas nütze, einfach nicht so verlässlich, wie man es bräuchte.
Und manch einer hat nach einer ersten Bestellung eines Billigprodukts dann noch einmal das teurere Original nachbestellt, weil das erste einfach nichts taugte. Beim Blick auf die Glücksversprechen unserer Zeit sollten wir auch billigen Anbietern nicht auf den Leim gehen, sondern uns gleich an den einzigen Originalanbieter von Sinn und Leben wenden: Gott. Bei ihm gilt nicht: Konkurrenz belebt das Geschäft, sondern: Lieber gleich zum Experten!
Christoph Barnbrock
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