Bei einem Besuch in der Stadtpfarrkirche Beilngries bin ich auf dieses Kreuz gestoßen. In das Kreuz sind lauter Todesanzeigen geklebt – wahrscheinlich von Gemeindegliedern, die in den letzten Wochen und Monaten verstorben sind.

Das habe ich so noch nicht gesehen und finde es ausgesprochen passend. Das Kreuz als Symbol für Jesus Christus und in diesem Kreuz – also in Christus – finden die Verstorbenen ihren Platz.

Ich finde, das ist eine schöne Form der Erinnerung. Zu wissen, dass diejenigen, von denen wir Abschied nehmen mussten, nicht einfach orts- und heimatlos sind, sondern ihren Ort und ihre Heimat in Christus haben.

Fast noch passender wäre es allerdings gewesen, wenn diese Traueranzeigen in ein Bild vom leeren Grab geklebt worden wären. Denn gerade das macht ja die christliche Hoffnung aus, dass unser Blick nicht nur bis zum Karfreitag, sondern bis Ostern geht. Wer »in Christus« ist, wird leben.

So fasst es der Apostel Paulus:

»Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.« (1. Korinther 15,22, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Ja, es ist gut, unsere Verstorbenen in Christus zu wissen. Denn wo Christus ist, da ist Leben.

Christoph Barnbrock


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