Kürzlich verstarb die walisische Sängerin Bonnie Tyler, die mit ihrem Song »Total Eclipse of My Heart« einen wesentlichen Beitrag zur »Playlist« meiner Jugend beigesteuert hat.
Auf eigentümliche Weise bewegen mich diese Todesfälle von Sängerinnen und Sängern, die mich durchs Leben begleitet haben, obwohl ich die Person gar nicht kannte und in diesem Fall noch nicht einmal ein Konzert von ihr besucht habe. Aber eine Stimme ist eben doch etwas sehr Persönliches. Und wenn eine Stimme einen begleitet, kann man fast den Eindruck gewinnen, die Person habe einen begleitet.
Eins der neueren Lieder von Tyler ist: »The Best Is Yet to Come« (»Das Beste kommt erst noch«). Die Szene, die darin aufgerufen wird, ist die eines älteren Liebespaars, das auf schwierige Zeiten zurückschaut, die sie nun hinter sich gelassen haben (»We’ve got the bad days on the run«), voller Erwartung, dass das Beste noch vor ihnen liegt.
Schaut man auf die Lebensgeschichte von Tyler dann gehören zum Beispiel Kinderwunsch, eine Fehlgeburt und am Ende die Einsicht, dass es mit Kindern nichts werden würde, zu den »bad days«. Die Zeit und die Zahl der guten Tage, die Tyler vom Erscheinen des Songs »The Best Is Yet to Come« noch blieben, war am Ende begrenzt.
Nicht klar ist, ob in Tylers Zeilen »The Best Is Yet to Come« auch eine Perspektive mitgeschwungen hat, die über dieses Leben hinausreichte. Das ist durchaus möglich, weil Tyler sich zeitlebens ihren christlichen Glauben bewahrt hat – beziehungsweise sie in diesem bewahrt wurde. In diesem Sinne würde für sie auf jeden Fall gelten: »The Best Is Yet to Come«: Das Beste kam/kommt erst noch für sie!
Jesus Christus spricht: »Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.« (Johannes 16,22, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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