Was für eine Szene, die FEE PENAFIEL hier in ihrem Lied aufruft: Da hat sie »eine heile Welt« bestellt – »ohne Löcher und Verschließspuren«. Aber es ist wie verhext: Diese neue Welt kommt nicht an. Es ist, wie es mit Paketzustellungen so sein kann: Irgendwie kommen Paket und Paketempfängerin nicht zusammen.
Dabei wäre die Lieferung dieser neuen Welt dringend nötig – denn in der jetzigen Welt »regnet und stürmt und hagelt es jeden Tag«. Aber es hilft nichts: So einfach scheint das mit der Lieferung der neuen Welt nicht zu sein.
Wenn Christinnen und Christen immer wieder einmal daran erinnert werden, dass diese Erde endlich ist und ein neuer Himmel und eine neue Erde auf sie wartet, dann ist die Sehnsucht eine ganz ähnliche wie in diesem Lied von FEE PENAFIEL Dass diese Welt renovierungsbedürftig ist, ist kaum zu übersehen. Kriege, die Folgen des Klimawandels, Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit – ja es »regnet und stürmt und hagelt« ständig. Und die »Löcher und Verschleißspuren« fallen sofort ins Auge. Ach, wie schön wäre es, wenn eine neue Welt geliefert würde!
Dabei haben die ersten christlichen Gemeinden auch ganz ähnliche Erfahrungen mit der Erwartung des neuen Himmels und der neuen Erde gemacht, wie FEE PENAFIEL sie beschreibt. Sie dachten, heute oder morgen müsste der Paketbote mit der neuen Welt vor der Tür stehen – und dann ging das doch alles nicht so schnell. Und sie mussten warten. Und wir warten mit ihnen.
Aber die Sehnsucht nach der neuen Welt bleibt – auch heute. Und die Gewissheit, dass es einmal so sein wird und Jesus Christus vor der Tür steht und sagt: »Hier, eine neue Welt – für dich!«
»Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach [Gottes] Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.« (2. Petrus 3,13, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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