Allen Tendenzen eines neu aufkeimenden Nationalismus zum Trotz: Unsere Welt ist »international«. Länder sind vom Handel mit anderen Ländern abhängig. Kaum ein Land (vielleicht sogar gar keins?) könnte wirklich ohne Handelsbeziehungen zu anderen leben – jedenfalls auf dem bisher gewohnten Wirtschaftsniveau.

Und unser Reiseverhalten ist längst international. Auch wenn Inlandsreisen in letzter Zeit wieder auf der Beliebtheitsskala zulegen, sind es häufig doch ausländische Reiseziele, die Menschen im Urlaub locken. Dabei sind es nicht nur das Wetter oder die Landschaft, die Menschen an diese Orte ziehen, sondern oft eben auch die andere Kultur, die Begegnung mit Menschen in einem anderen Kontext.

Dass Reisen Horizonte erweitert, haben schon Menschen wie Goethe und Luther in ihrer Zeit erfahren. Und heute ist es nicht anders. Wer reist, bleibt nicht bei sich, nimmt wahr, dass man dieses oder jenes anderswo auch ganz anders regeln kann. Das führt aus mancher Eingleisigkeit im Denken heraus und weitet den Blick.

Gott denkt auch international. So sehr es wahr ist, dass er sich ein Volk, das Volk Israel, ausgewählt hat, so deutlich lässt sich doch andererseits erkennen, dass schon im Alten Testament der Horizont geweitet wird, wenn es etwa am Ende des Buches des Propheten Jesaja heißt:

»Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.« (Jesaja 60,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

So liebt und handelt Gott international – und niemand muss mit Blick auf seinen Pass Angst und Sorge haben, dass er oder sie von Gott mit seiner Rettungsmission, die er mit Jesus Christus durchgeführt hat, nicht mitgemeint ist.

Christoph Barnbrock


Entdecke mehr von Team Gott

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner