Nein, keine Sorge, hier gibt es heute keinen etwas zwielichtigen Beitrag, sondern passend zum heutigen Reformationstag gibt es ein bisschen was zu Martin Luther bzw. Martin Luder, um ihn mit seinem richtigen Nachnamen zu nennen.

Zu Martin Luther wurde er erst später – nämlich dann, als er seinen reformatorischen Durchbruch hatte und die Bibel und die Welt mit neuen Augen sah. Das hat er als großes Befreiungserlebnis wahrgenommen, sodass er seine Briefe bisweilen auch (zusätzlich) mit »Eleutherius« (der Befreite) unterschrieb.

Aus dem »eLeUTHERius« wurde dann der »Luther«, sodass Martin Luther die Befreiungserfahrung, die er in der Bibellektüre gemacht hatte, zeit seines Lebens in seinem Namen trug.

Ein kleiner – nicht zu vernachlässigender – Nebeneffekt war, dass Luther auf diesem Wege auch den schon damals wenig vorteilhaft klingenden Namen »Luder« loswurde.

In diesem Sinn allen Leserinnen und Lesern einen fröhlichen und befreiten Reformationstag!

»Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.« (2. Korinther 3,17, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Christoph Barnbrock


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