In diesen Tagen sagte ich mit einem Zwinkern im Auge zu meiner Frau, dass ich einer heißen Sache auf der Spur wäre: ich hätte bei mir eine Reihe von Anzeichen gefunden, die dafür sprächen, dass ich eigentlich ein Säugetier bin, das Winterschlaf hält. Schlagfertig erwiderte meine Frau, ich müsste mir dafür aber erst einmal Winterspeck anfressen. So, wie es jetzt gerade ist, würde das mit dem Winterschlaf nichts werden.

So weit also der etwas klamaukige Wortwechsel aus dem Hause Barnbrock. Ich weiß auch gar nicht, ob für Tiere, die Winterschlaf halten, der Winterschlaf tatsächlich so romantisch ist, wie er bisweilen in Kinderbüchern dargestellt wird. Aber sei’s drum. Diese Vorstellung, die dunkle und kalte Jahreszeit einfach zu verschlafen – überhaupt einfach richtig viel zu schlafen, um dann im Frühling mit neuen Kräften aufzuwachen, übt eine gewisse Faszination auf mich aus. Wenn also irgendwann in den nächsten Tagen die »Team Gott«-Beiträge aufhören, dann liegt es also daran, dass ich in den Winterschlaf gefallen bin. (Nicht ernst gemeint!)

In der Bibel wird das Bild des »Schlafens« immer wieder auch für den Tod verwendet. So ist dann ja auch sprichwörtlich von den »Entschlafenen« die Rede. Nun kann man darüber streiten, ob es am Ende tatsächlich ein ganz zutreffendes Bild ist – wie jedes Bild, wie jede Metapher kommt auch dies an seine Grenzen.

Aber die Vorstellung, dass diejenigen, die im Vertrauen auf Jesus Christus »einschlafen«, wie ein Bär im Winterschlaf die kalte und dunkle Jahreszeit verschlafen dürfen, bevor sie von der Sonne des ewigen Lebens geweckt werden, finde ich tröstlich. Und auch wenn meine Versuche scheitern werden, schon in diesem Leben zu einem Säugetier zu werden, das Winterschlaf hält. In diesem anderen Sinn will ich’s gerne werden und meinen Tod verschlafen und dann – gut ausgeruht – von der Sonne des ewigen Lebens aufgeweckt werden.

»Wir wollen euch aber, Brüder und Schwestern, nicht im Ungewissen lassen über die, die da schlafen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.« (1. Thessalonicher 4,13, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Christoph Barnbrock


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