Auf einer Autofahrt gab meine Frau neulich Unmutslaute von sich. Ich fuhr und sie war mit ihrem Handy zugange. Und als ich fragte, was wäre, stellte sich schnell raus, dass die Autokorrektur wieder einmal zugeschlagen hatte. »Ich habe ›Bibel‹ geschrieben«, sagte sie, »und herausgekommen ist ›LIDL‹!«.

Nun ist es müßig darüber zu spekulieren, was zu dieser »Autokorrektur« geführt hat – das allgemeine Nutzerverhalten oder die spezifische Eingabehäufigkeit meiner Frau. Und ich frage mich: Was gebe ich in Kurznachrichten eigentlich häufiger ein? »Bibel« oder den Namen von Supermarktketten?

Gleichzeitig ist die Verwechslung von beidem in einem übertragenen Sinn vielleicht dann auch gar nicht so abwegig. In genanntem Supermarkt bekomme ich immerhin das, was ich zum Leben brauche. Und es reicht auch nicht, wenn ich einmal dorthin gehe, sondern meine Wege führen mich ganz regelmäßig in diesen Laden, damit ich mich immer wieder neu mit frischen Lebensmitteln versorge.

Jesus Christus spricht: »Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.« (Johannes 6,63, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Jesu Worte, Gottes Worte, die wir in der Bibel finden, sind Lebensträger und Lebensmittel. Und ich erlebe es, dass es gut für mich ist, sie immer wieder aufzusuchen, im Bild gesprochen ins Regal zu greifen und mir einen Vorrat für den Tag mitzunehmen. Oder um einen Werbeslogan der genannten Supermarktkette leicht modifiziert aufzunehmen: »Bibel lohnt sich!«

Christoph Barnbrock


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