Mit das erste, was ich morgens höre, ist das Gezwitscher der Vögel um uns herum. Ich weiß, dass es ein Privileg ist, dass ich nun gerade diese Geräusche höre und nicht das Anfahren und Bremsen von Autos, Fluglärm oder das Rattern von Zügen über die Gleise. Auch wenn der Gesang der Vögel bisweilen eine überraschende Lautstärke annehmen kann, ist es doch ein ausgesprochen angenehmer »Soundtrack« meines Lebens.
Dabei ist all das nicht einfach nur »nett«, sondern tatsächlich ein Gottesgeschenk – und dies in noch viel umfassenderem Sinn, als wir das oberflächlich wahrnehmen. Neuere Studien haben gezeigt, dass das Vogelgezwitscher Ängstlichkeit reduzieren kann und bei Depressionen hilft. Zudem wirken sich 10% mehr Vogelarten im eigenen Umfeld genauso positiv auf unsere Lebensqualität aus wie eine Gehaltssteigerung um 10%.
Dass mir das Vogelgezwitscher irgendwie guttut, hätte ich auch so gewusst – aber solche Studien zeigen, wie sehr die verschiedenen Gaben der Schöpfung aufeinander bezogen sind und wie das Gute, was Gott mir schenkt, manchmal eben im kleinen Detail (in diesem Fall: in einer Vogelstimme) steckt. Schon in all dem kann ich erkennen, wie gut Gott es mit mir meint – wie viel mehr, wenn ich auf das schaue, was Jesus Christus für mich getan hat.
»Du [Gott] lässest Brunnen quellen in den Tälern, dass sie zwischen den Bergen dahinfließen, dass alle Tiere des Feldes trinken und die Wildesel ihren Durst löschen. Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen in den Zweigen.« (Psalm 104,10–12, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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