»Can you feel the love tonight?«

Am 14. Februar jeden Jahres ist Valentinstag. Zeit, um seinem Lieblingsmenschen wieder mal zu zeigen, wie sehr man sie oder ihn mag oder liebt. Dabei muss es nicht unbedingt Freundin oder Freund sein, Ehepartnerin oder Lebensgefährte – vielleicht sind es auch Mutter oder Vater, Oma und Opa usw.

Woher kommt eigentlich der Valentinstag? Er geht zurück auf einen Mann namens Valentin, der vor allem in der römisch-katholischen Kirche verehrt wird. Der Überlieferung nach war Valentin ein Priester, der gerne für Hilfe und Trost suchende Menschen da war. Vor allem hat er Paare, die heiraten wollten, in seiner Kirche christlich getraut. Weil er damit aber gegen ein Verbot des römischen Kaisers handelte, wurde er am 14. Februar 269 in Rom hingerichtet. Eine Legende erzählt, dass er den Ehepaaren Blumen aus dem eigenen Garten geschenkt hat. Daraus entstand der Brauch, dass sich Paare zum Valentinstag mit Geschenken besondere Zeichen ihrer Liebe machen.

Wenn dir jemand sagt: »Ich habe dich lieb« – hört und vor allem fühlt sich das doch gut an, oder? Wenn du das hörst aus dem Mund deines Freundes, deiner Freundin, von Mama oder Papa, dem Ehe- oder Lebenspartner – das geht doch runter wie Öl, oder? Aber wir müssen es auch fühlen, spüren, erleben können, dass der andere es auch wirklich so meint!

Papst Gregor der Große soll im 6. Jhd. gesagt und dabei an Valentin gedacht haben: »Der Beweis der Liebe liegt in den Taten. Wo Liebe ist, kann sie Großes bewirken. Aber wenn sie aufhört zu handeln, hört sie auf zu existieren.«

Klar, ich kann über die Liebe viele Worte machen, schmalzige Gedichte verfassen, süße Lieder schreiben, wunderbare RomComs drehen. Aber wenn einem »Ich liebe dich« oder »Ich hab dich lieb» keine sichtbaren oder spürbaren Zeichen folgen, dann bleiben es leere Worte. Ich muss es eben spüren, fühlen, erleben können.

»Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.« (Johannes 13,35, BasisBibel, © Dt. Bibelgesellschaft). Das sagte Jesus, nachdem er seinen Jüngern gerade die Füße gewaschen hatte, eigentlich die Arbeit von Sklaven damals. Jesus redete nicht nur von Liebe, er zeigte sie in seinem Verhalten, in seinen Taten. Die Jünger konnten es regelrecht spüren, fühlen, erleben! Und am Tag danach starb er für uns am Kreuz – was für ein Zeichen der Liebe!

Der Valentinstag ist doch ein guter Anlass, neu darüber nachzudenken, wie wir unserem Lieblingsmenschen zeigen können, wie sehr wir sie lieben. Und es lohnt sich zu überlegen, was ihr und ihm besonders gefällt, welche »Sprache der Liebe« er oder sie spricht: ein unerwartetes Geschenk, ein »Ich habe dich lieb«, eine Umarmung, eine Hilfe bei einer bestimmten Sache oder ein Kompliment.

Was es auch immer ist: »Wo Liebe ist, kann sie Großes bewirken.«

Christoph Baumann


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