Vor einigen Tagen habe ich meine Frau früh morgens mit dem Auto zum Bahnhof gebracht. Draußen war es kalt und stockfinster. Und nach wenigen Metern veränderte sich etwas in meinem Sichtfeld. Das rechte Abblendlicht hatte seinen Geist aufgegeben. Pling. Dunkel war’s auf der rechten Seite.
Das nun ist erst einmal kein weltgeschichtlich besonders herausragendes Ereignis. Das passiert – im Winter dazu noch besonders gerne. Und wahrscheinlich bewegt mich dieses Ereignis vor allem deswegen in besonderer Weise, weil bei unserem vorherigen Auto der Zugang zu den Lichtern so verbaut war, dass ein Lampenwechsel für einen Laien fast komplett unmöglich und selbst für Profis in der Werkstatt nur mit erheblicher Mühe zu bewältigen war. Aber in unserem derzeitigen Auto geht das wieder leichter – und da wird das Leuchtmittel bald wieder ersetzt sein.
Vielleicht rührt der plötzliche Ausfall einer solchen Glühbirne aber auch an einer Urangst, nämlich, dass von jetzt auf gleich in einem übertragenen Sinn das Licht ausgehen könnte. Wenn etwa ein Industriestandort schließt und Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Jobs, ihr Einkommen und ihr sinnstiftendes Tun verlieren, heißt es gelegentlich, dass an diesem Ort nun »die Lichter ausgehen«. Ich habe so etwas noch nicht erlebt, ahne aber, wie verunsichernd und belastend das sein muss.
Angesichts all dessen wäre es doch wunderbar, wenn es Lichtquellen gäbe, die unkaputtbar wären. Die KI meines Vertrauens hält aber fest: »Ganz ehrlich: Die ›Ewige Glühbirne‹ ist ein Mythos«, um mich dann darauf hinzuweisen, dass Tritiumgas-Lichtquellen zumindest einige Jahrzehnte ohne externe Energieversorgung auskommen und einigermaßen unkaputtbar sind. Na, immerhin.
Heute Morgen erinnere ich mich dankbar daran, dass Jesus Christus als »Licht der Welt« verlässlich meine Dunkelheiten ausleuchtet und nicht einfach – pling – ausfällt. Bei ihm gibt es Licht und Leben, selbst wenn sonst die Lichter ausgehen.
Jesus Christus spricht: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.« (Johannes 8,12, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)
Christoph Barnbrock
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