Vor einigen Jahren war »Lost« das »Jugendwort des Jahres«. Während ich in vielen Fällen mit den Jugendworten nicht mehr viel anfangen kann, konnte ich hier ziemlich gut andocken. Auf der entsprechenden Seite des Langenscheidt-Verlages heißt es dazu: »In der Jugendsprache ist damit jemand gemeint, der ahnungslos, unsicher oder unentschlossen ist.«
In dieser Weise »lost« zu sein, kenne ich: In einer Stadt, in der ich mich nicht auskenne. In kniffligen Situationen, in denen sich mir nicht erschließt, wie es weitergehen soll. In Lebensphasen, in denen die Sorgen größer sind als die Hoffnungen.
In biblischer Redeweise ist immer wieder davon die Rede, dass Menschen »lost«, also verloren sind, wenn ihnen das Vertrauensverhältnis zu Gott abhanden gekommen ist. Und am bildlichsten dargestellt ist das vielleicht in den Gleichnissen vom Verlorenen in Lukas 15, wenn Jesus z.B. die Geschichte vom Verlorenen Schaf oder vom Verlorenen Sohn erzählt.
Dabei ist die Botschaft klar: Gott schreibt Menschen, die »lost« sind, nicht ab. Sondern er macht sich auf den Weg, geht hinter ihnen her, sucht sie, kann und will nicht ohne sie sein.
Und so werden aus Menschen, die »lost« sind, immer wieder welche, die gefunden werden – von Gott gefunden sind und so auch Ahnung, Sicherheit und Entschlusskraft neu gewinnen.
Jesus Christus sagt: »Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?« (Lukas 15,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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