Ich mag Wortspiele, aber auch einzelne Wörter, die besonders sind. Neulich bin ich mal wieder beim Singen am schönen Wort »Freudenmeister« hängen geblieben.
Es kommt aus dem wunderbaren Trostlied »Jesu, meine Freude« von Johann Franck und Johann Crüger:
Dort heißt es in der letzten Strophe: »Weicht, ihr Trauergeister, / denn mein Freudenmeister, / Jesus, tritt herein!«. In unserer Sprachwelt hat das Wort »Meister« viele Bedeutungen. Da ist zum Beispiel derjenige, der im Handwerk Meister ist. Also einer, der in seinem Bereich die höchste fachliche Qualifikation erreicht hat. Ihm kann niemand mehr etwas vormachen und zugleich ist er berechtigt, andere in seinem Bereich auszubilden. Jesus, der »Freudenmeister«: der, der Profi in Sachen »Freude« ist und uns in Sachen Freude-Verbreiten ausbilden kann. Ein schönes Bild!
Und dann kann ich als Sportfan ja auch nicht umhin, beim Stichwort »Meister« an die Meisterschaften im Sport zu denken. Da kann es im Normalfall nur einen geben. Und während der eine gewinnt, muss der andere geschlagen das Feld räumen. Im Lied ist durchaus Vergleichbares gemeint, wenn die »Trauergeister« aufgefordert werden zu weichen. Trauer und Schmerz haben ihren Platz in unserem Leben, haben das »Spiel des Lebens« aber nicht gewonnen. »Meister« ist Jesus Christus geworden, »Freudenmeister«. Und mit ihm dürfen wir die »Freudenmeisterschaft« feiern und damit die »Trauergeister« ruhig auch immer mal wieder in die Kabine schicken.
»Ihn [Jesus Christus] habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude« (1. Petrus 1,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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