Ein weiteres Wort im Deutschen, das in unterschiedlicher Weise verwendet werden kann, ist das Wort »verlassen«. So schmerzhaft es ist, verlassen zu werden oder verlassen zu sein, so tröstlich ist es, mich auf jemand anderes verlassen zu können.
Dieses Lied nimmt diese unterschiedlichen Wortbedeutungen auf: »Ich verlass dich nicht / verlass dich drauf«:
Weil Gott uns zusagt: »Ich verlass dich nicht« und dieses Versprechen felsenfest steht, können wir uns auf ihn verlassen.
Dabei schwingt in der Formulierung »Ich verlasse mich auf dich« ja noch etwas anderes mit, nämlich, dass ich mich selbst verlasse, um mit meinem Vertrauen beim anderen anzukommen. Hier klingt etwas davon an, dass ich nicht mehr nur bei mir bleibe, bei meinen eigenen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, dass ich dieses Kreisen um mich selbst hinter mir lasse und beim anderen – in diesem Fall: bei Gott – neues Land, neuen Halt, neue Möglichkeiten finde.
»Ich aber werde bleiben wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes; ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig.« (Psalm 52,10, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
Entdecke mehr von Team Gott
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
