Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit ein paar Grundregeln gesunder Ernährung. Die Zeiten, in denen es völlig egal war, was ich gegessen habe, und ich trotzdem nicht zugenommen habe, sind längst vorbei. Und natürlich weiß auch, dass in der zweiten Lebenshälfte die Themen »Krankheit« und »Gesundheit« an Bedeutung gewinnen. Und auch wenn es eine Illusion ist, sein Leben durch gesundes Leben oder gesunde Ernährung unendlich verlängern zu können, lohnt es sich doch, an dieser Stelle etwas hinzugucken.

Auf den ersten Blick sind viele der Regeln für gesunde Ernährung echte Spaßbremsen. Während ich früher gerne mal bei der Arbeit nebenher eine ganze Packung »Jaffa Cake«, ohne groß nachzudenken, weggehauen habe, bleiben sie nun beim Einkaufen im Regal. Fleisch gibt’s weniger, Alkohol auch. Und zu Chips, Pommes und Schokolade greife ich ebenfalls seltener.

Aber während man meinen könnte, dass mein Leben nun trist und freudlos geworden ist, weil ich mir all das nicht mehr oder nicht mehr so oft wie früher gönne, ist das doch nicht wahr. Es macht Spaß, neue Lebensmittel und Rezepte zu entdecken. Und wenn ich ehrlich bin, dann leuchtet es mir auch unmittelbar ein, dass unverarbeitetes Obst und Gemüse besser ist als irgendwelches Fertigessen, das praktisch, aber letztlich auch nicht wirklich lecker ist. Ja, bei vielem, was ich jetzt wieder neu entdecke, fällt es mir nicht schwer zu sagen: Ja, so gehört das. Und ich merke auch hier und da, dass es mir tatsächlich guttut.

Wenn ich an Gottes Gebote denke, dann entdecke ich eine ganze Menge Parallelen zu dem, was ich jetzt gerade im Ernährungsbereich wahrnehme. Es ist, als ob ich in meinem Leben durch einen großen Supermarkt laufen würde. Viele Möglichkeiten stehen mir offen. Vieles ist heute möglich, was es früher nicht war. Aber Gottes Gebote erinnern mich daran: Nicht alles, was möglich ist, ist auch gut – für mich, für meine Mitmenschen, für meine Beziehung zu Gott.

Auch das klingt erst einmal nach »Spaßbremse«. Aber wie bei einer sinnvollen Ernährung verhungere ich und verdurste ich ja nicht, wenn ich weise und verantwortungsvoll durchs Leben gehe. Gottes Lebensregeln wollen mir ja nicht die Laune verderben. Aber so, wie es einfach ungesund ist, drei Tafeln Schokolade am Stück wegzuhauen, ist es eben auch ungesund, wenn ich im Leben – in übertragenem Sinn – den Hals nicht voll bekomme und/oder ich lieblos statt liebevoll lebe. Regeln und Grenzen sind durchaus sinnvoll.

Darüber hinaus lässt es sich (wie bei einer umgestellten Ernährung) außerdem entdecken, dass ein Leben nach Gottes Geboten durchaus nicht freudlos ist, sondern guttut. Manches lässt sich dabei als Schatz neu entdecken.

Übrigens: Das mit den Ernährungsregeln, das klappt bei mir nicht immer. Manchmal greife ich eben doch in eine Chipspackung oder trinke ein Glas Cola – in der Hoffnung, dass mein Körper mir das verzeiht. Bei Gott bleibt es an dieser Stelle nicht bei der Hoffnung, sondern hier habe ich Gewissheit, dass er mir meine Rückfälle in ein altes, liebloses Leben verzeiht. Dafür steht Jesus Christus. Wie gut! Und der ist der Garant dafür, dass mein Leben mit Gott ganz grundsätzlich und wieder neu gut wird, gut ist und gut bleibt – ganz unabhängig von meiner Ernährung und meinem Verhalten.

»Ach dass sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!« (5. Mose 5,29, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).

Christoph Barnbrock


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