In unserer Zeit gilt Taylor Swift als die große Meisterin der »Easter Eggs«. Immer wieder »versteckt« sie Andeutungen und Hinweise in ihren Alben und Musikvideos. Und für die »Swifties« ist es inzwischen ein richtiger Sport geworden, solche »Easter Eggs« aufzuspüren und Bezüge zu entwickeln und herzustellen.
Ich weiß nicht, ob es irgendeinen Künstler gibt, der das in unserer Zeit ähnlich intensiv betreibt wie Taylor Swift. Aber ich bin fest überzeugt davon, dass Gott in der Bibel ein mindestens ebenso passionierter »Easter Egg«-Verstecker ist. Immer wieder lassen sich im Alten Testament etwa Verse in einer doppelten Weise verstehen. Oft haben sie eine erkennbare Aussage in ihrem historischen Kontext und verweisen dann doch auch über sich hinaus auf Jesus Christus – »Easter Eggs« eben.
Ein Beispiel ist etwa die Erzählung des Prophets Jona, der vor Gottes Auftrag flieht, dann ins Meer geworfen wird, von einem großen Fisch verschluckt wird, bevor er wieder ausgespuckt wird und seinen Auftrag erfüllt. Diese Geschichte ist an für sich stimmig, lässt sich gut und spannend lesen und hat ein offenes Ende, das zum Weiterdenken und Nachdenken einlädt. Und gleichzeitig beinhaltet diese Erzählung mindestens ein »Easter Egg«. Denn Jona war nicht einen, nicht zwei und nicht vier Tage im Bauch des Fisches, sondern drei. Und die informierten »Christ-ies« müssen nicht lange nachdenken: Hey, das ist doch ein »Easter Egg«, das schon auf die Auferstehung Jesu am dritten Tag hinweist!
»Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.« (Matthäus 12,40, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Christoph Barnbrock
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