Die Jahreslosung für das Jahr 2026 lautet »Gott spricht: ›Siehe, ich mache alles neu!‹« (Offenbarung 21,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).
Neulich bin ich eher zufällig wieder über das Lied eines meiner Lieblingsmusiker, Max Prosa, gestolpert: »Am Ende dieser Nacht«:
Eine der wiederkehrenden Zeilen dieses Liedes lautet »Keine Angst, nichts bleibt beim Alten.« Den Kontrast bieten trübe Bilder, die entmutigend wirken. Es blitzt fast ein apokalyptisches Szenario auf, wenn es heißt: »Hinter uns die Welt in Flammen«. Und dann dieses Trostwort: »Keine Angst, nichts bleibt beim Alten.«
Ich habe keine Ahnung, ob oder auf welche Weise Max Prosa religiös ist (auch wenn ich meine, in seinen Liedern immer wieder Anspielungen auf biblische Motive zu entdecken). So möchte ich dem Dichter nichts in den Mund legen, was er selbst vielleicht oder wahrscheinlich gar nicht so gemeint hat. Und trotzdem höre ich heute dieses Lied einmal als eine (diesseitige) Vertonung der Jahreslosung. Da ist einer, der inmitten schwieriger Zeiten sagt und singt:
»Und am Ende dieser Nacht / Kommt die Liebe an die Macht. […] / Keine Angst, nichts bleibt beim Alten.« Oder eben in biblische Worte gefasst: »Gott spricht: ›Siehe, ich mache alles neu!‹«
Christoph Barnbrock
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