Die Tage zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr sind eine merkwürdige »Zwischenzeit«. »Zwischen den Jahren«, sagt man. Es ist nicht mehr richtig Weihnachten, und gleichzeitig liegen die Wege des neuen Jahres noch vor uns.

Mich erinnern diese Tage »zwischen den Jahren« an eine andere »Zwischenzeit«, in der wir leben, nämlich die »Zwischenzeit« zwischen Jesu Geburt und dem neuen Himmel und der neuen Erde, auf die wir warten: in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Eine »Zwischenzeit«, die in dem Lied »Zwischen Himmel und Erde« besungen wird:

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, in einer »Zwischenzeit« zu leben. Ich kann gelangweilt Däumchen drehen und warten, bis die »Zwischenzeit« vorübergeht. Oder ich kann so tun, als gäbe es nach der »Zwischenzeit« sonst nichts mehr, könnte aufhören, mich vorzubereiten auf das, was im neuen Jahr auf mich wartet. Oder ich könnte jeden Tag in dieser besonderen »Zwischenzeit« genießen und trotzdem bereits das im Blick haben, was im neuen Jahr noch kommt.

So möchte ich auch mein Leben leben. Nicht als einer, der mit dieser Zeit und Welt nichts anfangen kann. Auch nicht als einer, der so tut, als gäbe es nur dieses Leben und nur diese Welt und sonst nicht mehr. Aber doch so, dass ich dieses Leben genieße, gerne mit den Menschen zusammenlebe, die mir begegnen, und für sie da bin. Und doch weiß ich, dass nach dieser »Zwischenzeit« ein »neues Jahr« auf mich wartet: Gottes neuer Himmel und seine neue Erde.

Jesus Christus spricht zu seinen Jüngern: »Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen.« (Johannes 16,16, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)

Christoph Barnbrock


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