Weihnachten im Kino

Die Weihnachtszeit ist Kinozeit – zumindest bei mir. Wenn es an den Feiertagen draußen kalt und schmuddelig ist, schaue ich mir gerne die Filme meiner Kindheit an.

Ich kann mich noch gut an meinen allerersten Kinobesuch erinnern. Ich zog im Adventskalender den Gutschein, dass ich mit meinem Papa und kleinen Bruder den »König der Löwen« gucken durfte. Alleine das riesige Kinofoyer zu betreten, war ein Erlebnis. Noch besser wurde es, als das Licht ausging. Mein Herz schlug bis zum Hals, als Simba und Nala – verfolgt von fies gackernden Hyänen – um ihr Leben rannten. Ich jubelte vor Freude, als plötzlich Löwenpapa Mufasa ins Bild sprang und die Hyänen ordentlich vermöbelte. Und ich weinte bitterlich, als Mufasa tot im Staub lag, nachdem er Simba mit letzter Kraft vor der wilden Gnuherde gerettet hatte.

Ein paar Jahre später war Disney nicht mehr ganz so cool. Aber die Abenteuer gingen weiter. Ich wachte gemeinsam mit Harry Potter im Schrank unter der Treppe auf. Ich war sprachlos, als ich zum ersten Mal die legendären Hallen von Hogwarts mit eigenen Augen sah. Und ich zitterte mit Harry, Ron und Hermine beim finalen Kampf gegen Voldemort. 

Das nächste prägende Kinoabenteuer ließ nicht lange auf sich warten. Dieses Mal folgte ich vier barfüßigen Hobbits auf ihrer Reise durch Mittelerde. Gemeinsam versteckten wir uns vor schwarzen Reitern, flohen vor schrecklichen Orks und fanden Hilfe an unerwarteten Orten, z.B. bei dem Waldläufer Aragorn, der erst zwielichtig wirkte, sich dann aber als treuer Freund und Nachfahre des letzten Königs herausstellte. 

Was sind die Filme, die deine Kindheit geprägt haben? Was gehört bei dir zwischen den Jahren zum Pflichtprogramm? Klassiker wie »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel?« Etwas fürs Herz wie »Tatsächlich Liebe«? Oder eher was mit Wums wie »Stirb langsam«? Ich habe mich gefragt, wieso ich als Pastor gerade an Weihnachten Lust auf die immer gleichen Filme habe. Mit der eigentlichen Botschaft von Weihnachten, der Geburt von Jesus, haben sie ja eigentlich nur wenig zu tun. (Ehrlich gesagt, hat es die Weihnachtsgeschichte nach Lukas auch ganz schön schwer auf der Leinwand, mit Harry Potter und Herr der Ringe mitzuhalten…).

Mit Sicherheit schwingt bei mir da viel Nostalgie mit. 

Aber dann ist mir etwas aufgefallen. Irgendwie gibt es bei all meinen Lieblingsfilmen doch eine versteckte Verbindung zur Weihnachtsbotschaft:
• Ist der Sohn Gottes nicht ein bisschen wie der Löwenpapa Mufasa? Auch er springt uns zur Seite und setzt sein Leben ein, um uns zu retten.
• Ist das Kind in der Krippe nicht ein bisschen wie Harry Potter? Ein einfacher Junge, von dem es eine Prophezeiung gibt, dass er das Böse besiegen wird?
• Ist Jesus nicht ein bisschen wie Aragorn? Ein heimlicher König, der unerkannt durchs Lied zieht, um den Schwachen und Entmutigten zu helfen?

Weihnachten im Kino – wer hätte das gedacht?! 

Ich wünsche dir viel Freude dabei, etwas von der Weihnachtsbotschaft in deinen Lieblingsfilmen zu entdecken!

In der Offenbarung sagt einer der Ältesten zum Seher Johannes über Jesus Christus: »Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda«. (Offenbarung 5,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)

Simon Volkmar


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