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	<title>Zwang &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Schweigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesen Tagen haben wir mit der Hochschulgemeinschaft einen Ausflug u.a. zum Kloster Maulbronn unternommen. Wir waren als Gruppe dort mit einer Führung unterwegs und hatten das Glück einen, wie ich fand, sehr unterhaltsamen Tourguide zu erwischen, der inhaltliche Einblicke in das frühere Klosterleben auf unterhaltsame Art vermitteln konnte. Ein Aspekt des klösterlichen Miteinanders, der [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen haben wir mit der Hochschulgemeinschaft einen Ausflug u.a. zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Maulbronn">Kloster Maulbronn</a> unternommen. Wir waren als Gruppe dort mit einer Führung unterwegs und hatten das Glück einen, wie ich fand, sehr unterhaltsamen Tourguide zu erwischen, der inhaltliche Einblicke in das frühere Klosterleben auf unterhaltsame Art vermitteln konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Aspekt des klösterlichen Miteinanders, der mich wieder einmal bewegt hat, war die Bedeutung des Schweigens. Den Mönchen war es nicht gestattet &#8211; außer zu besonderen definierten Gelegenheiten und an besonderen Orten &#8211; , miteinander zu reden. Schweigen wurde offensichtlich als großer Wert erkannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es in unserer Dauer-Quassel-Welt gewiss so, dass tendenziell eher zu viel als zu wenig geredet wird &#8211; vor allem ziemlich viel, was nicht unbedingt zum Guten dient. Angesichts dessen und der Tatsache, dass so »krasse« Frömmigkeitspraktiken in ihrer Entschiedenheit mir auch immer einiges an Respekt abverlangen, stellt sich bei mir zunächst eine Art »heilige Bewunderung« ein. Wow, wie ernst die es genommen haben! Bewundernswert, das so durchzuhalten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei nochmaligem Nachdenken verliert all das aber auch rasch an Plausibilität. Wenn das Schweigen dazu dienen sollte, möglichst wenig Unnützes zu reden, dann ist das ja erst einmal ein nobles Motiv, allerdings werde ich dann wahrscheinlich umso mehr mit meinen Gedanken zu tun haben, in denen sich dann das »Unnütze« abspielt. Und ja, natürlich sage ich im Rückblick auf verschiedene Situationen in meinem Leben: manches Wort hätte ich mir lieber verkneifen sollen. Aber ist es wirklich ein Gewinn, wenn wir schweigend aneinander vorbeilaufen, nicht nachfragen, wie es den anderen geht, nicht mehr zum Ausdruck bringen, dass wir uns mit der anderen Person mitfreuen oder ihre Lasten mittragen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, dass es nicht darauf ankommt, <em>ob </em>wir reden oder schweigen, sondern <em>wie </em>wir reden und schweigen, wenn wir reden und schweigen. Es ist sicherlich gut, Zeiten des Redens und des Schweigens zu unterscheiden &#8211; auch ein Gespür dafür zu entwickeln, wann das Reden mal Pause machen soll. Und es ist gewiss auch wertvoll, darüber nachzudenken, wie ich Zeiten des Schweigens fülle und wie ich mit und über andere(n) rede, wenn ich rede. Ist all das geprägt von dem, wie Gott es mit uns Menschen meint? Spiegele ich in meinem Reden und Schweigen etwas von seiner Menschenfreundlichkeit wider oder kommt in alldem eher etwas zum Ausdruck, was dem widerspricht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das scheint mir viel mehr die entscheidende Frage zu sein &#8211; und weniger die, zu wie viel Schweigen am Tag ich mich zwingen kann oder gar muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»[&#8230;] zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; [&#8230;]«</strong> (Prediger 3,7, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Erzwungener Frieden?</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/erzwungener-frieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Da sitzt er auf einmal wie ein kleiner Junge. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist eigentlich ein sehr mächtiger Mann. Obwohl seine Politik im eigenen Land tief umstritten ist, mussten selbst Netanjahus Kritiker zugeben, dass er im letzten Jahr außergewöhnliche außenpolitische Erfolge errungen hat. Nach dem brutalen Überfall der Hamas vom 7. Oktober 2023 befand [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Da sitzt er auf einmal wie ein kleiner Junge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist eigentlich ein sehr mächtiger Mann. Obwohl seine Politik im eigenen Land tief umstritten ist, mussten selbst Netanjahus Kritiker zugeben, dass er im letzten Jahr außergewöhnliche außenpolitische Erfolge errungen hat. Nach dem brutalen Überfall der Hamas vom 7. Oktober 2023 befand sich Israel in einer tiefen Krise. Doch in den darauffolgenden Monaten wendete sich das Blatt: Die Hamas im Gazastreifen wurde enorm geschwächt, die Hisbollah im Libanon weitgehend neutralisiert und selbst der gefürchtete Iran konnte den israelischen Luftangriffen nichts entgegensetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dann machte Netanjahu einen strategischen Fehler. Als im September 2025 Israel in Katar einen Militärschlag gegen das Verhandlungsteam der Hamas durchführte, kippte die öffentliche Meinung. Selbst Israels Bündnispartner sagten öffentlich, dass Israel dieses Mal zu weit gegangen war. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump bestellte Netanjahu nach Washington ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort entstand ein Foto, das um die Welt ging: Wie ein kleiner Junge sitzt Netanjahu mit einem Telefonhörer am Ohr neben Trump, um sich bei den katarischen Offiziellen zu entschuldigen. Trump hält dabei das Telefon und schaut wie ein strenger Vater, der seinen Sohn zwingt, sich mit dessen Kindergartenfreund wieder zu vertragen. Die ganze Situation wirkte ziemlich skurril. Trotzdem hatte das Foto eine weitreichende Wirkung. Dieser Anruf war der nötige Schritt, dass auf Drängen der USA endlich ein Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel vereinbart werden konnte. So wurde das Bild, wie Trump Netanjahu zum Frieden zwingt, zu einem der Momente des Jahres 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Betrachten dieses Fotos kam mir der Gedanke: Wie anders ist es, wenn Gott Frieden macht! Gott muss nicht dazu gezwungen werden, wie ein trotziges Kleinkind, das sich zwar entschuldigt, aber im nächsten Moment gleich wieder die Zunge herausstreckt. Und Gott zwingt auch uns nicht. Er agiert nicht wie ein gestresster Familienvater, der so lange schimpft und Druck macht, bis die Kinder schweren Herzens nachgeben. Stattdessen ist Gott bereit, für den Frieden ein enormes Opfer zu bringen. Er macht sich freiwillig ganz schwach – zuerst in der Krippe und dann am Kreuz. Er greift nicht nur zum Telefon, sondern kommt selbst. Er lässt nicht die Muskeln spielen, sondern lässt seine Hände von Nägeln durchbohren. Das alles nimmt er auf sich, um mit uns Frieden zu schließen. Und das, obwohl wir ziemlich oft wie störrische Kinder sind, die ihm hinter seinem Rücken die Zunge rausstrecken. Trotzdem macht Gott sich freiwillig schwach, um Frieden zu schließen. Wie stark!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in Jesus Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.«</strong> (Kolosser 1,19, Lutherübersetzung 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Simon Volkmar</em></p>
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