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	<title>Wasser &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Fels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich stieß ich bei meinen Streifzügen durchs Internet auf einen Comicstreifen, der mich zum Schmunzeln brachte: Auf dem ersten Bild sind Jesus und Petrus abgebildet, wie sie auf dem See Genezareth wandeln (vgl. Matthäus 14,23–31). Jesus steht souverän auf dem Wasser, während Petrus schon etwas unter die Wasseroberfläche gerät. Jesus sagt: »Au weia, Simon, du [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich stieß ich bei meinen Streifzügen durchs Internet auf einen <a href="https://www.patreon.com/tomics/posts/matthew-14-24-31-166229521?utm_medium=clipboard_copy&amp;utm_source=copyLink&amp;utm_campaign=postshare_fan&amp;utm_content=web_share">Comicstreifen</a>, der mich zum Schmunzeln brachte: Auf dem ersten Bild sind Jesus und Petrus abgebildet, wie sie auf dem See Genezareth wandeln (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us14%2C23-31">Matthäus 14,23–31</a>). Jesus steht souverän auf dem Wasser, während Petrus schon etwas unter die Wasseroberfläche gerät. Jesus sagt: »Au weia, Simon, du sinkst wie ein Fels!«, während Simon Petrus nur noch einen typischen Comiclaut der Verzweiflung von sich gibt. Das zweite Bild zeigt dann die Gesichter von Jesus und Petrus in Nahaufnahme &#8211; Jesus nachdenklich, Petrus verzweifelt. Das dritte Bild schließlich zoomt wieder etwas heraus, und Jesus fährt mit den Worten fort, die Bibellesern aus dem besonderen Zuspruch an Petrus vertraut sind: <strong>»&#8230; und auf diesen Felsen &#8230;«</strong> (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us16%2C18">Matthäus 16,18</a>). Bevor Jesus noch den Satz mit<strong> »&#8230; will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden.«</strong> beenden kann, unterbricht der noch weiter gesunkene »Felsenmann« Petrus ihn mit dem Ruf »Jesus!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn religiöse Comics und Karikaturen gut entworfen sind, dann machen sie sich nicht einfach über das Dargestellte lustig, sondern nutzen das Schmunzeln dazu, eine tiefere Einsicht hervorzulocken. Was der Cartoonist hier macht, ist ja einfach, zwei biblische Geschichten, die jeweils mit Petrus zu tun haben, &#8211; nur leicht verändert &#8211; in einen Moment zusammenzuziehen. Und gerade darin wird deutlich, was für ein ambivalenter Mensch der Petrus ist. Er, der eine herausragende Rolle in der entstehenden Kirche spielen wird und nach Jesu Willen auch spielen soll, ist gleichzeitig einer, der im Glauben wankt, Jesus aus dem Blick verliert und gerade deswegen sinkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wird der Ehrenname »Petrus« / »Kephas« (= Fels) mit dem Comic zum Ausdruck dieser Ambivalenz: Er wird einerseits von Jesus zum Felsenmann gemacht, auf dem man aufbauen kann. Und zum anderen gibt es kaum etwas, was so schnell sinkt wie ein großer Felsblock. Ein Name &#8211; zwei Aspekte. Wie bei Petrus. Wie bei uns.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig macht das letzte Bild deutlich, wo Christenmenschen Hoffnung finden, wenn ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird: nicht darin, dass jemand anderes große Stücke auf mich hält, sondern einzig und allein in Jesus Christus, der mich festhält, wenn ich zu sinken drohe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wäre es in einer Glaubens- oder Lebenskrise immer fatal, auf mich selbst zu schauen &#8211; auf das, was ich kann oder bin, auf meine Beliebtheit bei anderen oder auf das, was andere in mir zu sehen meinen. Sondern in solchen Momenten rettet nur eins: Der Ruf: »Jesus« &#8211; und dessen Hand, die mich dann ganz gewiss hält. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Windhauch</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/windhauch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer im Sommer im Süden im Urlaub ist oder in Deutschland eine Hitzewelle erlebt oder erleidet, ist wahrscheinlich deutlich näher an der Lebenswelt dran, in der die biblischen Schriften verfasst sind, als wenn wir uns bei schmuddelig-kühlem Wetter an unserem Tee oder unserer heißen Schokolade festhalten. Die biblischen Texte sind im Orient entstanden &#8211; in [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer im Sommer im Süden im Urlaub ist oder in Deutschland eine Hitzewelle erlebt oder erleidet, ist wahrscheinlich deutlich näher an der Lebenswelt dran, in der die biblischen Schriften verfasst sind, als wenn wir uns bei schmuddelig-kühlem Wetter an unserem Tee oder unserer heißen Schokolade festhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die biblischen Texte sind im Orient entstanden &#8211; in Kulturen, in denen Menschen mit der Hitze lebten und leben mussten. Gerade deswegen hatte Gastfreundschaft einen so großen Stellenwert. Und immer wieder geht es in biblischen Texten um Wasser als das Element, das Leben schenkt (allerdings auch mit Blick auf das Meer: das Leben bedroht und zerstören kann).</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist bei einer Wanderung in der Hitze ausreichend Wasser unerlässlich &#8211; möglichst auch ein Schattenplatz, an dem ich wieder neu zu Kräften kommen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Wanderung erlebte ich neulich aber auch noch dies: Was für eine belebende Wirkung ein Windhauch hat. Nach einem längeren Anstieg durch die Nachmittagshitze wollten auch Wasser und Schatten nicht so recht helfen. Und dann plötzlich: Ein Windhauch, der etwas Abkühlung mit sich brachte, die verschwitzen Haare zerstrubbelte. Was für ein belebender Moment!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wohl kein Zufall, dass im Hebräischen das Wort für »Geist« »<em>Ruach</em>« ist, was auch Windhauch meinen kann. Schließlich bekennt die Kirche den Heiligen Geist auch als den, »der da lebendig macht« (Nicänisches Glaubensbekenntnis). Damit ist gewiss mehr gemeint als der erfrischende Lufthauch bei einer Wanderung. Und der Heilige Geist lässt sich auch nicht auf einen Wind oder Hauch reduzieren &#8211; und auch nicht darauf, dass er bloß eine Energie oder Kraft wäre. Vielmehr redet die Bibel immer wieder von dem personhaften Wirken des Heiligen Geist, der eben nicht einfach irgendetwas, sondern jemand ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch haben die Menschen aus biblischen Zeiten bei der Rede vom Geist Gottes gewiss eben auch das lebendig machende Erleben von einem Windhauch an einem heißen Tag im Hinterkopf gehabt. Der Heilige Geist, der uns zu neuen Kräften kommen lässt, wenn wir selbst nicht mehr können, der uns tröstet und beisteht und der uns am Ende eben auch wieder ins Leben ruft, wenn der Tod scheinbar die Macht über uns gewonnen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Der Geist ist’s, der da lebendig macht«</strong> (Johannes 6,63, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Brunnen</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/brunnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Am kommenden Wochenende findet in Oberursel, der Stadt, in der ich lebe, wieder das sogenannte »Brunnenfest« statt. Es ist das große Stadtfest im Jahr. Neben kulturellen und kulinarischen Angeboten lebt das Fest von den Begegnungen, die in diesen Tagen möglich werden. Hier trifft man ziemlich sicher Leute, die man das Jahr über &#8211; oft unfreiwillig [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Am kommenden Wochenende findet in Oberursel, der Stadt, in der ich lebe, wieder das sogenannte »Brunnenfest« statt. Es ist <em>das</em> große Stadtfest im Jahr. Neben kulturellen und kulinarischen Angeboten lebt das Fest von den Begegnungen, die in diesen Tagen möglich werden. Hier trifft man ziemlich sicher Leute, die man das Jahr über &#8211; oft unfreiwillig &#8211; aus dem Blick verloren hat. Es ist Gelegenheit, sich wieder »auf Stand« zu bringen und sich Anteil zu geben an dem, was einen bewegt. Sogar Oberurseler, die es inzwischen anderswohin verschlagen hat, kehren für diese Tage gerne in die Stadt zurück. Ein Fest im Zeichen der Begegnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In anderen Ländern, in denen die Wasserversorgung nicht in derselben Weise ausgebaut ist wie in Deutschland und es zur täglichen Arbeit gehört, Wasser von einem zentralen Brunnen zu holen, lässt sich Ähnliches beobachten. Der Brunnen ist dort nicht nur Ort der Wasserbeschaffung, sondern auch der Begegnung und des Informationsaustauschs. Während ich warte, ist Zeit mit den anderen zu reden, die neuesten Neuigkeiten zu erfahren und mir vielleicht auch das eine oder andere von der Seele zu reden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der bekannteren Brunnengeschichten der Bibel ist die von Jesus und der Frau, die einander in Samarien begegnen, wie sie uns im Johannesevangelium überliefert wird. Auch hier tritt das eigentliche Wasserholen schnell in den Hintergrund. Und das Gespräch gewinnt an Bedeutung. In typisch johanneischer Weise dürfen allerhand Missverständnisse nicht fehlen: Wenn etwa Jesus von sich als Lebenswasser spricht und die Frau ihre Chance wittert, sich ihren täglichen Gang zum Brunnen ersparen zu können (vgl. Johannes 4,13–15). Dabei sind es ganz grundsätzliche Lebensfragen, die in diesem Gespräch am Brunnen ausgetauscht werden: Es geht um Durst und Leben, um Scheitern und Schuld, um Verletzungen, die damit verbunden gewesen sind, und um Hoffnung, dass sich das, was jetzt nicht gut ist, doch zum Besseren wenden möge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte endet auf eine kuriose Weise. Das Wasserholen am Brunnen tritt gegenüber dem Gespräch nicht nur in den Hintergrund, sondern verliert hier sogar gänzlich an Bedeutung: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!«</strong> (Johannes 4,28f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es diese Frau, die in der Gebrochenheit ihres Lebens eine Ahnung entwickelt, dass dieser Jesus aus Nazareth, der da vor ihr steht, der Messias sein könnte. Und sie teilt diese Ahnung mit anderen und sie nehmen sich ebenfalls die Zeit, auf Jesu Worte zu hören, &#8211; und so entsteht Glauben:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen. Und sie sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.«</strong> (Johannes 4,41f.).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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