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	<title>Vergebung &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Ozean</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich Urbilder finden, wenn es darum geht, dass Menschen ihre Sehnsüchte ausdrücken. Eins dieser Bilder ist das vom Meer oder vom Ozean. Eine Idee, die damit häufig verbunden ist, ist zum Beispiel, dass jenseits des Meers ein Neuanfang möglich wäre, wo ich alles hinter mir lassen könnte, was [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich Urbilder finden, wenn es darum geht, dass Menschen ihre Sehnsüchte ausdrücken. Eins dieser Bilder ist das vom Meer oder vom Ozean. Eine Idee, die damit häufig verbunden ist, ist zum Beispiel, dass jenseits des Meers ein Neuanfang möglich wäre, wo ich alles hinter mir lassen könnte, was war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Geschichte von Jona findet sich das in der Flucht vor Gott, als er ein Boot nach Tarsis nimmt (Jona 1,3): Weit weg über das Meer bis ans Ende der Welt! Ähnlich ist es auch in Psalm 139, in dem David eine Flucht bis ans Ende des Meers imaginiert: <strong>»Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.«</strong> (Psalm 139,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und ähnlich ist das Motiv aus dem Michabuch, wenn es von Gottes erwartetem Heilshandeln redet: <strong>»Er [= Gott] wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.«</strong> (Micha 7,19). Das Meer als ein Ort, der dafür sorgt, dass notvolle und schuldbeladene Geschichte hinter mir bleibt und ich einen Neuanfang starten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute hat für viele das Meer vor allem einen Wert in Sachen Erholung: Urlaub am Meer, Abschalten, Kräftesammeln für den Alltag. Und natürlich schwingen heute bei »Meer« oder »Ozean« ganz andere Aspekte mit als die, die Menschen zu biblischen Zeiten damit verbunden haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hier und da blitzen die Motive von Neuanfang mit Blick auf das Meer dann auch in der Gegenwart wieder auf, etwa in dem Lied »<a href="https://youtu.be/nSaZMAFEW2U?si=QDgHOW6gq6gJ57g2">Ozean</a>« der Kölner Band AnnenMeyKantareit, in dem die Sehnsucht nach einem Neuanfang mit dem Motiv des großen weiten Ozeans verknüpft wird. Ein schmerzhaftes Ereignis liegt hinter dem lyrischen »Ich«, eine Vergangenheit, die es immer wieder einholt. Und so entsteht die Notwendigkeit, irgendwo anders zu leben: <em>»Trotzdem muss ich möglichst schnell irgendwo anders hin / Irgendwo, wo im Winter die Sonne scheint / Wo ich allein und ohne Vergangenheit von vorne anfang&#8217;n kann / Vielleicht lerne ich irgendwann verzeih&#8217;n«</em>. Dabei verbindet sich das Ganze mit dem Gedanken des weiten Meers: <em>»Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergang&#8217;nheit / Ein Meer zwischen mir und allem, was war«</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fliehen und irgendwo anders neu anfangen &#8211; unbelastet von der eigenen Geschichte und Vergangenheit. Die biblischen Autoren sind erst einmal skeptisch, was die Erfolgsaussichten dessen angeht. Irgendwie nimmt man sich und seine Geschichte ja doch immer mit. Aber mit Gott ist ein Neuanfang möglich &#8211; diesseits und jenseits des Ozeans.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Krummes Kreuz</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/krummes-kreuz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Letztens predigte in meiner Gemeinde der Pfarrer über das Kreuz. Und dabei stellte er einen Aspekt heraus, den ich bislang so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Nun weiß ich, dass viele unserer Kreuzesdarstellungen nicht unbedingt »historisch exakt« sind &#8211; schon gar nicht bei denen aus der Zeit der Romanik, die Jesus Christus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Letztens predigte in meiner Gemeinde der Pfarrer über das Kreuz. Und dabei stellte er einen Aspekt heraus, den ich bislang so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Nun weiß ich, dass viele unserer Kreuzesdarstellungen nicht unbedingt »historisch exakt« sind &#8211; schon gar nicht bei denen aus der Zeit der Romanik, die Jesus Christus dort bereits als den siegreichen König darstellen. (Nebenbei gemerkt: Kreuzesdarstellungen dürfen selbstverständlich auch jeweils eigene Akzente setzen &#8211; sie sind ja keine Tatortfotos sondern Kunst).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ein Aspekt, der in der Predigt vorkam, war mir tatsächlich neu &#8211; und gleichzeitig sofort unmittelbar einleuchtend, dass nämlich die Kreuze selbst wahrscheinlich viel krummer und unansehnlicher waren, als wir das von den Darstellungen, die uns vertraut sind, kennen. Jesu Kreuz wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gerade gewesen sein, nicht an allen Seiten zurechtgesägt und abgeschliffen, nicht Längs- und Querbalken schön im rechten Winkel verbunden, sondern es wird irgendein krummer Pfahl gewesen sein, an dem man irgendeinen schiefen Ast montiert hat. Denn richtig verarbeitetes Holz wäre gewiss viel zu kostbar für solch eine Sache wie eine Hinrichtung gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es sowieso immer herausfordernd, über den Kreuzestod Jesu nachzudenken. Er ist zu sperrig für unser Alltagsdenken bei einer Tasse Kaffee in der Hand &#8211; frei nach dem Motto: »Ach, stimmt, das war ja auch noch!« Und wenn dann das Folterwerkzeug selbst auch noch krumm und schief ist, dann wird es ja im wahrsten Wortsinn noch »schräger«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch passt das vielleicht am Ende dann doch besonders gut. Weil mir so vor Augen steht oder vor Augen stünde, dass tatsächlich all das, was in meinem Leben krumm und schief ist, was sich als schräg herausstellt, was nicht geschliffen und perfekt verarbeitet ist, seinen Platz am Kreuz findet: von Jesus erlitten und von ihm durchlitten und von ihm am Ende so auf sich genommen, dass es aufgehoben ist in seine Vergebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Gegenteil des Hässlichen bricht sich hier göttliche Schönheit Bahn. Unter dem Gegenteil des Irrsinnigen, das hier zu beobachten ist, lässt sich Gottes Kraft entdecken. Unter dem Schrägen beginnt der Weg, der geradewegs zu Gott führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.«</strong> (1. Korinther 1,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Eltern</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/eltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Beziehung zu den Eltern gehört zu den ganz elementaren Bindungen und Verbindungen eines jeden Menschen &#8211; unabhängig davon, ob das Verhältnis gut oder belastet oder scheinbar gar nicht vorhanden ist. Es ist so einfach wie grundlegend: Ohne unsere Eltern würden wir nicht leben. Wir tragen ihre Gene in uns. Und auch das, was sie [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehung zu den Eltern gehört zu den ganz elementaren Bindungen und Verbindungen eines jeden Menschen &#8211; unabhängig davon, ob das Verhältnis gut oder belastet oder scheinbar gar nicht vorhanden ist. Es ist so einfach wie grundlegend: Ohne unsere Eltern würden wir nicht leben. Wir tragen ihre Gene in uns. Und auch das, was sie und ihre Vorfahren erlebt haben, wirkt oft noch über Generationen weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Miteinander mit unseren Eltern erfahren wir, was Liebe, Geborgenheit oder Urvertrauen sein kann &#8211; oder Menschen vermissen es ihr Leben lang, weil sie genau das hier nicht gelernt haben. Als Kinder lernen wir durch das Handeln der Eltern einzuschätzen, wie wir Freiheit gestalten können und wo uns Grenzen gesetzt sind. Und in der Pubertät und im Erwachsenwerden haben Eltern die wichtige Funktion des Gegenübers, an dem ein Mensch sich abarbeiten kann, um dann auch eigene Wege zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sind die Beziehungen zu Eltern von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Die einen haben den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen, andere pflegen liebevoll-freundschaftliche Beziehungen zu ihren Eltern. Und bei nicht wenigen verändert sich das Verhältnis zu den eigenen Eltern im Lauf der Jahre. Als Grundschüler ist das Verhältnis zu den Eltern ein anderes als als Jugendlicher oder Junger Erwachsener. Wenn jemand eigene Kinder hat, nimmt er oder sie das Verhalten der eigenen Eltern oft auch noch einmal mit anderen (verständnisvolleren und dankbareren) Augen wahr. Und wenn die eigenen Eltern alt und hilfsbedürftig werden, verändert sich das Miteinander nicht selten erneut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kann das Verhältnis von Eltern und Kinder auch ein besonders zerbrechliches sein, weil wechselseitige Schuld auch Verletzungen mit sich bringen kann, die das Leben prägen. Gerade deswegen stellt Gott diese Beziehung unter seinen besonderen Schutz: <strong>»Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.« </strong>(2. Mose 20,12, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Als einziges der 10 Gebote ist es zudem noch mit einer Verheißung versehen. Mit anderen Worten: In der Familie liebevoll, respektvoll und in gegenseitiger Fürsorge miteinander umzugehen, das lohnt sich. Und mit allem, was dann auch immer wieder nicht gelingt, können Eltern wie Kinder dann zu einem anderen Vater, dem Vater im Himmel, kommen, um von ihm Vergebung zu empfangen. Wie gut!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Lange Wege</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/lange-wege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu den biblischen Geschichten, die mir besonders lieb und wert sind, gehört die des Zwillingspaars Jakob und Esau (1. Mose 25–33). Sie steckt so voll von alltäglichem Leben, von Dynamiken, die sich bis heute in vielen Familien (und darüber hinaus) beobachten lassen: Rivalität unter Geschwistern, Bevorzugung durch ein Elternteil (oder der Eindruck, dass es so [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu den biblischen Geschichten, die mir besonders lieb und wert sind, gehört die des Zwillingspaars Jakob und Esau (1. Mose 25–33). Sie steckt so voll von alltäglichem Leben, von Dynamiken, die sich bis heute in vielen Familien (und darüber hinaus) beobachten lassen: Rivalität unter Geschwistern, Bevorzugung durch ein Elternteil (oder der Eindruck, dass es so wäre), Ungerechtigkeit, Schuld, Angst vor den Konsequenzen, das Umgehen mit dem, was in der Familie gewesen ist, und auch das Bemühen um Versöhnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Geschichte wird nichts beschönigt, hier wird nicht der eine als Verbrecherfigur und der andere als Heilige gezeichnet, sondern es sind realistische Skizzen von uns Menschen, wie wir nun einmal sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzte Woche las ich den neuesten Roman von einem meiner Lieblingsschriftsteller, Ewald Arenz, mit dem Titel »<a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/ewald-arenz-fuenf-sechs-sieben-acht-9783755800576-t-7813">Fünf, sechs, sieben acht</a>«. In diesem Buch geht es unter anderem um das Älterwerden, um Familie, um Schuld, um das Umgehen mit der eigenen Lebensgeschichte, darum, wer ich eigentlich bin, wenn meine Leistungsfähigkeit nachlässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Strang der Erzählung geht es auch um Schuld, die der Protagonist, Anton, in seiner Familie auf sich geladen hat. Was er getan hat, liegt lange zurück. Und jedenfalls oberflächlich hat sich zwischenzeitlich alles auch wieder so halbwegs zurechtgeruckelt. Und doch zeigt sich in bestimmten Situationen immer wieder, dass das, was war, nicht wirklich Vergangenheit ist und bei den Betroffenen nachwirkt. Anton dagegen ärgert sich, dass die anderen ihm nicht »einfach mal« vergeben und einen Strich unter die ganze Angelegenheit ziehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auf Versöhnung und Vergebung habe ich kein Anrecht, kann sie nicht einklagen. Versöhnung geschieht auch nicht so, dass ich einen Schalter umlege und mit einem Mal der andere vergessen hätte, was war. Sondern oft braucht es Zeit und lange Wege wieder aufeinander zu. Versöhnung vollzieht sich dabei oft in mehreren Etappen. Ja, die Wunde mag nicht mehr offen klaffen, aber die Stelle ist immer noch in besonderer Weise empfindlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade das finde ich auch in der Geschichte von Jakob und Esau so schön eingefangen. Da kommt es nicht zu einem schnellen Sich-Vertragen der Brüder, nicht zu einem Schwamm-Drüber, sondern über Jahre und Jahrzehnte schwelt der Streit und es bleibt unklar, ob es zur Versöhnung kommt. Am Ende gelingt es in dieser Geschichte (und &#8211; Achtung: Spoiler! &#8211; auch im Buch von Arenz). Aber eben doch jeweils so, dass derjenige, der Schuld auf sich geladen hat, nicht auf die Versöhnung und Vergebung besteht und sie einfordert, sondern sie geschenkt bekommt &#8211; letztlich auch unerwartet. Bei Jakob und Esau ist es auch Gottes Gnade, die sie an anderer Stelle in ihrem Leben erfahren haben, die sie in die Lage versetzt, auch über den Streit untereinander hinwegzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Begegnung der beiden Brüder nach langem Streit und ebenso langer Funkstille heißt es schließlich: <strong>»Esau aber lief ihm [= Jakob] entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.«</strong> (1. Mose 33,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mit anderen Augen</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/mit-anderen-augen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Menschen, Gebäuden oder Kunstwerken kann. Wo die eine Person bestenfalls Farbklekse entdeckt, sieht eine andere ihre Gefühle treffend ausgedrückt. Ein Bauwerk, das für die eine ein architektonisches Meisterwerk darstellt, ist für den anderen bloß »komisch«. Und auch bei Menschen kann der Eindruck erheblich variieren. Klaus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Menschen, Gebäuden oder Kunstwerken kann. Wo die eine Person bestenfalls Farbklekse entdeckt, sieht eine andere ihre Gefühle treffend ausgedrückt. Ein Bauwerk, das für die eine ein architektonisches Meisterwerk darstellt, ist für den anderen bloß »komisch«. Und auch bei Menschen kann der Eindruck erheblich variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klaus Lage hat dies einmal in seinem Lied »Mit meinen Augen« zum Ausdruck gebracht, in dem er eine Frau beschreibt, in die er sich verliebt hat:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><iframe  title="Mit meinen Augen (Remastered 2011)" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/dQ4L2Wdb_5w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinen Freunden, an die sich der Sänger wendet, macht diese Person offensichtlich nicht viel her. Sie wirkt »unscheinbar und klein«. Anderen etwas vorzumachen, scheint nicht ihr Stil zu sein. Vielmehr scheint sie direkte, unverstellte Kommunikation zu bevorzugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seine Gesprächspartner ein eher negatives Bild von der Frau haben, in die sich der Sänger »verguckt« hat, ist sein Blick auf sie ein völlig anderer. Und so wünscht er sich, sie könnten sie einmal aus seiner Perspektive heraus wahrnehmen: <em>»Ihr müsst sie nur einmal / mit meinen Augen sehn, / die absolute Frau, / ihr würdet mich verstehn.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dem, was die anderen als unspektakulär und unattraktiv wahrnehmen, entdeckt der Liebende Gutes und Liebenswertes. Nicht jeder kann sehen, was er in seiner Liebe sieht. Auf den Blick kommt es an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Psalm 25 bittet der König David Gott, ihn ebenfalls in einer bestimmten Weise anzusehen: <strong>»Sieh&nbsp;an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!«</strong> (Psalm 25,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gott hinguckt, könnte er, das weiß David, auch allerhand Unschönes entdecken, »Sünden« nämlich. Aber wie Klaus Lage in seinem Lied so fordert auch der König David in seinem Lied eine andere Perspektive ein: Gott, sieh mich bitte mit anderen Augen an, mit Augen des Erbarmens und der Liebe. Oder anders ausgedrückt: »Sieh meinen Jammer und mein Elend« an (und eben nicht meine Sünden). Und schau mich in Liebe an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott lässt sich nicht vom ersten Blick täuschen, schaut nicht auf das, was wir vorweisen können, und auch nicht auf das, was wir nicht vorweisen können. Sondern mit seinen Augen sieht er in jeder und jedem von uns den Menschen, den Jesus Christus so sehr geliebt hat, dass er für ihn gestorben ist, um die Sünden zu tilgen. Und wo wir noch mit uns selbst hadern, sagt Gott zu uns: »Du darfst dich ruhig mal mit meinen Augen sehn!«</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p class="has-text-align-right" style="text-align: right;"><em>Christoph Barnbrock</em></p></p>
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		<title>Müllabfuhr</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/muellabfuhr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Inzwischen gibt es ja für alles und jedes Erinnerungstage im Jahresverlauf. So habe ich gelernt, dass der 17. Juni, den ich noch aus Vorwende-Zeiten als »Tag der Deutschen Einheit« kannte, unter anderem als »Internationaler Tag der Müllabfuhr« (oder eigentlich noch schöner im Englischen: »Global Garbage Man Day«) gilt. Nun mag man darüber schmunzeln und fragen: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen gibt es ja für alles und jedes Erinnerungstage im Jahresverlauf. So habe ich gelernt, dass der 17. Juni, den ich noch aus Vorwende-Zeiten als »Tag der Deutschen Einheit« kannte, unter anderem als »Internationaler Tag der Müllabfuhr« (oder eigentlich noch schöner im Englischen: »Global Garbage Man Day«) gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun mag man darüber schmunzeln und fragen: Muss es wirklich für alles einen eigenen Tag geben? Und dann auch noch für die Müllabfuhr?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nein, das muss es natürlich nicht. Und doch finde ich gerade das dankbare Denken an die Müllabfuhr und die Menschen, die für sie sorgen, sinnvoll. Das hat zum einen mit dem großen Respekt zu tun, den ich dieser Berufsgruppe entgegenbringe. Bei Wind und Wetter sind diese Leute unterwegs, um sicherzustellen, dass unsere Städte und Orte nicht in Müll versinken und die Ratten die Herrschaft übernehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei erinnere mich daran, wie wir bei einem längeren Afrika-Aufenthalt in einer ländlichen Region ohne eine Form von Müllentsorgung auskommen mussten. Und es hat sich mir eingeprägt, wie schnell bei dem mir gewohnten Lebensstil Abfall entstanden ist, den ich nicht oder nicht wirklich sachgerecht entsorgen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz offensichtlich ist es bei der Müllabfuhr wie bei manch anderem: Wir erkennen ihre Bedeutung erst dann, wenn sie fehlt. Von daher ist es vielleicht gar nicht verkehrt, sie einmal im Jahr in den Fokus zu rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und womöglich ist es bei der Vergebung ganz ähnlich. Als Christenmenschen wissen wir um Gottes Vergebung und um die verschiedenen Möglichkeiten, sie zu empfangen: anfangen beim Vaterunser über den Gottesdienst bis hin zur Einzelbeichte. Gerade weil sie so »verfügbar« zu sein scheint, kommt sie vielen vielleicht wenig spektakulär vor. »Vergebung«, das gehört halt irgendwie dazu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Bedeutung erahnen können wir wahrscheinlich erst dann, wenn wir uns vorstellen, die Möglichkeit der Vergebung würde einmal ausfallen. Uns läge etwas auf dem Herzen, wollen es loswerden, wollen gerade auch mit Gott unseren Frieden machen &#8211; und wir müssten feststellen: Die »Schuldabfuhr« fällt aus &#8211; sieh selbst, wie du damit zurechtkommst. Das ist ein bedrängender Gedanke!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht würde es sich lohnen, wenn wir in den Kirchen einen »Tag der Vergebung« feiern würden &#8211; so, wie es einen »Tag der Müllabfuhr« gibt. Das Judentum kennt ja mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jom_Kippur">Jom Kippur</a> einen in solcher Weise geprägten Tag. Ein entsprechendes jährliches Gedenken würde uns vielleicht helfen, uns daran zu erinnern, dass der Empfang der Vergebung, die wir dem Lebenseinsatz Jesu zu verdanken haben, eben keine Selbstverständlichkeit ist, sondern Geschenk &#8211; auch wenn sie noch verlässlicher ist als es schon die Müllabfuhr in unseren Breiten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Unsre Missetat drückt uns hart; du wollest unsre Sünde&nbsp;vergeben.«</strong> (Psalm 65,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neuanfang</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/neuanfang-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Angesichts der Tatsache, dass es Musikerinnen und Musiker in den Zeiten des Streamings nicht ganz leicht haben, um über die Runden zu kommen, unterstütze ich etwas unbekanntere Künstler/-innen gerne dadurch, dass ich CDs von ihnen kaufe (auch wenn ich ihre Songs aus Praktikabilitätsgründen am Ende doch streame) oder ihre Crowdfundingprojekte unterstütze. So auch bei der [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Tatsache, dass es Musikerinnen und Musiker in den Zeiten des Streamings nicht ganz leicht haben, um über die Runden zu kommen, unterstütze ich etwas unbekanntere Künstler/-innen gerne dadurch, dass ich CDs von ihnen kaufe (auch wenn ich ihre Songs aus Praktikabilitätsgründen am Ende doch streame) oder ihre Crowdfundingprojekte unterstütze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So auch bei der Band »<a href="https://anders-band.de/">anders</a>«, die wir vor einer Weile für uns entdeckt haben. Kürzlich ist ihr neues Album »So kurz davor« herausgekommen. Als Dank für die Unterstützung gab es dann für mich eine Deluxe-Box mit ein paar Extra-Gimmicks zur CD: ein T-Shirt, Postkarten und auch ein Radiergummi mit der Aufschrift »Neuanfang«, passend zum ersten <a href="https://youtu.be/-J4ePRCQxKA?si=BWnpeHv73VK-RbEv">Song</a> des Albums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee finde ich originell: Ein Radiergummi als Inbegriff des Neubeginns. Das, was war, kann ausradiert werden &#8211; und das Blatt kann neu beschrieben werden. Fehler können so korrigiert werden. Ich bleibe nicht festgelegt auf das, was ich geschrieben, gedacht oder getan habe, sondern ein »Neuanfang« ist möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist das mit den Radiergummis ja so eine Sache. So ganz verschwindet das Geschriebene oft doch nicht. Auch wenn die Schrift weg ist, kann man angesichts der Druckspuren des Bleistifts oft noch erkennen, dass etwas und manchmal sogar was vorher dastand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wenig ist dies auch mit den Neuanfängen zu vergleichen, die sich mit der Vergebung ergeben. Wann immer wir einander vergeben und von Gott Vergebung empfangen, ist das, was war, tatsächlich ausgelöscht und wegradiert. Und doch bleibt die Verantwortung: Habe ich versehentlich eine kostbare Vase bei einem Besuch zerstört, kann ich zwar um Entschuldigung bitten und diese auch empfangen &#8211; die Verantwortung, für Ersatz zu sorgen, bleibt aber. Und manch einer hat Vergebung gewährt und Vergebung empfangen &#8211; und trotzdem geht ihm oder ihr das Geschehene noch nach, prägt es das Leben von Opfern und Tätern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das verkleinert nicht das Geschenk der Vergebung. Und schon gar nicht stellt es in Frage, dass Gottes Vergebung tatsächlich umfassend gilt und mir damit die Last genommen ist. Vor und für Gott ist tatsächlich alles weg. Und doch bleibe ich &#8211; mit Blick auf das menschliche Miteinander und im Bild gesprochen &#8211; ein Leben lang ein Papier, auf dem viel herumradiert worden ist. Die Schuld ist gelöscht, aber Spuren bleiben. Zu einem neuen, weißen Blatt Papier werde ich erst im ewigen Leben nach dieser Zeit und Welt, auf das wir im Glauben an Jesus Christus zugehen. Dann aber beginnt tatsächlich der »Neuanfang«, der seinen Namen im tiefsten Sinn verdient hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.«</strong> (Psalm 130,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Bist du, wer du sein willst?</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/bist-du-wer-du-sein-willst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[An einer Wand in meiner Stadt ist in großen Buchstaben zu lesen: »bist du, wer du sein willst?« &#8211; Gute Frage: Bin ich der, der ich sein will? Dafür müsste ich ja erst einmal für mich geklärt haben, wer ich sein will &#8211; um anhand dessen danach zu überprüfen, ob ich diesem Bild auch entspreche. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">An einer Wand in meiner Stadt ist in großen Buchstaben zu lesen: »bist du, wer du sein willst?« &#8211; Gute Frage: Bin ich der, der ich sein will? Dafür müsste ich ja erst einmal für mich geklärt haben, wer ich sein will &#8211; um anhand dessen danach zu überprüfen, ob ich diesem Bild auch entspreche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wer will ich sein?« Mit Anfang 20 lässt sich die Frage vielleicht leichter beantworten als mit Anfang 50. Kurz nach dem Schulabschluss scheint das Leben noch formbar und gestaltbar zu sein. Da kann es dann leicht schon mal vor Ideen wimmeln, was das Leben alles mit sich bringen soll, kann oder möge. In meiner Lebensphase sehen die Dinge schon anders aus. Manche Weichen sind gestellt. In der einen oder anderen Hinsicht bin ich tatsächlich so geworden, wie ich mir das mal ausgemalt habe. Und dann muss ich mir doch auch eingestehen, dass Träume geplatzt sind, dass manches misslungen ist und ich mir meiner Grenzen und manchem, was mich auch in unguter Weise ausmacht, nur zu bewusst bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist von daher kein Wunder, dass jemand neben diese Frage das Wort »noch« gekritzelt hat. Das lässt sich allerdings durchaus unterschiedlich verstehen: »Bist du <em>noch</em>, wer du sein willst?« Oder als Antwort auf die Frage: Ja, »<em>noch</em>«! In jedem Fall würde ja dabei mitschwingen, dass ich mich im Laufe der Zeit von dem Ideal meiner Person entferne, je länger ich im Leben unterwegs bin. Und in mancherlei Hinsicht mag das auch so sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings merke ich, dass mir die Frage »Bist du, wer du sein willst?« letztlich doch fremd bleibt. Kommt es denn wirklich darauf an, wer <em>ich </em>sein will? Zumindest merke ich, dass meine Antworten, die ich auf die Frage geben würde, immer auch mit anderen Personen zu tun haben: Meinen Kindern möchte ich ein liebevoller Vater sein, meiner Frau ein verlässlicher Partner, den Studierenden, die ich unterrichte, ein hilfreicher Begleiter auf ihren Lernwegen und den Gemeinden, in denen ich unterwegs bin, ein Bote, der die frohe Botschaft so unter die Leute bringt, dass sie sich daran im Glauben festmachen können. In alledem geht es auch um mich &#8211; aber eben doch nicht nur, sondern immer in Beziehung zu anderen. Und natürlich weiß ich auch, dass ich in jedem der genannten Bereiche »Luft nach oben« habe und manches unvollkommen bleibt. Hier lässt sich auch immer wieder Schuld entdecken &#8211; und Vergebung ist nötig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, am Ende führt mich die Frage, ob ich bin, wer ich sein will, nicht wirklich weiter, sondern eher in ein Grübeln, das der Seele wenig guttut. Stattdessen hilft mir die Frage weiter, wer ich denn eigentlich in Gottes Augen bin. »Bin ich vor Gott, wer ich sein will?« Und ich höre aus Gottes Wort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»[&#8230;] ihr seid&nbsp;alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.«</strong> (Galater 3,26, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Glauben bin ich Gottes Kind in Christus Jesus: Bin ich damit (vor Gott), wer ich sein will? Ja, das bin ich. Das will ich sein. Und zwar nicht nur »noch«, sondern für immer. Und das ist nichts, was mit dem Laufe des Lebens immer weniger wird, sondern das bleibt, weil Gottes Liebe und Treue mir gegenüber verlässlich sind und gleich bleiben.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Der letzte Kuss</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/der-letzte-kuss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Annahme]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[Toten Hosen]]></category>
		<category><![CDATA[Treue]]></category>
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					<description><![CDATA[Küssen ist gesund! Es baut Stress ab, stärkt das Immunsystem und sorgt für Glücksgefühle. Paartherapeuten raten daher, viel zu küssen. Die Therapeuten John und Julie Godmann haben herausgefunden, dass regelmäßige 6-Sekunden-Küsse für Paare wahre Wunder bewirken können. (https://www.brigitte.de/liebe/psychologie&#8211;wie-der-6-sekunden-kuss-deine-beziehung-staerken-kann-13508212.html) Küsse können aber auch sehr verletzen. In angeheiterter Stimmung mit einer fremden Person herumzuknutschen, hat schon manche [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Küssen ist gesund! Es baut Stress ab, stärkt das Immunsystem und sorgt für Glücksgefühle. Paartherapeuten raten daher, viel zu küssen. Die Therapeuten John und Julie Godmann haben herausgefunden, dass regelmäßige 6-Sekunden-Küsse für Paare wahre Wunder bewirken können. (<a href="https://www.brigitte.de/liebe/psychologie--wie-der-6-sekunden-kuss-deine-beziehung-staerken-kann-13508212.html">https://www.brigitte.de/liebe/psychologie&#8211;wie-der-6-sekunden-kuss-deine-beziehung-staerken-kann-13508212.html</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Küsse können aber auch sehr verletzen. In angeheiterter Stimmung mit einer fremden Person herumzuknutschen, hat schon manche Beziehung in eine Krise gestürzt. Ein Kuss ohne Gefühl, nur aus Routine und Pflicht, kann beim Gegenüber tiefe Enttäuschung auslösen. Der verräterische Judaskuss ist weltberühmt geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Lied »Der letzte Kuss« singt Campino, Sänger der »Toten Hosen«, von der Macht des Küssens und den schwierigen Seite der Liebe:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Die Toten Hosen // Der letzte Kuss (Unplugged im Wiener Burgtheater)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/7Uq1IDouyns?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>»Wann ist die Zeit für einen ehrlichen Kuss, /</em> <em>der all unsere Lügen auslöschen muss?</em> / <em>Gib mir die Zeit für einen ehrlichen Kuss,</em> / <em>so wollen wir uns küssen, wenigstens am Schluss.</em> / <em>Es wird ein Kuss sein, der alles verzeiht, / der alles vergibt und uns beide befreit.</em> / <em>Du musst ihn mir schenken, ich bin zwar ein Dieb,</em> / <em>doch gestohlen ist er wertlos und dann brauch&#8216; ich ihn nicht.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine romantische Vorstellung: ein wirklich ehrlicher Kuss! Ein Kuss, bei dem ich mich nicht länger verstecken muss, meine Fehler und hässlichen Seiten offen zeigen darf. Und gleichzeitig spüre ich, wie mein Gegenüber den Kuss wirklich erwidert. Ich werde, so wie ich bin, akzeptiert und geliebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann es einen so ehrlichen Kuss wirklich geben? Campino scheint ihn bis jetzt noch nicht gefunden zu haben. Denn er beschreibt im Song, wie schwer das Lieben manchmal ist:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»All denen, / die uns am nächsten steh&#8217;n, / tun wir am liebsten weh. / Und die Frage, warum das so ist, / bleibt unser Leben lang  steh&#8217;n.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist nicht nur eine Schwierigkeit bei Liebespaaren. Es scheint ein prinzipielles Problem zu sein, dass wir an anderen schuldig werden und dem nicht entkommen können:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Irgendwann, / kommt für jeden der Tag, / an dem man für alles bezahlt. / Dann stehen wir da, / denken wie schön es mal war, / bereuen unsere Fehler, hätten gern alles anders gemacht, / hätten all unsere Boshaftigkeiten niemals getan.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so geht es bei dem »ehrlichen Kuss« um mehr als um Romantik und Schmetterlinge im Bauch:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Es wird ein Kuss sein, der alles verzeiht, / der alles vergibt und uns beide befreit.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt weniger nach Liebeslied, sondern eher wie ein Gebet! Hier geht es auf einmal um die tiefe Sehnsucht nach Vergebung, Freiheit und Lebenssinn. Und Campino spürt, dass er das selbst nicht machen kann:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Du musst ihn mir schenken, ich bin zwar ein Dieb, / doch gestohlen ist er wertlos und dann brauch&#8216; ich ihn nicht.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann es sein, dass Campino hier nur vom Küssen singt, sondern auch von seiner Suche nach Gott? Müssen wir so ehrlich mit uns selbst sein, dass ein Kuss von einem anderen Menschen, unsere tiefe Sehnsucht nach Annahme und Vergebung gar nicht stillen kann?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich gibt es eine Stelle in der Bibel, in der Gottes Nähe ganz nach Campinos ehrlichem Kuss klingt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ich will hören, was Gott zu sagen hat. […] Ja, seine Hilfe ist denen nahe, die zu ihm gehören. Dann wohnt seine Herrlichkeit wieder in unserem Land: Güte und Treue finden zueinander. Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.« </strong>(Psalm 85,9f., BasisBibel, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Simon Volkmar</em></p>
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		<title>Ein sprechendes Kreuz</title>
		<link>https://team-gott.de/maerz-2026/ein-sprechendes-kreuz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Anklage]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
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		<category><![CDATA[Stimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Trost]]></category>
		<category><![CDATA[Vergebung]]></category>
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					<description><![CDATA[Passionstexte und Passionslieder können ganz schön sperrig sein. Einerseits glaube ich, dass das gut und wichtig ist, dass wir gerade in den Wochen der Passionszeit auch immer mal wieder mit Gedanken konfrontiert werden, die nicht so ganz locker flockig daherkommen. Gerade so wird die Passionszeit auch zu einer Zeit des Nachdenkens, der Neubesinnung, der Umkehr [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Passionstexte und Passionslieder können ganz schön sperrig sein. Einerseits glaube ich, dass das gut und wichtig ist, dass wir gerade in den Wochen der Passionszeit auch immer mal wieder mit Gedanken konfrontiert werden, die nicht so ganz locker flockig daherkommen. Gerade so wird die Passionszeit auch zu einer Zeit des Nachdenkens, der Neubesinnung, der Umkehr und der Ausrichtung auf Jesus Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits können die Texte in ihrer Fremdheit auch den Eindruck erwecken, dass das alles irgendwie gar nicht zu mir passt, ja, gar nichts mit mir zu tun hat &#8211; weil all das klingt, als wäre es aus einer ganz anderen Welt entliehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin deswegen immer auch froh und dankbar, wenn ich auf Passionslieder stoße, die das Geschehen der Passion noch einmal in andere Worte fassen, die näher an mir dran sind. Dazu gehört zum Beispiel dieses von Friedrich Samuel Rothenberg und Johannes Jourdan: »Wenn ich vor deinem Kreuze stehe« (- hier in einer Interpretation, die vielleicht auch Geschmackssache ist):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Wenn ich vor Deinem Kreuze stehe" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/0ZaGKKeMQTM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hat es mir dabei eine Liedzeile angetan: »Wenn das Vergangene nicht rastet / und mich die alte Schuld belastet, / ist es dein Kreuz, das lauter spricht.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine schöne Vorstellung, dass das Kreuz Jesu die Stimme erhebt, wenn alle möglichen Stimmen von außen oder innen sich zu Wort melden: »Wie konntest du das nur tun? Merkst du nicht selbst, dass das nicht gut genug war? Du musst besser werden! Damit hast du dich endgültig ins Abseits katapultiert!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann meldet sich das Kreuz Jesu und spricht &#8211; lauter als alle Stimmen: »Nein, es ist genug. Es ist alles in Ordnung. Jesus Christus hat die Sünde und Schuld getragen. Du bist geliebt. Du bist angenommen von Gott. Es kommt nicht auf deine Leistung an.«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der&nbsp;gestorben&nbsp;ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und&nbsp;für uns&nbsp;eintritt.«</strong> (Römer 8,34, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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