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	<title>Sünde &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Sicherheitslücken und Leaks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Immer wieder ist von Sicherheitslücken oder sog. »Leaks«, also dem Öffentlichwerden eigentlich vertraulicher Informationen, die Rede. Während sich mancher die Hände reibt, wenn über irgendeinen &#8211; womöglich missliebigen &#8211; Prominenten etwas Unerfreuliches an die Öffentlichkeit kommt, beschleicht mich dabei immer wieder ein merkwürdiges Gefühl. Ich finde, es ist ein beschämender Gedanke, wenn alles, was ich [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder ist von Sicherheitslücken oder sog. »Leaks«, also dem Öffentlichwerden eigentlich vertraulicher Informationen, die Rede. Während sich mancher die Hände reibt, wenn über irgendeinen &#8211; womöglich missliebigen &#8211; Prominenten etwas Unerfreuliches an die Öffentlichkeit kommt, beschleicht mich dabei immer wieder ein merkwürdiges Gefühl.  Ich finde, es ist ein beschämender Gedanke, wenn alles, was ich jemals gesagt oder geschrieben habe, irgendwann das Licht der Weltöffentlichkeit erreichen könnte: E-Mails, die ich in der Wut rausgepfeffert habe. WhatsApps, bei denen ich mich selbst im Nachgang wundere, was mich da eigentlich geritten hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das meiste davon hat sich in meinem Leben klären lassen. Gespräche und eine Bitte um Verzeihung haben meist das Problem ausräumen können. Und die von Gott empfangene Vergebung hat dann auch geistlich einen Schlussstrich unter das gezogen, was nicht gut war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso bedrängender die Vorstellung, dass das alles wieder irgendwann womöglich durch Sicherheitslücken oder Leaks in die Öffentlichkeit geraten könnte und meine verletzenden Worte und mein falsches Handeln vor einer größeren Öffentlichkeit ausgebreitet würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vermute, dass dieses Gefühl dem verwandt ist, das Menschen zu Beginn der Reformationszeit hatten, die immer wieder auch in der Angst lebten, all ihr Versagen würde im Jüngsten Gericht Detail für Detail an eine überweltliche Öffentlichkeit gezogen. Was für eine Demütigung! Was für eine Blamage!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war dann die Leistung der Reformation, dieser Angst etwas entgegengesetzt zu haben, nämlich die Versicherung, dass Jesus Christus nicht der unbarmherzige Richter und Rächer ist, sondern der vergebende Retter, der unsere Schuld und Sünde tatsächlich rückstandsfrei ausgelöscht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob irgendetwas, was in meinem Leben nicht gut war, durch Sicherheitslücken oder Leaks einmal publik wird, kann ich nicht komplett ausschließen. Was ich aber ausschließen kann, ist, dass Jesus Christus mir einmal all meine Sünde vorhält, für die ich schon die Vergebung empfangen habe. Nein, die ist weg. Komplett. Ganz gewiss: Ohne Sicherheitslücken und ohne Leaks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott spricht: <strong>»ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.«</strong> (Jeremia 31,34, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Garderobe</title>
		<link>https://team-gott.de/oktober-2026/garderobe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Oktober 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einer Wanderung dieser Tage kamen wir auch an Hilfen zum »Waldbaden« vorbei. Eines der ersten Schilder war das abgebildete. Diejenigen, die die Natur wahrnehmen wollen, werden aufgefordert, das, was sie mit sich herumschleppen und was sie hindert, jetzt in das Walderleben einzutauchen, an einem Ast wie an einer Garderobe abzugeben. Unweigerlich musste ich dabei [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Wanderung dieser Tage kamen wir auch an Hilfen zum »Waldbaden« vorbei. Eines der ersten Schilder war das abgebildete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diejenigen, die die Natur wahrnehmen wollen, werden aufgefordert, das, was sie mit sich herumschleppen und was sie hindert, jetzt in das Walderleben einzutauchen, an einem Ast wie an einer Garderobe abzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unweigerlich musste ich dabei an die gottesdienstlichen Riten denken, die den Übergang vom Alltag in den Gottesdienst gestalten: das Rüstgebet und die Beichte etwa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diese sind ja so etwas wie eine Garderobe oder &#8211; im Waldbild gesprochen &#8211; ein Ast, wo ich all das loswerden kann, was mich hindert, unbeschwert Gottesdienst zu feiern und Gott zu begegnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und denke ich daran, dass in der Geschichte der christlichen Theologie und Kirche das Kreuz Jesu Christi tatsächlich mit einem Baum, nämlich dem »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baum_des_Lebens_(Bibel)">Baum des Lebens</a>«, identifiziert worden ist, dann passt es noch einmal ganz besonders gut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang des Gottesdienstes darf ich tatsächlich alles, was mich umtreibt, was mich belastet und beschwert, an einen Ast dieses Baumes, des Kreuzes Christi, hängen, um dann in der Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu baden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.«</strong> (Kolosser 2,14, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Sündenbock</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/suendenbock/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn etwas schief gelaufen ist, wird häufig ein »Sündenbock« gesucht. Irgendwer muss die Verantwortung übernehmen, seine Stelle räumen. Dabei muss die Person, die es trifft, nicht unbedingt die sein, die tatsächlich hauptverantwortlich ist für den Schaden. Oftmals muss jemand stellvertretend die Konsequenzen für ein Verhalten tragen, dessen Verantwortung eigentlich bei jemand anderem lag. Zu den [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn etwas schief gelaufen ist, wird häufig ein »Sündenbock« gesucht. Irgendwer muss die Verantwortung übernehmen, seine Stelle räumen. Dabei muss die Person, die es trifft, nicht unbedingt die sein, die tatsächlich hauptverantwortlich ist für den Schaden. Oftmals muss jemand stellvertretend die Konsequenzen für ein Verhalten tragen, dessen Verantwortung eigentlich bei jemand anderem lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den schlimmen gesellschaftlichen Dynamiken, die sich zu vielen Zeiten in den unterschiedlichsten Kulturen finden lassen, gehört das Abstempeln bestimmter Bevölkerungsgruppen als »Sündenböcke«. Dieser oder jener Gruppe wird dann die Schuld gegeben, dass es in der Gesellschaft bergabzugehen scheint, dass dieses oder jenes Problem vorliegt. Und wenn man die Angehörigen dieser Gruppe dann hinreichend verfolgt, gedemütigt oder ausgeschlossen hat, stellt sich bisweilen bei den Agierenden der Irrglaube ein, damit hätte nun alles wieder seine gute Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das biblische Konzept vom »Sündenbock«, der am Großen Versöhnungstag in die Wüste geschickt wurde, sieht dagegen ganz anders aus. Hier kommt es gerade nicht zu einem Gegeneinander der Selbstgerechten auf der einen Seite und den zu Sündenböcken Gemachten auf der anderen. Sondern hier bekennt sich das <em>ganze </em>Volk Gottes schuldig. Jeder übernimmt Verantwortung. Keiner kann sich herausnehmen. Und alle erkennen an, dass auch sie es nötig haben, dass ihre Sünden gesühnt werden. Und symbolisch übernimmt dann der Bock die Sünde aller:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Dann soll Aaron seine beiden Hände auf dessen Kopf [= des Bockes, CB] legen und über ihm bekennen alle Missetat der Israeliten und alle ihre Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben, und soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste bringen lassen, dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich nehme und in die Wildnis trage; und man schicke ihn in die Wüste.«</strong> (3. Mose 16,21f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Christinnen und Christen ist der Karfreitag der »Große Versöhnungstag« geworden. Hier ist Jesus Christus derjenige geworden, der alle Missetat, alle Schuld und Sünde auf sich genommen hat, um sie wegzutragen. Nur dass er nicht in der Wüste des Todes geblieben ist, sondern er ist ins Leben zurückgekehrt, um uns ins Leben zu führen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer um diesen »Sündenbock« weiß, der die Sünden der Welt getragen hat und auch für mich tragen musste, hat keinen Grund mehr, in anderen Menschen »Sündenböcke« zu suchen und zu finden. Vielmehr kann ich im anderen den Menschen entdecken, der wie ich darauf angewiesen ist, dass Gott ihm um Christi willen vergibt. Da bin ich nicht besser als andere, und andere sind nicht besser als ich. Da sind wir uns ganz nah.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Echt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dass etwas »echt« ist, hat heutzutage für viele einen hohen Stellenwert. Bisweilen spricht man dabei auch von »authentisch«. Dabei ist gar nicht immer so ganz eindeutig, was genau eigentlich mit »echt« oder »authentisch« gemeint ist. Bei einem Kunstwerk können Experten einen »echten« van Gogh von einer Fälschung unterscheiden. Gibt es irgendwo einen Anschlag und in [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dass etwas »echt« ist, hat heutzutage für viele einen hohen Stellenwert. Bisweilen spricht man dabei auch von »authentisch«. Dabei ist gar nicht immer so ganz eindeutig, was genau eigentlich mit »echt« oder »authentisch« gemeint ist. Bei einem Kunstwerk können Experten einen »echten« van Gogh von einer Fälschung unterscheiden. Gibt es irgendwo einen Anschlag und in diesem Zusammenhang ein Bekennerschreiben, ist es von Bedeutung, ob dieses für »authentisch« gehalten wird &#8211; oder ob hier ein Trittbrettfahrer versucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird von bei Menschen davon gesprochen, dass sie »echte« Gefühle zeigen oder ganz »authentisch« sind, dann klingt dabei aber noch etwas anderes an. Dass sich mir mein Gegenüber unverstellt zeigt, ohne Maske oder ohne etwas künstlich zurückzuhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in der Social Media-Welt ist von daher »Echtheit« und »Authentizität« eine kostbare Währung, wobei paradoxerweise dort im Normalfall das scheinbar Authentische eben doch gescripted und von daher auch inszeniert ist. Menschen tun alles dafür, dass das, was sie vor der weltweiten Öffentlichkeit zeigen, authentisch und echt wirkt, weil das Reichweite generiert und attraktiv wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und je mehr heutzutage automatisiert ist &#8211; in Produktion und Texterstellung &#8211; desto seltener und von daher auch kostbarer ist dann auch das, was menschengemacht ist, sich auf einen bestimmten Menschen und seine Gedanken und Gefühle zurückführen lässt &#8211; und eben nicht einfach nur kopiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings lässt sich durchaus darüber streiten, ob es wünschenswert ist, dass Menschen mich in jedem Fall ganz »echt« und »ungefiltert« erleben. Wenn mich die Wut packt und ich meinem Mitmenschen meinen Ärger einfach ins Gesicht brülle, dann mag das zwar sehr authentisch sein, weil es das Gefühl ist, das mich gerade bewegt, und doch wäre es nicht das, was angemessen, was hilfreich und was gut wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig leiden Menschen bisweilen darunter, dass andere sie gar nicht so wahrnehmen, wie sie »echt« sind (oder wie sie meinen, »echt« zu sein). Sondern es scheint so, als würden die anderen nur Vorurteile und vorgefertigte Bilder von ihnen wahrnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von und bei Gott gilt, dass er uns in doppelter Weise so sieht, wie wir »in echt« sind: einmal in der Weise, dass er sieht und weiß, wie wir mit all den Schattenseiten sind, die wir mit uns herumtragen. Diese kann, muss und will ich vor Gott nicht verbergen. Weil Jesus Christus das wieder geheilt hat, was hier in meinem Leben zerbrochen ist &#8211; auch wenn ich damit ein Leben lang immer noch zu tun habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist es aber auch so, dass Gott uns so sieht, wie wir »in echt« sind bzw. von ihm gemeint waren &#8211; bevor das Verhältnis zwischen ihm und uns Mensch zerbrochen ist. Die Erinnerung an dieses Bild, wie der Mensch eigentlich gedacht und gemacht war, hat Gott nicht vergessen, sondern er hat es bewahrt und nutzt es, um uns neu zu schaffen &#8211; als neue Menschen, so wie wir »in echt« von ihm gemeint waren. Und dieses Neuschöpfungshandeln hat schon in unserer Taufe begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.«</strong> (Psalm 139,16, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ein Bild des Todes oder des Lebens?</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/ein-bild-des-todes-oder-des-lebens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Oslo kann gibt es eine Statue mit Namen »Cecilie«, mit der eine dreifache Mutter dargestellt ist, die an Brustkrebs erkrankt ist und die dieser Krankheit auch erlegen ist. Auf der Skulptur sind Operationsnarben zu sehen, die von einer Brustentfernung stammen. Die Frau ist gezeichnet von ihrer Erkrankung, und die tödliche Krankheit gewinnt mit dieser [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In Oslo kann gibt es eine Statue mit Namen »<a href="https://www.brystkreftstatue.no/en/home-en">Cecilie</a>«, mit der eine dreifache Mutter dargestellt ist, die an Brustkrebs erkrankt ist und die dieser Krankheit auch erlegen ist. Auf der Skulptur sind Operationsnarben zu sehen, die von einer Brustentfernung stammen. Die Frau ist gezeichnet von ihrer Erkrankung, und die tödliche Krankheit gewinnt mit dieser Darstellung so Raum in der Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was soll das, einen todkranken Menschen so öffentlich darzustellen? &#8211; Auf der <a href="https://www.brystkreftstatue.no/en/about-the-project">Homepage</a> des Projekts wird die portraitierte Person, Cecilie Flatval, mit folgenden Worten zitiert:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Death comes at some point during our lives. That’s just how it is, and I&#8217;ve always thought that death is a natural part of life, and something we should talk about a lot more. To disarm death in a way. But I know that death can be a challenging subject. A part of the reason why I said yes to be portraited, was to disarm death. Make it safe to talk about.«</em> (»An irgendeinem Punkt unseres Lebens kommt der Tod. Das ist, wie es ist, und ich habe immer gedacht, dass der Tod ein natürlicher Teil des Lebens ist, etwas, worüber wir viel mehr reden sollten. Um den Tod in einer bestimmten Weise zu entwaffnen. Ich weiß, dass der Tod ein herausforderndes Thema sein kann. Und einer der Gründe, warum ich einem solchen Portrait zugestimmt habe, war, den Tod zu entwaffnen. Dass es sicher wird, darüber zu reden.«)</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lädt die Statue sich auch dazu ein, diese Krankheit nicht zu verdrängen, sondern sie bewusst wahrzunehmen &#8211; und damit kann sie gleichzeitig auch eine Hilfe sein, Leben zu retten, wenn Frauen sie zum Anstoß nehmen, entsprechende Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist die Statue in gewisser Weise ein Bild des Todes, das den Tod entwaffnet und letztlich zu einem Bild des Lebens wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wäre es unpassend, diese Statue in ihrer Funktion und Bedeutung unmittelbar mit Kreuzesdarstellungen vergleichen zu wollen. Und doch gibt es Berührungspunkte, die unübersehbar sind. Auch an Kreuzesdarstellungen nehmen einige Menschen ja Anstoß und fragen sich, warum ein solches Bild des Todes im öffentlichen Raum sichtbar sein sollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch hier geht es am Ende eben nicht darum, vor dem Tod zu erstarren, sondern darum, dass Jesus Christus den Tod entwaffnet hat &#8211; und das in einer noch viel grundsätzlicheren Weise. Und wer sich von diesem Bild des Gekreuzigten berühren lässt, wer wahrnimmt, dass es in uns Menschen eine Krankheit der Gottentfremdung gibt, die geheilt werden kann und die von Christus geheilt worden ist, der findet in ihm eben auch zu neuem, zu ewigem Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus, <strong>»der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.«</strong> (1. Petrus 2,24, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Endreinigung</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/endreinigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich traf ich eher zufällig einen Freund, der seinem Sohn beim Umzug half und gerade dabei war, das kleine Apartment übergabefertig zu machen. Wir schmunzelten ein wenig, dass wir jetzt wieder &#8211; wie früher &#8211; an dem Punkt angekommen sind, wo wir Studentenbuden putzen. Irgendwie wiederholt sich eben doch auch manches im Leben. Mit meinen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Neulich traf ich eher zufällig einen Freund, der seinem Sohn beim Umzug half und gerade dabei war, das kleine Apartment übergabefertig zu machen. Wir schmunzelten ein wenig, dass wir jetzt wieder &#8211; wie früher &#8211; an dem Punkt angekommen sind, wo wir Studentenbuden putzen. Irgendwie wiederholt sich eben doch auch manches im Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meinen eigenen Umzügen und Reinigungsbemühungen verbinde ich unterschiedliche Erfahrungen. Ich denke an den Fleck vom umgefallenen Weinglas, der sich trotz aller Bemühungen nicht mehr entfernen ließ. Ein Makel, der blieb. Voller Dankbarkeit erinnere ich mich an die Menschen, die mit mir/uns mit angepackt haben, um bei Umzügen Zimmer und Wohnungen wieder in Schuss zu bringen. Dann kommt mir in den Sinn, wie eine Wand, die eigentlich noch ganz gut aussah, sich längst nicht mehr so makellos präsentierte, nachdem die Bilder abgehängt waren. Und ich fühle noch etwas von der Nervosität, die sich einstellte, wenn man mit dem Vermieter durch die Wohnung ging und abwarten musste, ob auch er mit diesem Zustand so einverstanden war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir scheint, all das ist ein ganz treffender Vergleich für unser Leben. Irgendwann werde ich es wieder in die Hände dessen legen, der es mir anvertraut hat: Gott. Wenn ich dann in Gedanken noch einmal durch die Räume meines Lebens gehen werde, dann werde ich mich hoffentlich erinnern an die schönen Momente, die ich in der »Wohnung« meines Lebens verbracht habe, an die Feste, ans Feiern, an die fröhlichen, unbeschwerten Stunden mit lieben Menschen. Aber ich werde eben auch die »Flecken« auf dem Boden entdecken, die nicht mehr rausgehen &#8211; Schuld, die ich nicht einfach wiedergutmachen kann. An den Wänden, die doch eigentlich so ganz manierlich aussehen, werde ich vielleicht auch noch manche Verfärbung entdecken, die mir so vorher gar nicht im Blick war. Und dankbar werde ich hoffentlich für Menschen sein können, die mich auf den letzten Metern dieses Lebens begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und werde ich nervös sein müssen, was der »Vermieter« wohl zu meinem Leben sagt? &#8211; Nein, dazu gibt es keinen Grund. Bei Auszügen gibt es manchmal die glückliche Fügung, dass der Vermieter sagt: »Machen Sie sich keine Umstände mit der Endreinigung. Nach Ihrem Auszug wird die Wohnung ohnehin einmal ganz neu gemacht. Lassen Sie sie einfach so, wie sie ist. Wir kümmern uns dann drum.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergleichbar wird es am Ende meines Lebens sein. Ich darf die bisherige Wohnung verwohnt und renovierungsbedürftig zurücklassen, sie dankbar der Pflege des »Vermieters«, unseres Gottes, anvertrauen, dessen Sohn sich um all die Flecken und allen Schmutz kümmert. Und mehr noch: Dieser »Vermieter« wird dafür sorgen, dass ich auch nach meinem Auszug aus dieser Wohnung nicht obdachlos werde, sondern  eine neue Bleibe finde: ein ewiges Zuhause bei Gott.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.«</strong> (2. Korinther 5,1, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">  </p>
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		<title>In mich gefahren</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/in-mich-gefahren/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Situationen, auf die ich im Nachhinein blicke und bei denen ich mich frage: »Was um alles in der Welt ist denn da bitte in mich gefahren, dass ich mich so verhalten habe?« Im Rückblick bin ich mir selbst fremd. Ich wundere mich, bisweilen schäme ich mich. Und es kommt mir vor, als wäre [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Situationen, auf die ich im Nachhinein blicke und bei denen ich mich frage: »Was um alles in der Welt ist denn da bitte in mich gefahren, dass ich mich so verhalten habe?« Im Rückblick bin ich mir selbst fremd. Ich wundere mich, bisweilen schäme ich mich. Und es kommt mir vor, als wäre ich nicht ganz ich selbst gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mit dem »Ich selbst«-Sein ist natürlich so eine Sache. Leider gehören ja auch die Seiten, die ich an mir nicht mag, zu mir. Vielleicht kann ich manches davon immer wieder geschickt überspielen. Die eine oder andere negative Charaktereigenschaft habe ich im Normalfall auch ganz gut im Griff. Meistens, aber eben auch nicht immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Was ist denn da in mich gefahren?« Diese Frage beschreibt ein Gefühl, dass ich mich selbst eben nicht immer unter Kontrolle habe und auch Prägungen, Einflüsse oder Triggerpunkte auf mich wirken, die mich dann ganz anders reagieren lassen, als ich mir das am »grünen Tisch« vorgestellt hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel gibt es Gegengeschichten zu dem »Was ist denn in mich gefahren?«, nämlich Geschichten vom »Ausfahren« von Dämonen. Wahrscheinlich gehören diese Wundergeschichten zu denen, die für uns heute am schwierigsten zu verstehen und nachzuvollziehen sind. Die Phänomene, die sie beschreiben, liegen irgendwo zwischen psychiatrischen Krankheitsbildern und spirituellen Erfahrungen, die zumindest in den Industrienationen rar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins zu eins kennen wir solche Situationen, wie sie in der Bibel beschrieben werden, vielleicht nicht. Aber dass immer wieder einmal auch etwas Macht über mich gewinnt, was nicht gut ist und was mich in einer Weise in Beschlag nimmt, wie es weder mir noch anderen guttut, das erlebe ich eben doch immer wieder: »Was ist da bloß in mich gefahren?«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gut, dass ich auch in solchen Situationen mit all dem nicht allein bleibe, sondern ich in der Ausrichtung auf Jesus Christus immer wieder auch zu Vergebung und neuer Freiheit finde. Zu hören, dass Jesus sich angesichts dessen nicht einfach kopfschüttelnd abwendet, sondern er selbst dafür sorgt, dass Menschen gerade das überwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an die Frau, die für ihre Tochter bittet, und von Jesus hört: <strong>»Um dieses Wortes willen geh hin, der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen, und der Dämon war ausgefahren.«</strong> (Lukas 7,29, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">So lohnt es sich, umgekehrt auch immer wieder darauf zu gucken, in welchen Situationen das, was mich üblicherweise anfasst, mich ungehalten und unfair reagieren lässt, eben auch nicht mehr Macht über mich gewinnt. Zu staunen, dass ich manchmal auch ruhig, gelassen und liebevoll reagieren kann, wo Aufbrausen und Ärger eigentlich naheliegend wären. Da würde sich glatt dieselbe Frage nahelegen: »Was ist denn da in mich gefahren?« &#8211; Und die Antwort läge auf der Hand: Der <em>Heilige </em>Geist.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mund verbrannt</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/mund-verbrannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich mir den Mund verbrannt &#8211; genauer gesagt den Gaumen. Es gab Maiskolben bei uns. Und obwohl wir sie nach dem Kochen noch einmal ordentlich unter kaltes Wasser gehalten haben, waren sie fürs zeitnahe Zubeißen offensichtlich noch zu heiß. Passiert &#8211; und passiert mir gerne auch beim Pizzaessen. Umgangsspachlich verwenden wir die Redewendung [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich habe ich mir den Mund verbrannt &#8211; genauer gesagt den Gaumen. Es gab Maiskolben bei uns. Und obwohl wir sie nach dem Kochen noch einmal ordentlich unter kaltes Wasser gehalten haben, waren sie fürs zeitnahe Zubeißen offensichtlich noch zu heiß. Passiert &#8211; und passiert mir gerne auch beim Pizzaessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umgangsspachlich verwenden wir die Redewendung »sich den Mund verbrennen«, wenn wir, ohne groß nachzudenken, etwas sagen und dann feststellen, dass wir lieber unseren Mund gehalten hätten. Nicht alles, was wir reden, ist gut, und manchmal hätten wir &#8211; wie bei mir und dem Maiskolben &#8211; lieber noch mal etwas abwarten (und nachdenken) sollen, bevor wir uns zu Wort melden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prophet Jesaja beschreibt das bei seiner Berufung zum Propheten als ein Grundproblem von uns Menschen: <strong>»Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.«</strong> (Jesaja 6,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesaja wird deswegen einer Reinigungsprozedur unterzogen, angesichts derer meine Begegnung mit den Maiskolben noch einigermaßen harmlos daherkommt: <strong>»Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.«</strong> (Jesaja 6,6f.) Ahh &#8211; das klingt schmerzhaft. Allerdings ist von Brandblasen hier keine Rede. Und so ist es wohl auch gar nicht gemeint. Vielmehr lässt sich der Reinigungsritus hier mit unserem Bild von der »Kochwäsche« in der Waschmaschine vergleichen. Das heiße Material, das hier zum Einsatz kommt, sorgt dafür, dass Jesaja am Ende ganz rein, ganz befreit ist von aller Schuld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem bin ich froh, dass uns Jesus Christus leichter zugängliche Formen eröffnet hat, um meine Schuld loszuwerden, wenn sie mich drückt: Die Gebetsbitte »und vergib uns unsere Schuld«, der Zuspruch der Vergebung im Gottesdienst oder im Einzelgespräch. Ja, manchmal tut das gut, dass ich das loswerden kann, wenn ich mir meinen »Mund verbrannt« habe, weil ich achtlos dahergeredet habe. Und wie gut, dass das geht, ohne dass mein Mund dafür verbrannt wird.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Gut genug</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/gut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Einer der viralen Songs dieses Sommers ist »Gut genug«: Inhalt dieses Liedes sind die Ansprüche anderer, die an eine Person herangetragen werden und denen sie nicht gerecht werden kann oder will. Dem gegenüber ist die einfache Botschaft des Liedes: »Du bist gut genug!« bzw. »Bleib einfach du!«. Ich kann den Impuls, der hinter diesem Lied [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Einer der viralen Songs dieses Sommers ist »Gut genug«:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="KITSCHKRIEG feat. BLUMENGARTEN &amp; SHIRIN DAVID - GUT GENUG" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/0GnA8VYOfko?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Inhalt dieses Liedes sind die Ansprüche anderer, die an eine Person herangetragen werden und denen sie nicht gerecht werden kann oder will. Dem gegenüber ist die einfache Botschaft des Liedes: »Du bist gut genug!« bzw. »Bleib einfach du!«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann den Impuls, der hinter diesem Lied steht, gut verstehen. Unsere multimedial vernetzte Welt konfrontiert uns mit derart viel »Du sollst« und »Du musst«, dass Menschen daran eigentlich nur scheitern können: Schönheitsideale, Gesinnungen, Gesundheitstipps. Und was, wenn ich das alles nicht schaffe? Wenn mir die Kraft fehlt, mein Körper das nicht hergibt? Was, wenn ich in diese ideale Welt nicht hineinpasse?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da kann ein solcher Zuspruch »Du bist gut genug!« schon ausgesprochen tröstlich sein. Und auch vom christlichen Glauben her lässt sich durchaus etwas Ähnliches aussagen: Ja, du bist in deiner Eigenart gut &#8211; nein: sehr gut von Gott geschaffen. Du musst nicht erst eine andere Person werden, um liebenswert zu sein oder zu werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings stolpere ich auch über diesen Song. Denn abseits von überzogenen und krank machenden Idealvorstellungen, wie ein Leben auszusehen hätte, stelle ich doch in meinem Leben immer wieder fest, dass ich nicht immer »gut genug« bin. Ich bleibe Freunden und Familienangehörigen immer wieder auch etwas schuldig. Längst nicht immer bin ich bei der Arbeit »gut genug«. An mancher Stelle hätte ich anders, ja auch besser handeln sollen. Es gibt in meinem Leben eben auch manches, was nicht gut oder nicht gut genug ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich muss der Zuspruch noch mindestens einen Schritt weiter gehen als bis zum »Du bist gut genug«. Es ist wie in den Heilungsgeschichten, in denen Jesus den Kranken nicht einfach nur sagt: »Du bist gut genug«, sondern er ihnen die Sünden vergibt und sie heilt. Damit ist auch das aufgefangen und nicht verdrängt, was eben auch nicht »gut genug« ist. Und so steht am Ende vielleicht nicht unbedingt der Satz »Du bist gut genug«, sondern: »Du bist von Gott geliebt und liebenswert«. Und: Immer wieder beginnt ein neues Leben in Gottes heilender Nähe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. [&#8230;] Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!«</strong> (Markus 2,5.10f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Keine glatten, aber tröstliche Geschichten</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/keine-glatten-aber-troestliche-geschichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fürsorge]]></category>
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		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Mose]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
		<category><![CDATA[Unglauben]]></category>
		<category><![CDATA[Vergebung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was mich an den biblischen Geschichten immer wieder fasziniert, ist, dass sie nicht »glatt« sind. Da spazieren keine Helden durchs Leben, die jede Herausforderung und Gefahr souverän bestehen. Sondern immer wieder entdecke ich da Menschen wie dich und mich, die Gutes wollen und doch scheitern. Dabei wird in der Bibel auch das Scheitern nicht schöngeredet, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Was mich an den biblischen Geschichten immer wieder fasziniert, ist, dass sie nicht »glatt« sind. Da spazieren keine Helden durchs Leben, die jede Herausforderung und Gefahr souverän bestehen. Sondern immer wieder entdecke ich da Menschen wie dich und mich, die Gutes wollen und doch scheitern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wird in der Bibel auch das Scheitern nicht schöngeredet, und auch die Folgen menschlicher Schuld geraten nicht aus dem Blick. Sondern Lebenswege werden eben auch in ihrer Gebrochenheit gezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders tragisch war dies bei einer der herausragenden Figuren der Bibel, Mose. Er hatte sich von Gott in den Dienst nehmen lassen, immer wieder auch im Riss zwischen Gott und dem Volk gestanden, vermittelt, gebeten, gute Worte eingelegt. Aber auch ihn überkommt an einer Stelle der Frust, sodass er aus Gottes Hilfsangebot in der Wüste eine Demonstration eigener Größe macht (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/4.Mose20%2C7-12">4. Mose 20,7–12</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie dies beim Schuldigwerden nun einmal immer wieder ist, hat dies Konsequenzen. Mose darf das gelobte Land nicht betreten, sondern nur einen Blick hineinwerfen (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose34%2C4">5. Mose 34,4</a>). So weit, so wenig glatt &#8211; und irgendwie auch so realistisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unglaublich tröstlich wird die Geschichte aber dadurch, finde ich, dass dies nicht das Ende des Liedes ist. Gott sagt nicht: »Da siehst du mal, was du angerichtet hast. Jetzt kann ich dir auch nicht weiterhelfen.« Sondern am Ende steht eine Geste Gottes, die ihresgleichen sucht: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Und er [= Gott] begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein [= Moses] Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.« </strong>(5. Mose 34,5f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott selbst macht sich die Finger schmutzig und wird zum Totengräber des Mose. Er tut ihm diesen besonderen Liebesdienst. Und so steht am Ende des Lebens des Mose nicht sein Scheitern und Versagen (obwohl es sein Leben bis zum Ende zeichnet), sondern Gottes Fürsorge für ihn. Gottes Liebe zu seinen Menschen überwiegt das Scheitern und Versagen und dessen Konsequenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in Jesus Christus macht sich Gott noch einmal in unüberbietbarer Weise die Finger schmutzig, damit genau dies für uns zur Gewissheit werden kann: Was auch immer in unserem Leben verkehrt gewesen sein mag und wie schmerzhaft auch die Konsequenzen dessen sein mögen &#8211; Jesus Christus hat am Kreuz alles mehr als aufgewogen. Seine Liebe und Fürsorge ist größer als unser Versagen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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