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		<title>Wasserdank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der Gemeinde, in der ich dieses Jahr das Erntedankfest mitgefeiert habe, stand neben reichlich Obst und Gemüse auch eine Karaffe mit Wasser unter den Erntedankgaben. Das war einerseits neu für mich, und andererseits hat es mir sofort eingeleuchtet. Denn gerade in diesem Jahr haben wir es ja wieder wahrgenommen, dass auch und gerade Wasser [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der Gemeinde, in der ich dieses Jahr das Erntedankfest mitgefeiert habe, stand neben reichlich Obst und Gemüse auch eine Karaffe mit Wasser unter den Erntedankgaben. Das war einerseits neu für mich, und andererseits hat es mir sofort eingeleuchtet. Denn gerade in diesem Jahr haben wir es ja wieder wahrgenommen, dass auch und gerade Wasser keineswegs selbstverständlich ist. Überhaupt ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein Geschenk, über das sich längst nicht alle Menschen auf dieser Welt freuen können. Und gleichzeitig ist Wasser so wichtig, weil wir ohne Wasser nicht leben und überleben könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hat das einmal mehr deutlich gemacht, wie viel Grund ich zum Danken zu habe, auch wenn mir oft der Blick verstellt ist: weil ich vieles faktisch für selbstverständlich nehme, was doch nicht selbstverständlich ist, und weil sich zudem manches, was mir Angst und Sorgen macht, stärker in den Vordergrund schiebt und so den Dank in den Hintergrund treten lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da hat die Karaffe mit Wasser mir die Augen geöffnet. Und zugleich war sie ein Symbol dafür, wie schnell etwas Wertvolles übersehen werden kann. Denn im durchsichtigen Glasbehältnis war dieses Wasser zwischen all den farbigen Früchten schnell zu übersehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus kann hinsichtlich des Lebens, das er schenkt, auch vom »Wasser« reden, wenn er zu der Frau am Jakobsbrunnen sagt: <strong>»Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.«</strong> (Johannes 4,10, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieses »Wasser« springt einem offenbar nicht sofort ins Auge, sondern will erkannt werden. Und erkennen können wir&#8217;s nur, wenn der Heilige Geist uns die Augen öffnet. Dann aber lässt sich dankbar wahrnehmen, dass zwischen all dem Bunten unseres Lebens und zwischen all dem Grauen und Dunklen auch in unserem Leben eine Karaffe mit lebendigem Wasser steht, das unseren Durst nach Gott, nach Leben stillt und unseren Glauben versorgt, dass er nicht vertrocknet. Gott sei Dank!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>Horizont</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/horizont/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen erleben den unverstellten Blick auf den Horizont als etwas Besonderes. Wenn man etwa am Meer sitzt und dann bis zum Horizont schauen kann. Besonders schön kann es dann sein, wenn dort noch die Sonne auf- oder untergeht. Ein echtes Erlebnis! Nun erzeugt der Horizont einen Eindruck, der so ja erst einmal gar nicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen erleben den unverstellten Blick auf den Horizont als etwas Besonderes. Wenn man etwa am Meer sitzt und dann bis zum Horizont schauen kann. Besonders schön kann es dann sein, wenn dort noch die Sonne auf- oder untergeht. Ein echtes Erlebnis! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun erzeugt der Horizont einen Eindruck, der so ja erst einmal gar nicht richtig ist. Denn es scheint ja, als wäre die Welt am Horizont »zu Ende«. Aber nicht erst seit Udo Lindenberg wissen wir, dass es hinter dem Horizont eben doch weitergeht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist der Blick auf den Horizont immer wieder auch eine Erinnerung daran, dass die Perspektive von uns Menschen eben doch immer begrenzt bleibt. Und gleichzeitig gelingt mir hier unproblematisch das, was in vergleichbarer Weise auch im Glauben wichtig ist, dass ich das, was ich sehen kann, und das, was ich gerade nicht sehen kann, zusammenbekomme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe nur bis zum Horizont und weiß doch: Da ist noch mehr. Hinter dem Horizont erstreckt sich die Erde weiter. Sehen und Nicht-Sehen-Können haben beide ihren Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Horizont ist manchmal ganz schön begrenzt. Und bisweilen schieben sich sogar Wolken oder Nebel davor, dann ist mein Blick noch verstellter. Das ändert aber eben nichts daran, dass Gottes Welt, dass Gottes Gedanken und Gottes Fürsorge sich viel weiter erstrecken, als ich sehen kann. Der Horizont seiner Liebe ist unbegrenzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Psalmen ist dieser Gedanke ausgedrückt mit der Gnade Gottes, die so weit reicht wie der Himmel. Eben nicht nur bis zum Horizont &#8211; nicht nur so weit, wie ich gucken kann, sondern weit darüber hinaus: bis ins Unendliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ich will dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen.« </strong>(Psalm 108,4f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Sehen und gesehen werden</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/sehen-und-gesehen-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich habe ich einen Freund besucht und bin mit ihm durch die Stadt flaniert. Er hatte eines seiner Kinder dabei und spielte mit ihm, wer die meisten bekannten Leute traf. Entsprechend waren wir bei unserem Stadtbummel nicht nur mit uns selbst beschäftigt, sondern guckten in die Menge der Menschen, die mit uns unterwegs waren. Vielleicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich habe ich einen Freund besucht und bin mit ihm durch die Stadt flaniert. Er hatte eines seiner Kinder dabei und spielte mit ihm, wer die meisten bekannten Leute traf. Entsprechend waren wir bei unserem Stadtbummel nicht nur mit uns selbst beschäftigt, sondern guckten in die Menge der Menschen, die mit uns unterwegs waren. Vielleicht war ja irgendwo ein bekanntes Gesicht dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst war bei dem Spiel natürlich »außen vor«, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwo einen Bekannten treffen würde, sich doch bei mehr oder weniger Null bewegte. Trotzdem ließ ich mich von den beiden anstecken und guckte ebenfalls genauer hin, als ich das sonst gemacht hätte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich merkte, wie ich die Menschen um mich herum so noch einmal ganz neu und intensiver wahrnahm. Ich schaute in die Gesichter und sah Andeutungen von Lebensgeschichten darin. Menschen, die es offensichtlich nicht nur leicht im Leben gehabt hatten. Daneben andere ältere Menschen, die sich ihre Lebensfreude bis ins Alter bewahrt hatten. Jugendliche &#8211; irgendwo zwischen Coolness und Unsicherheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im bewussten Wahrnehmen der Menschen wurde mir deutlich, wie oft ich andere Leute sehe, ohne sie wirklich zu »sehen«. Dabei ist »Ansehen« ja schon in unserem Sprachgebrauch ganz offensichtlich ein hohes Gut. Und ich selbst kenne in mir den Wunsch, dass mich mein Gegenüber wirklich »sieht« &#8211; wirklich so, wie ich bin, mit dem, was ich kann, aber auch mit meinen Grenzen, meinen Fragen, meinen Überzeugungen und meinen Sorgen. Und umgekehrt empfinde ich es als unangenehm, wenn jemand von mir nur ein Zerrbild wahrnimmt, das gar nicht zu mir passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gottes Zusage ist, dass er uns tatsächlich »sieht«, also wahrnimmt, und uns nicht bloß als einen oder eine von Milliarden aus dem Augenwinkel vorbeihuschen sieht. Ein besonders schönes Beispiel ist dafür die Berufung des Jüngers Nathanael. Von und zu dem sagt Jesus Christus: <strong>»Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen.« </strong>(Johannes 1,48, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Mir tut das gut, zu hören, dass ich wirklich gesehen werde und so betrachtet »Ansehen« besitze. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Glauben aus dem Hören</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/glauben-aus-dem-hoeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fußball-Weltmeisterschaft kann man in diesen Tagen auf ganz verschiedenen Kanälen wahrnehmen: auf verschiedenen Fernsehsendern, über Berichterstattung oder Clips im Internet oder &#8230; indem man genau hinhört. So ging es mir beim letzten Deutschlandspiel. Ich war von einer längeren Zugfahrt zurückgekommen, hatte auf der letzten Strecke in der S-Bahn sogar den Beginn des Spiels angeschaut. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Fußball-Weltmeisterschaft kann man in diesen Tagen auf ganz verschiedenen Kanälen wahrnehmen: auf verschiedenen Fernsehsendern, über Berichterstattung oder Clips im Internet oder &#8230; indem man genau hinhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ging es mir beim letzten Deutschlandspiel. Ich war von einer längeren Zugfahrt zurückgekommen, hatte auf der letzten Strecke in der S-Bahn sogar den Beginn des Spiels angeschaut. Dann aber zu Hause war es doch schöner, mit meiner Frau auf der Terrasse zu sitzen, zu reden, das etwas kühlere Wetter und die Glühwürmchen zu genießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wesentliche des Fußballspiels habe ich trotzdem nicht verpasst, weil die Uh- und Ah-Rufe aus der Nachbarschaft mich doch erreichten, nicht zuletzt auch begeisterte Jubelrufe, wenn ein Tor gefallen war. Fußballhören statt Fußballschauen eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Christ geht es mir am Ende ja nicht anders. Jesus Christus habe ich zu seinen Erdentagen nicht gesehen, nicht erlebt, habe die Wunder nicht anschauen dürfen, aber ich habe davon gehört. Menschen waren außer sich vor Freude, haben gejubelt, haben weitererzählt, was sie erlebt haben. Und irgendwann haben sie oder andere es dann auch aufgeschrieben, damit ich all das &#8211; kleines Bounus-Feature &#8211; nicht nur hören, sondern sogar lesen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Deutschlandspiel gucke ich mir wahrscheinlich wieder an. Gucken ist dann schon auch auch schön &#8211; und irgendwie auch das »richtige« Erlebnis. Beim Glauben ist es tatsächlich anders: Da ist das »Hören« das, woran der Glaube sich festmacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Apostel Paulus schreibt: <strong>»So kommt der Glaube aus der Predigt [eigentlich ›Hören‹, CB], das Predigen [= Hören] aber durch das Wort Christi.«</strong> (Römer 10,17, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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