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	<title>Reich Gottes &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Duftuhr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich bin ich auf das für mich bislang noch unbekannte Phänomen von »Duftuhren« gestoßen. In einem Duftmuseum in Holzminden etwa wird derzeit eine solche Uhr ausgestellt und in Betrieb genommen. Dabei ist das keine ganz neue Idee eines innovativen Künstlers, sondern schon in früheren Zeiten gab es Versuche, mit Feuer und Räucherwerk die Zeit zu [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich bin ich auf das für mich bislang noch unbekannte Phänomen von »Duftuhren« gestoßen. In einem Duftmuseum in Holzminden etwa wird derzeit eine solche Uhr <a href="https://www.ndr.de/kultur/zeit-zum-riechen-duftuhr-im-sensoria-holzminden-ausgestellt,duftuhr-102.html">ausgestellt</a> und in Betrieb genommen. Dabei ist das keine ganz neue Idee eines innovativen Künstlers, sondern schon in früheren Zeiten gab es Versuche, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Feueruhr">mit Feuer und Räucherwerk die Zeit zu messen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Uhrentyp fasziniert mich, dass hier ein anderes Zeitverständnis entsteht. Prägend für unsere Zeitvorstellung, insbesondere mit Blick auf unsere Lebenszeit, ist ja die Sanduhr. In das obere Glas ist eine für uns nicht genau übersehbare Menge an Sandkörnern eingefüllt, und diese rinnen nun ins untere Glas, bis irgendwann aller Sand unten angekommen ist und unsere Lebenszeit abgelaufen ist. Dadurch entsteht der Eindruck: Am Anfang unserer Tage ist noch Leben in Fülle da und danach wird es immer weniger. Vergehende Zeit wird so zu einer permanenten Defiziterfahrung. Zeit läuft ab, wird knapp, ist nicht mehr, wie sie früher einmal war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Duftuhren setzen einen anderen Akzent. Hier kann ich mich darauf freuen, dass die Zeit vergeht, weil die neue Stunde eine neue Sinneserfahrung in mein Leben bringt. Vergehende Zeit ist hier kein Manko, sondern eine Bereicherung meines Lebens. Mein Leben füllt sich mit einem neuen Duft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die biblische Sprache und Vorstellungswelt kennt natürlich auch die Phänomene von Werden und Vergehen im Leben, aber eben auch die Vorstellung von der Zeit, die erfüllt wird. Es ist eben nicht nur die Zeit, die abläuft, sondern eben auch die Zeit, die erfüllt ist, ihr Ziel erreicht hat und nun etwas Neues, Gutes bringt, etwa wenn Jesus zu Beginn seiner Verkündigung sagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.«</strong> (Markus 1,15, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für ein heilsamer Blickwechsel, die Zeit auch einmal so zu sehen und zu verstehen: Dass sie nicht nur knapper wird und davonrennt, sondern sich füllt und das Reich Gottes mit sich bringt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Wiedergeburt</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/wiedergeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Empfangen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Rede davon, dass das christliche Leben in der Taufe mit einer »Wiedergeburt« beginnt, gehört zu den eher sperrigen Beschreibungen des christlichen Lebens. Etwas beruhigend mag sein, dass schon biblische Akteure wie Nikodemus an dieser Stelle schon so ihre Probleme hatten: Jesus sagt zu Nikodemus: »Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Rede davon, dass das christliche Leben in der Taufe mit einer »Wiedergeburt« beginnt, gehört zu den eher sperrigen Beschreibungen des christlichen Lebens. Etwas beruhigend mag sein, dass schon biblische Akteure wie Nikodemus an dieser Stelle schon so ihre Probleme hatten:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus sagt zu Nikodemus: <strong>»Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?«</strong> (Johannes 3,3f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich stieß ich bei meiner Freizeitlektüre auf eine Passage, die &#8211; obwohl in anderem Kontext formuliert &#8211; bestimmte Aspekte dieser »neuen Geburt« oder »Wiedergeburt« in Worte fasst. Es handelt sich um eine kurze Passage im Buch »<a href="https://www.penguin.de/buecher/alessandro-d-avenia-der-blinde-lehrer/taschenbuch/9783442774708">Der blinde Lehrer</a>«. Die Geschichte kreist um einen erblindeten Lehrer, der in einer Problemklasse unterrichtet und letztlich ihr Herz gewinnt. In einer Rückblende, in der der Protagonist auf einen gescheiterten Suizidversuch angesichts seines Erblindens zurückschaut, formuliert dieser:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Im dem Augenblick wurde ich wiedergeboren, weil ich das alte Leben, in dem ich die Dinge im Griff hatte, sterben ließ. Ein neues Leben begann, in dem ich lernen musste zu empfangen.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das scheint mir tatsächlich auch eine ziemlich treffende Beschreibung des neuen Lebens zu sein, das in der Taufe begonnen hat. Ich selbst muss die Dinge nicht mehr im Griff haben, sondern bin ganz ein Empfangender geworden. Nicht was ich tue, was ich kontrollieren kann, was ich vorzuweisen habe, zählt, sondern das, was Jesus Christus mir schenkt. Das Leben des »Im-Griff-Habens« musste sterben und das Leben des »Empfangens« hat begonnen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Schokoladenjesus</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/schokoladenjesus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Schokoladenindustrie wieder Hochkonjunktur hat. Schokoeier und Schokohasen sind verschenkt, gesucht und gefunden worden. &#8211; So, wie in der Advents- und Weihnachtszeit Schokonikoläuse, schokoladenüberzogene Lebkuchen und andere Schokoprodukte die Regale füllten. Ich bin dankbar, dass Jesusdarstellungen bislang (weitgehend?) von der Schokoladisierung verschont geblieben sind. Jedenfalls gehören Schokokrippen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Schokoladenindustrie wieder Hochkonjunktur hat. Schokoeier und Schokohasen sind verschenkt, gesucht und gefunden worden. &#8211; So, wie in der Advents- und Weihnachtszeit Schokonikoläuse, schokoladenüberzogene Lebkuchen und andere Schokoprodukte die Regale füllten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin dankbar, dass Jesusdarstellungen bislang (weitgehend?) von der Schokoladisierung verschont geblieben sind. Jedenfalls gehören Schokokrippen oder Schokodarstellungen des Auferstandenen nicht zum Sortiment des lokalen Supermarktes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Motiv des »Schokoladenjesus« hat Tom Waits allerdings schon vor Jahren in seinem (vielfach gecoverten) Song »Chocolate Jesus« aufgegriffen, hier in einer Version von Satuo:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Chocolate Jesus" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/0eXvh7t3b1M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Lied hat jemand eine besonders pfiffige Idee entwickelt. Das mit dem Zur-Kirche-Gehen, das mühsame Hinknien zum Gebet und die intensive Beschäftigung mit der Bibel hat er längst hinter sich gelassen. Seine »Kirche« ist der örtliche Süßwarenladen. Dort findet er, was er braucht:</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Well, it&#8217;s got to be a chocolate Jesus / Make me feel good inside / Got to be a chocolate Jesus / Keep me satisfied« (»Na ja, es muss einfach ein Schokoladen-Jesus sein / Der mir ein gutes Gefühl gibt / Es muss einfach ein Schokoladen-Jesus sein / Der mich glücklich macht«).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Glauben an Jesus Christus bleibt dann gerade noch das übrig, was »mir ein gutes Gefühl gibt«. Der in Zellophan gewickelte Erlöser, der sich bei Bedarf als zuckersüße Zugabe über einen Becher Eis geben lässt, wird so zum Inbegriff einer Frömmigkeit, die bestenfalls schmückendes Beiwerk eines Lebens ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir bei uns entdecken, dass wir doch wieder vor »Zerelda Lee&#8217;s Candy Store« stehen und uns nach einem Schokoladenjesus umsehen, ist es dringend nötig, die Prioritäten im Leben noch einmal neu zu ordnen und zu sortieren. Jesus Christus, der Glaube, das Reich Gottes &#8211; all das ist oder sollte jedenfalls nicht nur schmückendes Beiwerk sein, nicht etwas, zu dem ich greife, um mich kurz gut zu fühlen, sondern all das gehört ins Zentrum unseres Lebens, wie Jesus selbst es sagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Strebt vor allem anderen nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit – dann wird Gott euch auch das alles schenken [= was ihr sonst zum Leben braucht].«</strong> (Matthäus 6,33, BasisBibel, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ist das Kunst &#8230;?</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/ist-das-kunst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Februar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesbeweis]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit einiger Zeit bin ich Mitglied in einem lokalen Literaturclub. Der veranstaltet unter anderem regelmäßig Leseabende, zu denen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld ein Buch lesen, um sich dann darüber auszutauschen. Dabei stehen mehrere dieser Leseabende immer unter einem Thema. Zuletzt ging es um Bücher rund um das Thema »Kunst«. Und da konnte es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit einiger Zeit bin ich Mitglied in einem lokalen Literaturclub. Der veranstaltet unter anderem regelmäßig Leseabende, zu denen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld ein Buch lesen, um sich dann darüber auszutauschen. Dabei stehen mehrere dieser Leseabende immer unter einem Thema. Zuletzt ging es um Bücher rund um das Thema »Kunst«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da konnte es ja gar nicht anders sein, als dass irgendwann die Frage aufkam: Was ist eigentlich Kunst? Gibt es heute überhaupt noch Kunst? Ist so etwas wie das Kunstwerk »<a href="https://www.spiegel.de/kultur/kunst-werk-comedian-banane-mit-klebeband-von-maurizio-cattelan-bei-sothebys-fuer-6-2-millionen-us-dollar-versteigert-a-7f667060-789f-402e-9c14-db8e1becb52b">Comedian</a>«, bei dem eine Banane mit Panzertape an der Wand befestigt ist, Kunst? Und wie viel Können muss eigentlich in Kunst stecken, damit Kunst Kunst ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meinungen im Gespräch reichten erwartbar von der einen Position, dass Kunst überall dort beginnt, wo Menschen versuchen, sich, ihre Gefühle und ihr Leben auszudrücken, bis zu der anderen, dass es heute eigentlich gar keine Kunst mehr gebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist ja auf jeden Fall, dass Künstler, die wir heute als die Allergrößten feiern, in ihrer eigenen Zeit wenig Anerkennung gefunden haben. Viele von ihnen waren zeitlebens arm, während heute ihre Bilder für Millionen gehandelt werden. Was in einer bestimmten Zeit als banal und handwerklich mangelhaft galt und deswegen verächtlich zur Seite getan wurde, kann in anderen Zeiten offensichtlich Menschen ansprechen, bewegen und berühren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wohl so, wie die Redewendung sagt: »Kunst liegt &#8211; jedenfalls auch &#8211; im Auge des Betrachters«. Und es gibt nicht unbedingt objektive Kriterien dafür, was Kunst ist oder eben auch nicht. Sondern etwas wird Kunst für mich, weil es mich anspricht, und mich berührt. Kunst will entdeckt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Reich Gottes &#8211; mit Gottes Wirken unter uns &#8211; ist es auf eine gewisse Weise vielleicht ganz ähnlich (auch wenn dieser Vergleich erkennbar an Grenzen stößt). Manche Menschen fragen uns Christen, wo denn etwas von Gottes Handeln zu sehen sei. Und sie erwarten dann ein Zeichen vom Himmel oder irgendeine spektakuläre Erscheinung. Aber in dieser Hinsicht ist es mit Gottes Wirken tatsächlich wie bei der Kunst. Gottes Wirken erschließt sich nicht zuletzt im Alltäglichen, im oft Übersehenen &#8211; mitten unter uns. Und es wartet darauf, von uns entdeckt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus Christus spricht: »Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.«</strong> (Lukas 17,20f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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