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	<title>Prioritäten &#8211; Team Gott</title>
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		<title>»Remember to live«</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einer jungen Frau sah ich neulich einen Armreif mit der Aufschrift »Remember to live« (»Denk dran zu leben«). Zunächst einmal kann einen eine solche Selbsterinnerung ja verwundern. »Leben« ist ja zunächst nichts, was ich bewusst mache. Anders als bei den Themen Zähneputzen, Aufräumen oder Obstessen muss man seine Kinder nicht daran erinnern, dass sie [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einer jungen Frau sah ich neulich einen Armreif mit der Aufschrift »Remember to live« (»Denk dran zu leben«). Zunächst einmal kann einen eine solche Selbsterinnerung ja verwundern. »Leben« ist ja zunächst nichts, was ich bewusst mache. Anders als bei den Themen Zähneputzen, Aufräumen oder Obstessen muss man seine Kinder nicht daran erinnern, dass sie es tun. Sondern, wenn sie gesund sind, atmen sie ohne bewusste Willensanstrengung. Und dasselbe gilt für den Herzschlag und manches mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum dann also die Erinnerung daran zu leben? Weil »Leben« und »Leben« eben nicht immer dasselbe sind. Es gibt Menschen, die biologisch leben &#8211; aber doch irgendwie ihr Leben verpassen, weil sie sich in Dingen verlieren, die wertlos und leblos sind. Und manchmal erkennen gerade Menschen, deren Lebenskraft aufgrund von Alter oder Krankheit schwindet, noch einmal in besonderer Weise, was das Leben ausmacht und was es heißt zu leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Remember to live« kann dann heißen: Sortier für dich immer mal wieder, was deine Prioritäten sind: Was ist wirklich wichtig? Was macht das Leben reich? &#8211; Und wenn du es sortiert hast, dann schau, dass genau das im Leben nicht zu kurz kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Apostel Paulus kennt auch ein Leben, das eigentlich nicht wirklich lebendig ist, und ein Leben, das seinen Namen verdient. In seinem Brief an die Gemeinde in Rom schreibt er: <strong>»Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod, doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.« </strong>(Römer 8,6, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Fleischlich gesinnt sein« meint hier ein Leben, das vor allem die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rückt &#8211; ohne dass Gott im Blick wäre und dem Leben Inhalt, Sinn und Ziel gibt. Und »geistlich gesinnt sein« dagegen meint ein Leben, das von Gott erneuert, geprägt und be-lebt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">»Remember to live« &#8211; eine pfiffige Selbsterinnerung, das Leben im Leben nicht zu verpassen &#8211; und vielleicht ja auch in dem Sinn, den lebendig machenden Gott und seinen Geist im Leben nicht zu vergessen, sondern immer wiederzuentdecken. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Nicht immer alles gleichzeitig</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/nicht-immer-alles-gleichzeitig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 04:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich sangen wir im Gottesdienst das Lied »Herr, dein Wort, die edle Gabe« (ELKG² 202 &#124; EG 198): Dieser Choral ist mir vertraut, lieb und wert. Und ich habe ihn schon häufig, wenn ich verantwortlich für die Gottesdienstplanung war, als Lied rund um die Predigt singen lassen. Jetzt am Sonntag bin ich aber über ihn [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich sangen wir im Gottesdienst das Lied »Herr, dein Wort, die edle Gabe« (ELKG² 202 | EG 198):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Choral ist mir vertraut, lieb und wert. Und ich habe ihn schon häufig, wenn ich verantwortlich für die Gottesdienstplanung war, als Lied rund um die Predigt singen lassen. Jetzt am Sonntag bin ich aber über ihn gestolpert. Die zweite Strophe, die auf den Herrnhuter Prediger und Kirchenmusiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Gregor">Christian Gregor</a> zurückgeht, nimmt im zweiten Teil die biblische Geschichte der Schwestern Maria und Marta auf, wenn es dort heißt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Lass mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat; / und zugleich zu deinen Füßen / sitzen, wie Maria tat.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist also das Motiv der dienenden Marta, die sich bei Jesus beschwert: <strong>»Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!«</strong> (Lukas 10,41, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und dann haben wir es mit Maria zu tun, die zu den Füßen Jesu sitzt und hört, was er zu sagen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Choral verschmelzen die beiden Figuren zu einem unüberbietbaren Ideal, dem die singende Person nacheifert: Jemand, der sowohl die Rolle der Marta ausfüllt (<em>»eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat«</em>) als auch (<em>»zugleich«</em>!) die der Maria, die zu den Füßen Jesu sitzt und hört. Wie aber soll das gehen: Gleichzeitig in der Küche stehen und für die Gäste sorgen &#8211; und Jesus andächtig zuhören?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend ist nun, dass Jesus mit seiner Antwort überhaupt nicht ein solches unerfüllbares Ideal entwirft. Er sagt nicht: »Maria, du hörst doch, was deine Schwester sagt: Du wirst doch wohl gleichzeitig zuhören und in der Küche helfen können!« Sondern ganz im Gegenteil. Er wendet sich Marta zu und sagt: <strong>»Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.«</strong> (Lukas 10,41f.). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eben nicht ein: Komm, Maria, pack noch eine Schippe drauf! Es ist kein: Richtig Christ oder Christin bist du erst, wenn du alle Bälle gleichzeitig in der Luft halten kannst. Sondern Jesu Antwort entlastet. Dass Maria sich für den Platz an Jesu Füßen entschieden hat, wo sie ihm zuhören kann, ist völlig in Ordnung, ja es ist sogar gut, richtig. Und sie muss eben nicht weitere Anforderungen erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag das Lied immer noch und werde es ab jetzt immer mit einem kleinen Augenzwinkern singen, aber ich hoffe, dass in christlichen Gemeinden immer wieder erfahrbar wird und erfahrbar bleibt, dass es in Ordnung ist, sich auf einen Bereich des Mittuns zu konzentrieren und bei einer anderen Anfrage ruhig auch einmal »Nein« zu sagen. Es muss nach Jesu Willen eben nicht immer alles »zugleich« sein, nicht immer alles und dann noch mehr, sondern es ist völlig in Ordnung, Prioritäten zu setzen &#8211; wie Maria &#8211; und aus Jesu Mund von seiner Liebe zu uns zu hören.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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