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	<title>Macht &#8211; Team Gott</title>
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		<title>In mich gefahren</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Situationen, auf die ich im Nachhinein blicke und bei denen ich mich frage: »Was um alles in der Welt ist denn da bitte in mich gefahren, dass ich mich so verhalten habe?« Im Rückblick bin ich mir selbst fremd. Ich wundere mich, bisweilen schäme ich mich. Und es kommt mir vor, als wäre [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Situationen, auf die ich im Nachhinein blicke und bei denen ich mich frage: »Was um alles in der Welt ist denn da bitte in mich gefahren, dass ich mich so verhalten habe?« Im Rückblick bin ich mir selbst fremd. Ich wundere mich, bisweilen schäme ich mich. Und es kommt mir vor, als wäre ich nicht ganz ich selbst gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mit dem »Ich selbst«-Sein ist natürlich so eine Sache. Leider gehören ja auch die Seiten, die ich an mir nicht mag, zu mir. Vielleicht kann ich manches davon immer wieder geschickt überspielen. Die eine oder andere negative Charaktereigenschaft habe ich im Normalfall auch ganz gut im Griff. Meistens, aber eben auch nicht immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Was ist denn da in mich gefahren?« Diese Frage beschreibt ein Gefühl, dass ich mich selbst eben nicht immer unter Kontrolle habe und auch Prägungen, Einflüsse oder Triggerpunkte auf mich wirken, die mich dann ganz anders reagieren lassen, als ich mir das am »grünen Tisch« vorgestellt hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel gibt es Gegengeschichten zu dem »Was ist denn in mich gefahren?«, nämlich Geschichten vom »Ausfahren« von Dämonen. Wahrscheinlich gehören diese Wundergeschichten zu denen, die für uns heute am schwierigsten zu verstehen und nachzuvollziehen sind. Die Phänomene, die sie beschreiben, liegen irgendwo zwischen psychiatrischen Krankheitsbildern und spirituellen Erfahrungen, die zumindest in den Industrienationen rar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins zu eins kennen wir solche Situationen, wie sie in der Bibel beschrieben werden, vielleicht nicht. Aber dass immer wieder einmal auch etwas Macht über mich gewinnt, was nicht gut ist und was mich in einer Weise in Beschlag nimmt, wie es weder mir noch anderen guttut, das erlebe ich eben doch immer wieder: »Was ist da bloß in mich gefahren?«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gut, dass ich auch in solchen Situationen mit all dem nicht allein bleibe, sondern ich in der Ausrichtung auf Jesus Christus immer wieder auch zu Vergebung und neuer Freiheit finde. Zu hören, dass Jesus sich angesichts dessen nicht einfach kopfschüttelnd abwendet, sondern er selbst dafür sorgt, dass Menschen gerade das überwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an die Frau, die für ihre Tochter bittet, und von Jesus hört: <strong>»Um dieses Wortes willen geh hin, der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen, und der Dämon war ausgefahren.«</strong> (Lukas 7,29, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">So lohnt es sich, umgekehrt auch immer wieder darauf zu gucken, in welchen Situationen das, was mich üblicherweise anfasst, mich ungehalten und unfair reagieren lässt, eben auch nicht mehr Macht über mich gewinnt. Zu staunen, dass ich manchmal auch ruhig, gelassen und liebevoll reagieren kann, wo Aufbrausen und Ärger eigentlich naheliegend wären. Da würde sich glatt dieselbe Frage nahelegen: »Was ist denn da in mich gefahren?« &#8211; Und die Antwort läge auf der Hand: Der <em>Heilige </em>Geist.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Klein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht. Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten an, um ihre Länder wieder »großartig« (»great«) zu machen. Und mit dem Streben nach Größe und Bedeutung geht automatisch einher, dass das Kleine, das Schwache als verächtlich erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer etwas sein will in dieser Zeit und Welt, muss sich präsentieren können mit seiner Größe und Großartigkeit. Es ist, wie es die Rockgruppe Queen in einem ihrer weit verbreitetsten Songs (»<a href="https://youtu.be/04854XqcfCY?si=tHjpqrMoXLCvtSGQ">We Are The Champions</a>«) getextet hat:<em> »No times for losers / For we are the champions«</em> (»Kein Platz für Verlierer / Denn wir sind die Sieger«). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dessen stellt sich die biblische Botschaft als ziemlich herausfordernd dar. Hier stehen nicht diejenigen im Vordergrund, die sich als groß und herausragend erwiesen haben, sondern diejenigen, die klein und vernachlässigt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Motiv zieht sich durch von der Erwählung des Gottesvolks des Alten Bundes bis zur Verkündigung Jesu. So wird Israel erinnert: <strong>»Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat.«</strong> (5. Mose 7,7f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und Jesus erinnert seine Jünger: <strong>»Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener.«</strong> (Lukas 22,25f.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im christlichen Glauben ist so kein Platz für Streben nach Größe, nach »Besser-sein-als«, oder für ein verächtliches Herabschauen auf die, die es offenbar nicht so weit gebracht haben. In Gottes Augen sind wir alle klein &#8211; und dürfen, ja sollen es sogar sein. So lernen wir auf ihn zu schauen: auf seine Fürsorge und Allmacht, auf seine Größe und unermessliche Liebe, die viel verlässlicher sind als unsere Stärke und Großartigkeit, die ja immer nur Momentaufnahmen sind, fragil und nichts, worauf ich mich im Leben und Sterben verlassen könnte.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Sitzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Sitzen ist das so eine Sache. Auf der einen Seite ist es auf einer längeren Zugfahrt super, einen Sitzplatz zu haben und nicht die ganze Zeit stehen zu müssen. Auf der anderen Seite ist in der Schule das »Sitzenbleiben« etwas Unerfreuliches. Und ein Rockkonzert oder ein Handball- oder Fußballspiel lässt sich (zumindest in [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Sitzen ist das so eine Sache. Auf der einen Seite ist es auf einer längeren Zugfahrt super, einen Sitzplatz zu haben und nicht die ganze Zeit stehen zu müssen. Auf der anderen Seite ist in der Schule das »Sitzenbleiben« etwas Unerfreuliches. Und ein Rockkonzert oder ein Handball- oder Fußballspiel lässt sich (zumindest in den entscheidenden Momenten) nicht wirklich im Sitzen miterleben. Da muss ich schon stehen, mitsingen oder mitjubeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dessen ist es schon bemerkenswert, dass im Apostolischen Glaubensbekenntnis davon die Rede ist, dass Jesus Christus zur Rechten Gottes »sitzt«. Was zunächst wie eine kaum erwähnenswerte Randnotiz klingt, enthält dann doch mehr an Botschaft, als wir vielleicht auf den ersten Blick wahrnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn zu sitzen, war und ist vielerorts ein Privileg. Und in Zeiten und Kulturen, in denen es nicht wie bei uns Sitzmobiliar in Hülle und Fülle gab und gibt, sagt es auch etwas über die Rangordnung aus, wer sitzt und wer steht. Herrscher haben für gewöhnlich gesessen. Untertanen haben bei einer Audienz gestanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch heute wäre es so, dass wir einem Ehrengast, der zu einem Fest kommt, bei dem schon alle Sitzplätze besetzt sind, selbstverständlich einen Sitzplatz anbieten würden. Der Gast soll sitzen, und zur Not müssten andere dafür aufstehen und stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So begegnet Gott in der Bibel immer wieder als der, der auf dem Thron sitzt &#8211; Sinnbild dafür, dass er eine besondere Stellung, dass er Macht über alles hat. Und wenn wir im Glaubensbekenntnis zum Ausdruck bringen, dass Jesus Christus an der Seite Gottes »sitzt«, dann bringen wir damit zum Ausdruck, dass er an dieser Herrschermacht Anteil hat. Der Gottessohn und Menschenbruder, der zur Zeit seines Erdenlebens alles in die Waagschale geworfen hat, um uns zu erlösen, hat nun die Macht im Himmel und auf Erden. Er, der seine Liebe zu uns am Kreuz so eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, ist nun im Himmel »am Ruder«. Ich finde: Das ist ein guter, ein tröstlicher Gedanke!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!« </strong>(Offenbarung 5,13, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).  </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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