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		<title>Alle Heiligen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute ist der »Allerheiligen«-Tag, der für evangelische Christinnen und Christen eine andere Bedeutung hat als für ihre römisch-katholische. Zum »Heiligen« erklärt wird man in der römisch-katholischen Kirche ja nach einem aufwändigen Verfahren. Das prägt auch im landläufigen Sinn unser Verständnis von »Heiligen«: Herausgehobene Menschen, die besonders heilig, besonders voller Gottvertrauen, besonders standfest im Glauben waren. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der »Allerheiligen«-Tag, der für evangelische Christinnen und Christen eine andere Bedeutung hat als für ihre römisch-katholische. Zum »Heiligen« erklärt wird man in der römisch-katholischen Kirche ja nach einem aufwändigen Verfahren. Das prägt auch im landläufigen Sinn unser Verständnis von »Heiligen«: Herausgehobene Menschen, die besonders heilig, besonders voller Gottvertrauen, besonders standfest im Glauben waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mich noch an den Augen-Öffner-Moment aus meiner Kindheit erinnern, als mir irgendjemand erzählte, dass ich nach lutherischem Verständnis auch ein »Heiliger« bin: ein getaufter Christ, der im Glauben mit dem heiligen Gott verbunden bin und durch ihn geheiligt und darum ein Heiliger bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei haben die »Heiligen« in landläufigem Sinn in lutherischem Sinn durchaus ihren Platz: als Menschen, an deren Leben sich beobachten lässt, wie Gott mit seinen Leuten durch Dick und Dünn geht und sie auch durch Versagen und Scheitern hindurchführt und ihnen immer wieder neu Glauben schenkt. Und dabei sind mir die »Heiligen« besonders lieb, die so ähnlich sind wie ich: eben nicht perfekt und vollkommen, sondern immer wieder auch angefochten, auf Vergebung angewiesen &#8211; so menschlich eben und doch von Gott geliebt und gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und solche Heiligen gibt es in der Kirchengeschichte, aber auch in unsrer Zeit, Menschen, die sich in allem &#8211; im Guten wie im Schweren &#8211; Gott anvertrauen und sich von ihm getragen wissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!« </strong>(Römer 1,7, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Von den Fehlern der anderen leben</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/von-den-fehlern-der-anderen-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einer Recherche stieß ich kürzlich am Rande auf einen Text aus dem Jahr 1992, in dem die Autoren seufzend formulierten: »Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermein[t]lichen) Fehlern der anderen?« (Thomas und Claudia Seidel, Zum Thema »Evangelisch oder evangelikal?«, in: Lutherische Kirche 23 (1992), Heft 4, 13f., dort 14). Vorausgegangen war [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Recherche stieß ich kürzlich am Rande auf einen Text aus dem Jahr 1992, in dem die Autoren seufzend formulierten: »Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermein[t]lichen) Fehlern der anderen?« (Thomas und Claudia Seidel, Zum Thema »Evangelisch oder evangelikal?«, in: Lutherische Kirche 23 (1992), Heft 4, 13f., dort 14). Vorausgegangen war der Abdruck eines Beitrags in einem früheren Heft, in dem ein anderer Autor die Unterschiede zwischen lutherischer und evangelikaler Theologie herausgearbeitet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es diese gibt, stellten auch die Verfasser des Antwortartikels nicht in Frage. Aber im Detail war ihnen der Beitrag, auf den sie sich bezogen, doch zu wenig differenziert und im Ton lieblos und rechthaberisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermeintlichen) Fehlern der anderen?« &#8211; Dieser Satz hat mich »erwischt«, weil ich hier etwas entdeckt habe, was meiner Wahrnehmung nach bis heute sowohl im kirchlichen als auch im persönlichen Leben weit verbreitet ist &#8211; auch bei mir selbst. Mit dem »Ich bin/wir sind nicht so wie die da« lässt es sich wunderbar punkten. Und je stärker man die anderen verunglimpft, desto strahlender scheint die eigene Entscheidung der Abgrenzung. Dabei sind die Positionen jeweils austauschbar. Es geht vor allem darum, sich als der oder die »Gute« von den anderen, die nicht so gut sind, abzugrenzen und dadurch an Ansehen zu gewinnen. Dabei ist das auch viel bequemer, als selbst neue Wege zu beschreiben und zu beschreiten, (unbequeme) Entscheidungen zu verantworten und Leben zu gestalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bin ich fest davon überzeugt, dass es sowohl im persönlichen wie im gemeindlichen und kirchlichen Leben nicht geht, ohne Position zu beziehen und auch Grenzen zu setzen: Nein, das glauben wir nicht, für diese Einstellung stehe ich nicht. Aber wie sooft macht auch hier der Ton hier die Musik. Hat Fairness hier Platz? Nehme ich den oder die anderen so wahr, wie er oder sie sich selbst beschreiben würde? Habe ich im Hinterkopf, dass auch meine Wahrnehmung und Auffassungsgabe begrenzt sind? Könnte es sein, dass sich auch meine Sicht der Dinge noch einmal ändert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Fehlern der anderen zu leben, ist jedenfalls ungesund &#8211; davon bin ich überzeugt. Ich habe dabei immer wieder Jesu Wort von dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken in meinem eigenen Auge im Sinn. Das wäre es doch: Miteinander im Gespräch zu sein, einander mit Splittern und Balken in Augen und Händen zu helfen und zu wissen, dass wir alle gemeinsam darauf angewiesen sind, dass Gott uns den Durchblick verschafft, den wir uns selbst nicht geben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus sagt: <strong>»Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?« </strong>(Lukas 6,41, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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