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	<title>Kirche &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Verborgener Segen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einiger Zeit war ich in einer Gemeinde zu einem Gesprächsnachmittag eingeladen. Es ging um Mitarbeit und Leitung in der Gemeinde. Und wie häufig kam beim Thema »Mitarbeit« auch das Notvolle in den Blick. Was können wir tun, um Menschen für das Miteinander in der Gemeinde zu gewinnen, die sich längst verabschiedet zu haben scheinen? [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor einiger Zeit war ich in einer Gemeinde zu einem Gesprächsnachmittag eingeladen. Es ging um Mitarbeit und Leitung in der Gemeinde. Und wie häufig kam beim Thema »Mitarbeit« auch das Notvolle in den Blick. Was können wir tun, um Menschen für das Miteinander in der Gemeinde zu gewinnen, die sich längst verabschiedet zu haben scheinen? Gibt es irgendwelche einfache Lösungen, die helfen können, dass junge Menschen auch nach ihrer Konfirmation und ihrem Schulabschluss nicht ihren Kontakt zur Gemeinde verlieren? &#8211; Und natürlich gibt es für all das keine Patentrezepte, allerdings vielleicht doch die eine oder andere gute Idee, die sich erproben lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich bei diesem Gemeindegespräch aber vor allem bewegt hat, war, dass es unmerklich eine Wendung genommen hat und Menschen auf einmal von dem erzählten, was eigentlich gut und segensreich in der Gemeinde ist. Gegenseitig gaben sie sich Anteil an dem, was oftmals gar nicht im Blick ist, aber eben doch da ist. Da erzählte ein Gemeindeglied, er habe lange Zeit gar nicht gewusst, dass es Gemeindeglieder gibt, die ganz regelmäßig andere Gemeindeglieder besuchen &#8211; gerade auch solche, die sonst keinen Kontakt mehr zur Gemeinde haben. Eine andere Frau wies auf den Blumenschmuck auf den Tischen hin, den eine Frau extra vorbereitet habe. Und der Rendant erzählte davon, dass er bei der Übernahme seines Amts gestaunt habe, wie viel Arbeit in der Gemeinde geschieht, ohne dass die Gemeinde dafür auch nur einen Cent bezahlen müsse, weil Menschen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Fähigkeiten für die Gemeinde zur Verfügung stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so schien bei manchem Schweren, was wir auch gemeinsam in den Blick nahmen, eben doch auch ein großer Segen auf, den Gott auf diese Gemeinde gelegt hat und der eben auch durch die Mitarbeit ganz unterschiedlicher Menschen wirkt. Gerade in herausfordernden Zeiten ist das, denke ich, unbedingt notwendig, dass wir solche Segensspuren nicht aus dem Blick verlieren, sondern dankbar auch auf das schauen &#8211; was neben manchem Schweren &#8211; eben auch gut und bereichernd ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Spuren triefen von Segen.«</strong> (Psalm 65,12, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft),</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>(Kein) Recht auf Vergessenwerden</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/kein-recht-auf-vergessenwerden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Lebens]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Tage habe ich in einem Personenforschungs-Newsletter vom »Recht auf Vergessenwerden« gelesen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft zurzeit, ob aus der Kirche ausgetretene Personen das Recht haben, aus Kirchenbüchern gelöscht zu werden. Dies berührt das Spannungsfeld zwischen Kirchenrecht, Datenschutz und Ahnenforschung. Ein belgischer Mann, der 1955 getauft wurde und später aus der Kirche ausgetreten ist, hat [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Tage habe ich in einem Personenforschungs-Newsletter vom »Recht auf Vergessenwerden« gelesen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft zurzeit, ob aus der Kirche ausgetretene Personen das Recht haben, aus Kirchenbüchern gelöscht zu werden. Dies berührt das Spannungsfeld zwischen Kirchenrecht, Datenschutz und Ahnenforschung. Ein belgischer Mann, der 1955 getauft wurde und später aus der Kirche ausgetreten ist, hat die vollständige Löschung seiner Daten aus kirchlichen Registern beantragt. Er beruft sich auf das Recht auf Vergessenwerden gemäß der Datenschutz-Grundverordnung. Dem Antrag wurde zunächst stattgegeben, dann aber ist dagegen kirchlicherseits Klage eingereicht worden. Nun ist Fall beim EuGH gelandet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich das gelesen habe, dachte ich spontan: Was für ein Fall versuchten geistlichen Suizids: der Versuch, sein in der Taufe gottgeschenktes neues Leben herzuschenken und mit Stumpf und Stiel auszulöschen. Geht aber nicht! Egal, was der EuGH in seiner Weisheit entscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn so wichtig (auch mir) verlässlich dokumentierte Belege kirchlichen Handelns an Personen sind, viel entscheidender ist das bei Gott geführte »Buch des Lebens«, in dem die getauften Gotteskinder namentlich erfasst sind; diesen Eintrag kann man für sich für unmaßgeblich erklären und so leben, als gäbe es ihn nicht; auslöschen kann man ihn nicht. Er bleibt gültig und ist ein ausgesprochen hohes, vergewisserndes und tröstliches Gut unseres oft genug fragilen Glaubens und unserer Lebensperspektive – biblisch bezeugt und in einem Gesangbuchlied von Johann Friedrich Starck 1734 so gefasst:<br><br><strong>»Ich bin getauft, ich bin geschrieben / auch in das Buch des Lebens ein. / Nun wird mein Vater mich ja lieben / und seinem Kinde gnädig sein. / Es ist mein Name Gott bekannt / und eingeprägt in seine Hand.«</strong> (ELKG² 216,4)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Michael Schätzel</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Liebherr(en)-Kirche?</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/liebherren-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen. Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »Sagrada Familia« in Barcelona. Es ist faszinierend, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia">Sagrada Familia</a>« in Barcelona. Es ist faszinierend, diesem vielleicht größten europäischen Kirchenbauprojekt der letzten Jahrzehnte weiter beim Wachsen zuzuschauen. Allerdings war unsere Besuchszeit dieses Mal schlecht getimed. Den Barcelonatrip zu spät geplant, deswegen keine Karten mehr für einen Besuch im Innenraum der Kirche mehr bekommen. Und außerdem waren wir kurz nach Mittag an der Kirche, sodass es eigentlich viel zu hell zum Fotografieren war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem stehen dann um dieses Bauwerk dann doch noch mehr Baustellengerätschaften herum, als man sich das aus der romantischen Distanz vorstellt &#8211; unter anderem auch Kräne, mit denen weiter an der Kirche gebastelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als ich mich ärgern wollte, fiel mir ein kleines Detail an einem der Kräne auf, dass er nämlich von der Firma »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liebherr">Liebherr</a>« stammte. Nun bin ich kein Baustellenfreak, der sich in besonderer Weise für Maschinen auf Baustellen interessiert. Stattdessen erinnerte mich der Name der Kranfirma an die »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Frauenkirchen">Liebfrauenkirchen</a>«, die es vielerorts gibt, denen »unsre liebe Frau«, also die Mutter Jesu, Maria, den Namen gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine originelle Fügung, dass ausgerechnet jetzt, wo der Christusturm der »Sagrada Familia« als höchster aller Türme (auch höher als der Marienturm) fertiggestellt ist, ein Kran mit dem Namen »Liebherr« seinen Dienst an der Kirche verrichtet und somit unbewusst die aufmerksamen Betrachter daran erinnert, dass Jesus Christus als »unser lieber Herr«, der uns liebt, im Zentrum des christlichen Glaubens steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!«</strong> (Johannes 15,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Autoheiligtum</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/autoheiligtum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gibt es eine kleine »Team Gott«-Urlaubsedition. Beim Besuch einer Kleinstadt kamen wir in unserem Urlaub an dem abgebildeten Gebäude vorbei. Auf den großen roten Eingangstüren ist zu lesen: »Garage privé«, also Privatgarage. Zunächst staunte ich über diese originelle Garage. Die Raumhöhe überzeugte mich sofort, dass man hier auch höhere Fahrzeuge würde unterbringen können. Dann [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute gibt es eine kleine »Team Gott«-Urlaubsedition. Beim Besuch einer Kleinstadt kamen wir in unserem Urlaub an dem abgebildeten Gebäude vorbei. Auf den großen roten Eingangstüren ist zu lesen: »Garage privé«, also Privatgarage. Zunächst staunte ich über diese originelle Garage. Die Raumhöhe überzeugte mich sofort, dass man hier auch höhere Fahrzeuge würde unterbringen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann aber entdeckte ich relativ bald, dass diese »Garage« früher ganz offensichtlich anderen Zwecken gedient hatte. Das Eingangstor mit seiner Verzierung oberhalb der Flügeltüren und die inzwischen zugemauerten Fenster verraten relativ eindeutig, dass es sich bei diesem Gebäude früher einmal um eine Kirche gehandelt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Kirche zur Garage. Solche Entwicklungen versetzen mir immer einen Stich ins Herz. Nun bin ich selbst in Sachen Kirchenentwidmung ein »gebranntes Kind«, habe ich eine solche doch selbst in meiner Zeit als Gemeindepfarrer mitverantworten müssen. Und entsprechend kann ich mit schnell gefällten Urteilen wie »Das kann man doch nicht machen!« prinzipiell erst einmal wenig anfangen. Trotzdem gibt es meiner Meinung nach mehr oder weniger geglückte Lösungen für Kirchgebäude und deren Grundstücke, wenn die kirchliche Nutzung nicht mehr möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob eine Garage zur Kategorie »geglückter« gehört, vermag ich nicht zu sagen. Und es wäre jetzt auch zu billig, hier die Klage über den »Autokult« des 21. Jahrhunderts anzustimmen. Ich weiß auch gar nicht, ob Autos heute noch die Verehrung und Pflege erfahren, die ich aus meiner Jugendzeit gewohnt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drum wähle ich für den Abschluss mal einen anderen Gedanken, nämlich wie das Kirchgebäude auch nach seiner aktiven Nutzung erkennbar ist, also trotz seiner Umwidmung zur Garage immer noch an die Präsenz Gottes erinnert. Gott lässt sich aus dieser Welt nicht vertreiben, sondern seine Gegenwart bleib und wird immer wieder erkennbar &#8211; und sei es auch durch entwidmete Kirchen. Es ist wie mit dem Stein, den Jakob nach dem Traum von der Himmelsleiter aufrichtete:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> »Und [Jakob] fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf« </strong>(1. Mose 28,17f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Auftraggeber ohne Eile</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/auftraggeber-ohne-eile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Antoni Gaudí]]></category>
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		<category><![CDATA[Reich Gottes]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesen Tagen wurde der Jesus-Christus-Turm der beeindruckenden Basilika »La Sagrada Familia« in Barcelona geweiht, ein weiterer Schritt zu deren Fertigstellung. Dieses Gebäude stellt wahrscheinlich das beeindruckendste kirchliche Bauprojekt der letzten 150 Jahre dar &#8211; und ziemlich genauso lang dauert der Bau inzwischen auch. Solche Bauwerke sind immer Generationenprojekte. Diejenigen, die sie beginnen, erleben meistens [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen wurde der Jesus-Christus-Turm der beeindruckenden Basilika »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia">La Sagrada Familia</a>« in Barcelona geweiht, ein weiterer Schritt zu deren Fertigstellung. Dieses Gebäude stellt wahrscheinlich das beeindruckendste kirchliche Bauprojekt der letzten 150 Jahre dar &#8211; und ziemlich genauso lang dauert der Bau inzwischen auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Bauwerke sind immer Generationenprojekte. Diejenigen, die sie beginnen, erleben meistens ihre Fertigstellung nicht. Sie haben also selbst nichts von der Arbeit, die sie investieren. Sondern das, wofür sie Zeit und Kraft aufwenden, werden andere nutzen und genießen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So zu arbeiten, steht quer zu dem, wie Menschen heute für gewöhnlich unterwegs sind &#8211; mich eingeschlossen. In unserer Zeit rückt für viele Menschen der unmittelbare Nutzen dessen, was sie tun, in den Fokus. Was bringt mir das &#8211; jetzt? Das aber nimmt letztlich die Gelegenheit, wirklich Großes entstehen zu lassen, das eben Zeit braucht, um zu werden &#8211; wie eben die La Sagrada Familia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht braucht es für große Kunst, für etwas, was über das Funktionale und Alltägliche herausragt, tatsächlich dreierlei: Eine Jenseitshoffnung, die unsere Lebenszeit relativiert, einen Glauben an Gott, der uns erkennen lässt, dass unsere Geschichte mit ihm hineingenommen ist in seine Geschichte mit der ganzen Menschheit, und Nächstenliebe, die aus diesem Glauben erwächst und die mich dazu bewegt, mich für Projekte einzusetzen, von deren Nutzen ich selbst am Ende gar nichts habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der geniale Architekt hinter der La Sagrada Familia, Antoni Gaudí, der vor 100 Jahren starb, wird angesichts der zu erwartenden langen Bauzeit der Kirche mit dem Satz zitiert: »Mein Kunde hat keine Eile.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine gelassene und entlastende Perspektive für alles Tun und alle Projekte im Reich Gottes: Unser »Kunde« (oder vielleicht besser: unser »Auftraggeber«), also Gott, hat keine Eile. Der drängt und drängelt nicht, er hält auch Rückschläge aus und hält uns in unseren Misserfolgen. Und gleichzeitig gibt er seinen Segen zum Wollen und Vollbringen. Nicht jedes Ergebnis dessen, was wir getan haben, werden wir zu Lebzeiten bestaunen können &#8211; aber das konnte Gaudí bei der La Sagrada Familia auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> »Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.«</strong> (Psalm 48,15, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Gremienarbeit</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/gremienarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel]]></category>
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		<category><![CDATA[Mission]]></category>
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					<description><![CDATA[In meiner persönlichen Bibellese war gerade das 1. Kapitel der Apostelgeschichte dran. Die Situation, die dort beschrieben wird, ist folgende: Jesus war gestorben und ist auferstanden, die Jünger sind maximal verwirrt und erstaunt und auch froh, aber vor allem noch ziemlich verwirrt. Es ist klar, dass eine Veränderung ins Haus steht: Wie soll man jetzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In meiner persönlichen Bibellese war gerade das 1. Kapitel der Apostelgeschichte dran. Die Situation, die dort beschrieben wird, ist folgende: Jesus war gestorben und ist auferstanden, die Jünger sind maximal verwirrt und erstaunt und auch froh, aber vor allem noch ziemlich verwirrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist klar, dass eine Veränderung ins Haus steht: Wie soll man jetzt weitermachen ohne dass Jesus physisch anwesend ist? Wie geht das jetzt mit der Mission und der Bewegung weiter? Fragen über Fragen werden die Jünger beschäftigt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was machen sie zuerst? Gremienarbeit! Herrlich! Wie wir in Kirche und Gemeinde <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />! Sie gucken in ihre Geschäftsordnung und stellen fest, dass ja ein Platz in ihrem Gremium vakant ist, der 12. Jünger ist ihnen dramatisch und tragisch abhandengekommen. Also muss nachbesetzt werden. Sie konsultieren die Verfahrensordnung und machen eine <em>short list</em>: Matthias und Justus. Sie beten und hoffen auf eine gute Entscheidung. Am Ende werfen sie das Los, das scheint ein faires, unparteiisches Verfahren und es wird – Matthias!</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, jetzt kann es weitergehen, das nächste Großereignis kommt, das wissen die Jünger zu diesem Zeitpunkt noch nicht: Es kommt Pfingsten und damit wird für die Mission vieles klarer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste schmunzeln, als ich das Kapitel las. Auch wir sind manchmal so ordentlich in unseren Verfahren verhaftet und arbeiten alles formal ab. Hoffentlich übersehen wir nicht das ganze Große, hoffentlich heben wir rechtzeitig den Kopf, wenn Pfingsten kommt! Geschäftsordnungen und formale Verfahren haben ja zwei Seiten: sie helfen uns, zu Ordnungen zu kommen und Strukturen zu schaffen und manchmal, die Kehrseite, zwängen sie uns auch ein. Und es ist nicht immer einfach, zu erkennen, wann die Strukturen uns und der Sache dienen und wann wir den Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und diese Unterscheidung zu treffen, ist immer wieder unsere Aufgabe. Dazu helfe uns der Heilige Geist, den wir bitten können, der uns auch leitet und dem wir vertrauen können. Auch das ist die Zusage aus der Apostelgeschichte:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.« (Apostelgeschichte 1,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Silja Joneleit-Oesch</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Fest und flexibel</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/fest-und-beweglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Baumstamm]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einem Spaziergang durch den Wald in der Nachbarschaft fiel mir bei den aufgeschichteten Stapeln gefällter Bäume in besonderer Weise der rote Kern und das ihn jeweils umgebende hellere Holz auf. Hätte ich besser im Biologieunterricht aufgepasst, hätte ich mich im Nachgang nicht im Internet informieren müssen, dass es sich bei dem roten Holz in [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Spaziergang durch den Wald in der Nachbarschaft fiel mir bei den aufgeschichteten Stapeln gefällter Bäume in besonderer Weise der rote Kern und das ihn jeweils umgebende hellere Holz auf. Hätte ich besser im Biologieunterricht aufgepasst, hätte ich mich im Nachgang nicht im Internet informieren müssen, dass es sich bei dem roten Holz in der Mitte um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernholz">Kernholz</a> handelt und bei dem, was dieses heller umschließt, um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Splintholz">Splintholz</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wesentliche Funktion des Kernholzes ist es, dem Baumstamm Stabilität zu verleihen. Aber ein Baum, der nur aus Kernholz besteht, könnte nicht leben, weil Wasser und Nährstoffe im Splintholz geleitet werden. Dieses ist zwar weniger stabil, aber eben nicht weniger wichtig &#8211; ganz im Gegenteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn es gibt, so habe ich gelernt, durchaus Bäume ohne Kernholzbildung wie etwa die Birke. Allerdings weiß ich aus eigener Anschauung in unserem Garten, dass die Birken auch einigermaßen wackelige Gesellen sind und eben nicht die Stabilität mitbringen wie andere Bäume. Und als Bauholz kann Birkenholz deswegen auch nicht verwendet werden. Es ist nicht tragfähig und beständig genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Verbindung von Kernholz und Splintholz in einem Baumstamm hat mich wieder einmal über das Leben in christlichen Gemeinden nachdenken lassen. Auch da braucht es ja Unterschiedliches nebeneinander: Das, was über die Jahre und Jahrhunderte gewachsen ist und Halt und Stabilität gibt, und auf der anderen Seite das, was mit dem Leben hier und jetzt zu tun hat. Kernholz und Splintholz eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas ähnliches entdecke ich, wenn der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth schreibt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn die Predigt von Christus ist unter euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. Der wird euch auch fest machen bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.«</strong> (1. Korinther 1,6–8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der einen Seite steht die Lebendigkeit, die Vielfalt der Gaben, die ein situationsangemessenes Handeln im Hier und Jetzt ermöglicht und die dem Apostel mit Blick auf die Gemeinde in Korinth manchmal schon etwas zu ausgeprägt war. Und auf der anderen Seite ist da die Festigkeit, das Festhalten an Jesus Christus, ohne das eine Gemeinde und ein Christenleben keinen Bestand hat. Und in alledem die Versicherung, dass wir uns weder die unterschiedlichen Gaben noch die Festigkeit geben oder erhalten können. Sondern beides entsteht durch die Predigt von Christus.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Weinstock</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr waren wir in der Karwoche wieder einmal im Burgund, um dort diese besonderen Tage zu verbringen und neu Kraft zu tanken. Bei den Spaziergängen bei zunehmend gutem Wetter sind mir in diesem Jahr in besonderer Weise die Weinstöcke aufgefallen, die knorrig und kahl in der Gegend herumstehen. So, wie sie jetzt dastehen, kann ich mir kaum vorstellen, dass sie in den nächsten Monaten Blätter oder gar Früchte tragen. Und es ist geradezu unvorstellbar für mich, dass diese hölzernen Stümpfe irgendetwas mit einem gutschmeckenden Wein zu tun haben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weinstöcke faszinieren mich auch deswegen, weil ich vor ziemlich genau 40 Jahren ein Bibelwort zum Thema »Weinstock« als Konfirmationsspruch mit auf meinen Lebensweg bekommen habe (und ja, bei mir war es noch so üblich, dass ich den Spruch nicht selbst aussuchen durfte, sondern er mir zugeteilt/zugesprochen wurde): </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus Christus spricht: »Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.«</strong> (Johannes 15,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe dieses Wort immer wieder als ein Trostwort wahrgenommen: Am Ende hängt alles vom Weinstock ab. Ich kann, ich muss nichts dazu tun. Und die Frucht wird sich einstellen, wenn ich in Verbindung zu Jesus Christus bleibe, der in meiner Taufe versprochen hat, in mir zu sein und zu bleiben. Ohne Christus <em>kann </em>ich nichts tun &#8211; aber ohne Christus <em>muss </em>ich auch nichts tun. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bin ich inzwischen auch in einer Lebensphase und in Lebensumständen, die mich nach einer Lebensbilanz fragen lassen. Wie ist das denn mit den Früchten? Gab es die, gibt es die? Und wenn nicht &#8211; lässt das vielleicht Rückschlüsse auf meine Verbindung zu Christus zu? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirchen in Deutschland erleben bislang ungekannte Abbruchprozesse: Kirchenmitgliedschaft geht zurück. Das Theologiestudium findet kaum noch Interessentinnen und Interessenten. Kirchen polarisieren sich wie die Gesellschaft &#8211; und von der Idee, dass es innerkirchlich mit Verständnis, Nächstenliebe und Einstehen füreinander anders aussehen könnte als außerhalb, ist wenig zu sehen. Und ich bin mit meiner Arbeit der letzten Jahrzehnte irgendwie mittendrin. Mit gelegentlichem Gelingen &#8211; und immer wieder auch Scheitern und Misslingen. Früchte? &#8211; Ich finde, sie lassen sich nur schwer entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da hilft mir der Blick auf die knorrigen Weinstöcke im Burgund. Was ich sehen kann, sind nur die Weinstöcke. Keine Reben. Keine einzelnen Trauben. Keine Frucht weit und breit. Wenn ich diesen Anblick einmal auf meinen Konfirmationsspruch übertrage, dann könnte das so aussehen: Vielleicht befinden wir uns in unserem Land und in den westlichen Industrienationen überhaupt irgendwo zwischen dem Winter und dem Frühling des Glaubens. Im Weinberg der Kirche ist nichts zu sehen außer der Weinstock selbst, Christus. Er ist in Kirchen über dem Altar immer noch zu sehen. Von ihm ist immer noch zu hören. Aber Reben, Trauben, Früchte? All das scheint unglaublich weit weg zu sein. Unvorstellbar, dass dieser Weinstock noch einmal Früchte bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich glaube daran, dass diese Weinstöcke im Burgund und dass noch viel mehr dieser eine Weinstock Christus in sich die Kraft tragen/trägt, Triebe auszubilden und dann im Spätsommer und Herbst auch Früchte zu bringen. Und irgendwo mittendrin bin dann auch ich.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock  </em></p>
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		<title>Zeitlos &#8211; zeitgemäß</title>
		<link>https://team-gott.de/maerz-2026/zeitlos-zeitgemaess/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensbekenntnis]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Bereich der Mode lässt sich immer wieder entdecken, wie sich Geschmäcker und das, was jetzt gerade, dran ist, ändern. Was vor ein oder zwei Jahren noch ein heißer Trend war, ist heute sowas von gestern. Mode entwickelt sich weiter. Es werden immer neue Trends gesetzt. Und auch wenn viele sich nicht die extravaganten Kleider [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Mode lässt sich immer wieder entdecken, wie sich Geschmäcker und das, was jetzt gerade, dran ist, ändern. Was vor ein oder zwei Jahren noch ein heißer Trend war, ist heute sowas von gestern. Mode entwickelt sich weiter. Es werden immer neue Trends gesetzt. Und auch wenn viele sich nicht die extravaganten Kleider der jeweiligen Frühjahrs- und Herbstmodenschauen leisten, beeinflussen diese Entwicklungen doch auch die Art und Weise, wie wir uns kleiden. Wer schon etwas älter ist wie ich, entdeckt allein beim Durchblättern (oder Durchklicken) von Fotoalben, wie sehr sich das modische »Normal« zumindest von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei lassen sich allerdings auch zwei etwas andere Phänomene beobachten. Wer Kleidung vergangener Zeiten lang genug im Kleiderschrank lagert, kann mit einem mal überrascht feststellen, dass gerade das jetzt wieder »in« ist. Und dann gibt es Mode, die von Expertinnen und Experten als »zeitlos« bezeichnet wird. Irgendwie kann man das immer tragen, gerät das nie aus der Mode.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im christlichen Glauben gibt es beides: Das Zeitlose (oder das, was durch die Zeiten hindurch immer wiederentdeckt wird) und das zeitgemäße Reden und Handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitlos sind die Grundlagen des christlichen Glaubens. Von dem, was wir glauben, was in Glaubensbekenntnissen der Kirche festgehalten ist, können wir nicht sagen: »Ach, nee, das hat jetzt gerade nicht Saison.« Vielleicht wird uns manches für eine Zeit fremder, um dann in der nächsten Generation wiederentdeckt zu werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dann gibt es eben doch immer wieder in der Bibel den Aufruf, darauf zu achten, was für eine Zeit jetzt gerade ist. Nicht alles passt zu jeder Zeit. An einer Stelle etwa wird Jesus mit dem Vorwurf konfrontiert, seine Jünger würden ja gar nicht fasten, wie es sich für fromme Menschen gehört. Dabei galt das Fasten in der Perspektive der Fragesteller ganz offensichtlich als eine zeitlose Verpflichtung, die immer und jederzeit gilt. Jesus dagegen antwortet:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Wie können die Hochzeitsgäste Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.«</strong> (Matthäus 9,15, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wir Christenmenschen leben im Wechsel der Zeiten und es lohnt, achtsam darauf zu schauen, was jeweils »dran« ist. Es werden Zeiten dabei sein, in denen Feiern und Jubel mit und vor Gott dran ist &#8211; und dann auch Zeiten (vielleicht gerade jetzt in der Passionszeit), in denen wir an der einen oder anderen Stelle einen Gang rausnehmen und uns gerade auch im Verzicht neu besinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade weil Gott uns durch die Zeiten hindurch treu bleibt, können wir darauf achten, was in unserer Zeit gerade passend und geboten ist.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>
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		<title>Langsamer und noch nicht fertig</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/langsamer-und-noch-nicht-fertig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[langsam]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[unvollendet]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht, dann steht im Normalfall ihre beeindruckende Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Es scheint kaum etwas zu gaben, was sie nicht kann. Und angesichts dessen, wird die Frage immer drängender: Wozu ist eigentlich nur der Mensch eigentlich fähig? Wozu ist nur er in der Lage &#8211; und die KI (noch) nicht? [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht, dann steht im Normalfall ihre beeindruckende Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Es scheint kaum etwas zu gaben, was sie nicht kann. Und angesichts dessen, wird die Frage immer drängender: Wozu ist eigentlich nur der Mensch eigentlich fähig? Wozu ist nur er in der Lage &#8211; und die KI (noch) nicht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Üblicherweise werden an dieser Stelle besondere Stärken menschlicher Fähigkeiten herausgehoben: Echte Kreativität etwa, Intuition, Einfühlungsvermögen, komplexe Problemlösung in unvorhergesehenen Situationen oder Nuancierungen. Na, immerhin etwas!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einer Weile habe ich einen <a href="https://www.1517.org/articles/artificial-intelligence-and-the-soul-of-the-church">Artikel</a> von Donovan Riley gelesen, der noch eine weitere Perspektive aufgetan hat: Dass nämlich vielleicht gerade das, was uns im Menschlichen mühsam erscheint, eine besondere Stärke darstellen könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Langsamkeit etwa &#8211; in vielen Bereichen ein echter Wettbewerbsnachteil gegenüber der KI, manchmal auch nervtötend. Und doch gibt es Bereiche, in denen ich Geduld bewahren muss, damit etwas wachsen und reifen kann: etwa in der Landwirtschaft, wo das Getreide auf den Feldern wachsen muss und ich den Prozess nicht dadurch beschleunigen kann, dass ich an den ersten Halmen schon mal ziehe, um sie vermeintlich schneller wachsen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Rückschlägen umgehen &#8211; das ist nicht schön, das wünschen sich auch die wenigsten. Und die KI schert sich nicht darum, ob sie Fehler macht oder nicht. Und trotzdem formt gerade das auch unseren Charakter, hilft uns vielleicht auch gnädig mit denen umzugehen, die ebenfalls scheitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Ja, vielleicht ist es gerade das Langsame und Unvollendete, was auf längere Sicht das Besondere und das Wertvolle menschlichen Lebens ausmachen wird. Der genannte Artikel von Riley schließt mit den Worten (in eigener Übersetzung):  </p>



<p class="wp-block-paragraph">»Sie [= die Kirche] ist die Braut Christi. Noch immer im Entstehen begriffen, noch immer reifend, noch immer voller langsamer Wunder.<br>Und um derer willen, die die frohe Botschaft noch nicht gehört haben, lasst es [in ihr] langsam zugehen. Lasst es wahr sein. Lasst es Leib Christi sein: blutig, wild, real.«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.« </strong>(2. Korinther 1,6, Lutherübersetzung, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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