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	<title>Jesus Christus &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Klein</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht. Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten an, um ihre Länder wieder »großartig« (»great«) zu machen. Und mit dem Streben nach Größe und Bedeutung geht automatisch einher, dass das Kleine, das Schwache als verächtlich erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer etwas sein will in dieser Zeit und Welt, muss sich präsentieren können mit seiner Größe und Großartigkeit. Es ist, wie es die Rockgruppe Queen in einem ihrer weit verbreitetsten Songs (»<a href="https://youtu.be/04854XqcfCY?si=tHjpqrMoXLCvtSGQ">We Are The Champions</a>«) getextet hat:<em> »No times for losers / For we are the champions«</em> (»Kein Platz für Verlierer / Denn wir sind die Sieger«). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dessen stellt sich die biblische Botschaft als ziemlich herausfordernd dar. Hier stehen nicht diejenigen im Vordergrund, die sich als groß und herausragend erwiesen haben, sondern diejenigen, die klein und vernachlässigt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Motiv zieht sich durch von der Erwählung des Gottesvolks des Alten Bundes bis zur Verkündigung Jesu. So wird Israel erinnert: <strong>»Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat.«</strong> (5. Mose 7,7f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und Jesus erinnert seine Jünger: <strong>»Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener.«</strong> (Lukas 22,25f.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im christlichen Glauben ist so kein Platz für Streben nach Größe, nach »Besser-sein-als«, oder für ein verächtliches Herabschauen auf die, die es offenbar nicht so weit gebracht haben. In Gottes Augen sind wir alle klein &#8211; und dürfen, ja sollen es sogar sein. So lernen wir auf ihn zu schauen: auf seine Fürsorge und Allmacht, auf seine Größe und unermessliche Liebe, die viel verlässlicher sind als unsere Stärke und Großartigkeit, die ja immer nur Momentaufnahmen sind, fragil und nichts, worauf ich mich im Leben und Sterben verlassen könnte.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Liebherr(en)-Kirche?</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/liebherren-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen. Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »Sagrada Familia« in Barcelona. Es ist faszinierend, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia">Sagrada Familia</a>« in Barcelona. Es ist faszinierend, diesem vielleicht größten europäischen Kirchenbauprojekt der letzten Jahrzehnte weiter beim Wachsen zuzuschauen. Allerdings war unsere Besuchszeit dieses Mal schlecht getimed. Den Barcelonatrip zu spät geplant, deswegen keine Karten mehr für einen Besuch im Innenraum der Kirche mehr bekommen. Und außerdem waren wir kurz nach Mittag an der Kirche, sodass es eigentlich viel zu hell zum Fotografieren war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem stehen dann um dieses Bauwerk dann doch noch mehr Baustellengerätschaften herum, als man sich das aus der romantischen Distanz vorstellt &#8211; unter anderem auch Kräne, mit denen weiter an der Kirche gebastelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als ich mich ärgern wollte, fiel mir ein kleines Detail an einem der Kräne auf, dass er nämlich von der Firma »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liebherr">Liebherr</a>« stammte. Nun bin ich kein Baustellenfreak, der sich in besonderer Weise für Maschinen auf Baustellen interessiert. Stattdessen erinnerte mich der Name der Kranfirma an die »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Frauenkirchen">Liebfrauenkirchen</a>«, die es vielerorts gibt, denen »unsre liebe Frau«, also die Mutter Jesu, Maria, den Namen gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine originelle Fügung, dass ausgerechnet jetzt, wo der Christusturm der »Sagrada Familia« als höchster aller Türme (auch höher als der Marienturm) fertiggestellt ist, ein Kran mit dem Namen »Liebherr« seinen Dienst an der Kirche verrichtet und somit unbewusst die aufmerksamen Betrachter daran erinnert, dass Jesus Christus als »unser lieber Herr«, der uns liebt, im Zentrum des christlichen Glaubens steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!«</strong> (Johannes 15,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Das Beste kommt erst noch</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/das-beste-kommt-erst-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kürzlich verstarb die walisische Sängerin Bonnie Tyler, die mit ihrem Song »Total Eclipse of My Heart« einen wesentlichen Beitrag zur »Playlist« meiner Jugend beigesteuert hat. Auf eigentümliche Weise bewegen mich diese Todesfälle von Sängerinnen und Sängern, die mich durchs Leben begleitet haben, obwohl ich die Person gar nicht kannte und in diesem Fall noch nicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich verstarb die walisische Sängerin Bonnie Tyler, die mit ihrem Song »<a href="https://youtu.be/lcOxhH8N3Bo?si=fXvbGx4x0nwcLmEo">Total Eclipse of My Heart</a>« einen wesentlichen Beitrag zur »Playlist« meiner Jugend beigesteuert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eigentümliche Weise bewegen mich diese Todesfälle von Sängerinnen und Sängern, die mich durchs Leben begleitet haben, obwohl ich die Person gar nicht kannte und in diesem Fall noch nicht einmal ein Konzert von ihr besucht habe. Aber eine Stimme ist eben doch etwas sehr Persönliches. Und wenn eine Stimme einen begleitet, kann man fast den Eindruck gewinnen, die Person habe einen begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins der neueren Lieder von Tyler ist: »<a href="https://youtu.be/rUiC_mxpUeQ?si=a6E75xxEiIDPWoP4">The Best Is Yet to Come</a>« (»Das Beste kommt erst noch«). Die Szene, die darin aufgerufen wird, ist die eines älteren Liebespaars, das auf schwierige Zeiten zurückschaut, die sie nun hinter sich gelassen haben (»We&#8217;ve got the bad days on the run«), voller Erwartung, dass das Beste noch vor ihnen liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaut man auf die <a href="https://www.womanalive.co.uk/opinion/the-faith-of-bonnie-tyler-the-rock-legend-who-never-let-go-of-jesus/21833.article">Lebensgeschichte</a> von Tyler dann gehören zum Beispiel Kinderwunsch, eine Fehlgeburt und am Ende die Einsicht, dass es mit Kindern nichts werden würde, zu den »bad days«. Die Zeit und die Zahl der guten Tage, die Tyler vom Erscheinen des Songs »The Best Is Yet to Come« noch blieben, war am Ende begrenzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht klar ist, ob in Tylers Zeilen »The Best Is Yet to Come« auch eine Perspektive mitgeschwungen hat, die über dieses Leben hinausreichte. Das ist durchaus möglich, weil Tyler sich zeitlebens ihren christlichen Glauben bewahrt hat &#8211; beziehungsweise sie in diesem bewahrt wurde. In diesem Sinne würde für sie auf jeden Fall gelten: »The Best Is Yet to Come«: Das Beste kam/kommt erst noch für sie!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus Christus spricht: »Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.«</strong> (Johannes 16,22, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wüste</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/wueste/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dieser Tage stieß ich in den Sozialen Medien auf das Video einer Freundin, die in den USA lebt und mit dem Auto einmal Coast-to-Coast unterwegs ist: Also von der Ostküste bis nach Kalifornien an der Westküste. In diesem Video beschreibt sie, was das mit ihr gemacht hat, auf dem Weg nach Las Vegas durch die [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Tage stieß ich in den Sozialen Medien auf das Video einer Freundin, die in den USA lebt und mit dem Auto einmal Coast-to-Coast unterwegs ist: Also von der Ostküste bis nach Kalifornien an der Westküste. In diesem Video beschreibt sie, was das mit ihr gemacht hat, auf dem Weg nach Las Vegas durch die brennend heiße Einöde unterwegs zu sein. Am Straßenrand Schilder, die darauf hinweisen, dass hier für Dutzende Kilometer keine Tankstelle kommt. Nichts. Nur sie und das Auto &#8211; immer voller Hoffnung, dass es tatsächlich auch durchhält. Und viel Zeit zum Nachdenken darüber, wer ich eigentlich bin, wenn es nur diesen einen Menschen in der Mitte des Nirgendwo gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch heute ist also das Erleben von Wüste &#8211; bei allen technischen Fortschritten und Sicherungssystemen, die wir uns aufgebaut haben &#8211; etwas Besonderes. Wir werden zurückgeworfen auf uns selbst. Es wird wahrnehmbarer, dass das Leben nicht selbstverständlich ist. Wir kommen an unsere Grenzen. Und es stellt sich die Frage: Was trägt eigentlich im Leben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel spielt die Wüste immer wieder eine Rolle: als Ort der herausfordernden Zwischenzweit, bevor das Volk ins Gelobte Land kommt, als lebensfeindlicher Ort, den Gott in einen blühenden Garten verwandelt, aber auch als Ort der Versuchung:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.«</strong> (Matthäus 4,1, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz offensichtlich ist es immer schon so gewesen, dass sich in der Wüste die ganz elementaren Fragen stellen: Wer bist du eigentlich? Wer willst du sein? Was ist dir wichtig im Leben? Wer oder was soll dein Leben bestimmen? &#8211; Und es ist gut, sich solchen Fragen zu stellen (nicht zufällig ist es ja der Geist <em>Gottes </em>der Jesus in die Wüste führt) &#8211; jenseits der Komfortzone und des Alltagstrotts. Und noch besser ist es am Ende, auch in der Wüste und in Wüstenzeiten des Lebens dem zu folgen, der in der Wüste seinem Vater im Himmel treu geblieben ist, der nicht den leichten Weg gegangen ist &#8211; um uns zu retten und zu befreien. Denn mit ihm und durch ihn gilt uns eben auch dieses Versprechen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ja, der HERR tröstet Zion, er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, dass man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang.«</strong> (Jesaja 51,3).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ethisches Verhalten</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/ethisches-verhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[»Ist ethisches Verhalten dem Menschen angeboren?«, so fragte vor einigen Tagen die Wochenzeitung »DIE ZEIT« ihre Leser und Interessenten in ihrem E-Mail-Newsletter. Die Antwortmöglichkeiten waren »Ja« und »Nein«. Ich habe nicht weiter verfolgt, wie das Ganze ausgegangen ist. Die Frage hat mich durchaus interessiert, allerdings hätte ich einem Studenten oder einer Studentin, die mit einer [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">»Ist ethisches Verhalten dem Menschen angeboren?«, so fragte vor einigen Tagen die Wochenzeitung »DIE ZEIT« ihre Leser und Interessenten in ihrem E-Mail-Newsletter. Die Antwortmöglichkeiten waren »Ja« und »Nein«. Ich habe nicht weiter verfolgt, wie das Ganze ausgegangen ist. Die Frage hat mich durchaus interessiert, allerdings hätte ich einem Studenten oder einer Studentin, die mit einer solchen Frage zu mir gekommen wäre, um darüber eine Seminararbeit zu schreiben, nahegelegt, erst einmal zu klären, was mit der Frage eigentlich gemeint ist. Was ist »ethisches Verhalten«? Und was heißt »angeboren«?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die Frage einmal so übersetzen »Handelt der Mensch immer schon (unabhängig von eigenem Erleben) eher lieblos oder liebevoll?«, dann ist die Frage immer noch nicht ganz einfach zu beantworten. Denn für beides gibt es Beispiele: Das Weinen eines Kindes löst wahrscheinlich bei den allermeisten Menschen &#8211; unabhängig von Religion und Erziehung &#8211; den Reflex aus, es zu trösten. Irgendwie scheint tatsächlich etwas in uns »drinzustecken«, was uns dazu bewegt, für andere da zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite kennen viele die Szenen aus dem Sandkasten, wenn die Kinder sich über irgendein Förmchen in die Haare kriegen und sich lieblos mit einer Schippe einen auf die Mütze geben, bis ein Elternteil einschreitet und die beiden Streithähne (oder -hennen) trennt. Und das gilt auch für Kinder von ausgesprochen friedfertigen Eltern, bei denen die Kinder sich Gewalt als Lösung von Interessenkonflikten ganz gewiss nicht abgeguckt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lässt sich wahrscheinlich einmal mehr beides miteinander festhalten. Wir Menschen sind soziale Wesen und übernehmen auch Verantwortung füreinander &#8211; das ist etwas, was uns von Gott in die Wiege gelegt ist, was das Zusammenleben überhaupt erst ermöglicht und was der Menschheit auch durch den Sündenfall nicht komplett genommen ist. Aber apropos »Sündenfall«: Das andere gilt eben auch. Der Mensch ist nicht einfach von Grund auf gut. Das Durchsetzen eigener Interessen geht eben doch immer wieder auf Kosten anderer. Das Gleichgewicht in den Beziehungen zu meinen Mitmenschen und zu Gott ist gestört. Erst das Kreuz Jesu, dessen Querbalken einer austarierten Waage gleicht, bringt die Verhältnisse endgültig wieder ins Gleichgewicht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil Jesus Christus für uns Verantwortung übernommen hat, können wir auch leichter und besser wieder Verantwortung für andere übernehmen &#8211; nie perfekt, nicht ohne auch wieder schuldig zu werden &#8211; aber eben doch immer wieder neu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.«</strong> (Johannes 13,34, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Sonne</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/sonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich bin ein Sonnenfreund. Dabei muss es für mich nicht unbedingt besonders heiß sein. Aber Sonne ist mir allemal lieber als ein Einheitsgrau am Himmel. Und Sommerwärme ist mir auch deutlich lieber als die Kälte im Winter. Dabei fasziniert mich, dass die Sonne das Leben hier auf der Erde bestimmt und ermöglicht, obwohl sie für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ein Sonnenfreund. Dabei muss es für mich nicht unbedingt besonders heiß sein. Aber Sonne ist mir allemal lieber als ein Einheitsgrau am Himmel. Und Sommerwärme ist mir auch deutlich lieber als die Kälte im Winter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fasziniert mich, dass die Sonne das Leben hier auf der Erde bestimmt und ermöglicht, obwohl sie für mich unvorstellbar weit weg ist. Würde ich mir die Strecke zur Sonne als Autobahn denken, müsste ich rund 131 Jahre ohne Pause mit 130 km/h fahren, um dort anzukommen. Verrückt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist kein Wunder, dass die Sonne in der Antike immer wieder als Gottheit verehrt worden ist. Und andersherum ist die Sonne immer wieder auch als Veranschaulichung dafür verwendet worden, wer und wie der Gott der Bibel ist. So kann etwa Paul Gerhardt dichten: <em>»Die Sonne, die mir lachet, / ist mein Herr Jesus Christ; / das was mich singen machet, / ist, was im Himmel ist.«</em> (ELKG² 529,13 | EG 351,13)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und tatsächlich gibt es ja auch manche Parallelen &#8211; so zum Beispiel, dass Gott, den wir so wenig anfassen können, wie wir die Sonne anfassen können, trotzdem derjenige ist, der uns das Leben schenkt und erhält, der Licht ins Leben bringt und auch die Seele hell macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So bedient sich die Bibel eben auch solcher Bilder, die an die Sonne erinnern lassen, wenn sie von Gott sprechen, etwa so: <strong>»Sein [= Gottes] Glanz ist wie Licht; Strahlen gehen aus von seinen Händen. Darin ist verborgen seine Macht.«</strong> (Habakuk 3,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es mir im Sommer allzu heiß wird, kann es schon mal passieren, dass ich mir einen kalten Wintertag herbeisehne &#8211; vielleicht bei bedecktem Wetter, bei dem man sich am Ende vielleicht sogar ein Feuer am Kamin wünscht. Bei Gott ist das allerdings nicht der Fall. Da bleibt es dauerhaft so, dass ich ein Sonnenfreund bin und bleiben möchte- ein Freund der Sonne, die mir lacht, die mein Herr Jesus Christus ist. Und noch besser ist, dass er mein »Freund« ist und bleibt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Ziel und Ende</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/ziel-und-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt unterschiedliche Arten und Weisen, auf den Schluss eines Ereignisses, eines Zeitabschnitts oder einer Wegstrecke zu schauen. Eine Möglichkeit ist, hier ein Ende zu sehen. Etwas ist jetzt vorbei. Wir haben ein rauschendes Fest gefeiert &#8211; aber nun ist es zu Ende. Schade! Jemand stirbt, das Leben ist vorbei. Wie traurig, hier nun jemanden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es gibt unterschiedliche Arten und Weisen, auf den Schluss eines Ereignisses, eines Zeitabschnitts oder einer Wegstrecke zu schauen. Eine Möglichkeit ist, hier ein Ende zu sehen. Etwas ist jetzt vorbei. Wir haben ein rauschendes Fest gefeiert &#8211; aber nun ist es zu Ende. Schade! Jemand stirbt, das Leben ist vorbei. Wie traurig, hier nun jemanden nicht mehr bei sich zu haben! Das Ende markiert, so gesehen, Abschied und Verlust, bestenfalls einen sehnsüchtigen Rückblick auf das, was war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesem Blick auf den Abschluss eines Abschnitts unterscheidet sich die Zielperspektive. Wer eine Wanderung unternimmt, freut sich im Normalfall darauf, das Ziel zu erreichen. Hier ist der Abschluss nicht der Moment des Abschiednehmens, sondern der Höhepunkt &#8211; das, worauf der Weg zugelaufen ist. Also, der Gipfel, den ich erklommen habe und von dem aus ich nun die Aussicht genießen kann &#8211; oder die Berghütte, wo ich endlich die Füße hochlegen kann, ich es mir bei einem kühlen Getränk gutgehen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf das Leben können wir auch zwischen diesen zwei Perspektiven wählen, wenn wir auf den Abschluss unseres Lebens schauen. Ist das Leben dann einfach zu Ende &#8211; und wir blicken wehmütig zurück auf das, was war? Schade, die »Party« ist vorbei. Oder glauben wir, dass wir als Christinnen und Christen mit dem Lebensende ein Ziel erreichen? &#8211; Und die Frage zu stellen, heißt natürlich, sie mit »Ja« zu beantworten. Ja, unser Leben endet nicht einfach, wie man bei einem Fernseher den Stecker zieht. Sondern auf das Ende des Lebens zuzugehen, heißt, auf die Zielgerade einzubiegen. Bald habe ich es geschafft. Nicht mehr lange, und ich bin angekommen. Ein grandioser Ausblick wird warten. Erholung, Erfrischung, Trost, Gelegenheit, zu neuen Kräften zu kommen. Gott &#8211; von Angesicht zu Angesicht zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, unser Leben endet als Christenmenschen nicht einfach, sondern es erreicht mit dem Tod &#8211; nein: um Christi willen <em>durch den Tod hindurch</em> &#8211; sein Ziel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.«</strong> (Philipper 3,13f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Krummes Kreuz</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Letztens predigte in meiner Gemeinde der Pfarrer über das Kreuz. Und dabei stellte er einen Aspekt heraus, den ich bislang so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Nun weiß ich, dass viele unserer Kreuzesdarstellungen nicht unbedingt »historisch exakt« sind &#8211; schon gar nicht bei denen aus der Zeit der Romanik, die Jesus Christus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Letztens predigte in meiner Gemeinde der Pfarrer über das Kreuz. Und dabei stellte er einen Aspekt heraus, den ich bislang so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Nun weiß ich, dass viele unserer Kreuzesdarstellungen nicht unbedingt »historisch exakt« sind &#8211; schon gar nicht bei denen aus der Zeit der Romanik, die Jesus Christus dort bereits als den siegreichen König darstellen. (Nebenbei gemerkt: Kreuzesdarstellungen dürfen selbstverständlich auch jeweils eigene Akzente setzen &#8211; sie sind ja keine Tatortfotos sondern Kunst).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ein Aspekt, der in der Predigt vorkam, war mir tatsächlich neu &#8211; und gleichzeitig sofort unmittelbar einleuchtend, dass nämlich die Kreuze selbst wahrscheinlich viel krummer und unansehnlicher waren, als wir das von den Darstellungen, die uns vertraut sind, kennen. Jesu Kreuz wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gerade gewesen sein, nicht an allen Seiten zurechtgesägt und abgeschliffen, nicht Längs- und Querbalken schön im rechten Winkel verbunden, sondern es wird irgendein krummer Pfahl gewesen sein, an dem man irgendeinen schiefen Ast montiert hat. Denn richtig verarbeitetes Holz wäre gewiss viel zu kostbar für solch eine Sache wie eine Hinrichtung gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es sowieso immer herausfordernd, über den Kreuzestod Jesu nachzudenken. Er ist zu sperrig für unser Alltagsdenken bei einer Tasse Kaffee in der Hand &#8211; frei nach dem Motto: »Ach, stimmt, das war ja auch noch!« Und wenn dann das Folterwerkzeug selbst auch noch krumm und schief ist, dann wird es ja im wahrsten Wortsinn noch »schräger«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch passt das vielleicht am Ende dann doch besonders gut. Weil mir so vor Augen steht oder vor Augen stünde, dass tatsächlich all das, was in meinem Leben krumm und schief ist, was sich als schräg herausstellt, was nicht geschliffen und perfekt verarbeitet ist, seinen Platz am Kreuz findet: von Jesus erlitten und von ihm durchlitten und von ihm am Ende so auf sich genommen, dass es aufgehoben ist in seine Vergebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Gegenteil des Hässlichen bricht sich hier göttliche Schönheit Bahn. Unter dem Gegenteil des Irrsinnigen, das hier zu beobachten ist, lässt sich Gottes Kraft entdecken. Unter dem Schrägen beginnt der Weg, der geradewegs zu Gott führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.«</strong> (1. Korinther 1,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Nachtsicht</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/nachtsicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie wir die Nacht wahrnehmen, hängt von vielen Faktoren ab. Ob wir sie als bedrängende Finsternis wahrnehmen, hat zum Beispiel damit zu tun, ob wir uns in einer hell erleuchteten Stadt oder in einem unwegsamen Waldgelände weitab jeder Zivilisation bewegen. Ob wir das Unterwegssein in der nächtlichen Natur genießen können und entdecken, wie unsere Augen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie wir die Nacht wahrnehmen, hängt von vielen Faktoren ab. Ob wir sie als bedrängende Finsternis wahrnehmen, hat zum Beispiel damit zu tun, ob wir uns in einer hell erleuchteten Stadt oder in einem unwegsamen Waldgelände weitab jeder Zivilisation bewegen. Ob wir das Unterwegssein in der nächtlichen Natur genießen können und entdecken, wie unsere Augen sich langsam an die Sichtverhältnisse gewöhnen oder ob wir es mit der Angst zu tun bekommen, hat auch etwas mit unseren eigenen Erfahrungen im Dunkeln zu tun. Und schließlich gibt es Lebewesen, die nachts besonders gut, und solche, die nachts eher schlecht sehen können (der Mensch gehört im Gegensatz etwa zur Eule zu letzteren).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nacht ist also nicht gleich Nacht &#8211; jedenfalls nicht für alle gleich. Überträgt man das Bild der »Nacht« auf Situationen im Leben, in denen Menschen nicht weiterwissen, sie Angst haben, der Durchblick fehlt, dann kann diese Erkenntnis durchaus ein entlastender Gedanke sein: Nacht ist nicht gleich Nacht &#8211; jedenfalls nicht für alle gleich. Und nur weil ich den Weg im Dunkel nicht sehen kann, heißt es noch lange nicht, dass es keinen gibt und dass er nicht zu entdecken wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Psalm 139 stellt der König David ähnliche Gedankenspiele an: <strong>»Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.«</strong> (Psalm 139,11f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im unmittelbaren Zusammenhang ist zunächst damit gemeint, dass es keinen Zweck hat, Gott etwas vorzumachen oder sich vor ihm zu verstecken. Eine Erinnerung, die immer wieder hilfreich ist, damit wir mit Gott wirklich transparent umgehen und nicht so tun, als könnten oder müssten wir ihm immer nur unsere Schokoladenseite präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das andere gilt aber eben doch auch: dass Gottes Nachtsichtfähigkeiten ein großer Trost sind. Wir gehen Gott nie verloren, weil er uns leider gerade nicht sehen könnte. Die Dunkelheiten unseres Lebens hat er längst schon durchschaut. Ja, mit Jesus Christus, dem Licht der Welt, hat er sie ausgeleuchtet. Und wo wir keinen Weg mehr wissen, weil wir im Dunkeln sitzen und alles ausweglos zu sein scheint, hat Gott doch längst schon einen Weg für uns. Und so endet dieser 139. Psalm eben auch mit diesen Worten: <strong>»Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.«</strong> (Psalm 139,24).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daran will ich denken, wenn es wieder einmal dunkel in meinem Herzen wird, ich nicht weiterweiß und mich die Angst beschleicht. Ich habe einen Gott mit Nachtsichtfähigkeiten an meiner Seite.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Kerze</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/kerze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Kerze]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
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					<description><![CDATA[Kerzen haben etwas Faszinierendes an sich. Das beginnt bereits damit, dass man sie nicht einfach an- und ausknipsen kann wie ein elektrisches Licht, etwa an der Decke. Insbesondere wenn ich sie mit einem Streichholz anzünden möchte, kann mich das auch etwas Mühe kosten, bis die Kerze endlich brennt. Manchmal haben Kerzen auf diese Weise etwas [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kerzen haben etwas Faszinierendes an sich. Das beginnt bereits damit, dass man sie nicht einfach an- und ausknipsen kann wie ein elektrisches Licht, etwa an der Decke. Insbesondere wenn ich sie mit einem Streichholz anzünden möchte, kann mich das auch etwas Mühe kosten, bis die Kerze endlich brennt. Manchmal haben Kerzen auf diese Weise etwas von einem dickköpfigen Gegenüber. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn ein solches natürliches Licht leuchtet, dann verändert es außerdem den Raum. Man kann es riechen, wenn eine Kerze brennt. Die Flamme bewegt sich wie ein Lebewesen hin und her, wirft Schatten, die über die Wände tanzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bleibt die Flamme niemals gleich, sondern züngelt hierhin und dorthin, manchmal rußt sie. Und dann wieder scheint sie zu verkümmern. Vielleicht liegt der Docht in einem See voll Wachs und lässt nur noch eine kleine Flamme erkennen. Oder er glimmt nur noch &#8211; aber selbst im Glimmen sind noch kleine Glutpunkte zu erkennen und ein Windhauch kann alles wieder entfachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es kein Wunder, dass das Bild von einer Kerze oder einer Öllampe in der Bibel als Metapher für menschliches Leben verwendet werden kann, etwa wenn davon die Rede ist, wie der »Knecht Gottes« mit den Menschen umgeht: <strong>»Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.«</strong> (Jesaja 42,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn ich mir alleine Zeit nehme, um in der Bibel zu lesen und zu beten, kann es eine Hilfe sein, eine Kerze zu entzünden, die mich mit ihrem lebendigen Flackern daran erinnert, dass ich nicht allein bin, dass Gott selbst Licht in mein Leben bringt und er liebevoll, gnädig und behutsam mit mir umgeht und mein eigenes Licht nicht auslöscht, weil es ohnehin nur noch so ein bisschen vor sich hindümpelt. Sondern ganz im Gegenteil: Er hat mir den Heiligen Geist geschenkt, seinen Windhauch, der dafür sorgt, dass der glimmende Docht meines Lebens und meines Glaubens wieder neu zu brennen beginnt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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