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	<title>Holz &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Fest und flexibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Baumstamm]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einem Spaziergang durch den Wald in der Nachbarschaft fiel mir bei den aufgeschichteten Stapeln gefällter Bäume in besonderer Weise der rote Kern und das ihn jeweils umgebende hellere Holz auf. Hätte ich besser im Biologieunterricht aufgepasst, hätte ich mich im Nachgang nicht im Internet informieren müssen, dass es sich bei dem roten Holz in [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Spaziergang durch den Wald in der Nachbarschaft fiel mir bei den aufgeschichteten Stapeln gefällter Bäume in besonderer Weise der rote Kern und das ihn jeweils umgebende hellere Holz auf. Hätte ich besser im Biologieunterricht aufgepasst, hätte ich mich im Nachgang nicht im Internet informieren müssen, dass es sich bei dem roten Holz in der Mitte um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernholz">Kernholz</a> handelt und bei dem, was dieses heller umschließt, um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Splintholz">Splintholz</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wesentliche Funktion des Kernholzes ist es, dem Baumstamm Stabilität zu verleihen. Aber ein Baum, der nur aus Kernholz besteht, könnte nicht leben, weil Wasser und Nährstoffe im Splintholz geleitet werden. Dieses ist zwar weniger stabil, aber eben nicht weniger wichtig &#8211; ganz im Gegenteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn es gibt, so habe ich gelernt, durchaus Bäume ohne Kernholzbildung wie etwa die Birke. Allerdings weiß ich aus eigener Anschauung in unserem Garten, dass die Birken auch einigermaßen wackelige Gesellen sind und eben nicht die Stabilität mitbringen wie andere Bäume. Und als Bauholz kann Birkenholz deswegen auch nicht verwendet werden. Es ist nicht tragfähig und beständig genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Verbindung von Kernholz und Splintholz in einem Baumstamm hat mich wieder einmal über das Leben in christlichen Gemeinden nachdenken lassen. Auch da braucht es ja Unterschiedliches nebeneinander: Das, was über die Jahre und Jahrhunderte gewachsen ist und Halt und Stabilität gibt, und auf der anderen Seite das, was mit dem Leben hier und jetzt zu tun hat. Kernholz und Splintholz eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas ähnliches entdecke ich, wenn der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth schreibt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn die Predigt von Christus ist unter euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. Der wird euch auch fest machen bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.«</strong> (1. Korinther 1,6–8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der einen Seite steht die Lebendigkeit, die Vielfalt der Gaben, die ein situationsangemessenes Handeln im Hier und Jetzt ermöglicht und die dem Apostel mit Blick auf die Gemeinde in Korinth manchmal schon etwas zu ausgeprägt war. Und auf der anderen Seite ist da die Festigkeit, das Festhalten an Jesus Christus, ohne das eine Gemeinde und ein Christenleben keinen Bestand hat. Und in alledem die Versicherung, dass wir uns weder die unterschiedlichen Gaben noch die Festigkeit geben oder erhalten können. Sondern beides entsteht durch die Predigt von Christus.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Lack ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man wie ich in einem 120 Jahre alten Haus auf dem Land wohnt, hat man eigentlich immer etwas zu werkeln, zu reparieren und zu renovieren. Schon lange waren mir da die mehr schlecht als recht lackierten Türen ein Dorn im Auge. Sie waren nicht mehr schön anzusehen, der Lack war hier und da schon [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn man wie ich in einem 120 Jahre alten Haus auf dem Land wohnt, hat man eigentlich immer etwas zu werkeln, zu reparieren und zu renovieren. Schon lange waren mir da die mehr schlecht als recht lackierten Türen ein Dorn im Auge. Sie waren nicht mehr schön anzusehen, der Lack war hier und da schon abgeplatzt, die Kanten abgegriffen, Scharniere und Klingen rostig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so machte ich mich – seinerzeit in einem Corona-Lockdown – an die Arbeit, die erste unserer alten Zimmertüren zu restaurieren: mit Stemmeisen und Spachtel, mit Heißluftpistole und Schleifmaschine – und mit viel Geduld und Kraft. Schicht um Schicht konnte ich den hartnäckigen Lack abtragen und nach und nach das echte, alte Holz freilegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tat in dieser schwierigen Zeit richtig gut, hat mir wirklich Spaß gemacht und über das Ergebnis freue ich mich heute noch. Und ja, die Sauerei im Hof war groß!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie hatte diese Arbeit auch etwas Sinnbildliches. Oft verbergen wir unser wahres Gesicht, verstecken unsere Schwächen, zeigen aber auch nicht unbedingt unsere Stärken, wir unterdrücken unsere Gefühle und haben schnell ein »alles gut« auf den Lippen. So sind wir nicht immer wir selbst, sondern spielen etwas vor, schlüpfen in eine Rolle, mimen jemand, der wir gerne wären. Oder wir meinen, so sein zu müssen, wie andere es von uns erwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Lackschichten meiner Tür kam wunderbares Holz zum Vorschein. Ja, es hat einige Macken und der Holzwurm hat in den Jahren auch seine Spuren hinterlassen. Aber jetzt, wo der Lack ab ist, gleicht diese Tür nicht mehr den anderen 20 Türen im Haus. Sondern jetzt zeigt sich ihr echtes Gesicht, ihr wahrer Charakter, ihre tatsächliche Schönheit. Und sie erzählt ihre eigene Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und du? Trau dich, du selbst zu sein! Steh dazu, wie du bist, was du denkst, wo du herkommst, was dich bewegt. Lass dich nicht verbiegen und in Rollen drängen, die du gar nicht spielen willst! Gott hat mit dir ein Original erschaffen. Vielleicht ist es an der Zeit, die Lackschichten abzutragen und das »Holz, aus dem du gemacht bist«, wieder freizulegen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile habe ich noch andere Türen, ja sogar die ganze Holztreppe vom alten Lack befreit. Sauarbeit. Sauerei. Aber wunderbar, individuell, einzigartig!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Gott, ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.« </strong>(Psalm 139,14, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Baumann</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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