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	<title>Heimat &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Heimat finden</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich las ich von Marie Luise Ritter »Die Suche nach Zuhause. Von der Suche nach einem Ort, an dem wir hingehören«. Bei der Autorin, so fand ich später heraus, handelt es sich um eine bekannte Influencerin. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht in die Hand genommen. Wie Vorurteile einen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich las ich von Marie Luise Ritter »<a href="https://www.piper.de/buecher/die-suche-nach-zuhause-isbn-978-3-492-06597-9">Die Suche nach Zuhause. Von der Suche nach einem Ort, an dem wir hingehören</a>«. Bei der Autorin, so fand ich später heraus, handelt es sich um eine bekannte Influencerin. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht in die Hand genommen. Wie Vorurteile einen doch immer wieder bestimmen! Denn auch wenn das Buch mich jetzt nicht total »vom Hocker gehauen« hat, bin ich der Autorin doch gerne in ihren Gedankenstreifzügen gefolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wesentlichen beschreibt sie im Buch sechs Monate ihres Lebens, die sie in Paris verbracht hat. Paris &#8211; das war für sie die Stadt der Sehnsucht. Und als ein Mensch, der an unterschiedlichen Orten gelebt hatte und nirgendwo so richtig sesshaft geworden war, meinte sie, hier vielleicht ihre Heimat zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beschreibt sie die schönen, aber auch herausfordernden Seiten dessen, was sie in Paris erlebt &#8211; und (Achtung Spolier!) am Ende stellt sie fest, dass auch Paris aus einer Reihe von Gründen nicht zur »Heimat« wird. Bis es aber soweit ist, reflektiert sie immer wieder, was eigentlich dazu führt, dass ein Ort zur Heimat wird &#8211; und das kann ganz Verschiedenes sein: Menschen, Sprache, Essen, kulturelle Gewohnheiten, Sicherheitsgefühl, der Eindruck, willkommen zu sein &#8211; und manches mehr.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Heimat zu haben, einen Platz an dem wir heimisch werden und an dem wir uns geborgen, willkommen und sicher fühlen, ist keine Selbstverständlichkeit. Das gilt für viele Menschen wie die Autorin, die in unserer mobilen Gesellschaft ständig unterwegs sind und von hier nach dort und von dort nach sonst wohin ziehen. Noch viel mehr erleben und erleiden das aber die unzähligen Menschen, die in diesen Tagen auf unserer Welt auf der Flucht sind.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In großen »Danklied der Erlösten«, das Psalm 107 darstellt, wird genau das auch als Grund zum Dank benannt, dass Gott Menschen Orte schenkt und schafft, an denen sie wohnen können und dort haben, was sie fürs Leben brauchen: <strong>»Er machte das Trockene wieder wasserreich und gab dem dürren Lande Wasserquellen und ließ die Hungrigen dort bleiben, dass sie eine Stadt bauten, in der sie wohnen konnten, und Äcker besäten und Weinberge pflanzten, die reichlich Früchte trugen.«</strong> (Psalm 107,35–37, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn zum Finden einer Heimat mit dazu gehört, dass ich geborgen bin, willkommen, geliebt, mit dem versorgt, was ich zum Leben brauche, dann ist es am Ende eben Gott, der mir Heimat schenkt &#8211; egal, wo ich mich aufhalte. Denn er gibt letzte Geborgenheit in dieser Welt, wo der Wind häufig so rau zu wehen scheint. Von ihm bin ich unbedingt geliebt. Und er versorgt mich mit dem, was ich brauche. Die »Suche nach Zuhause«: Für mich führt sie immer wieder zu Gott.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Durchreisender Fremder</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/durchreisender-fremder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Was Musik mit Glaubensthemen angeht, habe ich einen relativ weit gefächerten Geschmack. Irgendwie rührt es mich an, Lieder zu singen, die auf die altkirchlichen Hymnen zurückgehen und mich so mit der Christenheit über Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende verbinden &#8211; selbst wenn sie manchmal etwas sperrig daherkommen. Viele Paul-Gerhardt-Lieder möchte ich nicht missen. Und neuem Liedgut [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Was Musik mit Glaubensthemen angeht, habe ich einen relativ weit gefächerten Geschmack. Irgendwie rührt es mich an, Lieder zu singen, die auf die altkirchlichen Hymnen zurückgehen und mich so mit der Christenheit über Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende verbinden &#8211; selbst wenn sie manchmal etwas sperrig daherkommen. Viele Paul-Gerhardt-Lieder möchte ich nicht missen. Und neuem Liedgut wiederum gelingt es manchmal in besonderer Weise, mir als einem Menschen, der in der Gegenwart lebt, Worte für das Gotteslob zu schenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der Lieder, die mich besonders geprägt haben, ist der Gospel »Wayfaring Stranger«, also »Durchreisender Fremder«, den ich als Jugendlicher unendlich oft auf der Gitarre gespielt habe. Und ganz offensichtlich geht es anderen auch so &#8211; schließlich ist dieses Lied fast unzählig oft gecovert worden, sogar von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=buAzVkcH4YI">Ed Sheeran</a>. Besonders kongenial interpretiert ist es sicherlich von Johnny Cash in dieser Fassung:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Wie das bei solchen mündlich überlieferten Songs immer der Fall ist, variieren die Textfassungen der einzelnen Versionen ein wenig voneinander. Aber gleich bleibt doch jeweils das Gefühl der Heimatlosigkeit des »Wayfaring Stranger« auf der einen Seite und die Gewissheit, dass es eine Heimat »jenseits des Jordans« (hier Bild für das ewige Leben) gibt auf der anderen Seite. Das Wiedersehen mit den Lieben, das Einstimmen in das Gotteslob mit den Erlösten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es gerade die Schlichtheit dieses Liedes, die mich bewegt (hat): Die wenigen Pinselstriche, die manche Herausforderungen in diesem Leben aufnehmen und die die Hoffnung auf ein kommendes Leben skizzieren. Der Weg, der hier manchmal steil und anspruchsvoll ist. Und die »wunderbaren« himmlischen »Felder«, die sich vor uns auftun werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, das bin ich: ein »durchreisender Fremder« &#8211; was gleichwohl nicht heißt, dass es hier nicht auch manch Schönes zu erleben gäbe. Aber mein Ziel ist doch ein andres. Dieses Lied erinnert mich immer wieder einmal daran &#8211; gerade dann, wenn, wie im Lied formuliert, die »dunklen Wolken aufziehen«.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.« </strong>(Römer 8,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: (Fast) alle Lieder, die bei hier bei »Team Gott« vorkommen, gibt es aber jetzt übrigens auch in einer Spotify-Playlist: <a href="https://tinyurl.com/teamgottplaylist">https://tinyurl.com/teamgottplaylist</a></p>
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		<title>Nistkasten</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/nistkasten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich Vertretungsgottesdienste in den umliegenden Gemeinden übernehme, bin ich gerne rechtzeitig vor Ort. Dann bleibt mir die Gelegenheit, mich in die jeweiligen Verhältnisse vor Ort einzufinden, mit den anderen Beteiligten am Gottesdienst das Nötige abzusprechen und vielleicht auch sonst noch das eine oder andere Wort zu wechseln. Da kann es dann auch schon einmal [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich Vertretungsgottesdienste in den umliegenden Gemeinden übernehme, bin ich gerne rechtzeitig vor Ort. Dann bleibt mir die Gelegenheit, mich in die jeweiligen Verhältnisse vor Ort einzufinden, mit den anderen Beteiligten am Gottesdienst das Nötige abzusprechen und vielleicht auch sonst noch das eine oder andere Wort zu wechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da kann es dann auch schon einmal passieren, dass ich vor allen anderen vor Ort bin. So war es auch in den letzten Tagen. Ich war vom ersten Gottesdienstort gekommen und relativ zeitig an der zweiten Kirche eingetroffen. Die war noch abgeschlossen. Aber die Sonne schien und ich setzte mich hinter der Kirche auf eine Steinbank und genoss das Frühsommerwetter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fiel mein Blick auf einen Nistkasten, der an der Rückseite des Altarraums der Kirche angebracht ist. Zunächst stutzte ich ein wenig, weil ich den Ort für die Aufhängung der Nisthilfe überraschend fand. Dann aber musste ich schmunzeln und ahnte, dass da jemand, der hier am Werk war, wahrscheinlich einfach seine Bibel gut kannte:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.«</strong> (Psalm 84,3f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gottesdienst einen Platz haben, an dem ich bei Gott heimisch werden kann. Einen Ort haben, wo ich &#8211; geschützt vor dem, was mich sonst umtreibt, belastet und beschwert &#8211; bei und vor Gott zur Ruhe kommen kann. Das kann ich von den Vögeln, die hier am Altarraum nisten, lernen. Danke für diese Predigt ohne Worte!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Heimkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kennst du dieses Gefühl auch? &#8211; Wenn ich nach einer längeren Reise nach Hause komme, fühlen sich die Wohnräume, in denen wir leben für einen Moment fremd an. Selbst wenn in der Zwischenzeit niemand diese Räume betreten hat und ich alles so vorfinde, wie ich es zurückgelassen habe, stellt sich das Gefühl des »Zu-Hause-Seins« noch [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kennst du dieses Gefühl auch? &#8211; Wenn ich nach einer längeren Reise nach Hause komme, fühlen sich die Wohnräume, in denen wir leben für einen Moment fremd an. Selbst wenn in der Zwischenzeit niemand diese Räume betreten hat und ich alles so vorfinde, wie ich es zurückgelassen habe, stellt sich das Gefühl des »Zu-Hause-Seins« noch nicht unmittelbar ein. Es ist, als wäre alles um einen Hauch verrückt und müsste erst wieder an seinen richtigen Platz zurückgerückt werden. Nach ein, zwei Stunden hat sich dieses Gefühl dann wieder verflüchtigt, und alles fühlt sich vertraut und normal an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woran das wohl liegt? Daran, dass ich auf Reisen jedenfalls ein wenig ein anderer geworden bin? Daran, dass ich vergessen habe, wie mein Zuhause genau aussieht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So gesehen ist die Heimkehr immer auch ein Wagnis. Passen &#8211; im Bild gesprochen &#8211; die Schuhe noch, die ich zurückgelassen habe? Finde ich zu Hause tatsächlich mein Zuhause wieder oder muss ich mir eingestehen, dass mir der Sehnsuchtsort der Heimat fremd geworden ist und ich letztlich heimatlos geworden bin?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel gibt es eine ganze Reihe von Geschichten, die davon erzählen, dass Menschen freiwillig oder unfreiwillig ihre Heimat verlassen oder auch nach kürzerer oder längerer Zeit in ihre Heimat zurückkehren. Eine dieser Geschichten ist die von Nehemia, der nach Jerusalem zurückkehrt, nachdem die Stadt zerstört worden war und größere Teile des Volkes nach Babylon weggeführt worden waren. Und nun ist nach Jahrzehnten Heimkehr möglich. Aber die Heimat, die Nehemia nun vorfindet, sieht ganz und gar nicht wie die Heimat aus, nach der sich die Menschen zurücksehnten. Jerusalem, die Stadt der Sehnsucht, liegt in Trümmern:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und ich [Nehemia] sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind.«</strong> (Nehemia 2,17, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Heimat scheint verloren zu sein. Und doch geben Nehemia und seine Zeitgenossen nicht auf: <strong>»Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, dass wir nicht weiter ein Gespött seien!«</strong> (Nehemia 2,17). Die verlorene Heimat soll wieder zur Heimat werden &#8211; und warum?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»[&#8230;] ich sagte ihnen, wie gut die Hand meines Gottes über mir war [&#8230;]. Und sie sprachen: Auf, lasst uns bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum guten Werk.«</strong> (Nehemia 2,18).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Vertrauen heraus, dass Gott es gut mit ihnen meint, gehen die Menschen hier ans Werk. Das, was kaputt ist, wird wieder aufgebaut. Die Heimat, die verloren ist, wird zurückgewonnen. Mit Gott wird die alte Heimat zur neuen Heimat.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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