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		<title>Einschränkungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Menschen, die es mit Einschränkungen zu tun haben, haben es bis heute in manchen Lebensbereichen schwer &#8211; und das, obwohl in unserem Land viel getan wird, um Menschen mit Einschränkungen Mobilität und Anteilhabe zu ermöglichen. Aber was hilft dem Rollstuhlfahrer der Aufzug am Bahnhof, wenn er nicht funktioniert? Und eine Baustelle auf einem Gehweg kann [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Menschen, die es mit Einschränkungen zu tun haben, haben es bis heute in manchen Lebensbereichen schwer &#8211; und das, obwohl in unserem Land viel getan wird, um Menschen mit Einschränkungen Mobilität und Anteilhabe zu ermöglichen. Aber was hilft dem Rollstuhlfahrer der Aufzug am Bahnhof, wenn er nicht funktioniert? Und eine Baustelle auf einem Gehweg kann für jemanden, der auf einen Rollator angewiesen ist, schon zu einer großen Herausforderung werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manch vermeintlich kleines Hindernis ist so dann nicht bloß »ärgerlich«, sondern verstellt komplett Pläne und Möglichkeiten. Das Leben wird blockiert &#8211; und frustrierend ist es, wenn sich der Eindruck einstellt, dass es die anderen eigentlich gar nicht interessiert: wenn etwa der Fahrstuhl trotz mehrfachen Hinweises an die zuständige Stelle für längere Zeit einfach nicht repariert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gesellt sich zu dem Frust, den das Hindernis als solches darstellt, noch das Gefühl, eigentlich gar nicht beachtet zu werden. Das eigene Erleben und Ergehen scheint in den Augen anderer keine Rolle zu spielen: »Sieht das denn keiner, wie es mir geht?«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun liegen die Einschränkungen, mit denen wir es zu tun haben, in unterschiedlichen Bereichen. Nicht jede oder jeder hat es mit Mobilitätsproblemen zu tun. Für jemand anderes ist es vielleicht die Scheu, zum Telefonhörer zu greifen, um ein Problem zu lösen. Wieder jemand anderes tut sich schwer, Texte im Behördendeutsch zu lesen, sodass die entsprechenden Briefe einfach ungeöffnet auf einem Stapel landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Jesu Wundern bis zu den Worten der Propheten ist in der Bibel immer wieder die Rede davon, dass Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen &#8211; welcher Art auch immer: physisch oder psychisch &#8211; von Gott nicht abgeschrieben sind, sondern ganz im Gegenteil Gott sich als Helfer an ihre Seite stellt, er für sie da ist und sie in ihrem Leben mit allen Herausforderungen unterstützend begleitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Siehe, zur selben Zeit will ich mit allen denen ein Ende machen, die dich bedrängen, und will den Hinkenden helfen und die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.« </strong>(Zefanja 3,19, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig davon, welche Einschränkungen wir in unserem eigenen Leben wahrnehmen, dürfen wir dessen gewiss sein, dass Gott auch uns in unserem »Hinken« hilft und er Kraft schenkt und manchmal auch Heilung und Neuanfänge schafft. Auch dafür stehen die Wunder Jesu, dass diejenigen, die mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, ihm nicht egal sind, sondern er ihnen mit heilvoller Liebe begegnet &#8211; ihnen und uns. Und manchmal geschieht Gottes Hilfe an uns eben auch so, dass er uns durch andere Menschen hilft oder wir zu seinen Werkzeugen der Hilfe für andere werden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ein Schafskrimi</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/ein-schafskrimi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[August 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Wochen ist ziemlich zeitgleich im Kino und im Streaming der Film »Glennkill: Ein Schafskrimi« herausgekommen, der lose auf dem gleichnamigen Buch basiert, das sich vor rund 20 Jahren ausgesprochen erfolgreich verkauft hat. Kurz gefasst geht es im Film darum, dass der Schäfer einer Herde, um deren Schafe er sich liebevoll gekümmert hat, ermordet [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Wochen ist ziemlich zeitgleich im Kino und im Streaming der Film »<a href="https://youtu.be/H8Wveb9qIzU?si=THOfadHOcM_94Ywm">Glennkill: Ein Schafskrimi</a>« herausgekommen, der lose auf dem gleichnamigen Buch basiert, das sich vor rund 20 Jahren ausgesprochen erfolgreich verkauft hat. Kurz gefasst geht es im Film darum, dass der Schäfer einer Herde, um deren Schafe er sich liebevoll gekümmert hat, ermordet aufgefunden wird. Der örtliche Polizist ist von der Aufgabe, in einem Mordfall zu ermitteln, einigermaßen überfordert, sodass sich die Schafe der Aufgabe annehmen, den Mörder (oder die Mörderin) zu finden. Und sie haben bereits Vorkenntnisse, hat der Schäfer ihnen doch abends immer wieder Krimis vorgelesen, sodass sie ganz genau wissen, worauf es bei den Ermittlungen in einem Mordfall ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kommt dieser klamaukige Film, der ohne allzu viel Tiefgang daherkommt und sich als nette Zerstreuung zwischendurch eignet, nicht ohne Theologie aus. An einer Stelle passiert das ganz ausdrücklich, als einige der Schafe eine Kirche passieren und ein etwas weltgewandteres Schaf erklärt, dass das mit diesem »Gott« irgendwie kompliziert zu sein scheine, weil er einerseits »Schäfer« sei, dann aber doch auch »Schaf«. Und irgendwie sei er auch »Brot« und werde gegessen. Auch wenn hier offenbar ein Gag auf religiöse Kosten gemacht werden soll, ist doch zu konstatieren, dass das Schaf (bzw. die Person, die das Drehbuch geschrieben hat), das Johannesevangelium doch offenbar intensiver zur Kenntnis genommen hat: Johannes der Täufer, der über Jesus sagt: <strong>»Siehe, das ist Gottes Lamm!«</strong> (Johannes 1,36, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und Jesus, der von sich selbst sagt: <strong>»Ich bin der gute Hirte«</strong> (Johannes 10,11) und: <strong>»Ich bin das Brot des Lebens«</strong> (Johannes 6,48).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch faszinierender ist aber fast, dass sich religiöse Motive an anderen Stellen eher verborgen durch den Film ziehen: Da ist der Schäfer, der mindestens ein Schaf »gerettet« hat und durch die Erfindung einer Medizin auch anderen kranken Schafe Heil(ung) gebracht hat. Hier schimmert bereits ein Christusbild durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer anderen Szene opfert sich ein Schaf, das von den anderen eher gemieden wurde, unter Einsatz seines Lebens stellvertretend auf, damit die anderen gerettet werden. Auch hier muss man nicht sonderlich viele Umwege gehen, um ein Christus-Motiv zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich »lösen« die Schafe am Ende den Fall dadurch, dass sie sich immer wieder daran erinnern, was der Hirte ihnen gesagt hat, als er bei ihnen war. Auch hier lassen sich Parallelen zu Jesus und seinen Worten an seine Jünger entdecken, wenn dieser zu ihnen sagt: <strong>»Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.«</strong> (Johannes 15,7). Hier wie dort »lohnt« das Bewahren der Worte des »Hirten« auch über die Zeit seiner sichtbaren Gegenwart hinaus. Sie bewähren sich und helfen auch über die Zeit des Todes (und im Fall Christi: seiner Auferstehung und Himmelfahrt) hinaus weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens &#8211; ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Natürlich geht der Krimi gut aus &#8211; so wie das Leben derer, die in der Herde Jesu Christi unterwegs sind.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Gut genug</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/gut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einer der viralen Songs dieses Sommers ist »Gut genug«: Inhalt dieses Liedes sind die Ansprüche anderer, die an eine Person herangetragen werden und denen sie nicht gerecht werden kann oder will. Dem gegenüber ist die einfache Botschaft des Liedes: »Du bist gut genug!« bzw. »Bleib einfach du!«. Ich kann den Impuls, der hinter diesem Lied [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Einer der viralen Songs dieses Sommers ist »Gut genug«:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Inhalt dieses Liedes sind die Ansprüche anderer, die an eine Person herangetragen werden und denen sie nicht gerecht werden kann oder will. Dem gegenüber ist die einfache Botschaft des Liedes: »Du bist gut genug!« bzw. »Bleib einfach du!«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann den Impuls, der hinter diesem Lied steht, gut verstehen. Unsere multimedial vernetzte Welt konfrontiert uns mit derart viel »Du sollst« und »Du musst«, dass Menschen daran eigentlich nur scheitern können: Schönheitsideale, Gesinnungen, Gesundheitstipps. Und was, wenn ich das alles nicht schaffe? Wenn mir die Kraft fehlt, mein Körper das nicht hergibt? Was, wenn ich in diese ideale Welt nicht hineinpasse?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da kann ein solcher Zuspruch »Du bist gut genug!« schon ausgesprochen tröstlich sein. Und auch vom christlichen Glauben her lässt sich durchaus etwas Ähnliches aussagen: Ja, du bist in deiner Eigenart gut &#8211; nein: sehr gut von Gott geschaffen. Du musst nicht erst eine andere Person werden, um liebenswert zu sein oder zu werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings stolpere ich auch über diesen Song. Denn abseits von überzogenen und krank machenden Idealvorstellungen, wie ein Leben auszusehen hätte, stelle ich doch in meinem Leben immer wieder fest, dass ich nicht immer »gut genug« bin. Ich bleibe Freunden und Familienangehörigen immer wieder auch etwas schuldig. Längst nicht immer bin ich bei der Arbeit »gut genug«. An mancher Stelle hätte ich anders, ja auch besser handeln sollen. Es gibt in meinem Leben eben auch manches, was nicht gut oder nicht gut genug ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich muss der Zuspruch noch mindestens einen Schritt weiter gehen als bis zum »Du bist gut genug«. Es ist wie in den Heilungsgeschichten, in denen Jesus den Kranken nicht einfach nur sagt: »Du bist gut genug«, sondern er ihnen die Sünden vergibt und sie heilt. Damit ist auch das aufgefangen und nicht verdrängt, was eben auch nicht »gut genug« ist. Und so steht am Ende vielleicht nicht unbedingt der Satz »Du bist gut genug«, sondern: »Du bist von Gott geliebt und liebenswert«. Und: Immer wieder beginnt ein neues Leben in Gottes heilender Nähe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. [&#8230;] Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!«</strong> (Markus 2,5.10f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Worte, die verletzen</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/worte-die-verletzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Zuge der in diesen Tagen begonnenen Fußball-Weltmeisterschaft haben Dokumentationen rund um diese Sportart Hochkonjunktur. In der Reihe »Elf Helden &#8211; ein Albtraum«, in dem es um die Weltmeisterschaft 2014 geht, kommt unter anderem auch der damalige Bundestrainer, Hans-Hubert (»Berti«) Vogts, zu Wort und schaut dabei unter anderen auch auf seine Kindheit zurück. Beide Elternteile [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der in diesen Tagen begonnenen Fußball-Weltmeisterschaft haben Dokumentationen rund um diese Sportart Hochkonjunktur. In der Reihe »<a href="https://www.ardmediathek.de/serie/wm-1994-elf-helden-ein-albtraum/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS81MTg0/1">Elf Helden &#8211; ein Albtraum</a>«, in dem es um die Weltmeisterschaft 2014 geht, kommt unter anderem auch der damalige Bundestrainer, Hans-Hubert (»Berti«) Vogts, zu Wort und schaut dabei unter anderen auch auf seine Kindheit zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Elternteile hatte er innerhalb kurzer Zeit im Alter von 12 Jahren früh verloren. Nun erinnert er sich an die Beerdigung des Vaters und an das Verhalten des zuständigen Seelsorgers: »Der Pfarrer meinte, ich wäre ein böser Junge. Mein Vater hätte sich so dareingesteigert – und deshalb ist er gestorben. Und ich hätte Schuld. Das habe ich dem Pfarrer bis heute nicht verziehen.« (<a href="https://www.fr.de/sport/fussball/wm-doku-berti-vogts-packt-schlimme-kindheitserinnerung-aus-zr-94325868.html">Zeitungsbericht</a> in der FR).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich hat das aus verschiedenen Gründen bewegt: Natürlich ist es so ziemlich das Falscheste, was ein Mensch zu einem anderen Menschen bei der Beerdigung eines Angehörigen sagen kann. Und wer, wenn nicht ein Seelsorger, sollte das eigentlich wissen &#8211; eigentlich &#8230; Außerdem ist es natürlich totaler Unsinn. Selbst wenn hier ein frühpubertärer Junge seinem Vater Ärger gemacht haben sollte, wäre es ja völlig unzutreffend, diesen kurzschlüssigen Zusammenhang zwischen kindlicher »Bosheit« und der Herzerkrankung des Vaters herzustellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich glaube, mit am meisten hat mich betroffen gemacht, dass diese Geschichte Berti Vogts noch bis in sein 80. Lebensjahr verfolgt. Knapp 70 Jahre ist dieses Erlebnis schon her &#8211; und immer noch macht ihm das zu schaffen, erinnert er sich an diese Worte, die ihn offensichtlich durch sein ganzes Leben begleitet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherlich ist dies ein trauriger Extremfall. Aber wahrscheinlich tragen viele von uns Worte mit sich herum, die irgendjemand mal fallen gelassen hat, die uns in der Situation getroffen haben und uns seither ein Leben lang wie ein schlechter Ohrwurm begleiten: »Ach, komm, lass mich das machen. Du kannst das eh nicht.«  Oder: »Wie blöd kann man eigentlich sein?« Oder: »Kein Wunder, dass du niemanden abbekommst!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diejenigen, die so reden, haben das wahrscheinlich schon ein paar Tage später vergessen, was sie gesagt haben. Diejenigen, die solche Worte gehört haben, spüren die Verletzungen, die damit einhergehen, dagegen oft noch nach Jahren und Jahrzehnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der Bibel finden wir eine Beschreibung solchen verletzenden Redens: <strong>»Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.«</strong> (Sprüche 12,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig klingt hier schon an, dass solche Verletzungen allerdings auch geheilt werden können. Weise Worte, wohltuende Worte, wertschätzende Worte und ermutigende Worte sind in der Lage, sich heilsam auf die Verletzungen zu legen, die andere uns zugefügt haben. Vor allem aber ist es das Wort Gottes, Jesus Christus, Gottes großes »Ja« zu uns, sein »Ich habe dich unendlich lieb!« und sein »Dir ist vergeben!«, das Heil und Heilung bringt. Es wäre Aufgabe des Pfarrers gewesen, dem jungen Hans-Hubert in seiner Trauer (und in den Gewissensbissen, die ihn womöglich selbst schon geplagt haben) genau das zu sagen &#8211; und nicht, ihm vermeintliche Schuld einzureden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>Mit Gott am Johari-Fenster</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/mit-gott-am-johari-fenster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den erhellenden Kommunikationsmodellen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, gehört das sog. »Johari-Fenster« (benannt nach seinen Entwicklern, Joseph Luft und Harrington Ingham. Dabei geht es im Wesentlichen darum zu unterscheiden, was wem von einer Person bekannt ist. Dies haben die beiden Sozialpsychologen versucht, in vier Feldern (wie in einem Fenster mit vier [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zu den erhellenden Kommunikationsmodellen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, gehört das sog. »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster">Johari-Fenster</a>« (benannt nach seinen Entwicklern, <strong>Jo</strong>seph Luft und <strong>Har</strong>r<strong>i</strong>ngton Ingham. Dabei geht es im Wesentlichen darum zu unterscheiden, was wem von einer Person bekannt ist. Dies haben die beiden Sozialpsychologen versucht, in vier Feldern (wie in einem Fenster mit vier Scheiben) zu beschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Feld enthält das, was nur ich von mir weiß, andere aber nicht. Das zweite Feld birgt die Informationen über mich, die sowohl mir selbst als auch meinem Gegenüber bekannt sind. Dazu gehören zum Beispiel Informationen zu meinem Aussehen, zu meinem Namen, meinem Beruf. Und je enger ich mit Menschen befreundet bin und je mehr ich ihnen auch Anteil an meinem Leben gegeben habe, desto größer wird dieses Feld gemeinsamen Wissens. Meine Freunde wissen (hoffentlich) eine ganze Menge mehr von mir als meinen Namen und meine (inzwischen reichlich melierte) Haarfarbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig interessant wird es eigentlich in den anderen beiden Feldern. Es gibt nämlich auch Aspekte, die zu meiner Person gehören, die mir nicht bewusst sind, die andere aber deutlich an mir wahrnehmen. Von hier erklärt sich das unangenehme Empfinden, das sich bei den meisten Menschen einstellt, wenn sie Videoaufnahmen von sich selbst sehen. Wie unsere Stimme klingt und welche Marotten wir uns angewöhnt haben, ist uns oft gar nicht bewusst &#8211; eine Videoaufnahme spiegelt uns das dann. Es kann aber auch sein, dass ein Mensch uns daran Anteil gibt, wie er uns in einer bestimmten Situation oder über eine längere Zeitdauer hinweg wahrgenommen hat. Oft ist das nicht unbedingt erfreulich, was wir da zu hören bekommen. Und wir erschrecken, dass wir tatsächlich so auf andere gewirkt haben. Das ist uns ja längst nicht immer bewusst. Aber natürlich gibt es auch Segensreiches, Begabungen und Stärken, die uns verborgen sind, die andere dagegen viel deutlicher an uns wahrnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es schließlich einen Bereich, der weder mir noch anderen bewusst und zugänglich ist. Längst nicht alles, was uns als Person ausmacht und was uns geprägt hat, liegt für uns auf der Hand. Und natürlich haben andere oft noch weniger einen Einblick in all das. Trotzdem gehört es zu uns und prägt uns und macht uns zu den Menschen, die wir sind &#8211; im Guten wie im Schlechten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke dabei an das Psalmwort: <strong>»HERR, du erforschest mich und kennest mich. [&#8230;] Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wüsstest.«</strong> (Psalm 139,1+4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Für manche Menschen hat das eher einen schrecklichen Klang, weil es für sie verbunden ist mit einem Gottesbild, in dem das Wahrnehmen noch der kleinsten Verfehlung mit harter Strafe geahndet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf das Johari-Fenster und mit Blick auf Jesus Christus finde ich das aber unglaublich tröstlich. Während ich mich noch nicht einmal selbst immer verstehe &#8211; von anderen ganz zu schweigen &#8211; blickt Gott bei mir tatsächlich durch. Er kennt mich. Er weiß, warum ich bin, wie ich bin. Er kennt mich besser als ich mich selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und all das hat ihn nicht dazu gebracht, sich kopfschüttelnd von mir abzuwenden. Sondern er hat seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt, um mir Heil zu schenken. Gerade weil er weiß, wie sehr ich das nötig habe. Gerade weil ihm deutlich ist, dass mir vieles in meinem Leben gar nicht bewusst ist und ich deswegen auch hoffnungslos daran scheitern würde, mein Leben selbst zu optimieren oder zu kurieren. Wie gut, dass es zumindest einen gibt, der alle vier Felder meines Johari-Fensters kennt &#8211; und mich liebt!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Mehr als funktionieren</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/mehr-als-funktionieren/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 17 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Vorbereitung einer Lehrveranstaltung, für die ich etwas suchte, was typische Erfahrungen aus dem Alltagsleben einfängt, bin ich auf dieses Video gestoßen: Am Ende habe ich diesen Kurzfilm dann gar nicht verwendet, aber er hat mich trotzdem noch begleitet. Der Film hat eine einfache Storyline. Und auch die Botschaft ist für mein Dafürhalten simpel: Menschen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung einer Lehrveranstaltung, für die ich etwas suchte, was typische Erfahrungen aus dem Alltagsleben einfängt, bin ich auf dieses Video gestoßen:</p>



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<iframe  title="Animated short film on the alienation of work | The Employment - by Patricio Plaza &amp; Santiago Grasso" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/5KyifKNlY7A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Am Ende habe ich diesen Kurzfilm dann gar nicht verwendet, aber er hat mich trotzdem noch begleitet. Der Film hat eine einfache Storyline. Und auch die Botschaft ist für mein Dafürhalten simpel: Menschen begegnen sich nicht mehr als Menschen, sondern werden am Ende auf ihre Funktionen in der Gesellschaft reduziert. Ich bin nicht, wer ich bin. Sondern ich bin nur das, was ich kann. Es kommt nur darauf an, dass ich funktioniere. Als Person bin ich komplett uninteressant. Und am Ende taugt auch der Mensch, der andere bis dahin nur »genutzt« hat, selbst nur noch zum Fußabtreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Film vergleichsweise kurz ist, fand ich ihn beim Zuschauen fast unerträglich lang. Zu verfolgen, wie hier die Menschen nicht mehr als ein lebendiges Gegenüber, sondern nur noch als Funktionsträger dargestellt werden, fiel mir schwer. Ich möchte fast rufen: »Nein, so soll es nicht sein!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der Film würde keine Zuschauerinnen und Zuschauer finden, wenn er nicht doch eine Wahrheit einfangen würde. Da ruft einer den anderen erst dann mal wieder an, wenn er seine Kompetenzen für etwas braucht. Oder wir gehen achtlos an den Menschen vorbei, die als Busfahrer oder Reinigungskraft für uns und in unserer Mitte arbeiten. Aber wissen wir abends noch, wie ihr Gesicht ausgesehen hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich bewegt immer wieder, wie in den neutestamentlichen Erzählungen davon die Rede ist, dass Jesus die Menschen »sieht«. Für ihn sind sie nicht einfach nur Funktionsträger für seine »Sache«. Sie sind nicht wie Gegenstände, derer er sich bedient. Sondern Jesus sieht den Menschen, der vor ihm steht. Er sieht und begegnet ihm und schafft Heil. Zum Beispiel so:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten. Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit!«</strong> (Lukas 13,11f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Jesus Christus bin ich mehr als die Funktion, die ich ausübe &#8211; mehr als das, was ich zu leisten vermag. Bei ihm bin ich gesehen, geliebt &#8211; und finde Heil.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Anno Domini</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich kamen wir in der Familie darüber ins Gespräch, dass wir an manchen Stellen die Zeit in »vor Corona« und »nach Corona« einteilen, wenn wir etwa versuchen, uns zu erinnern, wann wir welchen Urlaub gemacht haben. (Übrigens immer mal wieder eine Gelegenheit, auf der einen Seite dafür zu danken, dass diese Zeit mit allen Belastungen, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich kamen wir in der Familie darüber ins Gespräch, dass wir an manchen Stellen die Zeit in »vor Corona« und »nach Corona« einteilen, wenn wir etwa versuchen, uns zu erinnern, wann wir welchen Urlaub gemacht haben. (Übrigens immer mal wieder eine Gelegenheit, auf der einen Seite dafür zu danken, dass diese Zeit mit allen Belastungen, aller Überforderung und aller Schuld hinter uns liegt, und auf der anderen Seite die Hände für die zu falten, die mit den Folgen auf die eine oder andere Weise bis heute zu kämpfen haben.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dieser Zeiteinteilung »vor/nach Corona« kam mir mein Vater wieder in den Sinn, der &#8211; wie viele seiner Generation &#8211; im Erzählen oft von »nach&#8217;m Krieg« sprach. Als der Zweite Weltkrieg endete, wurde er 16 Jahre alt. Dieser mörderische Krieg hatte also seine gesamte Jugend ausgemacht &#8211; kein Wunder also, dass er das bestimmende Ereignis seines Lebens war, das für meinen Vater die Zeiten einteilte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist ja, wie häufig wir schlimme, belastende und im negativen Sinn folgenreiche Ereignisse nutzen, um unsere Zeiten zu bestimmen. Beispiele, wo etwas Positives einen Einschnitt darstellt, gibt es weniger &#8211; vielleicht in unserem Bereich am ehesten »die Wende«, also der friedliche politische Umbruch in der DDR 1989. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso schöner ist es, dass wir unsere Zeit von Jesu Geburt her zählen, wir uns Anno Domini (im Jahr des Herrn) 2026 befinden. Hier zählen wir eben nicht von einem Ereignis her, das Menschenleben zerstört, sondern das Leben der Menschen gewonnen hat. Hier blicken wir nicht auf ein Geschehen zurück, dass die Menschen zerrissen hat, sondern darauf, dass einer gekommen ist, um uns zu versöhnen: mit Gott und auch untereinander. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So gesehen ist jedes Datum, das ich auf einen Brief schreibe, oder irgendwo in eine Eingabemaske in den Computer tippe, eine kleine Erinnerung an dieses heilvolle und heilsame Geschehen der Weltgeschichte. Eine echte Zeitenwende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. [&#8230;] Und sie [Maria] gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.«</strong> (Lukas 2,1f.7, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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