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		<title>Großzügig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Mir ist im Laufe meines Christenlebens immer deutlicher geworden, dass es beim christlichen Handeln eben nicht um das Abarbeiten von Regeln geht, sondern um Haltungen, die aus der Verbindung mit Jesus Christus erwachsen. Natürlich gibt es auch klare Regeln, die für Christinnen und Christen gelten &#8211; etwa: Ich soll andere nicht bestehlen. Wenn ich also [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mir ist im Laufe meines Christenlebens immer deutlicher geworden, dass es beim christlichen Handeln eben nicht um das Abarbeiten von Regeln geht, sondern um Haltungen, die aus der Verbindung mit Jesus Christus erwachsen. Natürlich gibt es auch klare Regeln, die für Christinnen und Christen gelten &#8211; etwa: Ich soll andere nicht bestehlen. Wenn ich also meinem Kollegen in einem unbeobachteten Moment 50 Euro aus dem Portemonnaie entwende, dann kann ich das schlecht damit begründen, dass meine »Haltung« als Christ des eben doch zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es wird vielleicht eher umgekehrt ein Schuh draus, dass dann, wenn ich mich im Kleinklein verliere und mit umständlichen Erklärungen nachzuweisen versuche, dass ich ja doch richtig gehandelt habe, wahrscheinlich schon etwas verkehrt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anschauliches Beispiel dafür sind, finde ich, die alttestamentlichen Weisungen für den Umgang mit dem eigenen Besitz, etwa mit den Ölbäumen und Weinbergen. Von einem Standpunkt aus, der vor allem auf das Einhalten von Rechten pocht, wäre die Sache ja einfach: Die Ölbäume in meinem Besitz gehören mir. Mein Weinberg ist meiner. Und im Sinn der Gewinnmaximierung hole ich alles raus, was nur rauszuholen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel lesen wir aber anderes. Wenn der Ölbaum geschüttelt ist, dann lass es gut sein. Was dann noch übrig ist, sollen die Bedürftigen sich nehmen können. Wenn im Weinberg nach der Lese noch ein paar Reben nachreifen, dann lass sie den Armen. Hier ermuntert Gott uns zu einer Haltung der Großzügigkeit: Denk doch daran, dass es Zeiten gab, in denen du und deine Vorfahren selbst auf Unterstützung anderer angewiesen waren! Und jetzt verlier dich doch nicht im Kleinklein. Du merkst es doch kaum, ob du die Handvoll Oliven am Ende auch noch hast, für jemanden in Not dagegen kann es für die Versorgung eines Tages den Unterschied ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wo wird das konkret für mich? &#8211; Vielleicht nach dem Abend im Biergarten: Wie gebe ich mein Trinkgeld &#8211; knauserig oder großzügig? Oder bei der Steuererklärung. Lege ich es noch darauf an, den letzten Cent erstattet zu bekommen oder lasse ich es an dieser oder jener Stelle auch einfach einmal gut sein &#8211; wohl wissend, dass der Staat auch mein Geld braucht, um den Aufgaben zur Erhaltung des Gemeinwesens gerecht zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist meine Erfahrung: Unabhängig davon, dass es Gottes guter Wille ist, dass wir so miteinander umgehen, fühlt sich Großzügigkeit auch viel besser an als Knauserigkeit und das Pochen auf das eigene Recht. Das Herz wird weit. Was ich habe, kann ich teilen. Gottes Güte, von der ich selbst lebe und der ich alles, was ich habe, verdanke, zieht durch mich hindurch weiter Kreise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Wenn du deine Ölbäume geschüttelt hast, so sollst du nicht die Zweige absuchen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. Wenn du deinen Weinberg abgelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägyptenland gewesen bist.« </strong>(5. Mose 24,20–22, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Orientierung</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/orientierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich war ich in Stuttgart unterwegs und gönnte mir, weil ich etwas früh dran war, schon in der Fußgängerzone einen Mittagsimbiss. Während ich aß, fiel mein Blick auf einen ungewöhnlichen Wegweiser. Dieser bestand nicht aus Metalleinheiten in Pfeilform, sondern hier fanden sich die Angaben auf LED-Anzeigen. So wurden insbesondere Ausstellungen in Museen beworben &#8211; mit [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich war ich in Stuttgart unterwegs und gönnte mir, weil ich etwas früh dran war, schon in der Fußgängerzone einen Mittagsimbiss. Während ich aß, fiel mein Blick auf einen ungewöhnlichen Wegweiser. Dieser bestand nicht aus Metalleinheiten in Pfeilform, sondern hier fanden sich die Angaben auf LED-Anzeigen. So wurden insbesondere Ausstellungen in Museen beworben &#8211; mit Hinweisen zu Öffnungszeiten und zur Wegstrecke, die bis dorthin zurückzulegen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Willkommen im 21. Jahrhundert«, dachte ich mir. Das hatte ich so noch nicht gesehen. Andererseits ist das ja auch pfiffig, weil es für solche wechselnden Veranstaltungen sonst keine guten Möglichkeiten gibt, sie mit einem Wegweiser zu bewerben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun passierte aber etwas Interessantes. Ich aß weiter gedankenversunken an meinem Essen herum, dachte noch etwas über diesen Wegweiser eigener Art nach, und blickte wieder hoch, weil ich auch inhaltlich an einer der dort beworbenen Veranstaltung hängen geblieben war. Und nun wollte ich noch einmal nachgucken, ob ich mir den Titel richtig gemerkt hatte. Aber als ich wieder hochguckte, musste ich feststellen, dass es diesbezüglich nichts mehr zu sehen gab. Die einzelnen Pfeile hatten ihre Richtung gewechselt und wiesen nun auf ganz andere Veranstaltungen hin. Wenn ich jetzt also wissen wollte, wie ich zu der Ausstellung kommen würde, die mich gerade noch interessiert hatte, hatte ich Pech gehabt. Keine Informationen mehr. Und es dauerte tatsächlich eine ganze Weile, bis sich die Pfeile wieder so verändert hatten, dass die für mich relevanten Informationen wieder angezeigt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In gewisser Weise mag dies tatsächlich auch ein Symbol für allgemeine Orientierungsversuche in unserem Leben sein. Uns ist völlig klar, dass wir uns angesichts neuer Herausforderungen und Gegebenheit neu orientieren müssen. Fragen des Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde etwa stellen sich heute anders als im 17. Jahrhundert. Da ist Beweglichkeit im Kopf dringend nötig, uns auch auf neue Herausforderungen einstellen zu können. Andererseits können wir uns auch leicht wie im Karussell vorkommen, wenn gefühlt alles sich ändert und nichts mehr feststeht &#8211; wenn auch das, was mich interessiert, was mir wichtig ist, auftaucht und verschwindet, ich aber nirgendwo mehr Halt finde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei allem Mitgehen durch die sich verändernden Zeiten, gibt es von Gott her die Zusage, dass sein Wort und seine Orientierung stabil bleiben:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht; deine Wahrheit währet für und für. Du hast die Erde fest gegründet, und sie bleibt stehen.«</strong> (Psalm 119,89f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Ernährungsregeln</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/ernaehrungsregeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit ein paar Grundregeln gesunder Ernährung. Die Zeiten, in denen es völlig egal war, was ich gegessen habe, und ich trotzdem nicht zugenommen habe, sind längst vorbei. Und natürlich weiß auch, dass in der zweiten Lebenshälfte die Themen »Krankheit« und »Gesundheit« an Bedeutung gewinnen. Und auch wenn es eine [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit ein paar Grundregeln gesunder Ernährung. Die Zeiten, in denen es völlig egal war, was ich gegessen habe, und ich trotzdem nicht zugenommen habe, sind längst vorbei. Und natürlich weiß auch, dass in der zweiten Lebenshälfte die Themen »Krankheit« und »Gesundheit« an Bedeutung gewinnen. Und auch wenn es eine Illusion ist, sein Leben durch gesundes Leben oder gesunde Ernährung unendlich verlängern zu können, lohnt es sich doch, an dieser Stelle etwas hinzugucken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick sind viele der Regeln für gesunde Ernährung echte Spaßbremsen. Während ich früher gerne mal bei der Arbeit nebenher eine ganze Packung »Jaffa Cake«, ohne groß nachzudenken, weggehauen habe, bleiben sie nun beim Einkaufen im Regal. Fleisch gibt&#8217;s weniger, Alkohol auch. Und zu Chips, Pommes und Schokolade greife ich ebenfalls seltener.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber während man meinen könnte, dass mein Leben nun trist und freudlos geworden ist, weil ich mir all das nicht mehr oder nicht mehr so oft wie früher gönne, ist das doch nicht wahr. Es macht Spaß, neue Lebensmittel und Rezepte zu entdecken. Und wenn ich ehrlich bin, dann leuchtet es mir auch unmittelbar ein, dass unverarbeitetes Obst und Gemüse besser ist als irgendwelches Fertigessen, das praktisch, aber letztlich auch nicht wirklich lecker ist. Ja, bei vielem, was ich jetzt wieder neu entdecke, fällt es mir nicht schwer zu sagen: Ja, so gehört das. Und ich merke auch hier und da, dass es mir tatsächlich guttut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich an Gottes Gebote denke, dann entdecke ich eine ganze Menge Parallelen zu dem, was ich jetzt gerade im Ernährungsbereich wahrnehme. Es ist, als ob ich in meinem Leben durch einen großen Supermarkt laufen würde. Viele Möglichkeiten stehen mir offen. Vieles ist heute möglich, was es früher nicht war. Aber Gottes Gebote erinnern mich daran: Nicht alles, was möglich ist, ist auch gut &#8211; für mich, für meine Mitmenschen, für meine Beziehung zu Gott. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das klingt erst einmal nach »Spaßbremse«. Aber wie bei einer sinnvollen Ernährung verhungere ich und verdurste ich ja nicht, wenn ich weise und verantwortungsvoll durchs Leben gehe. Gottes Lebensregeln wollen mir ja nicht die Laune verderben. Aber so, wie es einfach ungesund ist, drei Tafeln Schokolade am Stück wegzuhauen, ist es eben auch ungesund, wenn ich im Leben &#8211; in übertragenem Sinn &#8211; den Hals nicht voll bekomme und/oder ich lieblos statt liebevoll lebe. Regeln und Grenzen sind durchaus sinnvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus lässt es sich (wie bei einer umgestellten Ernährung) außerdem entdecken, dass ein Leben nach Gottes Geboten durchaus nicht freudlos ist, sondern guttut. Manches lässt sich dabei als Schatz neu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Das mit den Ernährungsregeln, das klappt bei mir nicht immer. Manchmal greife ich eben doch in eine Chipspackung oder trinke ein Glas Cola &#8211; in der Hoffnung, dass mein Körper mir das verzeiht. Bei Gott bleibt es an dieser Stelle nicht bei der Hoffnung, sondern hier habe ich Gewissheit, dass er mir meine Rückfälle in ein altes, liebloses Leben verzeiht. Dafür steht Jesus Christus. Wie gut! Und der ist der Garant dafür, dass mein Leben mit Gott ganz grundsätzlich und wieder neu gut wird, gut ist und gut bleibt &#8211; ganz unabhängig von meiner Ernährung und meinem Verhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ach dass sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!«</strong> (5. Mose 5,29, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Stimme</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/stimme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Februar 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Tagen durfte ich wieder einmal eine Fortbildungsveranstaltung für Lektorinnen und Lektoren gestalten und gleichzeitig auch wieder selbst etwas lernen, weil wir auch eine Logopädin und Stimmtherapeutin mit dabei hatten. Dabei staune ich immer wieder, was für eine beeindruckende Sache das mit der Stimme ist. Mit am meisten fasziniert mich, wie die Stimme so [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Tagen durfte ich wieder einmal eine Fortbildungsveranstaltung für Lektorinnen und Lektoren gestalten und gleichzeitig auch wieder selbst etwas lernen, weil wir auch eine Logopädin und Stimmtherapeutin mit dabei hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei staune ich immer wieder, was für eine beeindruckende Sache das mit der Stimme ist. Mit am meisten fasziniert mich, wie die Stimme so etwas wie ein Spiegel der ganzen Person ist. Wenn ich angespannt bin, hört man das an der Stimme. Wenn ich entspannt bin, wirkt sich das auf die Stimme aus. Wenn ich krumm stehe, ist das auch an der Stimme wahrnehmbar. Wenn ich aufrecht stehe, hat das auch Konsequenzen für meine Stimme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas zugespitzt ließe sich von daher formulieren: An der Stimme lässt sich ablesen, wer ich bin und wie es mir mit denen geht, mit denen ich zusammen bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel ist auch immer wieder von der Stimme die Rede, mit am prominentesten vielleicht im Johannesevangelium, wenn Jesus von sich als gutem Hirten redet und der von denen, die an ihn glauben, sagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir«</strong>. (Johannes 10,27, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Stimme etwas von der Person erkennen lässt und davon, wie es ihr mit denen geht, denen sie sich zuwendet, dann ließe sich von dem »Guten Hirten« Jesus sagen: Seine Stimme ist weich und entspannt, weil sich in ihr seine Liebe und Barmherzigkeit ausdrückt. In ihr zeigen sich nicht Anspannung und der Druck, dass die Menschen es doch mit ihrem Leben nach Gottes Geboten endlich mal auf die Reihe bekommen mögen (so wünschenswert das auch wäre), sondern diese Stimme ist voll von Gnade und Zuwendung &#8211; wie wir es von Eltern kennen, die ein Kind, das hingefallen ist, trösten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, diese Stimme kenne ich, und dieser Stimme folge ich, und diesem »Guten Hirten« folge ich, weil ich es gut habe, wo er ist &#8211; und das höre ich schon an seiner Stimme.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>»Ich will nicht ins Paradies«</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/paradies/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin mit dem Auto unterwegs und höre ausnahmsweise mal Radio und nicht eine meiner Playlists. HR 1. Hey, denke ich, die spielen da ja richtig gute Musik. Komisch, wie sich das verändert hat. Früher gab es da nur Musik für alte Menschen. … Okay … Nun ja, heute anscheinend auch. Der Moderator kündigt die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mit dem Auto unterwegs und höre ausnahmsweise mal Radio und nicht eine meiner Playlists. HR 1. Hey, denke ich, die spielen da ja richtig gute Musik. Komisch, wie sich das verändert hat. Früher gab es da nur Musik für alte Menschen. … Okay … Nun ja, heute anscheinend auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Moderator kündigt die Toten Hosen an. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3C4v81GtU9EbxKpF1EHump?si=41a4a5db97bc4ef4">Paradies</a>« von ihrem Album »Opium fürs Volk»«. Das erschien nämlich am 26. Januar 1996, also heute vor genau dreißig Jahren. Das Gefühl, alt zu sein, verstärkt sich noch etwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnerungen an die Platte kommen hoch. Die Toten Hosen setzten sich auf ihre provokante und herausfordernde Art mit der Beziehung Mensch – Gott auseinander. Vieles wurde hinterfragt, natürlich besonders die Gebote, und schließlich kommen die Toten Hosen zu dem Schluss: »Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dahin so schwierig ist«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab die Jahreslosung noch im Ohr: <strong>»Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu« </strong>(Offenbarung 21,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft), und denke spontan: »Häh, doch! Doch will ich. Ich will ins Paradies! Und, wenn ich mir angucke, was uns da erwartet, dann sowieso. Ich glaube, ich würde auch unbedingt ins Paradies wollen, wenn ich nicht an Gott glauben würde. Das ist so viel besser als alles andere.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mach das Radio lauter, um den Text besser zu verstehen. In meiner Erinnerung geht es in dem Lied um die Gebote und dass wir sie zu befolgen haben, um ins Paradies zu kommen. Und genau das war den Toten Hosen zu schwierig und anspruchsvoll. Und deshalb wollen sie nicht ins Paradies, sondern lieber hierbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gebote halten, um in den Himmel zu kommen. Wirklich? Dafür haben wir sie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe meinen Gott und besonders auch seinen Humor. Meine tägliche Bibellese für heute, den 26. Januar, steht im 5. Buch Mose im 6. Kapitel. Das Volk Israel steht an der Grenze zum gelobten Land, kann es schon sehen. Mose spricht zu den Menschen und mittendrin heißt es:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Vielleicht wird dich dein Kind einmal fragen: was soll das alles? Diese ganzen Vorschriften, Gebote und Bestimmungen? Warum hat der Herr unser Gott sie uns befohlen? Wenn dein Kind dich so fragt, sollst du ihm antworten: […] Dann wird es uns immer gutgehen und er wird uns am Leben erhalten wie heute.« </strong>(5. Mose 6,20–24, BasisBibel, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht hier gar nicht um den Himmel oder das Paradies oder so. Es geht um das Leben hier auf der Erde. Und es geht um »uns«, Plural. Es geht nicht um die »Ichs« auf dieser Welt, es geht um das »uns«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott liebt uns! Und deshalb will er, dass es uns allen gut geht. Ja, natürlich dann auch im Paradies, aber vor allem auch jetzt schon. Er liebt uns und will, dass es jedem Einzelnen von uns gut geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür sind die Gebote da. Dass wir den anderen im Blick haben und wir darauf achten, dass es ihm gut geht. Wenn uns das gelingen würde, wären wir dem gelobten Land schon genauso nah, wie das Volk Israel damals in der Wüste. Sehen können wir es schon! Wir brauchen nur noch einen »kleinen« Schritt zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So einfach ist das? Ist es ja leider dann doch nicht und das merken wir oft genug. Dann haben die Toten Hosen wohl doch recht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lied ist inzwischen zu Ende und ich bin überrascht. Überrascht und enttäuscht. Ich hatte den Text ganz anders in Erinnerung. Das ist schon vieles sehr komisch. Und es geht auch gar nicht um Gebote! Es geht um »gerade sitzen«, »mit Messer und Gabel essen«, »geputzte Schuhe haben«. Das sollen wir machen, um in den Himmel zu kommen. Echt jetzt? Wie kann man das so hoch hängen? Als ob Gott das wichtig wäre! Oder anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird uns immer gutgehen und er wird uns am Leben erhalten wie heute! Das ist Gott wichtig. So wichtig, dass <em>er</em> diesen »kleinen« Schritt, den wir nicht schaffen, für uns gegangen ist. Er hat uns vorgelebt, wie dieses Paradies auf Erden aussehen kann. Und er hat mit seinem Tod den Weg ins gelobte Land für uns frei gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich will ins Paradies, weil der Weg dahin für mich, für uns jetzt so einfach ist! Gott sei Dank!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Karsten Schreiner</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Welt &#8211; gut geordnet</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/die-welt-gut-geordnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen stieß ich kürzlich wieder auf einen Bildband des Schweizer Kabarettisten Ursus Wehrli. Der ist unter anderem dafür bekannt, dass er »die Welt aufräumt«. Da werden Pommes aus einer Pommesschale schon einmal in römische Zahlen umsortiert, damit es auch schön ordentlich aussieht. Oder ein Schwimmbad wird »aufgeräumt«, wie es dieses Video hier zeigt: Menschen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Beim Aufräumen stieß ich kürzlich wieder auf einen Bildband des Schweizer Kabarettisten <a href="https://www.kunstaufraeumen.ch/de/">Ursus Wehrli</a>. Der ist unter anderem dafür bekannt, dass er »die Welt aufräumt«. Da werden Pommes aus einer Pommesschale schon einmal in römische Zahlen umsortiert, damit es auch schön ordentlich aussieht. Oder ein Schwimmbad wird »aufgeräumt«, wie es dieses Video hier zeigt:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="HERR WEHRLI RÄUMT DIE BADEWIESE AUF" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/BuBg06Oc5i4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen kaufen deswegen seine Bücher oder schauen solche Videos an, weil das Ergebnis am Ende absolut absurd ist und wir deshalb unweigerlich lachen müssen. Auch wenn wir wissen, dass es ohne Ordnung im Leben nicht geht, wäre ein solches Ordnen der Welt geradezu verrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Neuen Testament ist <em>Kosmos</em> das Wort für die Welt &#8211; und ja, es beschreibt die geordnete Welt, die sich vom Chaos unterscheidet. Und es ist gut, dass Gott uns nicht im völligen Durcheinander leben lässt, sondern es Ordnungen gibt: zum Beispiel, dass Meer und Land voneinander geschieden sind oder im Straßenverkehr »rechts vor links« gilt, dass in der Gesellschaft Töten und Klauen verboten ist oder auch im Freundeskreis Fairness ein hohes Gut ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch heißt das nicht, dass dem Leben alle Kreativität genommen wäre und wir &#8211; wie im Video &#8211; wie die Sardinen nebeneinander im Schwimmbad liegen müssten, damit alles seine »gute Ordnung« hat. Gott hat die Welt nicht als zwanghafter Künstler geordnet, der die Krise bekommt, wenn irgendetwas nicht genau parallel liegt, sondern er hat die Welt so geschaffen, dass Leben möglich ist &#8211; und jeder und jede von uns eben auch mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, mit verschiedenen Charaktereigenschaften und Begabungen die Welt gestalten kann. Und in aller guten Ordnung Gottes ist dann auch Raum für das »kreative Chaos«, das es manchmal braucht &#8211; oder eben auch für die Sturköpfigkeit von Gottes Geschöpfen, wie dieses Video hier zeigt:</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.«</strong> (Psalm 104,24, Lutherübersetzung 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>
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