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		<title>Horizont</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen erleben den unverstellten Blick auf den Horizont als etwas Besonderes. Wenn man etwa am Meer sitzt und dann bis zum Horizont schauen kann. Besonders schön kann es dann sein, wenn dort noch die Sonne auf- oder untergeht. Ein echtes Erlebnis! Nun erzeugt der Horizont einen Eindruck, der so ja erst einmal gar nicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen erleben den unverstellten Blick auf den Horizont als etwas Besonderes. Wenn man etwa am Meer sitzt und dann bis zum Horizont schauen kann. Besonders schön kann es dann sein, wenn dort noch die Sonne auf- oder untergeht. Ein echtes Erlebnis! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun erzeugt der Horizont einen Eindruck, der so ja erst einmal gar nicht richtig ist. Denn es scheint ja, als wäre die Welt am Horizont »zu Ende«. Aber nicht erst seit Udo Lindenberg wissen wir, dass es hinter dem Horizont eben doch weitergeht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist der Blick auf den Horizont immer wieder auch eine Erinnerung daran, dass die Perspektive von uns Menschen eben doch immer begrenzt bleibt. Und gleichzeitig gelingt mir hier unproblematisch das, was in vergleichbarer Weise auch im Glauben wichtig ist, dass ich das, was ich sehen kann, und das, was ich gerade nicht sehen kann, zusammenbekomme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe nur bis zum Horizont und weiß doch: Da ist noch mehr. Hinter dem Horizont erstreckt sich die Erde weiter. Sehen und Nicht-Sehen-Können haben beide ihren Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Horizont ist manchmal ganz schön begrenzt. Und bisweilen schieben sich sogar Wolken oder Nebel davor, dann ist mein Blick noch verstellter. Das ändert aber eben nichts daran, dass Gottes Welt, dass Gottes Gedanken und Gottes Fürsorge sich viel weiter erstrecken, als ich sehen kann. Der Horizont seiner Liebe ist unbegrenzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Psalmen ist dieser Gedanke ausgedrückt mit der Gnade Gottes, die so weit reicht wie der Himmel. Eben nicht nur bis zum Horizont &#8211; nicht nur so weit, wie ich gucken kann, sondern weit darüber hinaus: bis ins Unendliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ich will dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen.« </strong>(Psalm 108,4f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>In sich selbst vergnügt</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/in-sich-selbst-vergnuegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Singen bekannter Choräle stoße ich immer wieder auf Formulierungen, an denen ich hängen bleibe. So ging es mir kürzlich in einem Gottesdienst, als wir »Wer nur den lieben Gott lässt walten« (ELKG² 541 &#124; EG 369) gesungen haben. Da heißt es in der dritten Strophe: »Man halte nur ein wenig stille / und sei [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Singen bekannter Choräle stoße ich immer wieder auf Formulierungen, an denen ich hängen bleibe. So ging es mir kürzlich in einem Gottesdienst, als wir »Wer nur den lieben Gott lässt walten« (ELKG² 541 | EG 369) gesungen haben. Da heißt es in der dritten Strophe: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Man halte nur ein wenig stille / und sei doch in sich selbst vergnügt, / wie unser&#8217;s Gottes Gnadenwille, / wie sein Allwissenheit es fügt; / Gott, der uns sich hat auserwählt, / der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Herz und Sinn ist mir auch lange nach dem Singen die Formulierung »in sich selbst vergnügt« geblieben. Was ist das für eine Haltung oder für ein Empfinden, das hier beschrieben wird? Klar ist, dass es hier nicht um ein »Immer-gut-drauf-Sein« geht. Gerade in der Strophe vorher werden »Kreuz und Leid« genannt &#8211; und überhaupt kreist ja das ganze Lied darum, wie Menschen Trost besonders in schwierigen Lebensabschnitten finden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Blick in die Wortgeschichte lässt erkennen, dass zur Zeit der Entstehung des Liedes »vergnügen« noch anders gebraucht wurde als heute, wo wir es eher im Sinn von »Spaß haben« verwenden. Damals schwang bei »vergnügen« viel stärker noch das »genügen« mit &#8211; es sich also genügen lassen und zufrieden sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So gewinnt diese Strophe dann einen etwas anderen Klang. Dann geht es weniger um eine dauerhafte innere Heiterkeit selbst in schweren Zeiten, sondern mehr darum, dass es in allem Schweren genug für mich ist zu wissen, dass Gott sich schon in guter Weise um mich kümmert. Dass ich in diesem Gedanken Ruhe und Frieden finde und so zufrieden sein kann. Das kann eine innere vergnügliche Heiterkeit durchaus einschließen &#8211; muss es aber eben nicht in jedem Fall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber gerade in Zeiten, in denen uns so klar vor Augen steht, was alles noch sein könnte, sollte, müsste &#8230; kann es tatsächlich heilsam sein, sich auf das zu besinnen, was uns geschenkt und zugesagt ist: Gott sorgt für uns &#8211; auch und gerade in den schweren Zeiten unseres Lebens. Das ist genug. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ihr sollt genug zu essen haben und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat, und mein Volk soll nicht mehr zuschanden werden.«</strong> (Joel 2,26, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Leichtes Gepäck</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/leichtes-gepaeck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den etwas unfertigen Geschichten in meinem Leben gehört, dass ich zweimal auf dem West-Highland-Way in Schottland unterwegs war und die Tour jedes Mal anders endete, als ich das geplant hatte. Das erste Mal vor über 15 Jahren bremste mich eine Blinddarmentzündung aus. Und als ich vergangenes Jahr einen zweiten Versuch unternahm, war es neben [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu den etwas unfertigen Geschichten in meinem Leben gehört, dass ich zweimal auf dem West-Highland-Way in Schottland unterwegs war und die Tour jedes Mal anders endete, als ich das geplant hatte. Das erste Mal vor über 15 Jahren bremste mich eine Blinddarmentzündung aus. Und als ich vergangenes Jahr einen zweiten Versuch unternahm, war es neben einem heftigen Sommersturm mein unprofessionelles Packen, was mich dazu brachte, etwas früher als geplant die Wanderung zu beenden: Ich hatte einfach zu viel Gepäck dabei &#8211; und meine Kraft und Kondition reichten dafür nicht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich die Frage des »Gepäcks« nicht nur bei Wanderungen stellt, sondern auch sonst im Leben, hat die Band »Silbermond« in ihrem Song »Leichtes Gepäck« unnachahmlich zum Ausdruck gebracht:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Leichtes Gepäck" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/tM9IMzo1wUQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>»Eines Tages fällt dir auf, / Dass du 99 Prozent nicht brauchst. / Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, / Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich jungen Menschen beim Umziehen zusehe (oder mithelfe), dann beneide ich sie etwas um das »leichte Gepäck«, mit dem sie (noch) unterwegs sind. Der ganze Hausstand passt noch locker in einen Kleintransporter, ein Umzug ist ohne Probleme an einem Tag gemacht. Das ermöglicht Flexibilität und Neuausrichtung. Würde ich umziehen wollen, wäre das dagegen schon ein größeres Unternehmen. Damit wachsen die Beharrungskräfte und die Beweglichkeit lässt nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Licht erscheint Jesu Mahnung an seine Jünger plausibel, wenn er sagt: <strong>»Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, auch keine Tasche für den Weg, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe, auch keinen Stecken.«</strong> (Matthäus 10,9f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Anders ausgedrückt: Reist mit »leichtem Gepäck«. Macht euch nicht abhängig von dem, was ihr habt. Schleppt nicht zu viel mit euch rum, was euch bei euren Plänen und bei der Erfüllung eurer Aufgabe hindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wird uns das nicht in derselben Weise abverlangt wie den Jüngern in dieser konkreten Situation. Von Anfang an haben Christinnen und Christen auch Besitz gehabt und haben diesen in den Dienst der Gemeinden gestellt, etwa wenn diejenigen, die Häuser besaßen, zur Gottesdienstfeier einluden. Und trotzdem mag die Mahnung an die Jünger auch für uns ein Impuls zum Nachdenken sein: Was brauchen wir wirklich? Was ist Ballast, der uns das Leben nur schwer mach und dazu führt, dass wir unbeweglich werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getragen ist Jesu Aufruf, Ballast ruhig abzuwerfen, von der Zusage, dass Gott für uns sorgt und am Ende mit seiner Nähe und mit dem Anbruch seines Reiches in unserer Mitte etwas ganz anders wichtig ist als das, was wir so sammeln und horten. Mit ihm lässt es sich durchs Leben reisen &#8211; auch und gerade mit »leichtem Gepäck«.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Keine glatten, aber tröstliche Geschichten</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/keine-glatten-aber-troestliche-geschichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was mich an den biblischen Geschichten immer wieder fasziniert, ist, dass sie nicht »glatt« sind. Da spazieren keine Helden durchs Leben, die jede Herausforderung und Gefahr souverän bestehen. Sondern immer wieder entdecke ich da Menschen wie dich und mich, die Gutes wollen und doch scheitern. Dabei wird in der Bibel auch das Scheitern nicht schöngeredet, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Was mich an den biblischen Geschichten immer wieder fasziniert, ist, dass sie nicht »glatt« sind. Da spazieren keine Helden durchs Leben, die jede Herausforderung und Gefahr souverän bestehen. Sondern immer wieder entdecke ich da Menschen wie dich und mich, die Gutes wollen und doch scheitern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wird in der Bibel auch das Scheitern nicht schöngeredet, und auch die Folgen menschlicher Schuld geraten nicht aus dem Blick. Sondern Lebenswege werden eben auch in ihrer Gebrochenheit gezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders tragisch war dies bei einer der herausragenden Figuren der Bibel, Mose. Er hatte sich von Gott in den Dienst nehmen lassen, immer wieder auch im Riss zwischen Gott und dem Volk gestanden, vermittelt, gebeten, gute Worte eingelegt. Aber auch ihn überkommt an einer Stelle der Frust, sodass er aus Gottes Hilfsangebot in der Wüste eine Demonstration eigener Größe macht (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/4.Mose20%2C7-12">4. Mose 20,7–12</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie dies beim Schuldigwerden nun einmal immer wieder ist, hat dies Konsequenzen. Mose darf das gelobte Land nicht betreten, sondern nur einen Blick hineinwerfen (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose34%2C4">5. Mose 34,4</a>). So weit, so wenig glatt &#8211; und irgendwie auch so realistisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unglaublich tröstlich wird die Geschichte aber dadurch, finde ich, dass dies nicht das Ende des Liedes ist. Gott sagt nicht: »Da siehst du mal, was du angerichtet hast. Jetzt kann ich dir auch nicht weiterhelfen.« Sondern am Ende steht eine Geste Gottes, die ihresgleichen sucht: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Und er [= Gott] begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein [= Moses] Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.« </strong>(5. Mose 34,5f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott selbst macht sich die Finger schmutzig und wird zum Totengräber des Mose. Er tut ihm diesen besonderen Liebesdienst. Und so steht am Ende des Lebens des Mose nicht sein Scheitern und Versagen (obwohl es sein Leben bis zum Ende zeichnet), sondern Gottes Fürsorge für ihn. Gottes Liebe zu seinen Menschen überwiegt das Scheitern und Versagen und dessen Konsequenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in Jesus Christus macht sich Gott noch einmal in unüberbietbarer Weise die Finger schmutzig, damit genau dies für uns zur Gewissheit werden kann: Was auch immer in unserem Leben verkehrt gewesen sein mag und wie schmerzhaft auch die Konsequenzen dessen sein mögen &#8211; Jesus Christus hat am Kreuz alles mehr als aufgewogen. Seine Liebe und Fürsorge ist größer als unser Versagen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Lagerfeuer</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/lagerfeuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den Dingen, die ich besonders gerne mag, gehört es, am Lagerfeuer zu sitzen. Okay &#8211; über die Kleider, die danach noch Tage lang nach Rauch riechen, könnten wir noch diskutieren. Aber die Momente am Feuer sind es allemal Wert. Einfach da zu sitzen, sich vom Feuer wärmen zu lassen, dem Spiel der Flammen zuzusehen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zu den Dingen, die ich besonders gerne mag, gehört es, am Lagerfeuer zu sitzen. Okay &#8211; über die Kleider, die danach noch Tage lang nach Rauch riechen, könnten wir noch diskutieren. Aber die Momente am Feuer sind es allemal Wert. Einfach da zu sitzen, sich vom Feuer wärmen zu lassen, dem Spiel der Flammen zuzusehen. Und dann ggf. auch noch etwas Leckeres über den Flammen zu garen. Herrlich! Da kann es Leib und Seele gutgehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend spielt auch eine meiner liebsten Osterszenen an einem Lagerfreuer:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Als sie [= die Jünger] nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! [&#8230;] Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch.«</strong> (Johannes 21,9–13 i.A., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schön an dieser Ostererzählung finde ich die Fürsorge Jesu für seine Jünger &#8211; und zwar nicht nur für ihre Seelen, sondern auch für ihren Körper. Die Jünger waren die ganze Nacht an der Arbeit. Zunächst war es ein großer Reinfall gewesen, dann hatte ihnen Jesus einen reichen Fang geschenkt. Und trotzdem dürften sie nun »durch« gewesen sein. Eine Nacht voller Arbeit. Am Ende jetzt große Fischmassen, die nur mit großer Kraftanstrengung zu bewältigen waren. Ich stelle mir vor, wie es gegen Morgen nun auch neblig und feucht geworden ist. Ungemütlich. Ermüdend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann brennt da ein Lagerfeuer. Ein Ort, um sich aufzuwärmen. Fisch und Brot liegen schon darauf. Alles ist vorbereitet, um nach einer herausfordernden Arbeitsphase wieder Kraft schöpfen zu können: ein Ort voller Wärme, Nahrung, um etwas gegen den knurrenden Magen zu tun, um es sich gutgehen zu lassen. Und für all das schnipst Jesus nicht einfach einen Engel herbei, damit der diese Cateringaufgaben übernimmt, sondern er selbst, Jesus, sorgt so für seine Jünger. Leibsorge und Seelsorge gehören für ihn zusammen. Beides lässt sich nicht auseinanderreißen. Manchmal versorgt er die Seinen am Abendmahlstisch und manchmal eben auch am Lagerfeuer.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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