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	<title>Fehler &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Decke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Investigativer Journalismus gehört zu den Säulen demokratischer Staaten. Dass Journalistinnen und Journalisten den dunklen Machenschaften von einflussreichen Menschen auf die Schliche kommen, sie ans Licht bringen und so dazu beitragen, dass diese auch zur Rechenschaft gezogen werden, ist wichtig. Es wäre schlimm, wenn alles unter der Decke bleiben würde. Nicht zu verwechseln damit ist allerdings [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Investigativer Journalismus gehört zu den Säulen demokratischer Staaten. Dass Journalistinnen und Journalisten den dunklen Machenschaften von einflussreichen Menschen auf die Schliche kommen, sie ans Licht bringen und so dazu beitragen, dass diese auch zur Rechenschaft gezogen werden, ist wichtig. Es wäre schlimm, wenn alles unter der Decke bleiben würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zu verwechseln damit ist allerdings die Tendenz in unserer Gesellschaft, vieles zu skandalisieren und aufzubauschen. Da macht jemand einen Fehler, gesteht ihn ein und bittet um Entschuldigung &#8211; und medial wird er oder sie dann weiterhin wie eine Sau durchs Dorf getrieben, als ob es das Allerunmenschlichste und Außergewöhnlichste wäre, sich zu irren oder eben auch einmal falsch zu handeln. Besonders deutlich ist das auch bei Sportlern zu sehen, die je nach Tagesform mal bessere und mal schlechtere Leistungen bringen. Machen sie dann einen größeren Fehler, über den sie sich selbst wahrscheinlich am meisten ärgern, ist das mediale Getöse groß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Logik dahinter ist durchaus erklärbar. Zeitungen, Newsportale und ähnliche Informationsanbieter sind für Werbeeinnahmen auf möglichst hohe Klickzahlen angewiesen. Und diese Zugriffe auf die eigenen Inhalte erreicht man nicht dadurch, dass man abgewogen berichtet, sondern durch Skandalisierung und Aufbauschung (mindestens in den Überschriften). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Christlich ist all das allerdings nicht. Der christliche Glaube kennt zwar durchaus den Gedanken, dass wir Verantwortung tragen für das, was wir tun und lassen, dass es keinen Zweck hat, das Schlechte in unserem Leben zu verstecken. Aber auf dem, der bereits am Boden liegt, noch rumzutrampeln, das Scheitern immer wieder ans Licht zu zerren, das passt nicht zu einem Leben aus dem Glauben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 1. Petrusbrief steht die Mahnung und Ermunterung: <strong>»Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe; denn ›Liebe deckt der Sünden Menge zu‹«</strong> (1. Petrus 4,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das lese ich gleich in einer doppelten Weise. Zum einen beziehe ich das auf Jesu Liebe zu uns. Er geht nicht so mit uns um, dass er unser Scheitern und Versagen, unsere Sünde und Schuld ans Licht zerrt und daraus fette Schlagzeilen macht. Sondern er nimmt mir all das ab, deckt es zu, dass es nicht mehr sichtbar ist und hüllt mich in die Decke seiner Liebe, sodass ich geschützt bin vor den Blicken derer, die nur darauf gewartet haben, dass ich mich auf die Nase lege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann prägt all das auch unser Verhalten als Christen: Der angemessene Umgang mit dem Scheitern anderer ist dann nicht das Tuscheln und Tratschen: »Hast du schon gehört, wie der, wie die &#8230;?« Sondern in diesem Moment ist der Griff zur Decke dran, in die ich dann den anderen Menschen einhülle, der am Boden liegt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Von den Fehlern der anderen leben</title>
		<link>https://team-gott.de/januar-2026/von-den-fehlern-der-anderen-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Januar 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einer Recherche stieß ich kürzlich am Rande auf einen Text aus dem Jahr 1992, in dem die Autoren seufzend formulierten: »Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermein[t]lichen) Fehlern der anderen?« (Thomas und Claudia Seidel, Zum Thema »Evangelisch oder evangelikal?«, in: Lutherische Kirche 23 (1992), Heft 4, 13f., dort 14). Vorausgegangen war [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Recherche stieß ich kürzlich am Rande auf einen Text aus dem Jahr 1992, in dem die Autoren seufzend formulierten: »Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermein[t]lichen) Fehlern der anderen?« (Thomas und Claudia Seidel, Zum Thema »Evangelisch oder evangelikal?«, in: Lutherische Kirche 23 (1992), Heft 4, 13f., dort 14). Vorausgegangen war der Abdruck eines Beitrags in einem früheren Heft, in dem ein anderer Autor die Unterschiede zwischen lutherischer und evangelikaler Theologie herausgearbeitet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es diese gibt, stellten auch die Verfasser des Antwortartikels nicht in Frage. Aber im Detail war ihnen der Beitrag, auf den sie sich bezogen, doch zu wenig differenziert und im Ton lieblos und rechthaberisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wie lange leben wir noch von den (oft nur vermeintlichen) Fehlern der anderen?« &#8211; Dieser Satz hat mich »erwischt«, weil ich hier etwas entdeckt habe, was meiner Wahrnehmung nach bis heute sowohl im kirchlichen als auch im persönlichen Leben weit verbreitet ist &#8211; auch bei mir selbst. Mit dem »Ich bin/wir sind nicht so wie die da« lässt es sich wunderbar punkten. Und je stärker man die anderen verunglimpft, desto strahlender scheint die eigene Entscheidung der Abgrenzung. Dabei sind die Positionen jeweils austauschbar. Es geht vor allem darum, sich als der oder die »Gute« von den anderen, die nicht so gut sind, abzugrenzen und dadurch an Ansehen zu gewinnen. Dabei ist das auch viel bequemer, als selbst neue Wege zu beschreiben und zu beschreiten, (unbequeme) Entscheidungen zu verantworten und Leben zu gestalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bin ich fest davon überzeugt, dass es sowohl im persönlichen wie im gemeindlichen und kirchlichen Leben nicht geht, ohne Position zu beziehen und auch Grenzen zu setzen: Nein, das glauben wir nicht, für diese Einstellung stehe ich nicht. Aber wie sooft macht auch hier der Ton hier die Musik. Hat Fairness hier Platz? Nehme ich den oder die anderen so wahr, wie er oder sie sich selbst beschreiben würde? Habe ich im Hinterkopf, dass auch meine Wahrnehmung und Auffassungsgabe begrenzt sind? Könnte es sein, dass sich auch meine Sicht der Dinge noch einmal ändert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Fehlern der anderen zu leben, ist jedenfalls ungesund &#8211; davon bin ich überzeugt. Ich habe dabei immer wieder Jesu Wort von dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken in meinem eigenen Auge im Sinn. Das wäre es doch: Miteinander im Gespräch zu sein, einander mit Splittern und Balken in Augen und Händen zu helfen und zu wissen, dass wir alle gemeinsam darauf angewiesen sind, dass Gott uns den Durchblick verschafft, den wir uns selbst nicht geben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus sagt: <strong>»Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?« </strong>(Lukas 6,41, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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