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	<title>Bibel &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Energie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ohne Energiezufuhr würde unsere Gesellschaft stillstehen. Wir brauchen Energie für die unterschiedlichsten Lebensbereiche: für unsere Mobilität, für die Produktion von Waren, für Heizung und Strom und damit für fast alles. Wie wichtig und kostbar solche Energie ist, fällt uns oftmals gerade dann auf, wenn sie teuer oder knapp ist: wenn &#8211; wie in diesen Tagen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ohne Energiezufuhr würde unsere Gesellschaft stillstehen. Wir brauchen Energie für die unterschiedlichsten Lebensbereiche: für unsere Mobilität, für die Produktion von Waren, für Heizung und Strom und damit für fast alles. Wie wichtig und kostbar solche Energie ist, fällt uns oftmals gerade dann auf, wenn sie teuer oder knapp ist: wenn &#8211; wie in diesen Tagen &#8211; die Benzinpreise von einem Rekordhoch zum nächsten klettern. Oder wenn man beim Camping ohne Stromanschluss auskommen muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In übertragenem Sinn reden wir von Lebensenergie, also von Kraft, die wir brauchen, um die Aufgaben des Tages zu bewältigen. Und da kennen die allermeisten auch Tage, in denen solche Energie fehlt, wir kraftlos herumsitzen und uns kaum aufraffen können, etwas anzugehen, was eigentlich dran wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Glaube an Gott kommt nicht ohne Energiezufuhr aus. In Psalm 1, der Überschrift über das ganze Psalmenbuch, findet sich für den Menschen, der mit Gottes Wort umgeht, der Vergleich eines Baums: <strong>»Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.«</strong> (Psalm 1,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel mehr braucht ein Baum ja nicht als Wasser und Licht, um zu wachsen und Früchte zu bringen. Und so ist auch das Elementare für den Glauben Gottes Wort. Das ist die Energie, die unseren Glauben lebendig hält &#8211; manchmal auch gegen den Augenschein. Und aus diesem Wort lässt sich dann eben auch immer wieder Kraft schöpfen für jeden neuen Tag.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>Anfechtung</title>
		<link>https://team-gott.de/september-2026/anfechtung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[September 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Anfechtung]]></category>
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					<description><![CDATA[»Oh, nee, das ist mir jetzt echt ne Anfechtung«, sagen Menschen, wenn sie auf irgendetwas zugehen, wofür sie sich überwinden müssen. »Anfechtung«, das heißt in diesem umgangssprachlichen Sinn: Raus aus meiner Komfortzone. Etwas machen oder mich einer Sache stellen, die ich mir nie selbst ausgesucht hätte. Bleibt man einmal beim unmittelbaren Wortsinn, ist das, was [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">»Oh, nee, das ist mir jetzt echt ne Anfechtung«, sagen Menschen, wenn sie auf irgendetwas zugehen, wofür sie sich überwinden müssen. »Anfechtung«, das heißt in diesem umgangssprachlichen Sinn: Raus aus meiner Komfortzone. Etwas machen oder mich einer Sache stellen, die ich mir nie selbst ausgesucht hätte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt man einmal beim unmittelbaren Wortsinn, ist das, was das Wort aussagt, ja auch wenig angenehm: Ein Mensch sieht sich einer Hieb- oder Stichwaffe (wie beim Fechten) ausgesetzt. Und natürlich ist das Allernormalste von der Welt, dass ich dem auszuweichen versuche. Und das mag genauso auch für Anfechtungen im Glauben gelten: Schwere Zeiten, die meinen Glauben herausfordern; Momente geistlicher Leere; Anfragen und Auseinandersetzungen, die mir zu schaffen machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso überraschender ist es, dass Martin Luther die Anfechtung neben dem Lesen in der Bibel und dem Gebet zu dem zählt, was einen Theologen zum Theologen und einen Christenmenschen zum Christenmenschen macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hier erst einmal überraschend klingt, erschließt sich aus seiner etwas freieren Übertragung von Jesaja 28,19, wie Luther sie in seiner Bibelübersetzung vorgenommen hat: <strong>»Denn alleine die Anfechtung lehret aufs Wort merken.«</strong> (Lutherbibel 1545). Die Erwartung, die hier zum Ausdruck kommt, ist ja die: Zeiten der Anfechtung führen mich nicht notwendigerweise von Gott weg, weil ich mich von ihm verlassen fühle, sondern führen mich neu zu ihm hin. Ich suche in Gottes Wort nach Halt, nach Trost, nach Wegweisung für den jetzt so mühsam gewordenen Lebensweg. Und ich suche ihn nicht nur, sondern er lässt sich genau dort auch finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jakobusbrief kann es noch weiter zuspitzen: <strong>»Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt«</strong> (Jakobus 1,2, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Auch hier ist die Erwartung, dass schwere Zeiten, Herausforderungen und Verunsicherungen am Ende den Glauben nicht schwächer, sondern stärker machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben: Die Sache mit der »Freude« und den Anfechtungen bleibt mir erst einmal noch fremd. Zu sehr machen sie mir bisweilen zu schaffen und nehmen mir gerade die Lebensfreude. Aber dass solche Zeiten mich eben nicht automatisch von Gott wegführen, sondern er mir gerade in solchen Zeiten nahe ist und ich ihm, das lasse ich mir gerne gesagt sein.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Dunstabzugshaube</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/dunstabzugshaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von meinem Platz am Esstisch in unserem kombinierten Esszimmer-Küchen-Bereich habe ich auch einen Blick auf das Küchenfenster. Allerdings ist der Winkel so, dass ich nicht sehen kann, ob jemand auf dem dort verlaufenden Weg zum Haus geht oder sich vom Haus entfernt. Faszinierend ist, dass ich trotzdem mitbekomme, wenn jemand auf diesem Weg zum/vom Haus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Von meinem Platz am Esstisch in unserem kombinierten Esszimmer-Küchen-Bereich habe ich auch einen Blick auf das Küchenfenster. Allerdings ist der Winkel so, dass ich nicht sehen kann, ob jemand auf dem dort verlaufenden Weg zum Haus geht oder sich vom Haus entfernt. Faszinierend ist, dass ich trotzdem mitbekomme, wenn jemand auf diesem Weg zum/vom Haus unterwegs ist. Denn dann bewegt sich ein Schatten über unsere Dunstabzugshaube, die ich von meinem Platz ebenfalls im Blick habe. Ein spannendes Phänomen: Ich sehe nicht und sehe doch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage danach, ob und wie sich Gott sehen lässt, hat Menschen zu allen Zeiten umgetrieben. Am deutlichsten vielleicht ausgedrückt in der Bitte des Mose: <strong>»Lass mich deine Herrlichkeit sehen!«</strong> (2. Mose 33,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott wiederum antwortet ihm darauf: <strong>»Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.«</strong> (2. Mose 33,21–23)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gehört zu den schnell vergessenen Aspekten des Glaubens, dass Gott eben in seiner Göttlichkeit und Heiligkeit an sich so anders ist als wir Menschen, dass eine unmittelbare Begegnung gar nicht so einfach möglich ist. Umso kostbarer ist es, dass Gott in Jesus Christus tatsächlich sein Angesicht gezeigt hat, dass der nahbar geworden ist und durch Jesu Tod und Auferstehung den Weg eröffnet hat, dass auch wir den Vater einmal werden von Angesicht zu Angesicht sehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin bleibt allerdings auch uns, dass wir Gott &#8211; wie Mose &#8211; vor allem hinterherschauen können oder &#8211; im Bild von der Dunstabzugshaube gesprochen &#8211; seine Präsenz indirekt wahrnehmen: Indem wir in der Bibel davon hören und lesen, was andere Menschen mit Gott erlebt haben oder indem wir rückblickend in unserem Leben etwas davon ausmachen, wie Gott uns wunderbar geführt hat. Ja, wir können ihn nicht unmittelbar sehen &#8211; es heißt aber nicht, dass wir gar nicht wahrnehmen könnten, dass er da ist und in unserem Leben so viel Gutes bewegt. Ganz im Gegenteil!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Autokorrektur</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/autokorrektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf einer Autofahrt gab meine Frau neulich Unmutslaute von sich. Ich fuhr und sie war mit ihrem Handy zugange. Und als ich fragte, was wäre, stellte sich schnell raus, dass die Autokorrektur wieder einmal zugeschlagen hatte. »Ich habe ›Bibel‹ geschrieben«, sagte sie, »und herausgekommen ist ›LIDL‹!«. Nun ist es müßig darüber zu spekulieren, was zu [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Autofahrt gab meine Frau neulich Unmutslaute von sich. Ich fuhr und sie war mit ihrem Handy zugange. Und als ich fragte, was wäre, stellte sich schnell raus, dass die Autokorrektur wieder einmal zugeschlagen hatte. »Ich habe ›Bibel‹ geschrieben«, sagte sie, »und herausgekommen ist ›LIDL‹!«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es müßig darüber zu spekulieren, was zu dieser »Autokorrektur« geführt hat &#8211; das allgemeine Nutzerverhalten oder die spezifische Eingabehäufigkeit meiner Frau. Und ich frage mich: Was gebe ich in Kurznachrichten eigentlich häufiger ein? »Bibel« oder den Namen von Supermarktketten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist die Verwechslung von beidem in einem übertragenen Sinn vielleicht dann auch gar nicht so abwegig. In genanntem Supermarkt bekomme ich immerhin das, was ich zum Leben brauche. Und es reicht auch nicht, wenn ich einmal dorthin gehe, sondern meine Wege führen mich ganz regelmäßig in diesen Laden, damit ich mich immer wieder neu mit frischen Lebensmitteln versorge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.«</strong> (Johannes 6,63, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesu Worte, Gottes Worte, die wir in der Bibel finden, sind Lebensträger und Lebensmittel. Und ich erlebe es, dass es gut für mich ist, sie immer wieder aufzusuchen, im Bild gesprochen ins Regal zu greifen und mir einen Vorrat für den Tag mitzunehmen. Oder um einen Werbeslogan der genannten Supermarktkette leicht modifiziert aufzunehmen: »Bibel lohnt sich!«</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>»Psalmol«</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/psalmol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu den eher originellen Marketingideen im christlichen Sektor gehört die Idee des Claudius-Verlages, ein Produkt namens »Psalmol« aufzulegen. Eine Packung dieses »Medikaments« haben wir kürzlich von Freunden geschenkt bekommen. Wie in einer Medikamentenpackung finden sich hier einzelne Psalmverse, die wie eine Tablette herausgedrückt werden und dann gelesen werden können. Die Packungsbeilage, die sich durch wunderbaren [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu den eher originellen Marketingideen im christlichen Sektor gehört die Idee des Claudius-Verlages, ein Produkt namens »<a href="https://claudius.de/products/psalmol-bibeltonikum-fur-alle-lebenslagen">Psalmol</a>« aufzulegen. Eine Packung dieses »Medikaments« haben wir kürzlich von Freunden geschenkt bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie in einer Medikamentenpackung finden sich hier einzelne Psalmverse, die wie eine Tablette herausgedrückt werden und dann gelesen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Packungsbeilage, die sich durch wunderbaren Humor auszeichnet, verspricht, dass der Nutzer sich keine Gedanken machen müsse, dass es zur Überdosierung komme. Allenfalls mit einer Zunahme von Gottvertrauen sei als »Nebenwirkung« zu rechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag es, wenn jemand aus der Freiheit eines Christenmenschen heraus solche kreativen und humorvollen Ideen entwickelt und es dann am Ende sogar noch schafft, sie zur Marktreife zu führen. Toll!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allzu oft steht uns ja, Gott sei&#8217;s geklagt, vor Augen, dass und wie Worte verletzen können. Wie gut, dann immer wieder auch vor Augen zu haben, dass Worte auch wie ein Medikament wirken können. Ein gutes Wort, das eine Freundin mir sagt, und mein Herz heller macht, etwa. Aber vor allem und natürlich viel grundsätzlicher Gottes Worte, in denen die Kraft liegt, heil zu machen, was schmerzt und verwundet ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es auch wunderbar in einem biblischen Buch gefasst, das den römisch-katholischen Glaubensgeschwistern vertrauter ist, in der Lutherbibel dagegen »nur« (aber was heißt hier eigentlich »nur«?) unter den »Apokryphen« begegnet:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.«</strong> (Weisheit 16,12, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Träumen</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/traeumen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwachen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die sehr intensiv träumen und sich am nächsten Tag auch daran erinnern, was sie geträumt haben, sodass sie das Geträumte auch noch weiter begleitet. Ich träume natürlich auch &#8211; wie jeder Mensch &#8211; allerdings verliere ich meine Träume meistens an der Schwelle des Aufwachens. Und ehrlich gesagt bin ich im Großen und [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Menschen, die sehr intensiv träumen und sich am nächsten Tag auch daran erinnern, was sie geträumt haben, sodass sie das Geträumte auch noch weiter begleitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich träume natürlich auch &#8211; wie jeder Mensch &#8211; allerdings verliere ich meine Träume meistens an der Schwelle des Aufwachens. Und ehrlich gesagt bin ich im Großen und Ganzen auch froh drum, weil die wenigen Träume, an die ich mich aus meinem Leben bis heute erinnere, eher unschön waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei manchen Träumen ist ganz deutlich, dass ich das verarbeite, was mich den Tag über beschäftigt hat. Da lässt es sich dann durchaus schmunzeln, wenn man sich selbst im Draufgucken auf die Träume auf die Schliche kommt. Und dann wieder können Träume auch rätselhaft bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Gruppe derer, die aus anderen Ländern und Kulturkreisen eine Hinwendung zu Jesus Christus erleben, höre ich immer wieder, dass dort die Erscheinung Jesu im Traum eine Rolle gespielt hat. Angesichts der Tatsache, dass die Bibel voll ist von Kommunikation Gottes in Träumen wäre ich der Letzte, der das grundsätzlich in Frage stellen wollte &#8211; auch wenn ich selbst solche Formen göttlichen Redens in meinem Leben nicht kenne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende müssen sich ohnehin auch unsere Träume an dem messen lassen, was Gott in seinem Wort zu erkennen gegeben hat. Wenn ich etwa träume, dass Gott mich dazu auffordert, meinem Nachbarn das Auto zu klauen, dann werde ich das nur schwerlich wirklich als »Gottes Willen« verkaufen können, so real dieser Traum auch gewesen sein mag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gut, dass für »Traumverlierer« wie mich Gott das, was er mir zu sagen hat, nachlesbar in seinem Wort hat aufschreiben lassen. Das ist mir zugänglicher, mit Blick auf mein eigenes Traumerleben irgendwie auch verlässlicher. Aber am Ende ist es vielleicht auch einfach ein Zeichen der individuellen Zuwendung Gottes, die nicht bei allen Menschen gleich geschieht, sondern eben von Person zu Person auch unterschiedlich sein kann &#8211; vielleicht auch je nach Begabung und Prägung. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Wenn unter euch ein Prophet ist, dann will ich, der HERR, mich ihm kundmachen in Gesichten oder mit ihm reden in Träumen.«</strong> (4. Mose 12,6, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Krimi</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/krimi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt kaum eine Buchsorte, die so beliebt ist, wie die der Kriminalromane. Dabei ist der Aufbau ja ziemlich vorhersehbar: Es gibt ein Verbrechen (oft ein Mord), und das Buch kreist dann darum, wie diese Tat aufgeklärt wird. Eigentlich immer ähnlich. Warum um alles in der Welt lesen dann aber so viele Menschen Krimis, wenn [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kaum eine Buchsorte, die so beliebt ist, wie die der Kriminalromane. Dabei ist der Aufbau ja ziemlich vorhersehbar: Es gibt ein Verbrechen (oft ein Mord), und das Buch kreist dann darum, wie diese Tat aufgeklärt wird. Eigentlich immer ähnlich. Warum um alles in der Welt lesen dann aber so viele Menschen Krimis, wenn die Handlung so vorhersehbar ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich gibt es dafür viele Gründe. Einer besteht sicherlich darin, dass in einer Welt, in der das Böse zumindest zeitweise die Überhand zu haben scheint, am Ende doch das Gute siegt. Das wünschen sich Menschen &#8211; für die Welt im Großen und für ihr eigenes Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem leben Krimis häufig davon, dass die Grenze zwischen den »Guten« und den »Bösen« so leicht gar nicht zu ziehen ist. Der, der eben noch ein Bösewicht zu sein schien, stellt sich am Ende als Opfer heraus. Und die Person, die vorbildhaft daherkam, hat dann doch reichlich Dreck am Stecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ein guter Krimi macht es sich mit der Frage nach »Gut« und »Böse« nicht so leicht, zeichnet noch die Kommissarinnen und Kommissare mit ihren Macken und bringt die Lesenden vielleicht sogar dazu, auch für Täter Verständnis aufzubringen. Manche der Verstrickungen, die jemanden zum Täter werden lassen, sind eben auch mir als Leser nicht fremd. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht gibt es von daher kein Genre der Popularliteratur, das die Macht der Sünde und die Verstricktheit der Menschheit so anschaulich vor Augen stellt wie das der Kriminalromane. Es ist eben nicht so einfach Grenzen zwischen den »Guten« und den »Bösen« zu ziehen, sondern das Phänomen der Sünde, der Schuld und der Gebrochenheit des Lebens betrifft eben alle &#8211; auch wenn nicht gleich alle zu Mördern werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen«</strong> (Römer 3,23, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft), schreibt der Apostel Paulus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was in den Krimis meistens nicht durchscheint, ist, dass diese Gebrochenheit menschlichem Lebens etwas mit dem gestörten Gottesverhältnis von uns Menschen zu tun hat, das nur durch Gott selbst, durch Jesus Christus, zurechtgebracht werden konnte. Das ist vielleicht nicht unbedingt Stoff für einen Krimi &#8211; aber das ist der Stoff, aus dem das am meisten verbreitete Buch überhaupt, die Bibel, besteht. Und dort siegt am Ende übrigens tatsächlich »das Gute«, nein »der Gute« &#8211; nämlich Jesus Christus über alles Böse.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Fremdheitserfahrungen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit anderen Menschen machen wir immer wieder auch Fremdheitserfahrungen. Wenn jemand anruft, die Nummer nicht angezeigt wird und wir die Stimme des Gegenübers nicht gleich erkennen, weil sie verzerrt daherkommt. »Mensch, deine Stimme klang so ungewohnt!«. Oder wenn wir einer Freundin begegnen, die wir länger nicht gesehen haben. Kleidung, Frisur und Haarfarbe sind anders als [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Menschen machen wir immer wieder auch Fremdheitserfahrungen. Wenn jemand anruft, die Nummer nicht angezeigt wird und wir die Stimme des Gegenübers nicht gleich erkennen, weil sie verzerrt daherkommt. »Mensch, deine Stimme klang so ungewohnt!«. Oder wenn wir einer Freundin begegnen, die wir länger nicht gesehen haben. Kleidung, Frisur und Haarfarbe sind anders als früher. Das Gesicht trägt offensichtlich Spuren von herausfordernden Wegstrecken. »Jetzt hätte ich dich beinahe gar nicht erkannt!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei können es auch ganz nahe Menschen sein, die uns plötzlich fremd vorkommen. Der oder die andere reagiert in einer Weise, wie ich es nicht erwartet hätte. Und manchmal braucht es eine Weile und nicht zuletzt Gespräche, um zu verstehen, warum mein Gegenüber sich &#8211; aus meiner Perspektive &#8211; so merkwürdig verhalten hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fremdheitserfahrungen haben aber auch immer damit zu tun, dass der andere eben nicht ich ist. So gut ich ihn oder sie auch kennen mag, wir sind doch nie identisch. Ich kann nicht in den Kopf eines anderen Menschen schauen. Und was mich bisweilen am Zusammensein mit einem anderen Menschen fasziniert, dass da jemand ganz anders ist, einen anderen Horizont mitbringt, kann mich dann auch wieder irritieren. Warum verhält der sich denn so?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer auch nur ein paar wenige Wegstrecken als Christenmensch im Leben mit Gott unterwegs ist, weiß, dass es auch Fremdheitserfahrungen mit Gott geben kann. Das mag mit Ereignissen zu tun haben, in denen ich den liebevollen Vater, den selbstlosen Erlöser und den himmlischen Tröster in meinem Leben nicht wiedererkenne. Das kann aber auch mit Bibelworten zu tun haben, in denen mir Gottes Stimme fremd und aus meiner Wahrnehmung verzerrt vorkommt &#8211; hart, unnachgiebig, verletzend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Menschen wie Martin Luther kannten diese Erfahrungen. So unterscheidet er etwa zwischen einem »fremden Werk« Gottes und seinem »eigentlichen Werk« oder auch zwischen Gott, der uns verborgen bleibt, und Gott, der sich uns verlässlich und erkennbar in seiner Liebe zuwendet. Und er kann davon reden, dass es dunkle Stellen in der Bibel gibt, die sich nur von den klaren Stellen der Heiligen Schrift erschließen lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hilft in solchen Situationen? &#8211; Das, was uns auch im Alltag hilft: Im Gespräch bleiben. Beim scheinbar unbekannten Anrufer noch einmal nachfragen, bei der Person, die an mir vorbeigeht, noch einmal hingucken, sie ansprechen. Voneinander hören und die Fremdheitserfahrungen im Austausch überwinden. Für das Miteinander mit Gott würde das bedeuten: Die Kommunikation nicht abbrechen lassen, sondern hören, was er in seinem Wort zu sagen hat, und mit ihm reden &#8211; auch über das, was uns an ihm fremd erscheinen mag. Und dabei immer ausgehen von den Punkten, in denen besonders deutlich wird, wer Gott ist und wie Gott ist: Von der Anrede Gottes als Vater, wie wir sie aus dem Vaterunser kennen. Von der Liebe Gottes, die sich am Kreuz Jesu unüberbietbar zeigt. Vom Trost, der uns mit dem Heiligen Geist geschenkt ist. Und von dort aus dann auch die Seiten Gottes beleuchten, die uns vielleicht (noch?) fremd sind. Und uns eingestehen, dass wir als Menschen den unfasslichen Gott auch nie vollständig werden ergründen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, / neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!«</strong> (Psalm 102,3, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>404</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/404/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 06 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen eines Kongresses habe ich kürzlich zwei Nächte in einem Hotel übernachtet. Und in diesem Hotel bin ich im Zimmer 404 untergekommen. Und ich konnte mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen. Als ich vor der Tür meines Zimmers stand, dachte ich mit einem Lächeln: »Na, hoffentlich gibt es hinter der Tür auch ein Zimmer!« [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen eines Kongresses habe ich kürzlich zwei Nächte in einem Hotel übernachtet. Und in diesem Hotel bin ich im Zimmer 404 untergekommen. Und ich konnte mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen. Als ich vor der Tür meines Zimmers stand, dachte ich mit einem Lächeln: »Na, hoffentlich gibt es hinter der Tür auch ein Zimmer!« (Ja, gab es). Denn schließlich ist 404 ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toter_Link">HTTP-Statuscode</a>, wenn eine Homepage nicht auffindbar ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich so schmunzelte, fiel mir ein, dass meine Großeltern diesen Witz nicht verstanden hätten, weil sie mit diesem Zahlencode aus dem Internet nicht vertraut waren (überhaupt hätten sie gefragt, was dieses »Internet« überhaupt ist).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kamen mir meine ersten Kontakte mit der Zahlenmetaphorik der Offenbarung des Johannes in den Sinn. Etwa die Zahl der 144.000, die dort die Zahl der Erlösten ist. Vielleicht auch getriggert durch bestimmte religiöse Gruppen, hatte mir diese Zahl als Kind und Jugendlicher Angst gemacht. 144.000 &#8211; das schien mir auf die Masse der Menschen, die vor mir auf der Erde gelebt hatten, doch relativ wenig zu sein. Und dass nun ausgerechnet ich zu den 144.000 dazugehören sollte, das erschien mir angesichts dessen doch als ziemlich unwahrscheinlich. Und so hatte ich als einer, der sich als Kind und Jugendlicher ohnehin oftmals außen vor gefühlt hatte, nun den Eindruck, auch noch damit rechnen zu müssen, auch bei Gottes großem Fest ausgeschlossen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war es mir aber gegangen, wie es bei meinen Großeltern mit der Zahl 404 gewesen wäre &#8211; ich hatte die Zahlensymbolik einfach nicht durchschaut. Denn mit der Zahl 144.000 ist so ziemlich das Gegenteil von dem gemeint, als was ich es verstanden hätte, als ob hier &#8211; auf die Weltgeschichte gesehen &#8211; ein ziemlich elitärer, kleiner Club zusammenkäme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern bereits die 12 ist im Alten Testament die Zahl für das Gottesvolk in seiner Ganzheit. (Deswegen beruft Jesus dann auch 12 Apostel, um genau diesen Gedanken aufzunehmen). Diese 12-Zahl wird nun potenziert, sodass 144 herauskommt. »Fülle« wird also noch einmal mit »Fülle« multipliziert. Und diese Zahl 144 wird nun noch vertausendfacht, was in einer Zeit, in der man noch nicht ohne Weiteres in Millionen und Billionen dachte, eine weitere Vorstellung absoluter Vielfalt beinhaltet. 144.000 &#8211; das meint dann eben: Es sind nicht nur die 12 Stämme Israels, die das Volk Gottes bilden, sondern durch Jesu Heilshandeln ist die Zahl ins Unermessliche gesteigert worden. Eine unüberschaubare Menge sind diejenigen, die da an Erlösten zusammenkommen &#8211; und niemand, der sich an Jesus Christus hält, muss Angst haben, nicht dazuzugehören. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn.«</strong> (Offenbarung 14,1, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).   </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Der Brief der Korinther</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/der-brief-der-korinther/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Korinth]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich las ich ein Buch zum Thema »Einsamkeit«. Die Autorin spielt darin mit der Zusammengehörigkeit der Größen »Liebe« und »Einsamkeit« und kommt in Sachen »Liebe« auch auf die berühmte Stelle im 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther zu sprechen: »Sie [die Liebe] erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.« (1. Korinther 13,7, Lutherbibel [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich las ich ein <a href="https://www.droschl.com/buch/gedankenspiele-ueber-die-einsamkeit/">Buch</a> zum Thema »Einsamkeit«. Die Autorin spielt darin mit der Zusammengehörigkeit der Größen »Liebe« und »Einsamkeit« und kommt in Sachen »Liebe« auch auf die berühmte Stelle im 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther zu sprechen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Sie [die Liebe] erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.«</strong> (1. Korinther 13,7, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun findet sich in der dazugehörigen Literaturangabe ein Stellennachweis, der einigermaßen unpräzise ist, vor allem aber angibt, dieses Zitat sei »dem ersten Brief der Korinther« (Anm. 4) entnommen. Irgendetwas zwischen bildungsbürgerlichem Hochmut und theologischer Arroganz brachte mich zunächst einmal dazu, an dieser Stelle ganz gehörig die Nase zu rümpfen. Das müsse man denn dann ja vielleicht doch wissen, dass der 1. Korintherbrief nicht von den Korinthern verfasst ist, sondern vom Apostel Paulus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber während ich noch so fröhlich am Naserümpfen war, schlichen sich auch andere Überlegungen ein. Erst einmal die, dass es nicht hilfreich ist, mich bei einem Fehler anderer gleich über sie zu erheben. Wie viele kleinere und manchmal auch etwas größere Fehler finden sich in meinen eigenen Veröffentlichungen &#8211; und ich bin dankbar, wenn der Mantel des Schweigens darüber gelegt wird. Mit der Liebe, wie Paulus sie beschreibt, hatte mein Verhalten jedenfalls nichts zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann brachte mich diese Formulierung, die mir zunächst fremd war, doch ins Nachdenken. Irgendwie stimmt es ja, dass dieser Brief der Brief »der Korinther« war. Sie hatten ihn bekommen. Sie haben ihn, unbeschadet der Abschriften, die sie wohl angefertigt haben, vielleicht auch aufbewahrt. Er gehörte ihnen, war an sie gerichtet. Für sie hatte sich der Apostel die Mühe und Arbeit des Briefeschreibens gemacht. Und wäre die Christengemeinde in Korinth nicht so gewesen, wie sie gewesen ist (keineswegs eine Vorzeigegemeinde), dann hätten wir heute auch diesen Brief nicht. Irgendwie sind sie neben dem Schreiber Paulus eben doch auch Mitursache des Briefs &#8211; und ja, auch so gesehen ist es dann tatsächlich »ihr« Brief.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Naserümpfen wurde jedenfalls wieder ein neues Staunen darüber, wie Gottes Kommunikation mit uns Menschen funktioniert. Es ist eben keine Einbahnstraße, auf der einer dem anderen etwas sagt &#8211; und gut ist. Sondern es ist ein lebendiges Kommunikationsgeschehen. Fragen und Probleme werden aufgenommen und in einem Brief beantwortet. Menschen reagieren wiederum auf den Brief, verstehen ihn in dieser oder jener Weise, nehmen sich das eine zu Herzen und überlesen das andere. Ja, alle haben sie an dieser Kommunikation teil und prägen sie. Und wenn ich heute diese Worte von der ertragenden, glaubenden, hoffenden und duldenden Liebe lese und sie mich daran erinnert, dass ich besser doch nicht so hochnäsig sein sollte, nur weil jemand anderes einen (vermeintlichen) Fehler macht, dann wird dieser Brief irgendwie auch zu meinem Brief. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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