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	<title>Barmherziger Samariter &#8211; Team Gott</title>
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	<title>Barmherziger Samariter &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Zu schnell, um&#8217;s zu spüren</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Anrühren]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Zeit ist durch eine erhebliche Geschwindigkeit in unseren Lebensabläufen geprägt. Und das in Verbindung mit unzähligen Optionen, was mir machen und tun könnten. Inbegriff dessen sind zum Beispiel die Touristen, die innerhalb einer Woche »ganz Europa« bereisen: Berlin, Budapest, Rom, Paris, Barcelona, Lissabon &#8230; Aber für jeden Ort bleibt dann am Ende kaum mehr [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Unsere Zeit ist durch eine erhebliche Geschwindigkeit in unseren Lebensabläufen geprägt. Und das in Verbindung mit unzähligen Optionen, was mir machen und tun könnten. Inbegriff dessen sind zum Beispiel die Touristen, die innerhalb einer Woche »ganz Europa« bereisen: Berlin, Budapest, Rom, Paris, Barcelona, Lissabon &#8230; Aber für jeden Ort bleibt dann am Ende kaum mehr als ein Selfie vor den wesentlichen Sehenswürdigkeiten. »Schaut, ich war da.« Aber war ich »wirklich« da?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches gilt häufig für unser Musikhören. Eine Playlist wird angeschaltet. Die Musik dudelt im Hintergrund vor sich hin. Irgendwie höre ich Musik &#8211; aber würde mich nachher jemand fragen, was ich gehört habe &#8211; ich könnte es nicht sagen. Die Töne rauschen an mir vorbei, ohne dass ich wirklich zuhöre oder geschweige denn, dass die Musik einen Eindruck hinterlässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Soziologe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Rosa">Hartmut Rosa</a> hat in seinem Werk immer wieder beschrieben, dass die Beschleunigung unserer Gesellschaft und das »immer mehr« in einem Wiederspruch zu einem echten Erleben steht, das er mit dem Begriff »Resonanz« zu beschreiben versucht. Mit meinen Worten: Da klingt etwas in mir nach, da berührt mich etwas mehr als nur oberflächlich. Ist das bei Reisen wie »Europa in einer Woche« möglich? &#8211; Nicht auszuschließen, aber auch nicht sonderlich wahrscheinlich. Und die Musik, die im Hintergrund vor sich herdudelt? &#8211; Nein, die resoniert in mir nicht &#8211; anders als ein Konzert, das ich erlebe und das ganz anders auf mich wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine biblische Geschichte, in der sich ähnliches widerspiegelt, ist für mich diejenige vom »Barmherzigen Samariter«. Ein Mensch wird von Räubern halb tot geschlagen. Und dann kommen zwei Menschen &#8211; zwei fromme Menschen: ein Priester und ein Levit &#8211; vorbei, aber offenbar sind sie mit ihrem Kopf (und Herz) auf dem Weg schon ganz woanders, vielleicht beim Tempeldienst oder schon in Gedanken an zu Hause. Schnell, schnell, da muss ich hin. Bloß keine Verzögerung, bloß keine Komplikation. Und so rührt der Mensch, der da am Straßenrand liegt, sie letztlich nicht an. Sie gehen vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Samariter, der sich schließlich um den Verletzten kümmert, heißt es dagegen: <strong>»Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.«</strong> (Lukas 10,33f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist für mich das wesentliche Wort das Wort »jammern«. Zugegeben &#8211; ziemlich alt, nicht unser Wortgebrauch. Aber es drückt sich etwas darin aus, dass das, was ich wahrnehme nicht einfach außen an mir vorbeihuscht, sondern mich trifft und bewegt. Hier nimmt jemand etwas im Moment wahr und lässt sich dadurch in seinem Leben stoppen und seine Lebensabläufe verändern. Ich bin fest überzeugt: So ist unser Leben eigentlich gemeint, dass wir uns von der Natur, von Kunst und Musik, von anderen Menschen berühren lassen. Aber dafür ist wahrscheinlich immer wieder Entschleunigung dran. Eher weniger als mehr. An <em>einem </em>Ort sein. Musik bewusst hören. Hinsehen und hinhören, Menschen wirklich wahrnehmen und auf das reagieren, was ich da sehe und höre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wahrnehmen des Samariters in dieser Geschichte klingt übrigens auch etwas von Gottes Handeln an. Auch an ihm zieht das, was uns bewegt und wie es uns geht, nicht einfach vorbei: Sondern auch ihn rührt es an. Martin Luther kann in einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nun_freut_euch,_lieben_Christen_g%E2%80%99mein">Lied</a> dichten: <em>»Da jammert Gott in Ewigkeit / mein Elend übermaßen; / er dacht an sein Barmherzigkeit, / er wollt mir helfen lassen«. </em>Gut, dass Gott nicht auf einem Städtetrip zwischen Budapest und Lissabon ist und gar keine Zeit für mich hat, sondern, dass er mich tatsächlich sieht und es ihn anrührt, wie es mir geht &#8211; und er mir hilft.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Paradox des Richtigmachens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist es mal wieder Zeit für Sobi, die Ende Januar ein neues Lied veröffentlicht hat: Einer der Gedanken, die dieses Lied einfängt, ist dieser: Wie schwer es geworden zu sein scheint, zu helfen: »Clean up on Aisle 10. / They spilled the milk again, / but everyone&#8217;s scared / to make it worse. / [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute ist es mal wieder Zeit für Sobi, die Ende Januar ein neues Lied veröffentlicht hat:</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Einer der Gedanken, die dieses Lied einfängt, ist dieser: Wie schwer es geworden zu sein scheint, zu helfen: »Clean up on Aisle 10. / They spilled the milk again, / but everyone&#8217;s scared / to make it worse. / Instead of fixing what we can / we only stop and stand. / When did it become so hard to help?« (Mach in Gang 10 sauber. Jemand hat schon wieder die Milch verschüttet, aber jeder hat Angst, es nur noch schlimmer zu machen. Statt das anzugehen, wozu wir in der Lage sind, bleiben wir einfach stehen. Seit wann ist es so schwierig geworden zu helfen?)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus meinen Erste-Hilfe-Kursen ist mir als Faustregel im Sinn geblieben: Es gibt fast nichts, was ihr einem Notfall falsch machen könnt &#8211; außer: einfach weggehen und nichts tun. Aber vielleicht sind es tatsächlich die Ansprüche an uns, Dinge richtig zu machen (oder bloß nichts falsch zu machen), die uns dazu führen, am Ende tatsächlich gar nichts zu machen &#8211; und gerade damit eben nicht sonderlich hilfreich zu agieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Christinnen und Christen gilt das genauso. Nicht umsonst wird uns im Neuen Testament Jesu Gleichnis vom »Barmherzigen Samariter« überliefert. Die Frommen, die auf dem Weg vorbeikamen, wollten alles richtig machen, sich die Finger nicht schmutzig machen, dafür sorgen, dass sie bleibend ihren gottesdienstlichen Pflichten nachkommen konnten &#8211; und machten damit doch alles falsch, indem sie dem Menschen in Not nicht geholfen haben. <strong>»Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.« </strong>(Lukas 10,31, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können uns die Finger schmutzig machen, um anderen zu helfen &#8211; weil es am Ende nicht auf unsere sauberen Finger ankommt, wie wir vor Gott dastehen, sondern auf Jesus Christus. Das macht uns aber tatsächlich frei zu helfen, wo immer wir helfen können. Und auch hier gilt: Eigentlich kann man nichts falsch machen, wenn man anderen hilft &#8211; außer man hilft gar nicht und geht vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Gott, schenke mir offene Augen und ein mutiges Herz, dass ich meinen Mitmenschen helfe, wo ich helfen kann. Amen.«</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Wer ist mein Nächster?</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/wer-ist-mein-naechster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Februar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Barmherziger Samariter]]></category>
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					<description><![CDATA[Wieder einmal ist es ein Lied von Max Prosa, das bei mir einen Gedanken angestoßen hat: Dabei ist es weniger der Satz »Engel, die zählen, die fliegen nicht mehr«, der sich mir (noch?) nicht erschließt, sondern vor allem dieser hier: »Der wichtigste Mensch ist der, vor dem du stehst.« Er erinnert mich an das Gespräch [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wieder einmal ist es ein Lied von Max Prosa, das bei mir einen Gedanken angestoßen hat:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist es weniger der Satz »Engel, die zählen, die fliegen nicht mehr«, der sich mir (noch?) nicht erschließt, sondern vor allem dieser hier: <em>»Der wichtigste Mensch ist der, vor dem du stehst.«</em> Er erinnert mich an das Gespräch Jesu mit einem seiner Zeitgenossen, bei dem es um das Thema »Nächstenliebe« geht. Jesu Gesprächspartner will sich letztlich mit einer theoretischen Auseinandersetzung zum Phänomen »Mitmensch« / »Nächster« aus der Affäre ziehen: »Wer ist denn mein Nächster?« (Lukas 10,29).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus erzählt daraufhin das Gleichnis vom »Barmherzigen Samariter« (Lukas 10,30–46). Und in und mit diesem Gleichnis wird deutlich: Mein Mitmensch, mein Nächster, ist nicht jemand, der zu einer bestimmten Gruppe gehört, sodass ich sagen könnte: Das <em>ist </em>mein Nächster oder das ist <em>nicht </em>mein Mitmensch. Sondern zum Nächsten, zum Mitmensch wird jemand durch unsere Begegnung. Und mit Max Prosa ließe sich dann sagen: »Der wichtigste Mensch ist der, vor dem du stehst.« Und das ganz unabhängig davon, wo er herkommt, ob du ihn magst oder nicht, ob er deine Werte teilt oder nicht. Und hier bin ich dann eben auch herausgefordert zu helfen, da zu sein für den oder die andere, mich nicht zu verschließen, sondern Liebe und Barmherzigkeit zu zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus sprach zu seinem Gegenüber: <strong>»Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!«</strong> (Lukas 10,36f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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