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	<title>Architektur &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Streit um den Teufel</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Oktober 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[In der süddeutschen Stadt Esslingen ist seit einiger Zeit ein »Streit um den Teufel« entbrannt, genauer gesagt, um eine Teufelsstatue auf dem Rathausplatz. Die hat ein Künstler kürzlich geschaffen und damit eine identitätsbildende Sage der Stadt aufgegriffen, nach der der Teufel einmal Esslingen besucht habe, um auf dem Markt einen Apfel zu kosten. Die Marktfrau [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der süddeutschen Stadt Esslingen ist seit einiger Zeit ein »<a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-in-esslingen-ist-der-teufel-los-streit-und-morddrohungen-wegen-neuer-statue-100.html">Streit um den Teufel</a>« entbrannt, genauer gesagt, um eine Teufelsstatue auf dem Rathausplatz. Die hat ein Künstler kürzlich geschaffen und damit eine identitätsbildende Sage der Stadt aufgegriffen, nach der der Teufel einmal Esslingen besucht habe, um auf dem Markt einen Apfel zu kosten. Die Marktfrau habe den Teufel dann an seinem Pferdefuß erkannt und habe ihm deswegen eine Zwiebel statt einem Apfel gegeben. Der Teufel sei daraufhin geflohen und habe sich nie wieder in Esslingen blicken lassen. Die Esslinger hätten aber den bis heute verbreiteten Beinamen »Zwieblinger« erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit, so legendär und mittelalterlich. Legt man diese Sage auf die theologische Goldwaage, ließe sich fragen, ob man den Teufel nun wirklich gerade an einem Pferdefuß erkennen kann oder ob sich das/der Böse nicht bis in unsere Tage geschickter verkleidet. Und leider wird man ihn wohl auch nicht so einfach mit einer Zwiebel los. Und man wird auch fragen dürfen, ob die Darstellung geschmackvoll ist oder nicht und ob man in diesen Tagen Geld vielleicht auch für anderes sinnvoll einsetzen kann. Und die Antworten dürfen dazu natürlich unterschiedlich ausfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik an der Esslinger Teufelsstatue macht sich aber nicht zuletzt aus frommen Kreisen daran fest, dass der Teufel zu viel Aufmerksamkeit erhalte. Kürzlich wurde die Figur sogar mit einem Christus-Zeichen beschmiert &#8211; offensichtlich aus Angst, dass hier das Anti-Christliche zu viel Raum gewinnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir scheint aber, dass solche Vorbehalte jedenfalls in diesem Fall das Ziel nicht treffen. Erstens gibt es eine lange Geschichte von Teufelsdarstellungen auch in der christlichen Kunst und Architektur. Und zweitens erzählt die Sage vom Esslinger Teufel ja gerade von der Überlistung und Vertreibung des Teufels. Und so passt diese Sage dann in der Aussageintention ganz gut zu dem alten theologischen Motiv, dass sich Tod und Teufel an Jesus Christus »verschluckt« haben. Sie meinten, ihn am Kreuz besiegt zu haben, mussten aber feststellen, dass er am Ende sie besiegt hat und Erlösung und Befreiung mit sich gebracht hat. So ist das Böse besiegt &#8211; in Esslingen und auf der ganzen Welt: durch Jesus Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Ich habe euch jungen Männern geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt in euch, und ihr habt den Bösen überwunden.«</strong> (1. Johannes 2,14, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Auftraggeber ohne Eile</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Antoni Gaudí]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesen Tagen wurde der Jesus-Christus-Turm der beeindruckenden Basilika »La Sagrada Familia« in Barcelona geweiht, ein weiterer Schritt zu deren Fertigstellung. Dieses Gebäude stellt wahrscheinlich das beeindruckendste kirchliche Bauprojekt der letzten 150 Jahre dar &#8211; und ziemlich genauso lang dauert der Bau inzwischen auch. Solche Bauwerke sind immer Generationenprojekte. Diejenigen, die sie beginnen, erleben meistens [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen wurde der Jesus-Christus-Turm der beeindruckenden Basilika »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia">La Sagrada Familia</a>« in Barcelona geweiht, ein weiterer Schritt zu deren Fertigstellung. Dieses Gebäude stellt wahrscheinlich das beeindruckendste kirchliche Bauprojekt der letzten 150 Jahre dar &#8211; und ziemlich genauso lang dauert der Bau inzwischen auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Bauwerke sind immer Generationenprojekte. Diejenigen, die sie beginnen, erleben meistens ihre Fertigstellung nicht. Sie haben also selbst nichts von der Arbeit, die sie investieren. Sondern das, wofür sie Zeit und Kraft aufwenden, werden andere nutzen und genießen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So zu arbeiten, steht quer zu dem, wie Menschen heute für gewöhnlich unterwegs sind &#8211; mich eingeschlossen. In unserer Zeit rückt für viele Menschen der unmittelbare Nutzen dessen, was sie tun, in den Fokus. Was bringt mir das &#8211; jetzt? Das aber nimmt letztlich die Gelegenheit, wirklich Großes entstehen zu lassen, das eben Zeit braucht, um zu werden &#8211; wie eben die La Sagrada Familia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht braucht es für große Kunst, für etwas, was über das Funktionale und Alltägliche herausragt, tatsächlich dreierlei: Eine Jenseitshoffnung, die unsere Lebenszeit relativiert, einen Glauben an Gott, der uns erkennen lässt, dass unsere Geschichte mit ihm hineingenommen ist in seine Geschichte mit der ganzen Menschheit, und Nächstenliebe, die aus diesem Glauben erwächst und die mich dazu bewegt, mich für Projekte einzusetzen, von deren Nutzen ich selbst am Ende gar nichts habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der geniale Architekt hinter der La Sagrada Familia, Antoni Gaudí, der vor 100 Jahren starb, wird angesichts der zu erwartenden langen Bauzeit der Kirche mit dem Satz zitiert: »Mein Kunde hat keine Eile.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine gelassene und entlastende Perspektive für alles Tun und alle Projekte im Reich Gottes: Unser »Kunde« (oder vielleicht besser: unser »Auftraggeber«), also Gott, hat keine Eile. Der drängt und drängelt nicht, er hält auch Rückschläge aus und hält uns in unseren Misserfolgen. Und gleichzeitig gibt er seinen Segen zum Wollen und Vollbringen. Nicht jedes Ergebnis dessen, was wir getan haben, werden wir zu Lebzeiten bestaunen können &#8211; aber das konnte Gaudí bei der La Sagrada Familia auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> »Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.«</strong> (Psalm 48,15, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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