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		<title>Unverdient</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In diesen Tagen lese ich auf Empfehlung einer Freundin das Buch »Vier minus drei«, die wahre Geschichte einer Frau, die bei einem Autounfall ihren Mann und ihre beiden Kinder verloren hat. Aufmerksamkeit hat dieses Buch auch deswegen gefunden, weil es kürzlich verfilmt worden ist: Mich berührt und bewegt dieses Buch in seinen Facetten von Schmerz [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen lese ich auf Empfehlung einer Freundin das Buch »<a href="https://www.penguin.de/buecher/barbara-pachl-eberhart-vier-minus-drei-filmausgabe-/taschenbuch/9783453705067">Vier minus drei</a>«, die wahre Geschichte einer Frau, die bei einem Autounfall ihren Mann und ihre beiden Kinder verloren hat. Aufmerksamkeit hat dieses Buch auch deswegen gefunden, weil es kürzlich verfilmt worden ist:</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Mich berührt und bewegt dieses Buch in seinen Facetten von Schmerz und aufkeimender Lebensfreude, Trauer und Hoffnung. Manches bleibt mir dabei auch fremd und wirkt ziemlich befremdlich auf mich. Trotzdem verlangt mir der Weg dieser Frau und die Art und Weise, wie sie von ihrem Verlust spricht, auch Respekt ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einer Stelle beschreibt die Autorin eine Therapiesitzung, in der sie auch auf ihre Unzulänglichkeiten als Mutter zurückblickt &#8211; auf das, was sie hätte besser machen sollen, als ihre Kinder noch am Leben waren. Und so formuliert sie: »Ich habe mir diese große Liebe [meines Sohnes] nicht verdient.« Und die Therapeutin antwortet: »Das stimmt. Du hast dir diese große Liebe nicht verdient.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst irritiert sie die Antwort der Therapeutin. Und tatsächlich kann es in der umgangssprachlichen Verwendung ja ganz schön schroff wirken, wenn jemand sagt: »Du hast die Liebe des anderen nicht verdient.« Aber im Kern &#8211; und so war es wohl von der Therapeutin gemeint &#8211; steckt darin natürlich eine tiefe Wahrheit. Liebe verdient man sich nicht. Ich habe die Liebe meiner Frau, meiner Kinder, die Zuneigung meiner Freunde nicht »verdient«. Sondern all das ist ein unverfügbares Geschenk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch mehr gilt es für Gottes Liebe. Dessen »große Liebe« habe ich mir nicht verdient. Ich habe keinen Anspruch und kein Anrecht darauf &#8211; es ist nichts, was ich einklagen könnte. Aber umso kostbarer ist diese Liebe: Geschenk, Gnade, etwas, aus dem ich leben darf &#8211; trotz meiner Unzulänglichkeiten. Gott sei Dank (um Jesu willen).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»[Sie] werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.«</strong> (Römer 3,24, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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