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	<title>Aggression &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Dankbarkeit durch Lichtzeichen?!</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in einer Gesellschaft, die dauernd in Aufregung zu sein scheint. Viele bewegen sich ständig irgendwo zwischen »Wutbürger« und »empört Euch!«. Ich will mich da gar nicht ausnehmen; oft schlägt bei mir Verunsicherung in Angst, dann in Wut oder gar in innere Aggressivität um. Besonders blöd ist es, wenn ich mich dann an mein [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Gesellschaft, die dauernd in Aufregung zu sein scheint. Viele bewegen sich ständig irgendwo zwischen »Wutbürger« und »empört Euch!«. Ich will mich da gar nicht ausnehmen; oft schlägt bei mir Verunsicherung in Angst, dann in Wut oder gar in innere Aggressivität um. Besonders blöd ist es, wenn ich mich dann an mein Christsein erinnere und denke: »eigentlich müsstest du jetzt getröstet, befreit und gelassen sein …«. Hilft aber nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Ort, um der eigenen Wut mal so richtig freien Lauf zu lassen, ist für viele der Straßenverkehr, besonders dann, wenn man allein mit dem Auto unterwegs ist. Dann kann ich mal so richtig laut vor mich hin schimpfen: »Nun gib doch Gas, du …«, »Na klar!!! Wenn der schon mit Hut fährt!!!«, »… am Steuer: Abenteuer!« oder »OF heißt Ohne Führerschein!«, um nur mal die vermeintlich harmloseren Gedanken und Sprüche hier wiederzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bin ich selber genervt, getroffen oder unter Druck gesetzt, wenn mir einer zu dicht auffährt und dann noch die Lichthupe betätigt, oder mir nach einem Fehler meinerseits (ja, sowas gibt es auch!) im Vorbeifahren einen Vogel zeigt. Gerade die Lichthupe kann ein richtiges Terrorinstrument sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit mache ich allerdings Erfahrungen mit Lichtzeichen ganz anderer Art: Da ist ein Stau auf der Autobahn. Ein Unfall zwingt den Verkehr von bisher drei Spuren zur Einspurigkeit. Da vergessen viele gern, was sie in der Fahrschule mal übers »Einfädeln« gelernt haben. Ich lasse das Auto vor mir rein – es geht eh nur im Schritttempo weiter. Und da betätigt die Fahrerin vor mir die Warnblinkanlage. Nur zweimal leuchten die orangen Blinklichter auf. Da ist nichts kaputt, sondern die Frau will sich bei mir bedanken! Die Lichthupe würde ich hinter ihr ja nicht sehen, also kurz »warnblinken« oder besser: »dankblinken«! Für mich ist diese Benutzung des »Blinkzeichengebers« eine recht neue Erfahrung – und sie macht mich sofort ein bisschen fröhlicher. Dass ich Rücksicht genommen habe, ist angekommen und wird kommuniziert. Viel besser, als einen Vogel gezeigt bekommen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, diesen Zeichencode haben die Brummi-Fahrer erfunden. Leute, die berufsmäßig immer fahren müssen, werden wahrscheinlich ohne ein gesundes Maß an Gelassenheit wahnsinnig – und sie sind aufeinander angewiesen! Da tut Dankbarkeit allen gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke: Diese kleinen Zeichen der Dankbarkeit wirken sich auf mein Innenleben aus! Im Stau, in unserer Gesellschaft und in der Kirche sitzen wir alle im selben »Boot«; da hilft Dankbarkeit wirklich weiter!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.«</strong> (Kolosser 3,17, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Achim Behrens</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>21 Minuten</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/21-minuten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Februar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Tagen habe ich Charlotte Brandis Buch »Fischtage« gelesen. Im Zentrum steht die jugendliche Ella, die sich auf den ersten Seiten des Buches so charakterisiert: »Die anderen aus meiner Klasse sind in die Pubertät gekommen, bei mir hat jemand stattdessen bloß eine Schraube gelockert.« Diese ›gelockerte Schraube‹ zeigt sich unter anderem darin, dass sie [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Tagen habe ich Charlotte Brandis Buch »<a href="https://www.ullstein.de/werke/fischtage/hardcover/9783988160263">Fischtage</a>« gelesen. Im Zentrum steht die jugendliche Ella, die sich auf den ersten Seiten des Buches so charakterisiert: »Die anderen aus meiner Klasse sind in die Pubertät gekommen, bei mir hat jemand stattdessen bloß eine Schraube gelockert.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese ›gelockerte Schraube‹ zeigt sich unter anderem darin, dass sie immer wieder eine unglaubliche Wut und Aggression packt und sie diese denjenigen um die Ohren haut, die gerade das Pech haben, sich in ihrer Nähe zu befinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hadert Ella durchaus mit diesen Wutausbrüchen: »Ich hab das mal aus Spaß mit meinem Wecker gestoppt: Das Schuldgefühl kommt bei mir ziemlich genau einundzwanzig Minuten nach dem Schreien. Dann fühle ich mich von jetzt auf gleich wie etwas, das sich nette Leute angewidert von der Schuhsole kratzen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist Ellas Familiengeschichte &#8211; vorsichtig ausgedrückt &#8211; durchaus komplex und es ließe sich lang darüber philosophieren und vor allem psychologisieren, warum sie so die Kontrolle über sich verliert. Aber letztlich ist das auch müßig. Denn es ist jetzt bei ihr, wie es ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin für heute daran hängen geblieben, dass sie das Einsetzen der Schuldgefühle und der Reue bei Minute 21 festmacht. Und ich frage mich: Wie ist das eigentlich bei mir? &#8211; Ja, ich kenne das auch von mir, dass mich Wut und Ärger packen und ich mir relativ schnell dessen bewusst werde, dass das nicht okay war, wie ich gefühlt, gedacht und gehandelt habe. Aber es gibt auch das andere: Dass ich mit größerem Abstand auf Szenen in meinem Leben zurückschaue und mich frage: Warum hast du in dieser Situation nicht mehr Geduld gehabt? Warum ist es dir nicht gelungen, dich auf diesen einen Menschen mit seinen &#8211; vielleicht auch schrägen &#8211; Eigenarten einzulassen? Da können dann durchaus schon einmal 21 Monate vergangen sein, bis ich das erkenne und das Schuldgefühl einsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch egal, ob sich bei mir das Schuld- und Schamgefühl nach 21 Minuten oder 21 Monaten einstellt, bin ich froh, einen Ort zu haben, wo ich damit hinkann, Gott:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Bei dir aber, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung.« </strong>(Daniel 9,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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