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	<title>Abendmahl &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Ein Schafskrimi</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Wochen ist ziemlich zeitgleich im Kino und im Streaming der Film »Glennkill: Ein Schafskrimi« herausgekommen, der lose auf dem gleichnamigen Buch basiert, das sich vor rund 20 Jahren ausgesprochen erfolgreich verkauft hat. Kurz gefasst geht es im Film darum, dass der Schäfer einer Herde, um deren Schafe er sich liebevoll gekümmert hat, ermordet [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Wochen ist ziemlich zeitgleich im Kino und im Streaming der Film »<a href="https://youtu.be/H8Wveb9qIzU?si=THOfadHOcM_94Ywm">Glennkill: Ein Schafskrimi</a>« herausgekommen, der lose auf dem gleichnamigen Buch basiert, das sich vor rund 20 Jahren ausgesprochen erfolgreich verkauft hat. Kurz gefasst geht es im Film darum, dass der Schäfer einer Herde, um deren Schafe er sich liebevoll gekümmert hat, ermordet aufgefunden wird. Der örtliche Polizist ist von der Aufgabe, in einem Mordfall zu ermitteln, einigermaßen überfordert, sodass sich die Schafe der Aufgabe annehmen, den Mörder (oder die Mörderin) zu finden. Und sie haben bereits Vorkenntnisse, hat der Schäfer ihnen doch abends immer wieder Krimis vorgelesen, sodass sie ganz genau wissen, worauf es bei den Ermittlungen in einem Mordfall ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kommt dieser klamaukige Film, der ohne allzu viel Tiefgang daherkommt und sich als nette Zerstreuung zwischendurch eignet, nicht ohne Theologie aus. An einer Stelle passiert das ganz ausdrücklich, als einige der Schafe eine Kirche passieren und ein etwas weltgewandteres Schaf erklärt, dass das mit diesem »Gott« irgendwie kompliziert zu sein scheine, weil er einerseits »Schäfer« sei, dann aber doch auch »Schaf«. Und irgendwie sei er auch »Brot« und werde gegessen. Auch wenn hier offenbar ein Gag auf religiöse Kosten gemacht werden soll, ist doch zu konstatieren, dass das Schaf (bzw. die Person, die das Drehbuch geschrieben hat), das Johannesevangelium doch offenbar intensiver zur Kenntnis genommen hat: Johannes der Täufer, der über Jesus sagt: <strong>»Siehe, das ist Gottes Lamm!«</strong> (Johannes 1,36, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und Jesus, der von sich selbst sagt: <strong>»Ich bin der gute Hirte«</strong> (Johannes 10,11) und: <strong>»Ich bin das Brot des Lebens«</strong> (Johannes 6,48).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch faszinierender ist aber fast, dass sich religiöse Motive an anderen Stellen eher verborgen durch den Film ziehen: Da ist der Schäfer, der mindestens ein Schaf »gerettet« hat und durch die Erfindung einer Medizin auch anderen kranken Schafe Heil(ung) gebracht hat. Hier schimmert bereits ein Christusbild durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer anderen Szene opfert sich ein Schaf, das von den anderen eher gemieden wurde, unter Einsatz seines Lebens stellvertretend auf, damit die anderen gerettet werden. Auch hier muss man nicht sonderlich viele Umwege gehen, um ein Christus-Motiv zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich »lösen« die Schafe am Ende den Fall dadurch, dass sie sich immer wieder daran erinnern, was der Hirte ihnen gesagt hat, als er bei ihnen war. Auch hier lassen sich Parallelen zu Jesus und seinen Worten an seine Jünger entdecken, wenn dieser zu ihnen sagt: <strong>»Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.«</strong> (Johannes 15,7). Hier wie dort »lohnt« das Bewahren der Worte des »Hirten« auch über die Zeit seiner sichtbaren Gegenwart hinaus. Sie bewähren sich und helfen auch über die Zeit des Todes (und im Fall Christi: seiner Auferstehung und Himmelfahrt) hinaus weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens &#8211; ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Natürlich geht der Krimi gut aus &#8211; so wie das Leben derer, die in der Herde Jesu Christi unterwegs sind.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mittendrin</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/mittendrin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vor knapp zwanzig Jahren führte die Zeitung »Washington Post« ein Experiment durch. Joshua Bell, einer der großen Geigenvirtuosen unserer Tage, spielte eine knappe Dreiviertelstunde als Straßenmusiker in einer U-Bahn-Station in Washington D.C. Von knapp 1.100 Personen, die an ihm vorbeigingen, blieben 7 stehen, um der Musik zuzuhören. Im offenen Geigenkasten landeten am Ende gut 30 [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor knapp zwanzig Jahren führte die Zeitung »Washington Post« ein Experiment durch. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joshua_Bell_(Musiker)">Joshua Bell</a>, einer der großen Geigenvirtuosen unserer Tage, spielte eine knappe Dreiviertelstunde als Straßenmusiker in einer U-Bahn-Station in Washington D.C. Von knapp 1.100 Personen, die an ihm vorbeigingen, blieben 7 stehen, um der Musik zuzuhören. Im offenen Geigenkasten landeten am Ende gut 30 Dollar (plus 20 Dollar von der einzigen Person, die ihn erkannt hatte):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Joshua Bell&amp;apos;s &amp;apos;Stop and Hear the Music&amp;apos; metro experiment | The Washington Post" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/hnOPu0_YWhw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Verschiedenes lässt sich diesem Experiment entnehmen: Erstens, dass wir manchmal viel zu sehr mit unserem Hasten von hier nach dort beschäftigt sind, als dass wir die Schönheit, die uns unterwegs begegnet, wahrnehmen. Und zweitens, dass unsere Vorurteile unseren Blick (oder in diesem Fall: unser Gehör) prägen. In U-Bahn-Stationen spielen nur viertklassige Musiker, so unsere Grundannahme, also nehmen Menschen den Weltklassemusiker gar nicht wahr, selbst wenn er direkt vor ihnen seine Kunst zum Besten gibt. Erst wenn man Dutzende von Dollar oder Euro für ein Konzert ausgibt, sich selbst schick anzieht und im Konzertsaal sitzt, kann man &#8211; so scheint es &#8211; die Kunst richtig würdigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist dies Gottes »Problem«, dass er in die Welt gekommen ist, sich in Jesus Christus unter die Menschen gemischt hat, gratis für sie da ist (gratis &#8211; von gratia: Gnade), dass er nicht gewartet hat, bis Menschen ein Vermögen zusammengekratzt haben, um ihm in seiner Herrlichkeit zu begegnen, dass er sich übersehbar gemacht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus sagt zu seinen Jüngern: <strong>»[S]ehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.«</strong> (Lukas 17,21, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Ja, und das heißt: Gott selbst ist mitten unter uns &#8211; auch im Alltag, da, wo wir von hier nach da eilen, wo uns Freude das Herz weit oder Sorgen es eng machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht übersehen wir ihn häufig, wenn er da ist und uns beschenkt oder tröstet (zum Beispiel durch andere Menschen), wenn er mit uns redet in seinem Wort oder seinen Tisch vor uns deckt im Heiligen Abendmahl. Aber er ist da. Und wir dürfen einfach bei ihm sein &#8211; ohne teures Ticket, ohne besondere Garderobe. Schauen wir im Glauben hin, werden wir ihn an vielen Ecken entdecken.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Schönheit</title>
		<link>https://team-gott.de/august-2026/schoenheit/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schönheit kann einem bisweilen die Sprache verschlagen. Wir reden ja auch von »atemberaubender« Schönheit. Ich erlebe das immer wieder in der Natur, bei traumhaften Sonnenuntergängen, Bergpanoramen, die gewaltig und zugleich unglaublich schön sind und ich dazwischen: Ein kleiner Mensch, der all das erleben darf. Wie schön (in doppeltem Sinn)! Eins der geistlichen Musikstücke, die die [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Schönheit kann einem bisweilen die Sprache verschlagen. Wir reden ja auch von »atemberaubender« Schönheit. Ich erlebe das immer wieder in der Natur, bei traumhaften Sonnenuntergängen, Bergpanoramen, die gewaltig und zugleich unglaublich schön sind und ich dazwischen: Ein kleiner Mensch, der all das erleben darf. Wie schön (in doppeltem Sinn)!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins der geistlichen Musikstücke, die die Schönheit der Natur, aber auch des menschlichen Zusammenlebens in besonders eindrücklicher Weise beschreiben ist »For the Beauty of the Earth« (»Angesichts der Schönheit der Erde«), vertont vom englischen Komponisten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/John_Rutter">John Rutter</a>:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="For the beauty of the earth - John Rutter, The Cambridge Singers, City of London Sinfonia" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/1bDoMflYErE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Dabei &#8211; und das wusste ich lange nicht &#8211; hat er einen Text aufgegriffen, den ein englischer Dichter des 19. Jahrhunderts, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Folliott_Sandford_Pierpoint">Folliot Sandfort Pierpoint</a>, im vergleichsweise jungen Alter von 29 Jahren verfasst hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und &#8211; jetzt wird es spannend (finde ich jedenfalls) &#8211; gedichtet hat Pierpoint dieses Lied als Abendmahlslied (weitere Infos zur Liedgeschichte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/For_the_beauty_of_the_earth_(Rutter)">hier</a>). Der Refrain lautete ursprünglich etwas anders: Statt in der von Rutter aufgenommenen Version: <em>»Lord of all, to thee we raise / This our joyful hymn of praise.«</em> (»Herr, aller Dinge, zu dir erheben wir dieses Loblied der Freude«) hieß es ursprünglich: <em>»Christ, our God, to thee we raise«</em> (»Christus, unser Gott, zu dir erheben wir&#8230;«). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Naturbegeisterung und Abendmahlsfreude in einem Lied zusammengebracht &#8211; das finde ich beeindruckend: Das Staunen über die Wunder der Natur und das Staunen über das Wunder der Abendmahlsfeier, in der ich vor dem »Panorama« des unermesslichen Gottes, der mir im Abendmahl begegnet, stehen darf, erfahre, dass Gott mich mit seiner Liebe und Vergebung meint &#8211; und es mir die Sprache verschlägt, solange, bis ich wieder in das »Loblied der Freude« über den Gottessohn einstimme, der mir leiblich, fühlbar nahegekommen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer; der du die Berge gründest in deiner Kraft und gerüstet bist mit Macht«.</strong> (Psalm 65,6f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Kühler Abend</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/kuehler-abend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[In den letzten Tagen war es in Deutschland an vielen Ecken des Landes tagsüber geradezu unerträglich heiß. Draußen sein konnte man eigentlich nur morgens und abends. Wer es sich einrichten und leisten konnte, blieb tagsüber möglichst in geschlossenen Räumen &#8211; bestenfalls sogar in einer klimatisierten Umgebung. Ganz bewusst habe ich in diesen Tagen wahrgenommen, wenn [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen war es in Deutschland an vielen Ecken des Landes tagsüber geradezu unerträglich heiß. Draußen sein konnte man eigentlich nur morgens und abends. Wer es sich einrichten und leisten konnte, blieb tagsüber möglichst in geschlossenen Räumen &#8211; bestenfalls sogar in einer klimatisierten Umgebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz bewusst habe ich in diesen Tagen wahrgenommen, wenn es abends kühler wurde. Irgendwann kam der Moment,, an dem es sich wieder lohnte, Fenster und Türen zu öffnen. Dann rauszugehen, noch einmal für eine Weile im Garten zu sitzen und die Abendluft, die sich nun angenehmer daher anfühlte, zu genießen, das hatte dann schon was.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der ersten Beschreibungen von Gottes Handeln zeichnet ein ganz ähnliches Bild von ihm: <strong>»Und sie [= Adam und Eva] hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war.«</strong> (1. Mose 3,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hier nach einem entspannten Tagesabschluss klingt, gehört allerdings in den Zusammenhang der größten Tragödie der Menschheitsgeschichte, als das anfänglich unbelastete Verhältnis zwischen Gott und Mensch zerbrochen ist. Adam, Eva und Gott treffen sich eben nicht noch mal gemütlich auf einen »Aperol Spritz«, sondern das folgende Gespräch gleicht eher dem zweier Parteien, die von nun an getrennte Wege gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch eine andere biblische Szene, in der sich eine Gruppe von Menschen abends zum Gespräch und einer gemeinsamen Mahlzeit versammelt. Es ist kühler geworden. Und Gottes Sohn Jesus Christus, sitzt mit am Tisch, nimmt Brot und Wein, spricht Segensworte und teilt die Gaben aus: »zur Vergebung der Sünden«. Die Gemeinschaft, die damals in der Abendkühle zerbrochen war, entsteht nun an diesem anderen Abend wieder neu: Gott und Menschen an einem Tisch, weil er, Gottes Sohn, dieses zerbrochene Miteinander wieder hergestellt hat.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>
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		<title>Seifenblasen</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/seifenblasen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu dem, was Kinder und Erwachsene fasziniert, gehören Seifenblasen. Dabei kann ich gar nicht ganz genau fassen, woran es liegt. Vielleicht daran, dass sie so unbeschwert durch die Luft tanzen. Oder daran, dass sie in ganz verschiedenen Farben schillern. Und ganz sicher auch daran, dass sie so etwas Zerbrechliches haben, sodass die Momente, in denen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu dem, was Kinder und Erwachsene fasziniert, gehören Seifenblasen. Dabei kann ich gar nicht ganz genau fassen, woran es liegt. Vielleicht daran, dass sie so unbeschwert durch die Luft tanzen. Oder daran, dass sie in ganz verschiedenen Farben schillern. Und ganz sicher auch daran, dass sie so etwas Zerbrechliches haben, sodass die Momente, in denen sie ganz bleiben, besonders sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Seifenblasen lässt sich etwas lernen, was auch für den Glauben von Bedeutung ist: dass ich nicht alles anfassen kann, was ich bewundere und was mich beeindruckt. Sondern in dem Augenblick, in dem ich meine Hand danach ausstrecke und sie berühre, zerplatzt die Seifenblase. Und letztlich habe ich das, was ich anfassen wollte, weil es so wunderschön ist, mit meinem Griff zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In gewisser Weise lässt sich das auch auf unser Verhältnis zu Gott übertragen. Zwar würde Gott nicht einfach zerplatzen, wenn wir ihn berühren würden &#8211; ganz im Gegenteil! Die Bibel kennt eher Geschichten, die davon erzählen, dass Menschen die unmittelbare Gegenwart Gottes nicht ertragen würden. Aber doch gilt auch bei ihm: Ich kann ihn nicht einfach anfassen, ihn nicht nehmen und irgendwo in eine Schublade packen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, Gott ist da: in der Welt, in meinem und deinem Leben &#8211; und das wunderbar und beeindruckend. Aber eben doch niemals so, dass ich ihn greifen, ihn mir handhabbar machen könnte und ihn einfach irgendwo ablegen könnte. Er ist und bleibt auf wunderbare Weise einerseits da und andererseits meinem Zugriff entzogen. Könnte ich ihn fassen und irgendwo in meinem Leben wegräumen, wäre Gott nicht Gott. Und ich müsste feststellen, dass das Bild von Gott eine Illusion war und es zerplatzen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet allerdings das Heilige Abendmahl. Hier lässt sich Gott selbst tatsächlich greifen &#8211; und schmecken. Der, der sich sonst unserem Zugriff und erst recht unserer Instrumentalisierung entzieht, kommt auf Tuchfühlung und überwindet noch die letzte Distanz, damit mein Glaube hier einmal nicht nur etwas zu hören, zu denken, sondern auch zu schmecken und zu fühlen hat.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein kostbarer Moment wie das Erleben, dass eine Seifenblase sich einmal wie auf wundersame Weise auf einem Blatt oder auf einem Gegenstand niederlässt, ohne kaputtzugehen. Das kann ich nicht machen. Das ereignet sich. Und um wie viel mehr gilt all das für die Abendmahlsfeier: Hier passiert das, was eigentlich gar nicht geht: dass Gott mir, einem Menschen, so nahe kommt. Und staunend höre ich und schmecke und sehe, während ich höre: doch, durch Gottes Gnade ist es möglich. Was für ein Wunder &#8211; für mich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Silberschmied Demetrius beklagt sich unter seinen Handwerkskollegen in Ephesus: <strong>»[I]hr seht und hört, dass nicht allein in Ephesus, sondern auch fast in der ganzen Provinz Asia dieser Paulus viel Volk überredet und verführt, wenn er sagt: Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter.«</strong> (Apostelgeschichte 19,26, Lutherübersetzung 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Der Wein als Barrikade</title>
		<link>https://team-gott.de/mai-2026/der-wein-als-barrikade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal führt mich meine Arbeit in durchaus überraschende Kontexte. So landete ich, ohne es vorher recht zu wissen, im Rahmen eines Referentenabends bei einem Kongress in einer Führung durch einen Weinkeller und einer anschließenden Weinprobe. Und wie es immer so ist: Man wird nicht dümmer durch das, was man da erfährt. So war mir durchaus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Manchmal führt mich meine Arbeit in durchaus überraschende Kontexte. So landete ich, ohne es vorher recht zu wissen, im Rahmen eines Referentenabends bei einem Kongress in einer Führung durch einen Weinkeller und einer anschließenden Weinprobe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie es immer so ist: Man wird nicht dümmer durch das, was man da erfährt. So war mir durchaus bekannt, dass bestimmte Weine (wie auch Whisky) in sogenannten »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barrique">Barrique</a>«-Fässern gelagert wird. Aber warum sie so heißen, habe ich tatsächlich erst im Kontext dieser Führung erfahren. Dies hat damit zu tun, dass solche Fässer 1830 im Rahmen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Julirevolution_von_1830">Julirevolution</a> als Barrikaden dienten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wein als Barrikade &#8211; das ist doch mal was! (Nun gehört zur ganzen Wahrheit dazu, dass offenbar die Weinfässer damals mit Erde befüllt wurden, um als Barrikaden zu dienen &#8211; aber darüber gehen wir jetzt einfach einmal stillschweigend hinweg, denn:) Ich bin gedanklich beim Abendmahlswein gelandet und dabei, dass und wie dieser sich tatsächlich auch als »Barrikade« verstehen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesem Wein sagt Jesus Christus ja: <strong>»das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden«</strong> (Matthäus 26,28, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich erinnere mich daran, dass mir immer wieder einmal manches schwer auf dem Herzen liegt: Schuld, Sünde, Situationen, in denen ich meiner Verantwortung nicht gerecht geworden bin, Momente, in denen mein Gottvertrauen wie weggeblasen war. Und manches davon kann einen auch verfolgen, kann einem wie ein Feind gegenüberstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann aber dieses Wort: Der Wein &#8211; das Blut Christi &#8211; vergossen zur Vergebung der Sünden. Wie eine Barrikade türmt sich das Abendmahl vor mir auf. Ich kann mich dahinter bergen und weiß: Es ist alles gut, es ist alles vergeben. Was es auch an berechtigter Kritik, an Beschuldigungen, an Gedankenkreisen gibt, die mich und mein Handeln in Frage stellen. Nichts davon kommt durch zu mir. Ich bin geborgen. Denn es ist alles vergeben. Der Wein &#8211; das Blut Christi &#8211; als Barrikade.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Richtig stehen</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/richtig-stehen/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das »Stehen« ist eine Wissenschaft für sich. Grundsätzlich gilt, dass es ungesund ist, den ganzen Tag zu sitzen. Aber die ganze Zeit zu stehen, ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Starr zu stehen, bringt dann auch wieder neue, andere Schwierigkeiten mit sich. Es kommt also am Ende darauf an, richtig zu stehen bzw. Sitzen, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das »Stehen« ist eine Wissenschaft für sich. Grundsätzlich gilt, dass es ungesund ist, den ganzen Tag zu sitzen. Aber die ganze Zeit zu stehen, ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Starr zu stehen, bringt dann auch wieder neue, andere Schwierigkeiten mit sich. Es kommt also am Ende darauf an, richtig zu stehen bzw. Sitzen, Stehen und Bewegung sinnvoll abzuwechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In unserer Familie nehmen wir bisweilen humorvoll in den Blick, wo und wie man im Gottesdienst »richtig« stehen sollte. Insbesondere entzünden sich diese Gespräche am Lied nach der Abendmahlsausteilung in der uns vertrauten Gottesdienstform. Üblicherweise wird an dieser Stelle der Lobgesang des Simeon (»Nunc dimittis«) gesungen. Und je nach Tradition der jeweiligen Gemeinde stehen die Gemeindeglieder dazu bereits ganz am Anfang oder vor dem »Ehr sei dem Vater &#8230;« (das den Gesang abschließt) oder auch gar nicht auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die entsprechende Liedfassung einige Jahrhunderte auf dem Buckel hat, firmiert sie bei uns in der Familie unter der Überschrift »echter Banger«. Und mit Nachdruck wird darauf hingewiesen, dass das Aufstehen zum »Ehr sei dem Vater &#8230;« die <em>richtige </em>Art des (Auf-)Stehens ist. Und wehe, wir feiern in einer Gemeinde Gottesdienst mit, die das anders handhabt&#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun lässt sich aus neutraler, wissenschaftlicher Sicht manches zum Thema Sitzen, Stehen und Knien im Gottesdienst sagen &#8211; unter anderem dies, dass über Jahrhunderte alle Gottesdienstbesucher immer standen, weil es gar keine Kirchbänke oder gar Stühle gab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch macht dieser kleine innerfamiliäre Austausch über diese zugegeben sehr spezielle Frage deutlich, dass Glauben und Gotteslob nicht bloß mit unserem Kopf und Denken zu tun haben, sondern unser ganzer Körper daran beteiligt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und an jedem Morgen sollten [die Leviten] stehen, zu danken und zu loben den HERRN, und ebenso an jedem Abend«.</strong> (1. Chronik 23,30, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>»Hineinschlüpfen« Gottes</title>
		<link>https://team-gott.de/april-2026/hineinschluepfen-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[April 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ankunft bedeutender Personen kommt meist mit einem Aufwand daher, anhand dessen der Besuch auch für Außenstehende leicht erkennbar ist. Kommt ein Staatsoberhaupt zu Besuch, wird die entsprechende Staatskarosse mindestens mal von einer Polizeieskorte begleitet, wenn nicht gleich ganze Straßenzüge gesperrt werden, um die Fahrt so störungsarm wie möglich zu gestalten. Vor Ort werden dann [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Ankunft bedeutender Personen kommt meist mit einem Aufwand daher, anhand dessen der Besuch auch für Außenstehende leicht erkennbar ist. Kommt ein Staatsoberhaupt zu Besuch, wird die entsprechende Staatskarosse mindestens mal von einer Polizeieskorte begleitet, wenn nicht gleich ganze Straßenzüge gesperrt werden, um die Fahrt so störungsarm wie möglich zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Ort werden dann rote Teppiche ausgerollt. Orchester spielen die Nationalhymne. Es ist sichtbar und hörbar, dass da ein hoher Staatsgast zu Besuch ist. Er oder sie kommt &#8211; mit Pauken und Trompeten. Und wenn früher die Imperatoren nach erfolgreichen Siegeszügen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind, dann gab es sogar spektakuläre Triumphzüge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Bibel gibt es Bilder von einem solchen triumphalen Einzug Gottes in der Welt: Bei der Vorstellung, dass die Täler erhöht und die Berge erniedrigt werden, damit ein Weg für Gott frei wird (Jesaja 40,3–5). Von der Erwartung, dass Jesus Christus »mit Pauken und Trompeten« am Ende der Zeiten wiederkommen wird, schreibt auch Paulus (1. Thessalonicher 4,16). Und in aller Eigentümlichkeit war auch der Einzug Jesu in Jerusalem (Markus 11,1–11) ein aufmerksamkeitserregender Triumphzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings kennt die Bibel auch andere Weisen der Gottesbegegnung. Besonders eindrücklich ist etwa diejenige, die der Prophet Elia erfährt, der sich zunächst mit einem Sturm konfrontiert sieht und dann mit einem Erdbeben und zuletzt mit einem Feuer, aber schließlich erkennen muss, dass Gott sich gerade in all diesen spektakulären Phänomenen nicht zeigt, sondern in einem kaum wahrnehmbaren, leicht zu übersehenden oder zu überhörenden »Sausen«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neulich las ich bei der Mystikerin Simone Weil: <em>»Deshalb fliehen wir die innere Leere, weil Gott hineinschlüpfen könnte.«</em> Ich weiß nicht, ob es immer die »innere Leere« ist, die vorhanden sein muss, damit Gott hineinschlüpfen kann. Aber ich glaube tatsächlich, dass Gott in unser Leben viel öfter »hineinschlüpft«, als dass er »mit Pauken und Trompeten« einzieht. Ein Bibelwort, das uns nachgeht: eine angelehnte Tür, durch die Gott in unser Leben hineinschlüpft. Die Gaben des Abendmahls &#8211; oberflächlich gesehen ein Schluck Wein, ein Hauch von Brot: Mittel mit denen Jesus Christus sich ganz unspektakulär neu Eintritt in unser Leben verschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich nehme mir vor, nicht mehr auf den großen, spektakulären Einzug Gottes in mein Leben zu warten. Sondern ich schaue hin, ich höre hin, wo er hineinschlüpft und da ist &#8211; ganz unspektakulär: kein Sturm, kein Erdbeben, kein Feuer, sondern ein »stilles, sanftes Sausen«.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.« </strong>(1. Könige 19,12f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Kreuz beim Zahnarzt</title>
		<link>https://team-gott.de/maerz-2026/kreuz-beim-zahnarzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[März 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie früher schon einmal erwähnt, mache ich durchaus geistliche Entdeckungen bei meinem Zahnarzt. Dazu gehört auch das kleine Kreuz, das dort über der Eingangstür hängt. In der Mitte sind Brot und Weintrauben abgebildet. Und auf den vier »Armen« des Kreuzes sind dann jeweils Hände abgebildet, die sich zu Brot und Weintrauben ausstrecken. Als Theologe entdecke [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie früher schon einmal erwähnt, mache ich durchaus geistliche Entdeckungen bei meinem Zahnarzt. Dazu gehört auch das kleine Kreuz, das dort über der Eingangstür hängt. In der Mitte sind Brot und Weintrauben abgebildet. Und auf den vier »Armen« des Kreuzes sind dann jeweils Hände abgebildet, die sich zu Brot und Weintrauben ausstrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Theologe entdecke ich da natürlich zweierlei: Brot und Weintrauben sind Symbole für Nahrung allgemein. Und: Brot und Wein(trauben) stehen auch für die Gaben des Abendmahls.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bedeutet es nun, dass gerade dieses Kreuz in einer Zahnarztpraxis über der Tür hängt und es mir immer dann vor Augen ist, wenn ich die Praxis nach getaner (bzw. erlittener) Arbeit wieder verlasse? Es ist ganz offensichtlich keine medizinische Empfehlung, was ich nach der Zahnbehandlung in den nächsten Stunden essen darf oder auch nicht. Was aber dann?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich, der ich beim Zahnarzt immer etwas ängstlich und empfindlich bin, ist es eine Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist im Leben. Wenn ich da auf dem Zahnarztstuhl liege, dann dreht sich für mich ja alles nur um den kaputten Zahn, um meine Angst und ggf. um die Schmerzen. Als sei das alles, was zählt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich nun die Praxis verlasse und mein Blick auf das Kreuz fällt, werde ich erinnert: Dass ich leben darf, dass ich Nahrung habe, ist nicht selbstverständlich. (Und ich füge an dieser Stelle einmal dazu: dass ich eine professionelle zahnmedizinische Behandlung in Anspruch nehmen, darf, die sich von der des Mittelalters unterscheidet, ist ebenfalls ein unermessliches Geschenk). Hier zeigt sich etwas von der Liebe und Fürsorge Gottes, der in Jesus Christus Mensch geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und angesichts des Verfalls menschlichen Lebens, der sich nicht zuletzt im Zahnbereich zeigt, darf ich wissen: Mit der Feier des Abendmahls wird die Tür von Christus selbst immer schon aufgestoßen zu einem ewigen Leben, in dem ich die körperlichen ›Baustellen‹ hinter mir lasse und ich schon jetzt Anteil bekomme an dem Freudenfest der Ewigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> Jesus Christus spricht: »Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben.« </strong>(Johannes 6,27, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Essen und Trinken</title>
		<link>https://team-gott.de/februar-2026/essen-und-trinken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Februar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
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					<description><![CDATA[»Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen«, heißt es in einem Sprichwort. Und damit ist kurz zusammengefasst, dass das Essen und Trinken sowohl für das körperliche wie auch für das seelische Wohlbefinden (und für das Wechselspiel zwischen beiden) wichtig ist. Wer nicht genug oder nicht sinnvoll isst und trinkt, wird früher oder später körperliche [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">»Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen«, heißt es in einem Sprichwort. Und damit ist kurz zusammengefasst, dass das Essen und Trinken sowohl für das körperliche wie auch für das seelische Wohlbefinden (und für das Wechselspiel zwischen beiden) wichtig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nicht genug oder nicht sinnvoll isst und trinkt, wird früher oder später körperliche Probleme bekommen. Sich keine Zeit fürs Essen und Trinken zu nehmen, sondern im Stress des Alltags nur ein bisschen hier und ein bisschen da nebenbei zu snacken, ist in ganz unterschiedlicher Hinsicht ungesund. Und wer nicht weiß, wie schön das ist, mit anderen an einem Tisch zusammenzusitzen, zu essen und zu trinken, sich auszutauschen, miteinander zu lachen, der verpasst tatsächlich etwas im Leben. Solche Zeiten gemeinsam am Tisch können etwas ganz besonders Wertvolles haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Christinnen und Christen im Heiligen Abendmahl essen und trinken, dann handelt es sich dabei auf der einen Seite um ein ganz und gar außergewöhnliches Essen und Trinken, weil Jesus Christus uns mit sich selbst, mit seinem Leib und Blut in den Abendmahlsgaben beschenkt. Aber es ist eben doch auch schlicht und ergreifend ein Essen und Trinken. Und auch &#8211; und sogar gerade &#8211; von diesem Essen und Trinken lässt sich sagen, dass es Leib und Seele zusammenhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott bedient sich dieser ganz elementaren Handlungsweisen, um darin und damit zu verdeutlichen: Er sorgt für uns. Er kümmert sich um unseren Körper und unsere Seele. Im Bissen und im Schluck, die wir im Abendmahl zu uns nehmen, essen und trinken wir. An Gottes Tisch werden wir versorgt, bekommen wir, was wir brauchen, erfahren wir Gemeinschaft. Wir nehmen uns Zeit, und erfahren es, wie uns Gottes Essen und Trinken gegeben wird &#8211; nicht schnell, schnell, sondern ganz bewusst, voller Achtsamkeit und Respekt &#8211; und in liebevoller Verbundenheit mit dem, der eingeladen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das ein erster Schritt, das für manchen ›sperrige‹ Format »Abendmahl« wiederzuentdecken: von den grundlegenden Vollzügen des Essens und Trinkens her. Ja, es ließe sich noch mehr, viel mehr und viel mehr Wunderbares zum Heiligen Abendmahl sagen. Aber eben auch das: Dieses »Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>«Du bereitest vor mir einen Tisch [&#8230;] und schenkest mir voll ein.«</strong> (Psalm 23,5, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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