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	<title>Juni 2026 &#8211; Team Gott</title>
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	<title>Juni 2026 &#8211; Team Gott</title>
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		<title>Kühler Abend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den letzten Tagen war es in Deutschland an vielen Ecken des Landes tagsüber geradezu unerträglich heiß. Draußen sein konnte man eigentlich nur morgens und abends. Wer es sich einrichten und leisten konnte, blieb tagsüber möglichst in geschlossenen Räumen &#8211; bestenfalls sogar in einer klimatisierten Umgebung. Ganz bewusst habe ich in diesen Tagen wahrgenommen, wenn [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen war es in Deutschland an vielen Ecken des Landes tagsüber geradezu unerträglich heiß. Draußen sein konnte man eigentlich nur morgens und abends. Wer es sich einrichten und leisten konnte, blieb tagsüber möglichst in geschlossenen Räumen &#8211; bestenfalls sogar in einer klimatisierten Umgebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz bewusst habe ich in diesen Tagen wahrgenommen, wenn es abends kühler wurde. Irgendwann kam der Moment,, an dem es sich wieder lohnte, Fenster und Türen zu öffnen. Dann rauszugehen, noch einmal für eine Weile im Garten zu sitzen und die Abendluft, die sich nun angenehmer daher anfühlte, zu genießen, das hatte dann schon was.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der ersten Beschreibungen von Gottes Handeln zeichnet ein ganz ähnliches Bild von ihm: <strong>»Und sie [= Adam und Eva] hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war.«</strong> (1. Mose 3,8, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hier nach einem entspannten Tagesabschluss klingt, gehört allerdings in den Zusammenhang der größten Tragödie der Menschheitsgeschichte, als das anfänglich unbelastete Verhältnis zwischen Gott und Mensch zerbrochen ist. Adam, Eva und Gott treffen sich eben nicht noch mal gemütlich auf einen »Aperol Spritz«, sondern das folgende Gespräch gleicht eher dem zweier Parteien, die von nun an getrennte Wege gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch eine andere biblische Szene, in der sich eine Gruppe von Menschen abends zum Gespräch und einer gemeinsamen Mahlzeit versammelt. Es ist kühler geworden. Und Gottes Sohn Jesus Christus, sitzt mit am Tisch, nimmt Brot und Wein, spricht Segensworte und teilt die Gaben aus: »zur Vergebung der Sünden«. Die Gemeinschaft, die damals in der Abendkühle zerbrochen war, entsteht nun an diesem anderen Abend wieder neu: Gott und Menschen an einem Tisch, weil er, Gottes Sohn, dieses zerbrochene Miteinander wieder hergestellt hat.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em></p>
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		<title>Lange Wege</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/lange-wege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu den biblischen Geschichten, die mir besonders lieb und wert sind, gehört die des Zwillingspaars Jakob und Esau (1. Mose 25–33). Sie steckt so voll von alltäglichem Leben, von Dynamiken, die sich bis heute in vielen Familien (und darüber hinaus) beobachten lassen: Rivalität unter Geschwistern, Bevorzugung durch ein Elternteil (oder der Eindruck, dass es so [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu den biblischen Geschichten, die mir besonders lieb und wert sind, gehört die des Zwillingspaars Jakob und Esau (1. Mose 25–33). Sie steckt so voll von alltäglichem Leben, von Dynamiken, die sich bis heute in vielen Familien (und darüber hinaus) beobachten lassen: Rivalität unter Geschwistern, Bevorzugung durch ein Elternteil (oder der Eindruck, dass es so wäre), Ungerechtigkeit, Schuld, Angst vor den Konsequenzen, das Umgehen mit dem, was in der Familie gewesen ist, und auch das Bemühen um Versöhnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Geschichte wird nichts beschönigt, hier wird nicht der eine als Verbrecherfigur und der andere als Heilige gezeichnet, sondern es sind realistische Skizzen von uns Menschen, wie wir nun einmal sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzte Woche las ich den neuesten Roman von einem meiner Lieblingsschriftsteller, Ewald Arenz, mit dem Titel »<a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/ewald-arenz-fuenf-sechs-sieben-acht-9783755800576-t-7813">Fünf, sechs, sieben acht</a>«. In diesem Buch geht es unter anderem um das Älterwerden, um Familie, um Schuld, um das Umgehen mit der eigenen Lebensgeschichte, darum, wer ich eigentlich bin, wenn meine Leistungsfähigkeit nachlässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Strang der Erzählung geht es auch um Schuld, die der Protagonist, Anton, in seiner Familie auf sich geladen hat. Was er getan hat, liegt lange zurück. Und jedenfalls oberflächlich hat sich zwischenzeitlich alles auch wieder so halbwegs zurechtgeruckelt. Und doch zeigt sich in bestimmten Situationen immer wieder, dass das, was war, nicht wirklich Vergangenheit ist und bei den Betroffenen nachwirkt. Anton dagegen ärgert sich, dass die anderen ihm nicht »einfach mal« vergeben und einen Strich unter die ganze Angelegenheit ziehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auf Versöhnung und Vergebung habe ich kein Anrecht, kann sie nicht einklagen. Versöhnung geschieht auch nicht so, dass ich einen Schalter umlege und mit einem Mal der andere vergessen hätte, was war. Sondern oft braucht es Zeit und lange Wege wieder aufeinander zu. Versöhnung vollzieht sich dabei oft in mehreren Etappen. Ja, die Wunde mag nicht mehr offen klaffen, aber die Stelle ist immer noch in besonderer Weise empfindlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade das finde ich auch in der Geschichte von Jakob und Esau so schön eingefangen. Da kommt es nicht zu einem schnellen Sich-Vertragen der Brüder, nicht zu einem Schwamm-Drüber, sondern über Jahre und Jahrzehnte schwelt der Streit und es bleibt unklar, ob es zur Versöhnung kommt. Am Ende gelingt es in dieser Geschichte (und &#8211; Achtung: Spoiler! &#8211; auch im Buch von Arenz). Aber eben doch jeweils so, dass derjenige, der Schuld auf sich geladen hat, nicht auf die Versöhnung und Vergebung besteht und sie einfordert, sondern sie geschenkt bekommt &#8211; letztlich auch unerwartet. Bei Jakob und Esau ist es auch Gottes Gnade, die sie an anderer Stelle in ihrem Leben erfahren haben, die sie in die Lage versetzt, auch über den Streit untereinander hinwegzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Begegnung der beiden Brüder nach langem Streit und ebenso langer Funkstille heißt es schließlich: <strong>»Esau aber lief ihm [= Jakob] entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.«</strong> (1. Mose 33,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Unprofessionelles Gotteslob</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/unprofessionelles-gotteslob/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Kinder haben eine Schule mit musikalischem Schwerpunkt besucht (bzw. tun es noch). Da gehört es dazu, dass regelmäßig abendfüllende Schulkonzerte gegeben werden. Über die Jahre bekommt man einen Eindruck davon, wie die Schulkonzerte aufgebaut werden. Tendenziell gilt die Regel: Nach hinten raus wird es immer professioneller und ambitionierter. Auch hier gilt allerdings: Keine Regel [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Unsere Kinder haben eine Schule mit musikalischem Schwerpunkt besucht (bzw. tun es noch). Da gehört es dazu, dass regelmäßig abendfüllende Schulkonzerte gegeben werden. Über die Jahre bekommt man einen Eindruck davon, wie die Schulkonzerte aufgebaut werden. Tendenziell gilt die Regel: Nach hinten raus wird es immer professioneller und ambitionierter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier gilt allerdings: Keine Regel ohne Ausnahme. Das Gitarrenensemble, das traditionell die Konzerte eröffnet, hat sich inzwischen ein erstaunliches Niveau erarbeitet. Vor Jahren waren die musikalischen Künste hier ziemlich elementar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich aber über all die Jahre nicht geändert hat, ist, dass die Darbietungen der Anfänger-Streichergruppen für musikalisch etwas geschulte Ohren, sagen wir mal so, eine gewisse Herausforderung darstellen. Als Gitarrenspieler, der froh und dankbar ist, dass die einzelnen Töne auf meinem Instrument durch Bünde abgegrenzt sind, kann ich das auch gut nachvollziehen. Wie soll man auf einer Geige oder auch Bratsche seine Töne exakt finden, wenn man das auf dem Griffbrett gar nicht nachgucken kann?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedenfalls sind diese Streicherdarbietungen immer eher zu ertragen als zu genießen &#8211; und das geht dann auch irgendwie, weil es schon auch berührend ist, diese Kinder anzuschauen. Und außerdem weiß natürlich auch ich: Lernprozesse brauchen Zeit. Oder um es etwas plakativer auszudrücken: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim letzten Konzert kam mir an dieser Stelle die biblische Szene von den Kindern im Tempel in den Sinn, die das herumkrakeelten, was sie zuvor von den Erwachsenen wahrgenommen hatten: <strong>»Hosianna, dem Sohn Davids!«</strong>. Und das sangen sie nicht »mit fein lieblicher Stimme«, sondern schrien wild durcheinander &#8211; sicherlich auch das eher eine Zumutung für die Ohren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder, dass das nach Form und Inhalt für die Hohenpriester und Schriftgelehrten schwer auszuhalten war. Für Jesus stellt sich das allerdings anders dar. Er freut sich an diesem »unprofessionellen« Gotteslob und sieht darin etwas, was schon in den Psalmen zu lesen ist. Es kommt eben nicht immer auf Professionalität an, sondern manchmal viel mehr auf Herz und Leidenschaft und das Wahrnehmen dessen, der als Retter in diese Welt gekommen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: ›Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet‹?«</strong> (Matthäus 21,15f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Unsere Arbeit und Gottes Beistand</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/unsere-arbeit-und-gottes-beistand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die derzeit laufende Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist ein wahres Füllhorn für Beobachtungen zu »Gott und der Welt«, wie sie hier im »Team Gott« immer wieder ihren Platz finden. Dabei sorgen die größten Spieler bisweilen auch für die interessantesten Schlagzeilen. Zum Beispiel der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo, den mir als Person, wie er sich in den [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die derzeit laufende Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist ein wahres Füllhorn für Beobachtungen zu »Gott und der Welt«, wie sie hier im »Team Gott« immer wieder ihren Platz finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sorgen die größten Spieler bisweilen auch für die interessantesten Schlagzeilen. Zum Beispiel der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo, den mir als Person, wie er sich in den Medien präsentiert, nicht sonderlich sympathisch ist. Vor seinen sportlichen Leistungen habe ich allerdings großen Respekt. Während nach Portugals erstem WM-Spiel die meisten fest davon überzeugt waren, dass der Stern von Ronaldo inzwischen untergegangen ist, drehte er beim zweiten Spiel ordentlich auf und strafte seine Kritiker Lügen. In dem Interview nach dem Spiel zeigte er sich entsprechend zufrieden:</p>



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<iframe  title="Ronaldo: &quot;I&amp;apos;m back!&quot; CR7 meldet sich mit historischem Rekord zurück | Portugal - Usbekistan 5:0" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/_Da0KFlzndQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert war dabei für mich vor allem der Satz: »Gott steht denen bei, die viel arbeiten.« Der ist an und für sich natürlich nicht verkehrt. In einem Gesangbuchlied heißt es: <em>»Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun / und Werk in deinem Willen ruhn, / von dir kommt Glück und Segen« </em>(ELKG² 768,1 | EG 497,1)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, auch diejenigen &#8211; vielleicht auch gerade diejenigen &#8211; , die viel arbeiten haben Gottes Beistand nötig. Aber hier bei Ronaldo bekommt das Ganze doch einen etwas anderen Zungenschlag. »Gott steht denen bei, die viel arbeiten.« Und denen, die weniger arbeiten, eben weniger &#8211; oder gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist zutiefst menschlich gedacht und von daher irgendwie auch nachvollziehbar, aber nicht unbedingt das, wie in der Bibel von Gott geredet wird. Ich denke da an das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, von denen am Abend jeder denselben &#8211; nämlich den zum Leben notwendigen &#8211; Lohn erhält. Diejenigen, die bei heißem Wetter den ganzen Tag geschuftet hatten, hatten offenbar die Maxime von Cristiano Ronaldo verinnerlicht, dass der Herr, also Gott, denen, die viel gearbeitet hatten, besonders beisteht und sie besonders belohnt. Aber sie mussten feststellen, dass Gott anders denkt. Sein Beistand hängt nicht an unserer Arbeit oder unserer Leistung, sondern etwas abgewandelt könnte man sagen: »Gott steht denen bei, die seine Hilfe nötig haben.« </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gleichnis spricht der Herr zu den fleißigsten Arbeitern  <strong>»Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem Letzten dasselbe geben wie dir.«</strong> (Matthäus 20,14, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>TÜV ohne Plakette</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/tuev-ohne-plakette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
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					<description><![CDATA[In dieser Woche musste ich mit unserem Auto zum TÜV. Zugegeben, das ist für mich nicht ganz so ein Angang wie die Zahnarztbesuche, von denen hier auch schon die Rede war. Und doch hat unser Auto inzwischen einige Jahre auf dem Buckel. Durch die letzten beiden Untersuchungen ist das Auto immer mit »geringen Mängeln« durchgekommen. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche musste ich mit unserem Auto zum TÜV. Zugegeben, das ist für mich nicht ganz so ein Angang wie die Zahnarztbesuche, von denen hier auch schon die Rede war. Und doch hat unser Auto inzwischen einige Jahre auf dem Buckel. Durch die letzten beiden Untersuchungen ist das Auto immer mit »geringen Mängeln« durchgekommen. Und so weiß man ja nie, wann einen ein größeres Problem erwartet. Von daher ist etwas Anspannung schon immer dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Fall lief aber alles bestens. Ich hatte noch kaum den im Warteraum angebotenen Kaffee ausgetrunken, als ich schon zum Tresen gerufen wurde. Alles in Ordnung. Auto »ohne Mängel«, TÜV bestanden. Wunderbar!</p>



<p class="wp-block-paragraph">So bin ich dann nach Hause gefahren. Als ich dort dann für meine Frau ein Foto von der neuen Plakette machen wollte, um ihr Anteil an der frohen Nachricht zu geben, dass das Auto den TÜV überstanden hatte, staunte ich nicht schlecht. Denn dort prangte immer noch die blaue Plakette mit der Angabe »6/2026«. Den TÜV hatte das Auto also bestanden, aber keiner konnte es sehen. Für mich bedeutete das, dass ich noch mal loszuckeln musste, um mir beim TÜV die neue Plakette aufs Nummernschild kleben zu lassen. Etwas lästig, aber auch kein großes Ding.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Fahrten hin und her dachte ich dann: Ach, irgendwie gleicht das Auto mit einer noch nicht aktualisierten Plakette meinem Leben als Christen. Da ist davon die Rede, dass ich gerechtfertigt bin, dass mir meine Sünden vergeben sind, dass mit der Taufe längst ein neues Leben in der Kraft des Heiligen Geistes begonnen hat. Das gilt so verbindlich, wie die TÜV-Bescheinigung, die ich in Händen hielt. Aber sehen tut man davon &#8211; Gott sei&#8217;s geklagt &#8211; manchmal wenig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So bin ich &#8211; im Bild gesprochen &#8211; mein Leben lang immer noch mit der alten Plakette unterwegs &#8211; mit meinem alten Menschen, dem »alten Adam«. Aber ich gehe auf den Tag zu, wenn unser Herr Jesus Christus mich zu sich ruft, an dem dann der Bescheid, dass ich Gottes Kind bin und bleibe, auch nach außen hin sichtbar sein wird &#8211; wie die Plakette, die am Ende eben doch noch ihren Platz auf dem Nummernschild gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.«</strong> (2. Korinther 5,6f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Autokorrektur</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/autokorrektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Autokorrektur]]></category>
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		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Wort Gottes]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf einer Autofahrt gab meine Frau neulich Unmutslaute von sich. Ich fuhr und sie war mit ihrem Handy zugange. Und als ich fragte, was wäre, stellte sich schnell raus, dass die Autokorrektur wieder einmal zugeschlagen hatte. »Ich habe ›Bibel‹ geschrieben«, sagte sie, »und herausgekommen ist ›LIDL‹!«. Nun ist es müßig darüber zu spekulieren, was zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Autofahrt gab meine Frau neulich Unmutslaute von sich. Ich fuhr und sie war mit ihrem Handy zugange. Und als ich fragte, was wäre, stellte sich schnell raus, dass die Autokorrektur wieder einmal zugeschlagen hatte. »Ich habe ›Bibel‹ geschrieben«, sagte sie, »und herausgekommen ist ›LIDL‹!«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es müßig darüber zu spekulieren, was zu dieser »Autokorrektur« geführt hat &#8211; das allgemeine Nutzerverhalten oder die spezifische Eingabehäufigkeit meiner Frau. Und ich frage mich: Was gebe ich in Kurznachrichten eigentlich häufiger ein? »Bibel« oder den Namen von Supermarktketten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist die Verwechslung von beidem in einem übertragenen Sinn vielleicht dann auch gar nicht so abwegig. In genanntem Supermarkt bekomme ich immerhin das, was ich zum Leben brauche. Und es reicht auch nicht, wenn ich einmal dorthin gehe, sondern meine Wege führen mich ganz regelmäßig in diesen Laden, damit ich mich immer wieder neu mit frischen Lebensmitteln versorge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.«</strong> (Johannes 6,63, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesu Worte, Gottes Worte, die wir in der Bibel finden, sind Lebensträger und Lebensmittel. Und ich erlebe es, dass es gut für mich ist, sie immer wieder aufzusuchen, im Bild gesprochen ins Regal zu greifen und mir einen Vorrat für den Tag mitzunehmen. Oder um einen Werbeslogan der genannten Supermarktkette leicht modifiziert aufzunehmen: »Bibel lohnt sich!«</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Nicht immer alles gleichzeitig</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/nicht-immer-alles-gleichzeitig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 04:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich sangen wir im Gottesdienst das Lied »Herr, dein Wort, die edle Gabe« (ELKG² 202 &#124; EG 198): Dieser Choral ist mir vertraut, lieb und wert. Und ich habe ihn schon häufig, wenn ich verantwortlich für die Gottesdienstplanung war, als Lied rund um die Predigt singen lassen. Jetzt am Sonntag bin ich aber über ihn [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich sangen wir im Gottesdienst das Lied »Herr, dein Wort, die edle Gabe« (ELKG² 202 | EG 198):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe  title="Herr, dein Wort, die edle Gabe" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/u8db9ZfGmJA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Choral ist mir vertraut, lieb und wert. Und ich habe ihn schon häufig, wenn ich verantwortlich für die Gottesdienstplanung war, als Lied rund um die Predigt singen lassen. Jetzt am Sonntag bin ich aber über ihn gestolpert. Die zweite Strophe, die auf den Herrnhuter Prediger und Kirchenmusiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Gregor">Christian Gregor</a> zurückgeht, nimmt im zweiten Teil die biblische Geschichte der Schwestern Maria und Marta auf, wenn es dort heißt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Lass mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat; / und zugleich zu deinen Füßen / sitzen, wie Maria tat.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist also das Motiv der dienenden Marta, die sich bei Jesus beschwert: <strong>»Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!«</strong> (Lukas 10,41, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und dann haben wir es mit Maria zu tun, die zu den Füßen Jesu sitzt und hört, was er zu sagen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Choral verschmelzen die beiden Figuren zu einem unüberbietbaren Ideal, dem die singende Person nacheifert: Jemand, der sowohl die Rolle der Marta ausfüllt (<em>»eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat«</em>) als auch (<em>»zugleich«</em>!) die der Maria, die zu den Füßen Jesu sitzt und hört. Wie aber soll das gehen: Gleichzeitig in der Küche stehen und für die Gäste sorgen &#8211; und Jesus andächtig zuhören?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend ist nun, dass Jesus mit seiner Antwort überhaupt nicht ein solches unerfüllbares Ideal entwirft. Er sagt nicht: »Maria, du hörst doch, was deine Schwester sagt: Du wirst doch wohl gleichzeitig zuhören und in der Küche helfen können!« Sondern ganz im Gegenteil. Er wendet sich Marta zu und sagt: <strong>»Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.«</strong> (Lukas 10,41f.). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eben nicht ein: Komm, Maria, pack noch eine Schippe drauf! Es ist kein: Richtig Christ oder Christin bist du erst, wenn du alle Bälle gleichzeitig in der Luft halten kannst. Sondern Jesu Antwort entlastet. Dass Maria sich für den Platz an Jesu Füßen entschieden hat, wo sie ihm zuhören kann, ist völlig in Ordnung, ja es ist sogar gut, richtig. Und sie muss eben nicht weitere Anforderungen erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag das Lied immer noch und werde es ab jetzt immer mit einem kleinen Augenzwinkern singen, aber ich hoffe, dass in christlichen Gemeinden immer wieder erfahrbar wird und erfahrbar bleibt, dass es in Ordnung ist, sich auf einen Bereich des Mittuns zu konzentrieren und bei einer anderen Anfrage ruhig auch einmal »Nein« zu sagen. Es muss nach Jesu Willen eben nicht immer alles »zugleich« sein, nicht immer alles und dann noch mehr, sondern es ist völlig in Ordnung, Prioritäten zu setzen &#8211; wie Maria &#8211; und aus Jesu Mund von seiner Liebe zu uns zu hören.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Glauben aus dem Hören</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/glauben-aus-dem-hoeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fußball-Weltmeisterschaft kann man in diesen Tagen auf ganz verschiedenen Kanälen wahrnehmen: auf verschiedenen Fernsehsendern, über Berichterstattung oder Clips im Internet oder &#8230; indem man genau hinhört. So ging es mir beim letzten Deutschlandspiel. Ich war von einer längeren Zugfahrt zurückgekommen, hatte auf der letzten Strecke in der S-Bahn sogar den Beginn des Spiels angeschaut. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Fußball-Weltmeisterschaft kann man in diesen Tagen auf ganz verschiedenen Kanälen wahrnehmen: auf verschiedenen Fernsehsendern, über Berichterstattung oder Clips im Internet oder &#8230; indem man genau hinhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ging es mir beim letzten Deutschlandspiel. Ich war von einer längeren Zugfahrt zurückgekommen, hatte auf der letzten Strecke in der S-Bahn sogar den Beginn des Spiels angeschaut. Dann aber zu Hause war es doch schöner, mit meiner Frau auf der Terrasse zu sitzen, zu reden, das etwas kühlere Wetter und die Glühwürmchen zu genießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wesentliche des Fußballspiels habe ich trotzdem nicht verpasst, weil die Uh- und Ah-Rufe aus der Nachbarschaft mich doch erreichten, nicht zuletzt auch begeisterte Jubelrufe, wenn ein Tor gefallen war. Fußballhören statt Fußballschauen eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Christ geht es mir am Ende ja nicht anders. Jesus Christus habe ich zu seinen Erdentagen nicht gesehen, nicht erlebt, habe die Wunder nicht anschauen dürfen, aber ich habe davon gehört. Menschen waren außer sich vor Freude, haben gejubelt, haben weitererzählt, was sie erlebt haben. Und irgendwann haben sie oder andere es dann auch aufgeschrieben, damit ich all das &#8211; kleines Bounus-Feature &#8211; nicht nur hören, sondern sogar lesen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Deutschlandspiel gucke ich mir wahrscheinlich wieder an. Gucken ist dann schon auch auch schön &#8211; und irgendwie auch das »richtige« Erlebnis. Beim Glauben ist es tatsächlich anders: Da ist das »Hören« das, woran der Glaube sich festmacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Apostel Paulus schreibt: <strong>»So kommt der Glaube aus der Predigt [eigentlich ›Hören‹, CB], das Predigen [= Hören] aber durch das Wort Christi.«</strong> (Römer 10,17, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Mit anderen Augen</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/mit-anderen-augen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Menschen, Gebäuden oder Kunstwerken kann. Wo die eine Person bestenfalls Farbklekse entdeckt, sieht eine andere ihre Gefühle treffend ausgedrückt. Ein Bauwerk, das für die eine ein architektonisches Meisterwerk darstellt, ist für den anderen bloß »komisch«. Und auch bei Menschen kann der Eindruck erheblich variieren. Klaus [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Menschen, Gebäuden oder Kunstwerken kann. Wo die eine Person bestenfalls Farbklekse entdeckt, sieht eine andere ihre Gefühle treffend ausgedrückt. Ein Bauwerk, das für die eine ein architektonisches Meisterwerk darstellt, ist für den anderen bloß »komisch«. Und auch bei Menschen kann der Eindruck erheblich variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klaus Lage hat dies einmal in seinem Lied »Mit meinen Augen« zum Ausdruck gebracht, in dem er eine Frau beschreibt, in die er sich verliebt hat:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><iframe  title="Mit meinen Augen (Remastered 2011)" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/dQ4L2Wdb_5w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinen Freunden, an die sich der Sänger wendet, macht diese Person offensichtlich nicht viel her. Sie wirkt »unscheinbar und klein«. Anderen etwas vorzumachen, scheint nicht ihr Stil zu sein. Vielmehr scheint sie direkte, unverstellte Kommunikation zu bevorzugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seine Gesprächspartner ein eher negatives Bild von der Frau haben, in die sich der Sänger »verguckt« hat, ist sein Blick auf sie ein völlig anderer. Und so wünscht er sich, sie könnten sie einmal aus seiner Perspektive heraus wahrnehmen: <em>»Ihr müsst sie nur einmal / mit meinen Augen sehn, / die absolute Frau, / ihr würdet mich verstehn.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dem, was die anderen als unspektakulär und unattraktiv wahrnehmen, entdeckt der Liebende Gutes und Liebenswertes. Nicht jeder kann sehen, was er in seiner Liebe sieht. Auf den Blick kommt es an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Psalm 25 bittet der König David Gott, ihn ebenfalls in einer bestimmten Weise anzusehen: <strong>»Sieh&nbsp;an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!«</strong> (Psalm 25,18, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gott hinguckt, könnte er, das weiß David, auch allerhand Unschönes entdecken, »Sünden« nämlich. Aber wie Klaus Lage in seinem Lied so fordert auch der König David in seinem Lied eine andere Perspektive ein: Gott, sieh mich bitte mit anderen Augen an, mit Augen des Erbarmens und der Liebe. Oder anders ausgedrückt: »Sieh meinen Jammer und mein Elend« an (und eben nicht meine Sünden). Und schau mich in Liebe an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott lässt sich nicht vom ersten Blick täuschen, schaut nicht auf das, was wir vorweisen können, und auch nicht auf das, was wir nicht vorweisen können. Sondern mit seinen Augen sieht er in jeder und jedem von uns den Menschen, den Jesus Christus so sehr geliebt hat, dass er für ihn gestorben ist, um die Sünden zu tilgen. Und wo wir noch mit uns selbst hadern, sagt Gott zu uns: »Du darfst dich ruhig mal mit meinen Augen sehn!«</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p class="has-text-align-right" style="text-align: right;"><em>Christoph Barnbrock</em></p></p>
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		<title>Müllabfuhr</title>
		<link>https://team-gott.de/juni-2026/muellabfuhr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juni 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Beichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Inzwischen gibt es ja für alles und jedes Erinnerungstage im Jahresverlauf. So habe ich gelernt, dass der 17. Juni, den ich noch aus Vorwende-Zeiten als »Tag der Deutschen Einheit« kannte, unter anderem als »Internationaler Tag der Müllabfuhr« (oder eigentlich noch schöner im Englischen: »Global Garbage Man Day«) gilt. Nun mag man darüber schmunzeln und fragen: [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen gibt es ja für alles und jedes Erinnerungstage im Jahresverlauf. So habe ich gelernt, dass der 17. Juni, den ich noch aus Vorwende-Zeiten als »Tag der Deutschen Einheit« kannte, unter anderem als »Internationaler Tag der Müllabfuhr« (oder eigentlich noch schöner im Englischen: »Global Garbage Man Day«) gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun mag man darüber schmunzeln und fragen: Muss es wirklich für alles einen eigenen Tag geben? Und dann auch noch für die Müllabfuhr?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nein, das muss es natürlich nicht. Und doch finde ich gerade das dankbare Denken an die Müllabfuhr und die Menschen, die für sie sorgen, sinnvoll. Das hat zum einen mit dem großen Respekt zu tun, den ich dieser Berufsgruppe entgegenbringe. Bei Wind und Wetter sind diese Leute unterwegs, um sicherzustellen, dass unsere Städte und Orte nicht in Müll versinken und die Ratten die Herrschaft übernehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei erinnere mich daran, wie wir bei einem längeren Afrika-Aufenthalt in einer ländlichen Region ohne eine Form von Müllentsorgung auskommen mussten. Und es hat sich mir eingeprägt, wie schnell bei dem mir gewohnten Lebensstil Abfall entstanden ist, den ich nicht oder nicht wirklich sachgerecht entsorgen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz offensichtlich ist es bei der Müllabfuhr wie bei manch anderem: Wir erkennen ihre Bedeutung erst dann, wenn sie fehlt. Von daher ist es vielleicht gar nicht verkehrt, sie einmal im Jahr in den Fokus zu rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und womöglich ist es bei der Vergebung ganz ähnlich. Als Christenmenschen wissen wir um Gottes Vergebung und um die verschiedenen Möglichkeiten, sie zu empfangen: anfangen beim Vaterunser über den Gottesdienst bis hin zur Einzelbeichte. Gerade weil sie so »verfügbar« zu sein scheint, kommt sie vielen vielleicht wenig spektakulär vor. »Vergebung«, das gehört halt irgendwie dazu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Bedeutung erahnen können wir wahrscheinlich erst dann, wenn wir uns vorstellen, die Möglichkeit der Vergebung würde einmal ausfallen. Uns läge etwas auf dem Herzen, wollen es loswerden, wollen gerade auch mit Gott unseren Frieden machen &#8211; und wir müssten feststellen: Die »Schuldabfuhr« fällt aus &#8211; sieh selbst, wie du damit zurechtkommst. Das ist ein bedrängender Gedanke!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht würde es sich lohnen, wenn wir in den Kirchen einen »Tag der Vergebung« feiern würden &#8211; so, wie es einen »Tag der Müllabfuhr« gibt. Das Judentum kennt ja mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jom_Kippur">Jom Kippur</a> einen in solcher Weise geprägten Tag. Ein entsprechendes jährliches Gedenken würde uns vielleicht helfen, uns daran zu erinnern, dass der Empfang der Vergebung, die wir dem Lebenseinsatz Jesu zu verdanken haben, eben keine Selbstverständlichkeit ist, sondern Geschenk &#8211; auch wenn sie noch verlässlicher ist als es schon die Müllabfuhr in unseren Breiten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Unsre Missetat drückt uns hart; du wollest unsre Sünde&nbsp;vergeben.«</strong> (Psalm 65,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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