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		<title>Der Denker</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/der-denker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen habe ich meinen Freund Christian in Homberg/Efze besucht. Mittags haben wir &#8211; wie immer, wenn wir uns treffen – Pizza gegessen. Vor der Pizzeria fiel mir dieser Denker auf, wie ich ihn nenne – ohne zu ahnen, was es mit diesem Denk-Mal auf sich hat. Ich hatte auch gar kein Interesse, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Tagen habe ich meinen Freund Christian in Homberg/Efze besucht. Mittags haben wir &#8211; wie immer, wenn wir uns treffen – Pizza gegessen. Vor der Pizzeria fiel mir dieser Denker auf, wie ich ihn nenne – ohne zu ahnen, was es mit diesem Denk-Mal auf sich hat. Ich hatte auch gar kein Interesse, das weiter zu erkunden. Mir gefällt der Denker so, wie er da steht. Darum nahm ich ihn als Bild und in Gedanken mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dankbar bin ich für das Vermögen zu denken und für all die großen und kleinen Denker, die mir mit ihren klugen Gedanken und hilfreichen Weisheiten geholfen haben und helfen zu verstehen, was ich von mir aus nicht oder jedenfalls niemals in ganzer Fülle verstehen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dankbar bin ich auch, dass der Glaube kein Hirngespinst, kein Gedankengebäude oder Verstandeskonstrukt ist. Der Glaube bleibt nicht dumm, sondern kümmert sich um das, was wir von Gott wissen können und erkundet Weisen und Wege zu leben. Aber er hängt nicht von meinem Denken und Verstehen ab. Gar nicht. Auch wenn ich Gott nie in seiner Gänze begreifen werde und auch wenn ich seine Aktivitäten oder auch Passivitäten längst nicht immer verstehe: Ich darf mich von Gott auch ohne völliges Verstehen und auch gegen den Augenschein herzlich dazu anstiften lassen, ihm zu vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.« </strong>(Sprüche 3,5f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Michael Schätzel</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Klein</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/klein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht. Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der »Größe« und »Großartigkeit« im Mittelpunkt stehen. Immer wieder geht es darum, dass Rekorde gebrochen werden, dass jemand als noch besser und noch großartiger dasteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beobachten ist dies in unterschiedlichen Sportarten, bei denen die Rede vom G.O.A.T. (»Greatest Of All Times«) fast schon inflationär gebraucht wird. Politiker treten an, um ihre Länder wieder »großartig« (»great«) zu machen. Und mit dem Streben nach Größe und Bedeutung geht automatisch einher, dass das Kleine, das Schwache als verächtlich erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer etwas sein will in dieser Zeit und Welt, muss sich präsentieren können mit seiner Größe und Großartigkeit. Es ist, wie es die Rockgruppe Queen in einem ihrer weit verbreitetsten Songs (»<a href="https://youtu.be/04854XqcfCY?si=tHjpqrMoXLCvtSGQ">We Are The Champions</a>«) getextet hat:<em> »No times for losers / For we are the champions«</em> (»Kein Platz für Verlierer / Denn wir sind die Sieger«). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dessen stellt sich die biblische Botschaft als ziemlich herausfordernd dar. Hier stehen nicht diejenigen im Vordergrund, die sich als groß und herausragend erwiesen haben, sondern diejenigen, die klein und vernachlässigt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Motiv zieht sich durch von der Erwählung des Gottesvolks des Alten Bundes bis zur Verkündigung Jesu. So wird Israel erinnert: <strong>»Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat.«</strong> (5. Mose 7,7f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und Jesus erinnert seine Jünger: <strong>»Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener.«</strong> (Lukas 22,25f.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im christlichen Glauben ist so kein Platz für Streben nach Größe, nach »Besser-sein-als«, oder für ein verächtliches Herabschauen auf die, die es offenbar nicht so weit gebracht haben. In Gottes Augen sind wir alle klein &#8211; und dürfen, ja sollen es sogar sein. So lernen wir auf ihn zu schauen: auf seine Fürsorge und Allmacht, auf seine Größe und unermessliche Liebe, die viel verlässlicher sind als unsere Stärke und Großartigkeit, die ja immer nur Momentaufnahmen sind, fragil und nichts, worauf ich mich im Leben und Sterben verlassen könnte.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Liebherr(en)-Kirche?</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/liebherren-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen. Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »Sagrada Familia« in Barcelona. Es ist faszinierend, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute gleich noch eine weitere Urlaubsedition von »Team Gott« &#8211; und dann auch noch zu einem Bauwerk, das in einem der Posts in den letzten Wochen schon einmal vorkam. Die treuen Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Weg unseres diesjährigen Sommerurlaubs führte uns nach Barcelona zur »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia">Sagrada Familia</a>« in Barcelona. Es ist faszinierend, diesem vielleicht größten europäischen Kirchenbauprojekt der letzten Jahrzehnte weiter beim Wachsen zuzuschauen. Allerdings war unsere Besuchszeit dieses Mal schlecht getimed. Den Barcelonatrip zu spät geplant, deswegen keine Karten mehr für einen Besuch im Innenraum der Kirche mehr bekommen. Und außerdem waren wir kurz nach Mittag an der Kirche, sodass es eigentlich viel zu hell zum Fotografieren war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem stehen dann um dieses Bauwerk dann doch noch mehr Baustellengerätschaften herum, als man sich das aus der romantischen Distanz vorstellt &#8211; unter anderem auch Kräne, mit denen weiter an der Kirche gebastelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als ich mich ärgern wollte, fiel mir ein kleines Detail an einem der Kräne auf, dass er nämlich von der Firma »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liebherr">Liebherr</a>« stammte. Nun bin ich kein Baustellenfreak, der sich in besonderer Weise für Maschinen auf Baustellen interessiert. Stattdessen erinnerte mich der Name der Kranfirma an die »<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Frauenkirchen">Liebfrauenkirchen</a>«, die es vielerorts gibt, denen »unsre liebe Frau«, also die Mutter Jesu, Maria, den Namen gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine originelle Fügung, dass ausgerechnet jetzt, wo der Christusturm der »Sagrada Familia« als höchster aller Türme (auch höher als der Marienturm) fertiggestellt ist, ein Kran mit dem Namen »Liebherr« seinen Dienst an der Kirche verrichtet und somit unbewusst die aufmerksamen Betrachter daran erinnert, dass Jesus Christus als »unser lieber Herr«, der uns liebt, im Zentrum des christlichen Glaubens steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus spricht: <strong>»Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!«</strong> (Johannes 15,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ozean</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/ozean/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich Urbilder finden, wenn es darum geht, dass Menschen ihre Sehnsüchte ausdrücken. Eins dieser Bilder ist das vom Meer oder vom Ozean. Eine Idee, die damit häufig verbunden ist, ist zum Beispiel, dass jenseits des Meers ein Neuanfang möglich wäre, wo ich alles hinter mir lassen könnte, was [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich Urbilder finden, wenn es darum geht, dass Menschen ihre Sehnsüchte ausdrücken. Eins dieser Bilder ist das vom Meer oder vom Ozean. Eine Idee, die damit häufig verbunden ist, ist zum Beispiel, dass jenseits des Meers ein Neuanfang möglich wäre, wo ich alles hinter mir lassen könnte, was war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Geschichte von Jona findet sich das in der Flucht vor Gott, als er ein Boot nach Tarsis nimmt (Jona 1,3): Weit weg über das Meer bis ans Ende der Welt! Ähnlich ist es auch in Psalm 139, in dem David eine Flucht bis ans Ende des Meers imaginiert: <strong>»Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.«</strong> (Psalm 139,9, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Und ähnlich ist das Motiv aus dem Michabuch, wenn es von Gottes erwartetem Heilshandeln redet: <strong>»Er [= Gott] wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.«</strong> (Micha 7,19). Das Meer als ein Ort, der dafür sorgt, dass notvolle und schuldbeladene Geschichte hinter mir bleibt und ich einen Neuanfang starten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute hat für viele das Meer vor allem einen Wert in Sachen Erholung: Urlaub am Meer, Abschalten, Kräftesammeln für den Alltag. Und natürlich schwingen heute bei »Meer« oder »Ozean« ganz andere Aspekte mit als die, die Menschen zu biblischen Zeiten damit verbunden haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hier und da blitzen die Motive von Neuanfang mit Blick auf das Meer dann auch in der Gegenwart wieder auf, etwa in dem Lied »<a href="https://youtu.be/nSaZMAFEW2U?si=QDgHOW6gq6gJ57g2">Ozean</a>« der Kölner Band AnnenMeyKantareit, in dem die Sehnsucht nach einem Neuanfang mit dem Motiv des großen weiten Ozeans verknüpft wird. Ein schmerzhaftes Ereignis liegt hinter dem lyrischen »Ich«, eine Vergangenheit, die es immer wieder einholt. Und so entsteht die Notwendigkeit, irgendwo anders zu leben: <em>»Trotzdem muss ich möglichst schnell irgendwo anders hin / Irgendwo, wo im Winter die Sonne scheint / Wo ich allein und ohne Vergangenheit von vorne anfang&#8217;n kann / Vielleicht lerne ich irgendwann verzeih&#8217;n«</em>. Dabei verbindet sich das Ganze mit dem Gedanken des weiten Meers: <em>»Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergang&#8217;nheit / Ein Meer zwischen mir und allem, was war«</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fliehen und irgendwo anders neu anfangen &#8211; unbelastet von der eigenen Geschichte und Vergangenheit. Die biblischen Autoren sind erst einmal skeptisch, was die Erfolgsaussichten dessen angeht. Irgendwie nimmt man sich und seine Geschichte ja doch immer mit. Aber mit Gott ist ein Neuanfang möglich &#8211; diesseits und jenseits des Ozeans.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Complet</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/complet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den Andachtsformen, die mich in meiner Jugendzeit geprägt haben, gehören neben den verschiedenen Gebetsformen, die ich bei Jugendfreizeiten kennengelernt habe, auch die Tagzeitengebete der Kirche, vor allem die Mette am Morgen, die Vesper am Abend und die Complet als das (kurze) Gebet zur Nacht. Dabei ist mir die vergleichsweise kurze Form der Complet mit [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zu den Andachtsformen, die mich in meiner Jugendzeit geprägt haben, gehören neben den verschiedenen Gebetsformen, die ich bei Jugendfreizeiten kennengelernt habe, auch die Tagzeitengebete der Kirche, vor allem die Mette am Morgen, die Vesper am Abend und die Complet als das (kurze) Gebet zur Nacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist mir die vergleichsweise kurze Form der Complet mit ihrem wechselseitigen Sündenbekenntnis, das ich bis dahin nicht kannte, dass der Liturg der Gemeinde ebenso seine Sünden bekennt wie die Gemeinde vor dem Liturgen, ganz besonders lieb gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich ganz am Ende des Tages noch einmal zur Ruhe zu kommen und mit den Worten des Gebets und aus der Bibel in die Nacht zu gehen, das habe ich als Jugendlicher und Junger Erwachsener sehr zu schätzen gewusst. Heute tue ich es auch noch, nur sind die Zeiten seltener geworden, in denen ich die Complet bete &#8211; inzwischen ist das liturgische Morgengebet, die Mette, die Andachtsform, die ich in Hochschulzusammenhängen besonders häufig mit der Hochschulgemeinde feiere (bzw. sie mit mir).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In unserem Urlaub lief ich kürzlich in Frankreich gegen Abend über einen Parkplatz, als mir plötzlich eine Anzeige »Complet« entgegenleuchtete. Eine heilsame Einladung zum Gebet? Das dann leider doch nicht, sondern nur der Hinweis, dass der öffentliche Parkplatz voll ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich musste etwas schmunzeln, weil sich am Ende dann doch die Dinge glichen. Hier wie dort bei der »Complet« der Kirche und dem vollen Parkplatz kommen Menschen (mehr oder weniger freiwillig) zur Ruhe. Auch auf dem Parkplatz war kein hektisches Treiben mehr zu entdecken, sondern lauter Autos standen in der Reihe und warteten, dass irgendwo wieder ein Platz frei wird. Und hier wie dort dann auch »Complet« als Signal: Es geht nicht immer alles nach Plan, es geht auch nicht immer noch mehr und noch mehr. Sondern irgendwann ist der Tag, ist der Parkplatz voll. Und ich muss mir eingestehen, dass manches, was ich mir vorgenommen habe, auch nicht zum Ziel gekommen ist &#8211; manchmal auch aus eigener Schuld. Deswegen ja auch das Schuldbekenntnis im Nachtgebet an dieser Stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Autofahrer, die warten mussten, wohl trotzdem einen guten Abend hatten? Ich wünsche es ihnen. Ob diejenigen, die sich mit einem Abendgebet ganz gleich welcher Art (zum Beispiel auch der Form der Complet) eine »gute Nacht« haben? &#8211; Ganz gewiss. Denn sie bergen sich ja bei Gott &#8211; so, wie es in Psalm 91 heißt, der zum festen Bestand der Complet gehört:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Er [= Gott] wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.« </strong>(Psalm 91,4, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<item>
		<title>»Wünsch dir was«</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/wuensch-dir-was/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Balak]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ganz offensichtlich, dass wir Menschen ohne große Hoffnungen, was die Zukunft angeht, nicht auskommen. Viele Religionen haben eine solche Erwartung einer Zeit, in der vieles besser wird, aber auch im säkularen Kontext begegnet uns oft etwas Ähnliches, etwa bei der Punk-Band »Die Toten Hosen«, die in diesen Tagen gerade auf Abschiedstournee ist. So [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist ganz offensichtlich, dass wir Menschen ohne große Hoffnungen, was die Zukunft angeht, nicht auskommen. Viele Religionen haben eine solche Erwartung einer Zeit, in der vieles besser wird, aber auch im säkularen Kontext begegnet uns oft etwas Ähnliches, etwa bei der Punk-Band »Die Toten Hosen«, die in diesen Tagen gerade auf Abschiedstournee ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beginnt gleich die <a href="https://genius.com/Die-toten-hosen-wunsch-dir-was-lyrics">erste Strophe</a> ihres Liedes »<a href="https://youtu.be/vKnsfwFj-PE?si=d5Lh_A8c5w18Ni1P">Wünsch dir was</a>« fast wie ein religiöses Glaubensbekenntnis: <em>»Ich glaube, dass die Welt sich noch mal ändern wird / Und dann Gut über Böse siegt / Dass irgendjemand uns auf unseren Wegen lenkt / Und unser Schicksal in die Hände nimmt / Ja, ich glaube an die Ewigkeit / Und dass jeder jedem mal vergibt / Alle werden wieder voreinander gleich / Jeder kriegt, was er verdient.«</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der zweiten Strophe setzt sich diese durchaus religiös anmutende Hoffnungserwartung fort, bis sie am Ende &#8211; punktypisch &#8211; dann (anscheinend) zerschossen wird: <em>»Es wird die Wiederauferstehung vom heiligen Geist / Und die vom Weihnachtsmann«</em>. Und damit zeigt sich die eigentliche Botschaft des Liedes: Wer an eine solche Zukunft glaubt, der ist so naiv, dass er auch noch an den Weihnachtsmann glaubt. Das Ganze dann noch garniert mit einem kleinen Verwechslungsspiel von Auferstehung Jesu und dem Wirken des Heiligen Geistes. Ja, »Wünsch dir was«, aber glaub bloß nicht dran, dass du es bekommst &#8211; so scheint die Message des Liedes zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich frage mich aber, ob die (überwiegend) biblischen Bilder, die das Lied nutzt, nicht am Ende doch stärker sind als der latent kritische Unterton, den das Lied ganz gewiss setzt. Wenn bei Konzerten Zehntausende diese Zeilen mitgrölen, die eine gute, bessere Welt beschreiben, wenn sie davon singen, dass »Gut über Böse siegt«, »dass irgendjemand uns auf unseren Wegen lenkt«, schwingt dann nicht doch bei vielen der Wunsch mit, dass es genau so sein möge?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir scheint, gerade in dieser Kritik vermeintlich naiver Jenseitshoffnungen brechen sich diese in diesem Lied besonders klar und wirkkräftig Bahn. Vielleicht ist es hier ein wenig so wie mit dem Propheten Bileam, der eigentlich angetreten war, das Volk Israel zu verfluchen, aber es am Ende dann doch segnet. Manchmal kommt Gott gerade im Gegenteil zum Ziel und lässt die Botschaft von seiner guten, neuen Welt gerade auch durch die verkünden, die sie eigentlich kritisieren wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»[Der moabitische König] Balak sprach zu ihm [=Bileam]: Komm doch, ich will dich an einen andern Ort führen; vielleicht gefällt es Gott, dass du sie mir dort verfluchst.«</strong> Und nachdem Bileam geredet hat, heißt es: <strong>»Da entbrannte Balaks Zorn gegen Bileam, und er schlug die Hände zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gerufen, dass du meine Feinde verfluchen solltest, und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.«</strong> (4. Mose 23,27 und 24,10, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Autoheiligtum</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/autoheiligtum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gibt es eine kleine »Team Gott«-Urlaubsedition. Beim Besuch einer Kleinstadt kamen wir in unserem Urlaub an dem abgebildeten Gebäude vorbei. Auf den großen roten Eingangstüren ist zu lesen: »Garage privé«, also Privatgarage. Zunächst staunte ich über diese originelle Garage. Die Raumhöhe überzeugte mich sofort, dass man hier auch höhere Fahrzeuge würde unterbringen können. Dann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute gibt es eine kleine »Team Gott«-Urlaubsedition. Beim Besuch einer Kleinstadt kamen wir in unserem Urlaub an dem abgebildeten Gebäude vorbei. Auf den großen roten Eingangstüren ist zu lesen: »Garage privé«, also Privatgarage. Zunächst staunte ich über diese originelle Garage. Die Raumhöhe überzeugte mich sofort, dass man hier auch höhere Fahrzeuge würde unterbringen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann aber entdeckte ich relativ bald, dass diese »Garage« früher ganz offensichtlich anderen Zwecken gedient hatte. Das Eingangstor mit seiner Verzierung oberhalb der Flügeltüren und die inzwischen zugemauerten Fenster verraten relativ eindeutig, dass es sich bei diesem Gebäude früher einmal um eine Kirche gehandelt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Kirche zur Garage. Solche Entwicklungen versetzen mir immer einen Stich ins Herz. Nun bin ich selbst in Sachen Kirchenentwidmung ein »gebranntes Kind«, habe ich eine solche doch selbst in meiner Zeit als Gemeindepfarrer mitverantworten müssen. Und entsprechend kann ich mit schnell gefällten Urteilen wie »Das kann man doch nicht machen!« prinzipiell erst einmal wenig anfangen. Trotzdem gibt es meiner Meinung nach mehr oder weniger geglückte Lösungen für Kirchgebäude und deren Grundstücke, wenn die kirchliche Nutzung nicht mehr möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob eine Garage zur Kategorie »geglückter« gehört, vermag ich nicht zu sagen. Und es wäre jetzt auch zu billig, hier die Klage über den »Autokult« des 21. Jahrhunderts anzustimmen. Ich weiß auch gar nicht, ob Autos heute noch die Verehrung und Pflege erfahren, die ich aus meiner Jugendzeit gewohnt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drum wähle ich für den Abschluss mal einen anderen Gedanken, nämlich wie das Kirchgebäude auch nach seiner aktiven Nutzung erkennbar ist, also trotz seiner Umwidmung zur Garage immer noch an die Präsenz Gottes erinnert. Gott lässt sich aus dieser Welt nicht vertreiben, sondern seine Gegenwart bleib und wird immer wieder erkennbar &#8211; und sei es auch durch entwidmete Kirchen. Es ist wie mit dem Stein, den Jakob nach dem Traum von der Himmelsleiter aufrichtete:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> »Und [Jakob] fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf« </strong>(1. Mose 28,17f., Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>
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		<title>Das Beste kommt erst noch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Kürzlich verstarb die walisische Sängerin Bonnie Tyler, die mit ihrem Song »Total Eclipse of My Heart« einen wesentlichen Beitrag zur »Playlist« meiner Jugend beigesteuert hat. Auf eigentümliche Weise bewegen mich diese Todesfälle von Sängerinnen und Sängern, die mich durchs Leben begleitet haben, obwohl ich die Person gar nicht kannte und in diesem Fall noch nicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich verstarb die walisische Sängerin Bonnie Tyler, die mit ihrem Song »<a href="https://youtu.be/lcOxhH8N3Bo?si=fXvbGx4x0nwcLmEo">Total Eclipse of My Heart</a>« einen wesentlichen Beitrag zur »Playlist« meiner Jugend beigesteuert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eigentümliche Weise bewegen mich diese Todesfälle von Sängerinnen und Sängern, die mich durchs Leben begleitet haben, obwohl ich die Person gar nicht kannte und in diesem Fall noch nicht einmal ein Konzert von ihr besucht habe. Aber eine Stimme ist eben doch etwas sehr Persönliches. Und wenn eine Stimme einen begleitet, kann man fast den Eindruck gewinnen, die Person habe einen begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins der neueren Lieder von Tyler ist: »<a href="https://youtu.be/rUiC_mxpUeQ?si=a6E75xxEiIDPWoP4">The Best Is Yet to Come</a>« (»Das Beste kommt erst noch«). Die Szene, die darin aufgerufen wird, ist die eines älteren Liebespaars, das auf schwierige Zeiten zurückschaut, die sie nun hinter sich gelassen haben (»We&#8217;ve got the bad days on the run«), voller Erwartung, dass das Beste noch vor ihnen liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaut man auf die <a href="https://www.womanalive.co.uk/opinion/the-faith-of-bonnie-tyler-the-rock-legend-who-never-let-go-of-jesus/21833.article">Lebensgeschichte</a> von Tyler dann gehören zum Beispiel Kinderwunsch, eine Fehlgeburt und am Ende die Einsicht, dass es mit Kindern nichts werden würde, zu den »bad days«. Die Zeit und die Zahl der guten Tage, die Tyler vom Erscheinen des Songs »The Best Is Yet to Come« noch blieben, war am Ende begrenzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht klar ist, ob in Tylers Zeilen »The Best Is Yet to Come« auch eine Perspektive mitgeschwungen hat, die über dieses Leben hinausreichte. Das ist durchaus möglich, weil Tyler sich zeitlebens ihren christlichen Glauben bewahrt hat &#8211; beziehungsweise sie in diesem bewahrt wurde. In diesem Sinne würde für sie auf jeden Fall gelten: »The Best Is Yet to Come«: Das Beste kam/kommt erst noch für sie!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus Christus spricht: »Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.«</strong> (Johannes 16,22, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Durchs Fenster</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/durchs-fenster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
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					<description><![CDATA[An unserer Hochschule feiern wir regelmäßig auch Andachten im ebenerdig gelegenen Andachtsraum. Kürzlich klopfte es kurz vor Beginn der Andacht an einem der großen Fenster. Und als dieses dann geöffnet wurde, trat ein Andachtsinteressent durch das Fenster in den Andachtsraum hinein und nahm Platz, was zur allgemeinen Erheiterung führte. Der Andachtsfreund begründete das später damit, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">An unserer Hochschule feiern wir regelmäßig auch Andachten im ebenerdig gelegenen Andachtsraum. Kürzlich klopfte es kurz vor Beginn der Andacht an einem der großen Fenster. Und als dieses dann geöffnet wurde, trat ein Andachtsinteressent durch das Fenster in den Andachtsraum hinein und nahm Platz, was zur allgemeinen Erheiterung führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Andachtsfreund begründete das später damit, er habe sich ein paar Meter Weg sparen wollen, um nicht noch einmal durch das ganze Gebäude hindurch und dann durch die Tür gehen zu müssen. Und vielleicht war dieses Ereignis in der letzten Vorlesungswoche auch einer gewissen Semester-End-Stimmung zu verdanken, wenn alle Beteiligten voller Vorfreude auf die vorlesungsfreie Zeit zugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nachdenken über diese Szene fiel mir zuerst Jesu Mahnung ein: <strong>»Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber.«</strong> (Johannes 10,1, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft). Aber das wäre vielleicht doch etwas aus dem Zusammenhang gerissen und zu unbarmherzig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so erinnerte ich mich danach noch an die vier Freunde, die einen Gelähmten zu Jesus brachten: <strong>»Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.«</strong> (Markus 2,3–5). Ja, wie schön ist das, wenn jemand so dringend zu Jesus Christus, zur Andacht kommen möchte, dass er sogar ungewöhnliche Zugangswege sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei mir bleibt es am Ende dabei: Ich finde, es spricht vieles dafür, einen Andachtsraum oder eine Kirche durch die dafür vorgesehene Tür zu betreten. Aber falls ich andernfalls darauf verzichten würde, mir einen Moment für Gottes Wort und das Gebet zu nehmen, darf es gerne je und dann auch mal die Abkürzung durchs Fenster sein. Denn der, um den wir uns dort versammeln, ist ja der gute Hirte, der nicht wie ein Dieb »hintenrum« in den Schafstall steigt, um sich dort die Schafe zu klauen und dann zu schlachten oder weiterzuverkaufen, sondern derjenige, der sich seinerseits voller Liebe mit allem, was er hat, für seine Herde alles einsetzt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock </em> </p>
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		<title>Am Fluss</title>
		<link>https://team-gott.de/juli-2026/am-fluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 01:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Juli 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich erzählte mir jemand, dass er sich an den Hitzetagen der letzten Wochen morgens mit Studienfreundinnen am Fluss der Stadt getroffen habe: »Schwimmen, Reden, Beten«. Was für ein schöner Start in den Tag! Für mich kommen darin tatsächlich drei wesentliche Elemente des Lebens zusammen. Die Erfrischung für den Körper, der es in diesen Tagen nicht [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich erzählte mir jemand, dass er sich an den Hitzetagen der letzten Wochen morgens mit Studienfreundinnen am Fluss der Stadt getroffen habe: »Schwimmen, Reden, Beten«. Was für ein schöner Start in den Tag!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich kommen darin tatsächlich drei wesentliche Elemente des Lebens zusammen. Die Erfrischung für den Körper, der es in diesen Tagen nicht ganz leicht hatte, das Miteinander mit anderen Menschen, Hören und Gehörtwerden, Gemeinschaft erleben &#8211; und das Gespräch mit Gott. Hier ist vieles beieinander von dem, wie Gott unser Leben gemeint hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei erinnert mich diese Szene an eine biblische Erzählung, als der Apostel Paulus nach Philippi kommt: <strong>»Am Sabbattag gingen wir hinaus vor das Stadttor an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.«</strong> (Apostelgeschichte 16,13, Lutherbibel 2017, © Dt. Bibelgesellschaft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beweggründe, sich am Fluss zu treffen, dürften hier weniger mit dem Bedürfnis nach Erfrischung zu tun gehabt haben als mit Möglichkeiten der Reinigung. Aber geredet wurde hier ganz offensichtlich auch &#8211; wahrscheinlich schon, bevor Paulus kam, aber auch mit ihm. Und ein Ort des Gebets war es auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist es eine Versammlung, die nach damaligen Maßstäben eher kümmerlich war. Für einen Sabbatgottesdienst waren zehn Männer notwendig &#8211; die waren hier ganz offensichtlich nicht zu finden. Wieder einmal waren es die Frauen &#8211; wie so oft in der Religionsgeschichte &#8211; , die das religiöse Erbe weitertrugen und beteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber gerade aus dieser kleinen Versammlung am Fluss entsteht dann die christliche Gemeinde in Philippi. Und aus dem Philipperbrief können wir schließen, dass es eine Gemeinde war, die, nach menschlichem Ermessen, besonders lebendig war und Paulus in vielerlei Weise in seiner Arbeit unterstützt hat (und unterstützen durfte).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sind es eben die kleinen Momente, aus denen Gott Segensreiches und Großes entstehen lässt: Am Fluss zum Beispiel, da, wo geredet und gebetet wird.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Christoph Barnbrock</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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